Seehofer: Suizid von Flüchtling „zutiefst bedauerlich“

Deutschlands Innenminister Horst Seehofer hat den Selbstmord eines afghanischen Flüchtlings, der kürzlich aus Deutschland abgeschoben worden war, als „zutiefst bedauerlich“ bezeichnet. Gleichzeitig plädierte er dafür, mit dem Vorfall „sachlich und rücksichtsvoll“ umzugehen, wie er heute vor Journalistinnen und Journalisten in Innsbruck erklärte.

Zu den genauen Umständen könne er keine Auskünfte geben, „da müssen sie die Hamburger Behörden fragen, warum diese Person vorgeschlagen wurde“, so Seehofer.

„Auch die sachlichsten Aussagen werden missbraucht“, empörte sich Seehofer, angesprochen auf die Kritik an seinen Aussagen zu der Abschiebung von insgesamt 69 afghanischen Asylwerbern aus Deutschland.

Rücktrittsforderungen mehrere Politiker

Einige deutsche Politiker und Politikerinnen forderten Seehofers Rücktritt nach seiner Bemerkung: „Ausgerechnet an meinem 69. Geburtstag sind 69 - das war von mir nicht so bestellt - Personen nach Afghanistan zurückgeführt worden. Das liegt weit über dem, was bisher üblich war“ und nachdem bekannt geworden war, dass sich einer der abgeschobenen Afghanen in Kabul umgebracht hatte.

Er selbst habe erst in der Früh von dem Vorfall erfahren. Und: „Ich werde für alles verantwortlich gemacht“, meinte Seehofer. Gefragt, ob er seine Aussage bedauere, sagte der Innenminister: „Da sage ich jetzt nichts.“