Türkei-Wahl: Beteiligung im Ausland bisher verhalten

Bei der Türkei-Wahl in Österreich ist die Wahlbeteiligung bisher deutlich niedriger als beim Referendum. Unter den in Österreich lebenden Türken stimmten in Konsulaten und Grenzübergängen bisher 25.634 der rund 107.000 Wahlberechtigten ab, was einer Quote von 24 Prozent entspricht. Das sind fast 16 Prozent weniger Wähler als beim Verfassungsreferendum im vergangen Jahr, sechs Tage vor Ende der Abstimmung.

Auch in Deutschland ist die Beteiligung bisher verhalten: In den ersten sieben Tagen der Abstimmung gaben bis gestern Abend 343.129 der 1,44 Millionen Wahlberechtigten in Deutschland ihre Stimme ab, wie aus der Statistik der türkischen Wahlkommission hervorgeht. Das entspricht sechs Tage vor dem Ende der Abstimmung im Ausland einer Quote von 23,8 Prozent.

Die überwiegende Anzahl der Wähler (312.627) stimmte in den 13 türkischen Konsulaten in Deutschland ab. 30.502 Wähler machten von der Möglichkeit Gebrauch, an Grenzübergängen der Türkei zu wählen. Insgesamt kann außerhalb der Türkei in 60 Ländern gewählt werden. In der Türkei werden am 24. Juni der Präsident und ein neues Parlament gewählt. Die Abstimmung in Deutschland und Österreich begann am Donnerstag vergangene Woche und dauert noch bis zum kommenden Dienstag an.