Netanjahu und Putin: Gespräche über Syrien-Konflikt

Vor dem russisch-amerikanischen Gipfel hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bei einem Besuch in Moskau vor der Präsenz des Iran in Syrien gewarnt. Netanjahu wurde heute vom russischen Präsidenten Wladimir Putin empfangen, bevor er sich im Stadion das WM-Halbfinal-Spiel von Kroatien und England anschauen wollte.

Israel werde keine iranischen Truppen an seinen Grenzen dulden, hatte der Ministerpräsident vor dem Abflug gesagt. Bei Putin erinnerte er auch daran, dass die israelische Armee erst wenige Stunden zuvor eine aus Syrien eingedrungene Drohne abgeschossen habe.

Russland unterstützt iranische Truppen in Syrien

"Wir werden streng jeden Versuch unterbinden, unsere Luft- oder Landgrenze zu verletzen, sagte Netanjahu. Putin äußerte nach Angaben der Agentur Interfax Verständnis für die Sorgen seines Gastes.

Der Kreml-Chef wird sich am Montag (16.7.) in Helsinki mit US-Präsident Donald Trump treffen. Trump und seine Berater betrachten genau wie Israel den Iran als größtes Problem im Nahen Osten. Sie drängen Russland, den iranischen Einfluss in Syrien zu begrenzen.

Für Moskau ist Teheran aber ein Partner in der Unterstützung für den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Nach eigenem Bekunden kann Moskau auch das enge syrisch-iranische Verhältnis kaum beeinflussen.