US-Gericht: Yahoo muss sich Datendiebstahl stellen

Yahoo wurde am Freitag von einem US-Bundesgericht angeordnet, sich Klagen in Zusammenhang mit dem massiven Datendiebstahl aus dem Jahr 2013 zu stellen. Das berichtete die Nachrichtenagentur Reuters heute. Yahoo soll in den vergangenen Jahren persönliche Informationen von über drei Milliarden Usern gesammelt haben.

Verizon, das Yahoo 2017 übernommen hatte, hatte beantragt, einen Großteil der Klagen abzuweisen. Das wurde von der Richterin abgelehnt. Nachdem der Dateneklat bekanntwurde, kaufte Verizon Yahoo zu einem geringeren Kaufpreis als ursprünglich vereinbart - für 4,5 Milliarden Dollar.

Yahoo wird vorgeworfen, seine Nutzer von dem Datenleck zu spät informiert zu haben. Dadurch soll das Risiko von Datendiebstahl stark gestiegen sein. Hätten die Nutzer von dem Leck gewusst, hätten sie sich anders verhalten, wie die Richterin in ihrer Begründung erklärte. Diese Erklärung der Kläger sei glaubhaft.