Ministerium schweigt zu Logo von Puma-Polizeieinheit

Eine unbeantwortete Anfrage des „Standard“ zur Entstehung des Logos der neuen Polizei-Grenzschutzeinheit namens Puma wirft derzeit Fragen auf. Laut der Zeitung habe man Hinweise aus dem Umfeld des Innenministeriums erhalten, denen zufolge sich eine Recherche zur Entstehung des Logos „lohnen würde“. Die Rede sei etwa von einer FPÖ-nahen Werbeagentur gewesen.

Ein Abzeichen der Einheit "PUMA"

APA/Roland Schlager

Weil keine öffentliche Ausschreibung erfolgt sei, habe der „Standard“ eine Anfrage zu Urheber und Kosten an das Innenministerium gestellt und sei über eine Woche lang mehrmals auf einen späteren Zeitpunkt verwiesen worden. Das sei ungewöhnlich, weil die Bearbeitung einer derartigen Anfrage laut ehemaligen Ministeriumspersonal innerhalb kurzer Zeit erledigt werden könne.

Die Liste Pilz brachte nun zu der Causa eine parlamentarische Anfrage ein. Auch die SPÖ kündigte laut „Standard“ einen entsprechenden Schritt an.

Möglicher Markenstreit

Bereits Ende Juni war bekanntgeworden, dass dem Innenministerium aufgrund des Logos ein Markenstreit mit dem Sportartikelhersteller Puma drohen könnte. Puma prüfe innerhalb des Unternehmens mögliche rechtliche Schritte, hieß es gegenüber mehreren Medien. Allerdings könnte eine Verwendung der Polizei auch rechtens sein, weil das Logo nicht innerhalb „geschäftlichen Verkehrs“ verwendet werde.