Stormy Daniels in Ohio verhaftet

Die Pornodarstellerin und Trump-Widersacherin Stephanie Clifford (Stormy Daniels) ist laut Angaben ihres Anwalts Michael Avenatti im US-Bundesstaat Ohio nach einem Auftritt in einem Stripclub verhaftet worden. Sie habe sich berühren lassen und damit gegen ein Gesetz des Bundesstaates verstoßen. Der Community Defense Act verbietet jedem außer Familienmitgliedern Berührungen von nackten oder halbnackten Tänzerinnen und Tänzern.

Stormy Daniels

Reuters/Rebecca Cook

Avenatti sprach von einem Komplott und einem politischen Hintergrund: „Es stinkt nach Verzweiflung.“ Man werde die falschen Vorwürfe bekämpfen. Er erwarte, dass Clifford bald wieder auf Kaution freigelassen werde. Laut Avenatti sei Clifford auf nicht sexuelle Art berührt worden. Sie habe die gleiche Show aufgeführt, wie in zahlreichen anderen Stripclubs auch.

Angebliche Affäre schlug Wellen

Cliffords hatte US-Präsident Donald Trump mit Behauptungen über eine angebliche Affäre im Jahr 2006 in Bedrängnis gebracht. Trump bestreitet, dass er ein Verhältnis mit ihr hatte. Trotzdem erhielt Clifford rund 130.000 Dollar (rund 108.000 Euro) Schweigegeld von Trumps Anwalt Michael Cohen. Trump bestritt zunächst, von der Zahlung gewusst zu haben. Im Mai vollzog der Präsident dann aber eine Kehrtwende und teilte mit, er habe Cohen die 130.000 Dollar erstattet.

Die Zahlung ist vor allem deshalb brisant, weil es sich um eine illegale Wahlkampfhilfe gehandelt haben könnte - die Zahlung lag über der für Wahlkampfspenden geltenden Obergrenze und wurde nicht bei der Wahlaufsichtsbehörde deklariert. Mit seinem Bekenntnis zur Zahlung wollte Trump den Verdacht der illegalen Wahlkampfspende entkräften.