Baby nach Hundeangriff gestorben: Obduktion soll aufklären

Nach dem tödlichen Hundebiss im deutschen Bad König in Hessen soll eine Obduktion neue Erkenntnisse bringen. Kowu, ein fünf Jahre alter Rüde, habe vermutlich im Wohnzimmer in den Kopf des Säuglings gebissen, sagte heute Oberstaatsanwalt Robert Hartmann. Sicher sei das aber noch nicht. Die Spuren müssten noch ausgewertet werden. Die Eltern schweigen zu dem tödlichen Vorfall.

Der Mischlingshund sei in der Obhut der Polizei. Er müsse mindestens „eine Woche lang runterkommen“, bevor mit den Tests zu seinem Rassenmix und seinem Wesen begonnen werden könne, sagte Hartmann. Mit Ergebnissen sei daher erst in einigen Wochen zu rechnen. Nach einem ersten Eindruck der Polizei könnte der Hund ein Staffordshire-Mix sein.

Zur Liste der gefährlichen Hunde gehört in Hessen auch der Staffordshire Terrier. Als Kampfhund registriert war er bei der Stadt nicht. Ob er schon einmal aufgefallen ist, steht noch nicht fest.

Verdacht der fahrlässigen Tötung

Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung aufgenommen. Sie hält aber auch einen tragischen Unfall für möglich.

Der sieben Monate alte Jannis war am Montagabend an seinen schweren Verletzungen gestorben. Der 23 Jahre alte Vater soll sofort die Rettungskräfte verständigt haben. Sie brachten den kleinen Buben in eine Spezialklinik nach Mannheim. Zunächst sei sein Zustand noch stabil gewesen, doch dann erlag er seinen schweren Verletzungen.