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Mehrere Reisewellen erwartet

Das Pfingstwochenende bedeutet Belastung für Autobahnen und Nerven. Mehrere Faktoren tragen dazu bei, dass sich heuer wieder Staulawinen durch Österreich wälzen, wie die Ö3-Verkehrsredaktion meldet. Nicht nur ist das Wochenende verlängert, der Dienstag ist auch noch schulfrei. Viele werden die freien Tage für einen Kurztrip in den Süden nutzen.

Hinzu kommt, dass in den deutschen Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg zweiwöchige Pfingstferien beginnen. Daher nehmen die deutschen Reisenden auch längere Strecken in Angriff. Die Stauzeit dürfte bereits am Freitagnachmittag beginnen. Von der ersten Reisewelle werden vor allem die Ballungszentren betroffen sein, etwa die Stadtausfahrten aus Salzburg, Linz und Graz. In Wien wird es sich vor allem auf den Stadtautobahnen stauen, auf der Westausfahrt und in beiden Richtungen auf dem Gürtel. Auch die Autofahrerclubs rechnen mit verstopften Straßen ab Freitagnachmittag.

Erwartete Stauzonen und Grenzwartezeiten

Hauptstautag Samstag

Laut ÖAMTC wird der Höhepunkt der Staus am Hauptreisetag, dem Samstag, Richtung Süden erwartet. Hier werden auch auf den Transitrouten im Westen Österreichs kilometerlange Blechlawinen erwartet. Der Pfingstsonntag fällt erfahrungsgemäß ruhiger aus. Der Rückreiseverkehr dürfte sich auf Pfingstmontag und Dienstag aufteilen.

Dabei gibt es einige Hotspots, die aber teils nur schwer zu vermeiden sind, so etwa die Ostautobahn (A4) an der Grenzstelle Nickelsdorf, wie der ÖAMTC meldet. Auch die Tauernautobahn (A10) im Großraum Salzburg, die Brennerautobahn (A13) vor der Mautstelle Schönberg und die Semmering-Schnellstraße (S6) sind unter den erwarteten Staupunkten.

Grenzkontrollen aufrecht

Besonders gefährdet ist aber wegen der Verlängerung der Grenzkontrollen weiterhin der Salzburger Grenzübergang Walserberg, heißt es. „Der Raum Salzburg richtet sich wieder auf einen Stausommer ein“, so der ÖAMTC in einer Aussendung. Der Gemeinde Grödig sei eine Durchfahrtssperre für den Ausweichverkehr von der Autobahn behördlich genehmigt worden. Wals-Siezenheim habe ähnliche Maßnahmen angekündigt. Auch das Ausweichen über das kleine deutsche Eck sei wegen einer Baustelle nicht zu empfehlen.

Der ARBÖ rät dazu, zu atypischen Zeiten zu reisen. Sollte das nicht möglich sein, müsse man sich auf Verzögerungen und längere Stehzeiten vorbereiten: mit ausreichend Getränken, einer gefüllten Klimaanlage und vollem Tank.

Freie Fahrt auf Pannenstreifen auf A4 ab Juli

Das vom Verkehrsministerium angekündigte Pilotprojekt „Temporäre Pannenstreifenfreigabe“ bei Stau bringt jedenfalls noch keine Erleichterung. Zwar wurden die rechtlichen Rahmenbedingungen am Mittwoch im Ministerrat auf Schiene gebracht, den Pannenstreifen dürfen Lenker und Lenkerinnen aber erst im Sommer benützen. Auf der Ostautobahn (A4) zwischen Simmeringer Haide und dem Knoten Schwechat können Autofahrer ab Mitte Juli bei Verkehrsüberlastung den Pannenstreifen benutzen. Die Novelle der Straßenverkehrsordnung soll bis Mitte Juli beschlossen werden, dann kann das Pilotprojekt auf der A4 starten.

Auch in Wien nur langsames Vorankommen

Auch für Wienerinnen und Wiener, die zu Hause bleiben, gibt es Staugefahr - sowohl per Auto als auch öffentlich. Die Ringstraße ist noch bis Dienstag zwischen Babenberger Straße und Schottengasse wegen Gleisarbeiten gesperrt. Aus demselben Grund gibt es über das verlängerte Wochenende auch eine Teilsperre der Brünnerstraße. Zudem nutzen die Wiener Linien die Pfingsttage, um die Streckenerneuerung der U4 voranzutreiben. Daher fährt die Linie zwischen den Stationen Margaretengürtel und Karlsplatz nicht.

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