Außenministerium bedauert Rückzug Palästinas aus Wien

Das Außenministerium hat heute auf die Entscheidung Palästinas, den Botschafter in Wien auf unbestimmte Zeit zu Konsultationen zurückzuberufen, reagiert. „Wir können bestätigen, dass der palästinensische Botschafter zu Konsultationen zurückberufen wird, und nehmen mit Bedauern diese Entscheidung zur Kenntnis“, hieß es heute gegenüber der APA.

Die Teilnahme des österreichischen Botschafters in Israel, Martin Weiss, an einer Veranstaltung am Vorabend der Botschaftseröffnung der USA in Jerusalem habe „keine rechtlichen und politischen Auswirkungen auf unsere bisherige Position, wonach der Status Jerusalems Gegenstand von Verhandlungen zwischen Israel und Palästina sein muss“, hieß es weiter.

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu, der zugleich auch Außenminister ist, hatte alle 86 Länder mit diplomatischen Vertretungen in Israel am Sonntag zu einem Empfang gebeten. Laut Weiss nahmen Diplomaten aus 34 Ländern daran teil. Bei der Einweihung der US-Botschaft selbst waren die Diplomaten nicht eingeladen.

Die Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem am Montag hatte zu blutigen Zusammenstößen zwischen Palästinensern und der israelischen Armee an der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen geführt. Dutzende Palästinenser wurden dabei getötet und mehr als 2.800 verletzt.