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Strategisch ausgewählt

Die USA, Frankreich und Großbritannien haben in der Nacht zum Samstag mehrere strategisch ausgewählte Ziele in Syrien angegriffen. Das Ausmaß der Schäden ist objektiv nicht bezifferbar. Nachfolgend die bestätigten Orte, die die Westmächte ins Visier genommen haben:

Militärflughafen al-Dumair: Dem russischen Verteidigungsministerium zufolge wurde der Militärflughafen al-Dumair östlich von Damaskus angegriffen. Die syrische Luftabwehr habe aber alle zwölf Geschosse abgefangen, hieß es in Moskau. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien berichtete, dass keine „Raketen“ in al-Dumair eingeschlagen seien.

Von dem Flughafen östlich von Damaskus sollen die Helikopter des Typs Mi-8 Hip gestartet sein, die nach westlichen Angaben den Giftgasangriff in Duma in dem Gebiet Ostghuta am Samstag vor einer Woche ausführten. Von dem Flugplatz starteten auch die Kampfjets, die in den vergangenen Wochen die damalige Rebellenhochburg Ostghuta bombardierten. Bei der Offensive starben Menschenrechtlern zufolge weit über 1.000 Zivilisten.

Forschungszentrum in Barsa: Ein Gebäude der Forschungseinrichtung nördlich von Damaskus wurde der syrischen Armeeführung zufolge beschädigt. Die staatliche Nachrichtenagentur SANA meldete später, es sei zerstört worden. In Barsa ist eine Zweigstelle des staatlichen Zentrums für wissenschaftliche Studien und Forschung untergebracht. Es soll laut Medienberichten Chemiewaffen entwickelt haben.

Lagerstätte in Schin: In dem Depot westlich der Stadt Homs in Zentralsyrien lagerte dem Generalstabschef des US-Militärs, Joseph Dunford, zufolge der chemische Kampfstoff Sarin. Nach US-Angaben soll es sich auch um eine Kommandozentrale gehandelt haben. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, in Schin sei auch eine Forschungseinrichtung gewesen. Die syrische Armee meldete drei verletzte Zivilisten durch den Angriff.

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