US-Senatsausschuss für designierte CIA-Chefin Haspel

Die designierte CIA-Chefin Gina Haspel hat im US-Kongress eine wichtige Hürde für ihre Ernennung genommen. Der Geheimdienstausschuss im Senat stimmte heute mit zehn gegen fünf Stimmen für die Kandidatin von Präsident Donald Trump für den Chefposten bei dem mächtigen Auslandsgeheimdienst - trotz Haspels Beteiligung an der Folter von Terrorverdächtigen. Nun muss noch der Senat als Ganzes die Personalie bestätigen. Die Abstimmung wird noch vor Ende des Monats erwartet.

Die designierte CIA-Chefin Gina Haspel

APA/AFP/Brendan Smialowski

Der republikanische Ausschussvorsitzende Richard Burr erklärte, Haspel sei die „qualifizierteste Person“ für den CIA-Chefposten und die „am besten vorbereitete Kandidatin in der 70-jährigen Geschichte der CIA“. Sie habe sich in den 30 Jahren ihrer „herausragenden Karriere“ „moralisch, ethisch und rechtmäßig“ verhalten und sei „die richtige Person, um die CIA in eine ungewisse und herausfordernde Zukunft zu führen“.

In der geheimen Abstimmung stimmten auch zwei Ausschussmitglieder von den oppositionellen Demokraten für Haspel, darunter Burrs Stellvertreter Mark Warren. Haspel hatte ihm in einem Brief versichert, dass die CIA die brutalen Verhörmethoden rückblickend „nicht hätte anwenden sollen“.