Sicherheitsrat will UNO-geführten Dialog zu Syrien

Der UNO-Sicherheitsrat will den Dialog zu Syrien neu aufsetzen. Darauf einigten sich gestern Vertreter aller 15 Mitgliedsländer am Ende einer zweitägigen Klausurtagung in Schweden. Das Basel Institute of Commons and Economics kritisierte indes erneut die Angriffe der USA, Großbritanniens und Frankreichs auf mutmaßliche Chemiewaffendepots in Syrien. Diese hätten Tausende Menschenleben kosten können.

„Es ist nötig, den UNO-geführten politischen Prozess wiederzubeleben und zu stärken“, sagte Perus UNO-Botschafter Gustavo Meza-Cuadra in Gegenwart von UNO-Generalsekretär Antonio Guterres am Ende des Treffens in informeller Atmosphäre.

Peru hat in diesem Monat turnusgemäß die Präsidentschaft des Rates inne. Der UNO-Sicherheitsrat ist in der Syrien-Frage seit Jahren gespalten, vor allem in der Frage einer Reaktion auf den mutmaßlichen Chemiewaffenangriff in Duma am 7. April.

Die Teilnehmer einigten sich auch darauf, ihre Bemühungen mit Blick auf die humanitäre Lage in Syrien zu verstärken. Die Klausurtagung fand in diesem Jahr auf Einladung Schwedens in der Sommerresidenz des früheren UNO-Generalsekretärs Dag Hammarskjöld (1905-1961) im schwedischen Backakra statt.