Bei der Viennale geht die Post ab
Zur Eröffnungsfeier wurden wieder Größen aus der internationalen DJ-Szene eingeladen. Mit „From: Disco To: Disco“ hatte Hans Nieswandt in den 1990ern für einen weltweiten Hit gesorgt. Gemeinsam mit seinem New Yorker Kollegen Nick Hook stand er bei der Eröffnungsparty an den Turntables. Die Tanzfläche im alten Hauptpostamt erlebte dabei ihre erste Belastungsprobe.
Konzert und Party: Anbuley und DJ Nu-Mark
Mit Anbuley Matilda Kanbong, kurz: Anbuley, ist bei der Viennale eine starke Protagonistin des Afrobeat am Start. Anbuley vereint Einflüsse aus Ghana, Jazz- und Funk-Elemente, bis hin zu Melodien von Isaac Hayes, den sie verehrt. Jurassic-5-DJ und Turntableist Nu–Mark hat seine Wurzeln im HipHop. Mit seinen mittlerweile legendären Toy-Sets, bei denen Kinderspielzeuge zu Musikinstrumenten werden, fasziniert er Musikliebhaber rund um den Globus und ist mit seinem Mix aus Latin, Afro- und Balkan-Beat ein Garant für volle Tanzflächen.

Viennale
Ebony Bones, Ostrowski und Zsutty
DJ-Sets der britischen Schauspielerin, Songwriterin und Sängerin Ebony Bones sind großes Theater: exzentrische Kostüme, wilde Tanzeinlagen zwischen Vogueing und Pogo und dazu ein verwegener Sound. Nach Ebony Bones stehen Michael Ostrowski und Mathias Zsutty an den Plattentellern.
Rahmenprogramm (eine Auswahl)
Location für alle Partys: Viennale Festivalzentrum (Alte Post), Dominikanerbastei 11, 1010 Wien
- Anbuley und DJ Nu-Mark:
Mi, 31. Oktober, 21.00 Uhr
- Ebony Bones (DJ-Set), DJ Michael Ostrowski & Mathias Zsutty:
Sa, 3. November, 22.00 Uhr
- Tim Simenon:
So, 4. November, 21.00 Uhr
- Rainald Götz:
Di, 6. November, 19.30 Uhr
- Mike Skinner (DJ-Set), DJ Soma:
Mi, 7. November, 22.00 Uhr
Tim Simenon
Bereits eine Legende der elektronischen Tanzmusik, gelang es „Bomb the Bass“-Gründer Simenon, stets Chart-Erfolge mit Underground-Experimenten zu verbinden. Im Festivalzentrum legt er Schmuckstücke aus seiner Plattensammlung auf.
Lesung: Rainald Goetz
Der deutsche Schriftsteller Rainald Goetz, einst Chronist der Partykultur („Rave“, 1998) und früher Apologet der Onlineoption („Abfall für alle“, 1999), blickt in seinem jüngsten Roman „Johann Holtrop“ verächtlich auf die Nullerjahre zurück.
Abschlussparty: Mike Skinner
Den Künstlernamen „The Streets“ wählte Mike Skinner nach eigenen Angaben, weil ihm authentische Musik wichtig ist. Obwohl sein Rap-Projekt mittlerweile eingestellt ist, steht er nach wie vor für musikalisch höchst raffinierten HipHop. Tanzbar wie eh und je: Die Briten scheinen zu wissen, wie man Party macht. Unterstützt wird Skinner vom umtriebigen DJ Soma.

Viennale
Mike Skinner spielt auf der Abschlussparty ein DJ-Set
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Publiziert am 30.10.2012

