Schweizer Regierung prüft E-Franken

Nach Schweden macht sich nun auch die Schweiz über die Einführung einer elektronischen Währung Gedanken. Die Regierung stimmte dem Antrag eines Parlamentariers zu, die Chancen und Risiken eines E-Frankens zu prüfen. Das geht aus einer heute im Internet veröffentlichten Antwort der Regierung hervor.

Ob sich die Schweiz künftig tatsächlich vertieft mit dem Thema beschäftigt, ist noch offen. Zunächst muss der Nationalrat grünes Licht geben. Erst dann könnte das Finanzministerium mit einer entsprechenden Untersuchung beginnen.

Notenbank zurückhaltend

Die Regierung erklärte, nun sollten die „rechtlichen, wirtschaftlichen und finanziellen Aspekte im Zusammenhang mit dem E-Franken“ untersucht werden. Sie sei sich „der großen Herausforderungen sowohl in rechtlicher als auch in geldpolitischer Hinsicht bewusst, die mit der Verwendung eines E-Frankens einhergehen würden“.

Die Schweizer Notenbank (SNB) hat sich bisher eher zurückhaltend geäußert. Digitales Zentralbankgeld für die Öffentlichkeit sei nicht nötig, um ein effizientes bargeldloses Bezahlen zu ermöglichen, hatte SNB-Direktoriumsmitglied Andrea Maechler gesagt. Australiens Notenbank steht einer digitalen Währung offen gegenüber.