Tillerson gefeuert: Russland erwartet keine Wende

Die russische Regierung erwartet nach dem Rauswurf von US-Außenminister Rex Tillerson keine grundlegende Wende in der Russland-Politik von US-Präsident Donald Trump.

Es gebe keinen Hinweis darauf, dass Tillersons Nachfolger, der bisherige CIA-Direktor Mike Pompeo, eine weichere Haltung gegenüber Russland einnehmen werde, sagte der russische Gesandte bei der EU, Wladimir Tschischow, heute.

Trump hatte seinen Außenminister Tillerson gestern gekündigt - via Twitter. Der US-Präsident sprach direkt vor der Entlassung offenbar nicht persönlich mit Tillerson.

Mehr dazu in „Warnanruf“ von Stabschef Kelly?

Japan bedauert Entlassung Tillersons

Verhaltene Kritik an der Entlassung Tillersons kurz vor dem geplanten ersten US-nordkoreanischen Gipfeltreffen kam indes aus Japan, dem wichtigsten US-Verbündeten in der Region. Er bedauere den Abgang des „vertrauenswürdigen und offenen“ Kollegen, sagte Japans Außenminister Taro Kono. Er persönlich halte die eingetretene Situation für unglücklich.

Die südkoreanische Regierung kündigte an, Außenminister Kang Kyung Wha werde wie geplant am Donnerstag zu Beratungen nach Washington reisen. Zuvor hatten südkoreanische Diplomaten erklärt, der Minister wolle zunächst den Amtsantritt Pompeos abwarten.