Zusammenstöße und Festnahmen bei Demos in Frankreich

Zwei Demonstrationen gegen die Regierungspolitik in Frankreich sind am Wochenende von schweren Zusammenstößen überschattet worden. Innenminister Gerard Collomb verurteilte „die unerhörten Gewalttaten und die Beschädigungen von Geschäften und Stadtmobiliar“ am Rande der Kundgebungen in Nantes und Montpellier. Neun Polizisten seien verletzt worden.

Polizisen und Demonstranten in Montpellier

APA/AFP/Pascal Guyot

51 Festnahmen in Montpellier

In Montpellier in Südfrankreich hatten Menschen gestern laut einem Bericht des Nachrichtenportals Franceinfo gegen die Regierungspolitik demonstriert. Dabei sei es zu Auseinandersetzungen zwischen Aktivisten der ultralinken Szene und der Polizei gekommen. Laut Innenministerium wurden 51 Menschen festgenommen.

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Im westfranzösischen Nantes eskalierte gestern eine Kundgebung gegen die Räumung eines von linken Aktivisten besetzten Geländes. Dabei flogen Wurfgeschosse auf Einsatzkräfte, wie die Polizei auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte. Die Beamten setzten Tränengas und Wasserwerfer ein, zwölf Menschen wurden festgenommen.

2.500 Gendarmen an Räumung eines besetzten Geländes beteiligt

2.500 Gendarmen hatten in dieser Woche ein seit Jahren von Aktivisten besetztes Gelände nordwestlich von Nantes geräumt. Dabei gab es schwere Zusammenstöße - unter anderem flogen Molotowcocktails. Hintergrund der seit Jahren andauernden Besetzung war ursprünglich der Protest gegen ein Flughafenprojekt - dieses Vorhaben hatte die Regierung allerdings im Jänner aufgegeben.