Großbritannien schickt mehr Soldaten nach Afghanistan

Nach einer Anfrage von US-Präsident Donald Trump wird Großbritannien die Zahl der Soldaten in Afghanistan beinahe verdoppeln. Wie Premierministerin Theresa May gestern erklärte, sollen 440 zusätzliche Kräfte an den Hindukusch geschickt werden. Damit steigt die Zahl der britischen Soldaten auf 1.100.

Sie nehmen an einem Ausbildungseinsatz für die afghanische Armee teil, der von der NATO geführt wird. Ziel ist es, Afghanistan im Kampf gegen die radikalislamischen Taliban und die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) zu unterstützen.

16 Soldaten aus Österreich

Trump hatte im vergangenen Jahr angekündigt, Tausende zusätzliche US-Soldaten in das asiatische Land zu schicken und NATO-Partner wie Großbritannien aufgefordert, sich an der Verstärkung zu beteiligen. Die britischen Pläne wurden am Tag vor dem NATO-Gipfel bekannt. Bei dem Treffen dürfte Trump erneut die Bündnispartner aufrufen, mehr Geld für die Verteidigung auszugeben. Insbesondere Deutschland hat er deswegen kritisiert.

In Afghanistan setzt die Bundesrepublik Deutschland bis zu 1.300 Soldaten ein. Sie nehmen ebenfalls am NATO-Ausbildungseinsatz teil. Österreich beteiligt sich mit 16 Soldaten an der Resolute Support Mission (RSM) in Afghanistan.