Südsudan: Rebellen lehnen Vereinbarung mit Regierung ab

Die südsudanesischen Rebellen haben eine erst am Wochenende getroffene Vereinbarung mit der Regierung platzen lassen. Sie teilten gestern mit, sie lehnten es ab, dass ihr Anführer Riek Machar fortan erneut das Amt des Vizepräsidenten ausüben werde. Das war ein zentraler Bestandteil einer Vereinbarung, die erst am Sonntag präsentiert worden war.

Die Rebellen erklärten, es sei überhaupt keine Einigung erzielt worden. Es sei lediglich die Idee diskutiert worden, dass Machar wieder den Posten einnehmen werde. Es seien dazu aber keine Dokumente unterzeichnet worden. Man lehne den Vorschlag ab, weil er lediglich eine Gefälligkeit für Politiker darstelle und ignoriere, dass radikale Reformen benötigt würden, um einen fundamentalen Wandel im Land hinzubekommen.

Waffenstillstand immer wieder gebrochen

Am Wochenende hatten sich die Kontrahenten eigenen Angaben zufolge geeinigt, dass Machars langjähriger Gegenspieler Salva Kiir Mayardit Präsident der vom Krieg zerrissenen Nation bleiben solle. Insgesamt würden vier Vizepräsidentenposten geschaffen, Machar werde als erster Vizepräsident eingestellt.

Am 30. Juni war in dem Bürgerkriegsland ein Waffenstillstand in Kraft getreten, der jedoch rasch gebrochen wurde. Regierungstruppen und Rebellen beschuldigten einander gegenseitig, für die neuen Kämpfe verantwortlich zu sein.