Wissenschaftler demonstrierten für freie Forschung

Beim zweiten „March for Science“ sind gestern in vielen Teilen der Welt Tausende Menschen für die Freiheit der Wissenschaft auf die Straße gegangen. In mehr als 230 Orten, darunter Washington, Sydney und Frankfurt, wurde demonstriert. Mit der weltweiten Aktion traten Wissenschaftler für die Freiheit der Forschung und die Anerkennung wissenschaftlicher Erkenntnisse ein.

"March for Science" in Washington

APA/AFP/Andrew Caballero-Reynolds

Auslöser für den ersten „March for Science“ im vergangenen Jahr waren wissenschaftsfeindliche Äußerungen und Maßnahmen der Regierung von Präsident Donald Trump in den USA. Trump hatte unter anderem die globale Erwärmung als Schwindel bezeichnet und starke Kürzungen für Forschungseinrichtungen angekündigt. Damals gingen weltweit 1,3 Millionen Menschen auf die Straße.

„Facts Matter“

Jetzt versammelten sich in Washington Tausende mit Slogans wie „Science not Silence“ (Wissenschaft statt Schweigen) und „Facts Matter“ (Fakten sind wichtig). Über die genaue Zahl machten Polizei und Veranstalter zunächst keine Angaben.

In Wien hatte das Team des „Science March Vienna“ gemeinsam mit der Universität Wien als Teil des „March for Science“ den „Dance for Science“ organisiert. Rund 400 Personen tanzten am Freitag auf dem Unicampus im Alten AKH für die Wissenschaft. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Langen Nacht der Forschung statt, an der österreichweit 228.000 Menschen teilnahmen und dabei hinter die Kulissen wissenschaftlicher Arbeit blicken konnten.