London strebt nicht mehr vollen EU-Zugang für Banken an

Die britische Regierung hat einem Zeitungsbericht zufolge ihr Vorhaben aufgegeben, der heimischen Finanzbranche auch nach dem „Brexit“ vollen Zugang zum europäischen Binnenmarkt zu verschaffen. Premierministerin Theresa May strebe in diesem Bereich stattdessen eine losere Verbindung zu den verbleibenden 27 EU-Staaten an, berichtete die „Financial Times“.

May will heute ihre Vorstellungen über die künftigen Beziehungen zur EU vorlegen. Kern der Vorschläge ist eine Freihandelszone für Waren, die Kritiker in der eigenen Partei jedoch verhindern wollen.

Banken der Londoner City haben die Hoffnung aufgegeben, nach der „Brexit“-Übergangsphase vollen Zugang zum EU-Markt zu bekommen. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte bereits im Juni berichtet, dass die EU-Staaten ihre Regeln für Finanzdienstleister aus Ländern außerhalb der Union für Großbritannien allein nicht ändern wollen. Demnach würde jede Änderung auch für andere Staaten gelten.