„Google Maps“ von 1662: „Atlas maior“ wird versteigert

Mit dem „Atlas maior“ wird nächste Woche in Brüssel ein besonderes Werk des Buchdrucks versteigert.

Der vom Niederländer Joan Blaeu gedruckte „Atlas maior“ wird von Experten immer wieder als schönster Atlas bezeichnet, der je hergestellt wurde, und zählt auch zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das Auktionshaus Arenberg, das am Donnerstag den Verkauf eines Originalexemplars für den 25. Mai ankündigte, sprach vom „Google Maps“ des 17. Jahrhunderts.

Es handelt sich um eine Erstausgabe aus dem Jahr 1662 und umfasst insgesamt elf Bände. Diese beinhalten 592 von Hand bemalte Karten - dazu kommen über 3.000 Seiten mit Beschreibungen der dargestellten Kontinente, Regionen und Länder.

Der Atlas galt als teuerstes Buch seiner Zeit. Der Wert der von einem Privatsammler angebotenen Ausgabe wird auf 250.000 bis 350.000 Euro geschätzt. Laut Arenberg sind in öffentlichen Sammlungen weltweit nur zwölf Ausgaben bekannt.