EBA: Mängel bei Geldwäschebekämpfung in Malta

Die EU-Bankenaufsicht EBA wirft Malta eine mangelnde Durchsetzung der Richtlinien zur Verhinderung der Geldwäsche vor. Es gebe „allgemeine und systematische Unzulänglichkeiten“ bei der Anwendung der EU-Regeln, erklärte die EBA gestern.

Sie hatte das Vorgehen der Malteser Behörde zur Ermittlung von Geldwäsche (FIAU) bei der Untersuchung von Verdachtsmomenten bei der Pilatus Bank überprüft. Die FIAU äußerte sich enttäuscht über die Einschätzung der EBA und erklärte, sie habe „ernsthafte Vorbehalte“ hinsichtlich der Prüfung. EU-Justizkommissarin Vera Jourova bezeichnete die EBA-Schlussfolgerungen als „besorgniserregende Neuigkeiten“.

Die Einlagen der Pilatus Bank sind derzeit gesperrt. Die Malteser Bankenaufsicht hat der Europäischen Zentralbank (EZB) im Juni empfohlen, der Bank die Lizenz zu entziehen. Die Behörden in Malta hatten bis dahin keine Sanktionen gegen die Pilatus Bank verhängt, obwohl schon 2016 Verdachtsmomente gegen sie vorlagen.