EU will Beitrittswerber zu Reformen bewegen

Die Staats- und Regierungschefs von 27 EU-Staaten treffen sich heute im bulgarischen Sofia mit ihren Kollegen aus den Westbalkan-Staaten. Ziel des Gipfels ist es, Serbien, Montenegro, Albanien, Mazedonien, Bosnien-Herzegowina und das Kosovo zu weiteren Reformen zu bewegen. Langfristig sollen diese Länder dann die Chance auf einen EU-Beitritt haben.

Um die Balkan-Staaten zu mehr Reformanstrengungen zu ermuntern, will die EU ihnen in Sofia zusätzliche Unterstützung versprechen. In dem Entwurf für die Abschlusserklärung zu dem Treffen ist zum Beispiel davon die Rede, die Anbindung der Länder an die EU „deutlich zu verbessern“. Konkret soll es etwa um Verkehrsverbindungen, die Energieversorgung und die Wirtschaftsbeziehungen gehen.

Rajoy will nicht auf Foto

Einziges EU-Land, das beim Balkan-Gipfel nicht mit seinem Staats- oder Regierungschef vertreten sein wird, ist Spanien. Als Grund gilt, dass sich Regierungschef Manuel Rajoy vor dem Hintergrund der separatistischen Bewegungen in Katalonien nicht mit dem Präsidenten des Kosovo fotografieren lassen will. Das Kosovo hatte sich 2008 nach einem blutigen Konflikt von Serbien abgespaltet.