Freihandel und Fleischskandal: Bauernprotest in Brüssel

Anlässlich des Treffens der Landwirtschaftsminister sind heute vor dem EU-Rats- und -Kommissionsgebäude von Brüssel Landwirte mit ihren Traktoren aufgefahren.

Die Protestveranstaltung der Vereinten Föderation der Bauern- und Bauerngruppen der Wallonie (FUGEA) richtete sich in erster Linie gegen die Freihandelspläne der EU mit den südamerikanischen MERCOSUR-Staaten. Protestiert wurde aber auch gegen TTIP und CETA.

Die FUGEA-Landwirte befürchten Massenimporte durch Billigfleisch und sehen ihre auf kleine, regionale Produktion ausgerichteten Betriebe bedroht. Dabei leide die Branche bereits jetzt unter einem sich ständig verschärfenden Preiskampf.

Dessen Folgen zeigt laut Organisatoren der Skandal um die belgische Großschlachterei Veviba. Die Landwirte sehen sich als Opfer der Affäre, bei der unter anderem Fleisch mit falschem Haltbarkeitsdatum in den Handel kam.

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