Aktionäre nehmen an: BUWOG geht an deutsche Vonovia

Die österreichische Immobiliengruppe BUWOG geht an die deutsche Konkurrenz Vonovia. Nach dem vorläufigen Ergebnis nahmen 73,7 Prozent der BUWOG-Aktionäre die insgesamt 5,2 Milliarden Euro schwere Offerte an, wie Vonovia gestern mitteilte. Die Bochumer dürften damit ihren Bestand von 350.000 Wohnungen um 49.000 BUWOG-Wohnungen in Österreich und Deutschland vergrößern.

Das BUWOG-Management hatte die Annahme des Angebots empfohlen und dieses als „aus finanzieller Sicht angemessen“ bezeichnet. Sowohl die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde als auch das deutsche Bundeskartellamt haben bereits ihre Freigabe für die Transaktion erteilt.

Nachfrist bis Mitte Juni

Vonovia hat 29,05 Euro je BUWOG-Aktie geboten, bis zum 15. März wird das endgültige Ergebnis der offiziellen Frist vorliegen. Danach wird es aber bis zum 18. Juni eine Nachfrist geben, in der weiter BUWOG-Aktien um 29,05 Euro an Vonovia abgetreten werden können. Die BUWOG wird dadurch mit rund 5,2 Mrd. Euro bewertet. Finanziert werden soll der Milliardendeal komplett mit Fremdkapital.

Die BUWOG notiert seit Ende April 2014 an den Börsen in Frankfurt am Main, Wien (ATX) und Warschau. Vonovia, vor einigen Jahren aus Deutscher Annington und Gagfah entstanden, ist mit rund 350.000 Einheiten der größte deutsche Wohnungskonzern. Das Unternehmen hatte in den vergangenen Jahren mehrere Wettbewerber geschluckt und sich zuletzt den österreichischen Anbieter Conwert einverleibt.