Pröll: Unglaubliche Hetzkampagne der FPÖ

Vizekanzler Josef Pröll (ÖVP) hat in einem Interview mit der "Rundschau am Sonntag" die FPÖ wegen ihrer "unglaublichen Hetzkampagne" attackiert. Um junge Wähler anzusprechen, will Pröll nach eigenen Angaben jedoch mit der ÖVP künftig auch "dort hingehen, wo die Jugend ist, im Internet, bei Veranstaltungen, wo man schon lange keine Politiker mehr gesehen hat und Strache & Co. gerne auftreten, wofür sie mangels Arbeit Zeit haben".

In der "Ausländerfrage" sagte Pröll, es sei interessant, dass "das Thema Immigrationsdruck und mangelnde Integration sich eindeutig auf sozialdemokratisch geführte Städte fokussiert. Dort hat die Integrationspolitik völlig versagt."

Fischler: "Strache rührt an Grundfesten des Staates"
Auch der ehemalige EU-Agrarkommissar Franz Fischler (ÖVP) griff die FPÖ an und warnte vor Heinz-Christian Strache: Der FPÖ-Chef rühre an den Grundfesten des Staates und höhle die Demokratie aus, sagte Fischler in einem Interview mit der "Presse am Sonntag".

"Ihm ist jedes Mittel recht. Was er macht, geht über Populismus hinaus", meinte Fischler. "Wenn man für billige politische Zwecke religiöse Gefühle missbraucht, sind wir in eine Zeit zurückversetzt, die wir überwunden glaubten. Die Bürger mögen die Parolen als überzogen erkennen. Doch hier muss man den Anfängen wehren."

Jörg Haider sei "um Häuser intelligenter als der Herr Strache" gewesen. "Er hat gewisse Grenzen des Anstands eingehalten. Diesen Eindruck habe ich von Strache nicht", so Fischler.

"Graf untragbar"
Zum Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf (FPÖ) meinte der frühere EU-Kommissar, dieser sei "als Nationalratspräsident untragbar. Es war ein Fehler, ihn zu wählen. Jetzt gibt es keine Exit-Strategie, weil man nicht weiß, wie man den Herrn loswerden kann."

Faymann: "Antisemitismus kein Kavaliersdelikt"
Beim Abschluss ihres EU-Wahlkampfs war die SPÖ einmal mehr bemüht, sich von den anderen Parteien abzugrenzen. Besonders die FPÖ und ihr Vorsitzender Strache wurden wieder scharf kritisiert. Gleichzeitig war man zuversichtlich, bei der EU-Wahl den ersten Platz behaupten zu können.

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