WHO-Notfallsitzung zu Ebola-Fall in DR Kongo

Nach dem Auftauchen eines ersten Ebola-Falls in einer Großstadt in der Demokratischen Republik (DR) Kongo hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine virtuelle Notfallsitzung einberufen. Die Konferenz, bei der Experten aus aller Welt per Audio- oder Videoschaltung miteinander sprechen, findet morgen Mittag statt, wie ein WHO-Sprecher heute in Genf sagte.

An der Sitzung nehmen Spezialisten teil, die die WHO im Fall von möglichen „Gesundheitskrisen von internationaler Bedeutung“ beraten. Es geht darum festzustellen, ob der Ebola-Ausbruch in der DR Kongo als Krise zu betrachten sei und welche Maßnahmen dann zu ergreifen wären.

Bei dem Infizierten handelt es sich um einen Patienten in der Großstadt Mbandaka. Dort ist es wegen der vielen Menschen, die teils eng zusammenleben, deutlich schwieriger, einen Ausbruch der ansteckenden Krankheit unter Kontrolle zu halten. Es ist der dritte bestätigte Ebola-Fall in der DR Kongo. Die anderen beiden mit Ebola Infizierten lebten in Bikoro etwa 150 Kilometer von Mbandaka entfernt im Nordwesten des Landes.