EU-Vorsitz: Lokalwechsel nach Aufregung um Hitler-Bild

Kurz vor Beginn des informellen Treffens der EU-Innen- und Justizminister in Innsbruck, hat gestern der Veranstaltungsort für ein Medienevent des Innen- und Justizministeriums für Aufregung gesorgt. In der Gaststube des ursprünglich geplanten Lokals soll jahrelang - versteckt - ein Hitler-Bild gehangen sein. Das Innenministerium änderte deshalb den Veranstaltungsort.

Wie Dietiwag.org bereits im März berichtete, soll sich auf der Hinterseite eines volkstümlichen Bildes, das „seit Jahren“ an der Wand eines Innsbrucker Innenstadtrestaurants hing, ein Porträt von Adolf Hitler befinden. Zu „bestimmten Anlässen oder in bestimmten geselligen Runden“ soll das Bild umgedreht worden sein. Nach Bekanntwerden beschlagnahmte der Verfassungsschutz das Bild, Ermittlungen gegen den Wirt wurden in der Folge aber eingestellt.

Das „Get Together“ für Medienvertretungen, zu dem das Innenministerium und das Justizministerium einluden, sei „aus mehreren Gründen“ in ein anderes Lokal in der Innenstadt verlegt worden, erklärte der Sprecher des Innenministeriums, Alexander Marakovits, gegenüber der APA. Der Medienabend des Justizministeriums werde „aus organisatorischen Gründen“ verschoben, hieß es in einer E-Mail an Journalistinnen und Journalisten am Abend.