Unterstützung für Nachschärfen bei Zentralmatura

Breite Unterstützung für Nachschärfungen bei der Zentralmatura hat es gestern im Nationalrat gegeben. Bei einer ungewohnt konstruktiven Debatte über einen NEOS-Antrag zur Reform der Zentralmatura plädierten die Abgeordneten quer durch die Parteien für Verbesserungen nach den diversen Pannenserien der vergangenen Jahre.

ÖVP und FPÖ brachten einen Entschließungsantrag ein, in dem ÖVP-Bildungsminister Heinz Faßmann ersucht wird, die Zentralmatura einer Analyse zu unterziehen und Maßnahmen zu entwickeln, dass bei der Zentralmatura Besonderheiten der Schularten und der Praxistauglichkeit der Prüfungsaufgaben sichergestellt werden. Besonderes Augenmerk soll dabei auf Mathematik gelegt werden, wo es heuer wegen der komplizierten und textlastigen Fragestellungen besonders viele negative Beurteilungen gab.

NEOS-Antrag abgelehnt

SPÖ-Bildungssprecherin und Ex-Bildungsministerin Sonja Hammerschmid wies darauf hin, dass das Projekt noch jung sei und im Vollausbau erst drei Jahrgänge die Zentralmatura absolviert hätten. „Evaluieren, nachschärfen, noch besser werden“ sei aber grundsätzlich unterstützenswert.

NEOS-Abgeordnete Claudia Gamon plädierte für eine „teilzentrale Matura“. Der Dringliche Antrag von NEOS für eine Reform der Zentralmatura fand aber schließlich nicht genug Unterstützung, lediglich die Liste Pilz ging bei diesem mit. Der Harmonie im Plenum in dieser Frage tat das aber keinen Abbruch: Der Entschließungsantrag der Koalition, der ebenfalls auf Verbesserungen bei der Reifeprüfung abzielt, wurde einstimmig angenommen.