Mindestens 86 Tote nach schweren Unwettern in Indien

Bei schweren Unwettern in Indien sind mindestens 86 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 100 Personen wurden zudem verletzt, als in weiten Teilen des Subkontinents gestern Abend Stürme und Gewitter wüteten.

Am stärksten betroffen war der bevölkerungsreichste Bundesstaat Uttar Pradesh, wo nach Behördenangaben 40 Menschen in Hagel- und Gewitterstürmen starben und 80 weitere Menschen verletzt wurden. Von den Unwettern betroffen waren der Norden, Osten und Süden Indiens.

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Die Stürme in Uttar Pradesh brachten nach Angaben der dortigen Katastrophenschutzbehörde Mauern zum Einsturz und rissen Bäume und Strommasten nieder. Rund 40 Häuser wurden zerstört.

Mehrere Bundesstaaten betroffen

Im Bundesstaat Westbengalen kamen 14 Menschen bei heftigen Stürmen ums Leben, in Andhra Pradesh wurden zwölf Menschen von Blitzen erschlagen. Der südliche Bundesstaat Andhra Pradesh war bereits am 1. Mai von 40.000 Blitzen getroffen worden, damals kamen 14 Menschen ums Leben.

In Neu Delhi starben nach Behördenangaben zwei Menschen, als ein Sturm mit Windgeschwindigkeiten von bis zu hundert km/h über die indische Hauptstadt hinwegfegte. Auch aus Bihar wurden zwei Todesopfer gemeldet.

Der internationale Flughafen Indira Gandhi in Neu Delhi wurde mehr als zwei Stunden geschlossen. Rund 70 Flüge mussten wegen des Unwetters umgeleitet werden. Seit Monatsbeginn herrschen in Indien extreme Wetterverhältnisse. Vor rund zehn Tagen waren mehr als 140 Menschen bei Sandstürmen und Blitzschlägen ums Leben gekommen.