EU-Einsatzgruppe: Österreicher bei Übung in Belgien

Mit drei Hubschraubern des Typs OH-58 und insgesamt 33 Soldaten ist Österreich derzeit an der Operation „Quick Lion 18“ in Belgien beteiligt. Insgesamt sind bei der noch bis morgen gehenden Übung rund 1.000 Soldaten aus Belgien, Deutschland, den Niederlanden und Österreich in der belgischen Eifel stationiert.

Ziel der Übung sei die Zertifizierung einer EU-Einsatzgruppe, die für Erstmissionen in Krisengebieten zuständig ist, wie der für die Organisation der Operation zuständige Tim Thevissen gegenüber dem belgischen Rundfunk BRF sagte.

Rettungseinsatz und Patrouillen

Bei der Übung werden mehrere Szenarien durchgespielt, unter anderem der Rettungseinsatz nach einem Helikopterabsturz. In diesem Fall ging es Thevissen zufolge auch um ein Training für die Zusammenarbeit mit zivilen Diensten wie der Feuerwehr.

Daneben stünden Patrouillen auf dem Programm, wobei die Soldaten auch „Kontakt zur Bevölkerung aufnehmen“ und morgen schließlich „mutmaßliche Terroristen aufspüren und verhaften“.

Mit den „Battlegroups“ will die EU im Rahmen der Europäischen Sicherheitsstragie ihre Fähigkeit verbessern, nach einer entsprechenden politischen Entscheidung schnell auch militärisch auf Krisen und Konflikte reagieren zu können.

EU plant Milliardenausgaben für Verteidigung

Die EU-Kommission veranschlagt im nächsten langfristigen Haushalt der Union Milliardenausgaben für die Verteidigung. Der Europäische Verteidigungsfonds (EDF) soll für die Zeit von 2021 bis 2027 mit 13 Milliarden Euro ausgestattet werden, teilte die Brüsseler Behörde mit.

Das im vorigen Jahr gestartete Programm dient dazu, die Entwicklung von Waffensystemen unter den Mitgliedsstaaten zu koordinieren. Sie geben nach Ansicht von Kritikern beim Einkauf von Panzern, Schiffen und Flugzeugen unnötig viel Geld aus.