Wrabetz vor Medienenquete für „Austria Player“

Der ORF geht mit einem konkreten Vorschlag für eine österreichische Content-Plattform in die Medienenquete. Im Gespräch mit dem Ö1-Medienmagazin „#doublecheck“ und im „News“-Interview stellte ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz die Idee eines „ORF-Players“ vor, der "die Basis für einen „Austria-Player" bieten soll“, sagte er in der gestern erschienenen „News“-Ausgabe.

Vorbild BBC

„Letztlich geht es darum, die TVthek weiterzuentwickeln“, skizzierte er in Ö1. Daher ist „unser Angebot auch an die privaten Anbieter in Österreich, da etwas gemeinsam zu entwickeln. Ein Österreich-Tor sozusagen“ - Audio dazu in oe1.ORF.at.

Das wäre „eine österreichische Oberfläche, mit der wir direkt unser österreichisches Publikum ansprechen“, führte er in „News“ aus: „Das wäre eine nachhaltige und starke Antwort auf den sich ändernden Medienkonsum vor allem des jungen Publikums. Und eine starke Ansage auch in Europa.“ Als Vorbild nennt Wrabetz die BBC mit ihrem Player. Die publiziere dort auch exklusiv für die Onlineverbreitung produzierten Content - etwas, das dem ORF auch erlaubt sein müsse. Die derzeitige Siebentagegrenze für Inhalte des ORF möchte er „zumindest auf einen Monat verlängert“ sehen.

Kein „Cherry Picking“

Eine erneute Absage erteilt Wrabetz den Vorstellungen, der ORF könnte Privaten generell Zugriff auf sein Archiv erteilen. Was er „für möglich und sinnvoll“ halte, sei ein Ausbau der Kooperation über die Austria Video Plattform zum Austausch aktueller Clips. „Cherry Picking“ aus sämtlichen ORF-Produktionen könne es aber nicht geben.