USA: „Umfangreiche Abrüstung“ Nordkoreas bis 2020

Nach dem historischen Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und Pjöngjangs Machthaber Kim Jong Un rechnet Washington mit einer „umfangreichen Abrüstung“ Nordkoreas bis zum Jahr 2020. Die Denuklearisierung werde „ganz bestimmt“ bis zum Ende des Mandats von Trump erfolgen, sagte US-Außenminister Mike Pompeo gestern in Seoul. „Wir sind hoffnungsvoll, dass wir das in zweieinhalb Jahren schaffen können.“

Kim hatte bei dem Gipfel in Singapur in die komplette atomare Abrüstung seines Landes eingewilligt. Nähere Definitionen, ein Zeitplan oder Kontrollmaßnahmen wurden dabei zunächst nicht genannt. Die amtliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA meldete, Kim mache die Denuklearisierung vom Ende der Feindschaft mit den USA abhängig.

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Mehrheit in den USA hinter Trumps Politik

Laut einer Umfrage findet die Nordkorea-Politik Trumps die Zustimmung von 51 Prozent der Amerikaner. Allerdings sind viele skeptisch, was die Umsetzung der getroffenen Vereinbarung angeht: Laut der Erhebung von Reuters/Ipsos glauben 40 Prozent nicht, dass die Regierungen in Washington und Pjöngjang die Zusagen einhalten werden.

Zuversichtlich zeigten sich dagegen 26 Prozent. Trump verdient demnach die meiste Anerkennung für den Gipfel und die gemeinsame Erklärung (40 Prozent), gefolgt von Südkoreas Präsident Moon Jae In (elf Prozent) und schließlich Kim (sieben Prozent). 1.000 Menschen wurden bei der Erhebung befragt.