Ausland

Tote bei erneuten Gefechten in der Ukraine

Trotz mehrfacher Ankündigung eines Waffenabzugs haben die Konfliktparteien in der Ostukraine erneut aufeinander geschossen. Dabei seien auf Regierungsseite mindestens zwei Soldaten getötet und 14 verletzt worden, sagte Präsidialamtssprecher Andrej Lyssenko heute in Kiew.

Die prorussischen Separatisten warfen der Armee ihrerseits vor, beim Beschuss der Stadt Horliwka fünf Zivilisten verletzt zu haben. Unabhängige Berichte lagen zunächst nicht vor.

Am 40. Jahrestag der Unterzeichnung der Schlussakte von Helsinki über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa am 1. August 1975 sagte Lyssenko: „Leider hat Russland das internationale Recht mit Füßen getreten, als es sieben Prozent unseres Territoriums okkupierte.“

Russland hatte sich 2014 die Halbinsel Krim einverleibt. Kiew wirft dem Kreml zudem vor, die Aufständischen vollständig zu kontrollieren.

1,5 Mrd. Euro von IWF

Das ukrainische Finanzministerium bestätigte unterdessen die Gewährung der zweiten Tranche über 1,7 Milliarden Dollar (rund 1,5 Mrd. Euro) aus einem 17,5 Milliarden Dollar schweren Kredit des Internationalen Währungsfonds (IWF).

Das in den nächsten Tagen erwartete Geld soll vor allem in die Aufstockung der Währungsreserven des wirtschaftlich schwer angeschlagenen Landes fließen. Zudem sprach Vizeregierungschef Gennadi Subko vom Begleichen von Gasschulden.

Irakischer Kurdenpräsident fordert PKK-Abzug

Angesichts der türkischen Luftangriffe auf Stellungen der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) hat der Präsident der autonomen Kurdenregion im Irak, Massud Barsani, heute die PKK zum Verlassen des Gebiets im Nordirak aufgefordert. „Die PKK muss das Schlachtfeld von der irakischen Region Kurdistan fernhalten, damit keine Zivilisten Opfer dieses Kriegs werden“, sagte Barsani.

Die Türkei hatte vor gut einer Woche zunächst begonnen, Stellungen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien zu bombardieren. Zugleich griff sie nach einem Anschlag auf zwei türkische Polizisten auch Stützpunkte der verbotenen PKK im Nordirak an, die gegen den IS kämpft.

Die türkische Regierung spricht von einem „Krieg gegen den Terrorismus“. Allerdings griff die Luftwaffe den IS seither nur dreimal an, die PKK hingegen Dutzende Male. Bei den Luftangriffen wurden nach Angaben der amtlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu etwa 260 Kämpfer getötet und bis zu 400 weitere verletzt.

Rücktrittsforderungen an deutschen Generalbundesanwalt

Angesichts der Ermittlungen wegen Landesverrats gegen kritische Journalisten sieht sich der deutsche Generalbundesanwalt Harald Range mit Rücktrittsforderungen aus den Reihen der Koalition konfrontiert. „Entscheidungen dieses GBA im gesamten #NSA Komplex sind nur noch peinlich. Es wäre Zeit den Hut zu nehmen“, twitterte der SPD-Obmann im NSA-Untersuchungsausschuss, Christian Flisek.

SPD-Vize Ralf Stegner schloss sich an. „Christian Flisek hat recht. Der Generalbundesanwalt hat sich vollständig vergaloppiert und hat das Ziel seiner Aufgabenstellung offenkundig aus den Augen verloren“, sagte er dem „Handelsblatt“.

„Mit Kanonen auf Blogspatzen schießen“

„Nichtstun im Zusammenhang mit den massenhaften NSA-Ausspähaktionen und stattdessen mit Kanonen auf Blogspatzen zu schießen und dabei die verfassungsrechtlich geschützte Pressefreiheit zu treffen, das passt in keiner Weise zu den Pflichten des Generalbundesanwalts“, kritisierte Stegner.

Zuvor hatten bereits Linken-Chef Bernd Riexinger und FDP-Vize Wolfgang Kubicki Ranges Rücktritt verlangt. Am Donnerstag war bekanntgeworden, dass die Bundesanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen Journalisten von Netzpolitik.org eingeleitet hat.

Der Generalbundesanwalt sah bei Gründer Markus Beckedahl und Autor Andre Meister einen Verdacht auf Landesverrat, weil sie Pläne des Bundesamts für Verfassungsschutz zum Ausbau der Internetüberwachung beschrieben und Auszüge vertraulicher Dokumente ins Netz gestellt hatten.

Demo in Berlin für Pressefreiheit

Mehr als 1.000 Menschen demonstrierten heute in Berlin für Pressefreiheit. Die Unterstützer des Internetportals Netzpolitik.org wandten sich damit gegen die staatsanwaltlichen Ermittlungen.

Verschärftes Asylrecht in Ungarn in Kraft getreten

In Ungarn sind heute verschärfte Bestimmungen des Asylrechts in Kraft getreten. Unter anderem werden die Asylverfahren auf 15 Tage verkürzt.

Flüchtlinge, die über Serbien nach Ungarn gekommen sind, können im Eilverfahren in das südliche Nachbarland abgeschoben werden, nachdem die ungarische Regierung Serbien zum „sicheren Drittland“ erklärt hat. 99 Prozent der illegal einreisenden Migranten kommen über die serbisch-ungarische Grenze.

Bisher wurden nach ungarischen Regierungsangaben heuer knapp 100.000 Migranten in Ungarn registriert. Praktisch alle betrachten Ungarn lediglich als Transitland auf dem Weg in andere EU-Länder und bleiben deshalb nur so lange wie nötig.

Scharfe Kritik von Amnesty

Die Verschärfung des Asylrechts wird von Menschenrechtsorganisationen kritisiert. Amnesty International warf der rechtskonservativen ungarischen Regierung vor, sich über völkerrechtliche Verpflichtungen hinwegzusetzen, weil die neuen Bestimmungen es ermöglichten, Asylanträge ohne eingehende Überprüfung pauschal abzulehnen.

„Ungarn hat die Verpflichtung, jenen beizustehen, die um Asyl ansuchen, und jeden Antrag individuell zu überprüfen“, hieß es in der Erklärung der Organisation. Amnesty verlangte außerdem eine Prüfung der neuen Bestimmungen durch das ungarische Verfassungsgericht.

Todesschütze von Charleston will sich schuldig bekennen

Der mutmaßliche Todesschütze von Charleston, der im Juni in einer Kirche in den USA neun Afroamerikaner getötet haben soll, will sich nach Angaben seines Anwalts schuldig bekennen. Der 21-jährige Dylann Roof ist vor einem Bundesgericht in 33 Punkten unter anderem wegen eines Hassverbrechens, der Verletzung religiöser Rechte und Verstößen gegen Waffengesetze angeklagt.

Im Falle eines Schuldspruches drohen ihm lebenslange Haft oder die Todesstrafe. Roof war zuvor zudem bereits bei einem Gericht des US-Staates South Carolina wegen neunfachen Mordes und dreifachen versuchten Mordes angeklagt worden.

Roof antwortete einsilbig auf die Fragen des Bundesrichters, als er gestern in Handschellen und gestreifter Sträflingsuniform vor Gericht erschien, wie die Zeitung „Post and Courier“ berichtete. Bis zu seinem Schuldbekenntnis wollen seine Verteidiger aber abwarten, ob die Staatsanwaltschaft für Roof die Todesstrafe fordert. Sowohl das US-Bundesrecht als auch South Carolina sehen die Todesstrafe vor.

Neuer Taliban-Chef ruft zu Einheit auf

Der neue Chef der afghanischen Taliban, Mullah Akhtar Mansour, hat in seiner ersten Audiobotschaft die islamistische Bewegung zur Einheit aufgefordert.

„Wir müssen uns alle um die Bewahrung von Einheit bemühen“, sagte Mansour in der heute ausgestrahlten Botschaft. „Eine Spaltung in unseren Rängen wird nur unsere Feinde zufriedenstellen und uns weitere Probleme bereiten“, sagte er.

Die Taliban hatten Mansour laut einer Mitteilung von gestern offiziell zum Nachfolger des langjährigen, untergetauchten Anführers Mullah Omar bestimmt. Einen Tag zuvor hatten sie Omars Tod bestätigt, der sich nach Angaben der afghanischen Regierung bereits vor mehr als zwei Jahren ereignete.

Interne Kritik an Ernennung

Die Ernennung Mansours zum neuen Anführer ist innerhalb der Taliban aber nicht unumstritten. Seine Ernennung kommt zu einem Zeitpunkt, zu dem die Taliban einen internen Richtungsstreit führen und die Gruppe Konkurrenz durch die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) erhält, die große Teil Syriens und des Irak kontrolliert.

Widerstand wird Mansour vor allem von einigen Mitgliedern der Quetta-Schura entgegengebracht. Das Führungsgremium der Taliban wirft Pakistan vor, zu viel Einfluss auf die Gruppe zu nehmen. Mansour verbrachte im Nachbarland Pakistan Teile seines Lebens.

Mansour gilt zudem als verhältnismäßig moderat, pragmatisch und als Unterstützer der jüngst aufgenommenen Friedensgespräche mit der Regierung in Kabul. Experten gehen deshalb davon aus, dass der Friedensprozess unter Mansour gestärkt wird. Zuletzt stellten allerdings mehrere Taliban-Kommandanten die Legitimität der Gespräche offen infrage.

Inland

Wirtschaft

Korruptionsermittlungen gegen Roche in Rumänien

Gegen den Basler Konzern Roche und andere Pharmaunternehmen wird in Rumänien wegen des Verdachts auf Korruption ermittelt. Eine Antikorruptionsbehörde untersucht, ob die Firmen Ärzten Anreize wie Ferien anboten, damit diese bestimmte Krebsmedikamente verschreiben.

Laut der Nachrichtenagentur sda bestätigte der rumänische Roche-Ableger die Ermittlungen. Das Unternehmen kooperiere vollständig und werde die verlangten Unterlagen bereitstellen, teilte es mit. Die Behörden wollten nicht bekanntgeben, gegen wie viele und welche Unternehmen ermittelt wird.

Rumänische Ermittler durchsuchten am Dienstag 61 Wohnungen und Büros in der Hauptstadt Bukarest und im Nordwesten des Landes, wie Laura Codruta Kovesi, Hauptanklägerin der Antikorruptionsbehörde, mitteilte. Die Untersuchungen konzentrierten sich auf die Einkaufs- und Verschreibungspraxis mehrerer medizinischer Einrichtungen.

Athen hofft auf „Miniumschuldung“

Griechenland erhofft sich von einem neuen internationalen Hilfsprogramm auch indirekt eine Umstrukturierung eines Teils seiner Staatsschulden. Die geplante Hilfe solle ein langfristiges Darlehen mit einer Laufzeit von etwa 30 Jahren umfassen, sagte der griechische Wirtschaftsminister Giorgos Stathakis der Zeitung „Efimerida ton Syntakton“ (Samstag-Ausgabe).

Damit könnten Kredite zurückgezahlt werden. „Es handelt sich um eine Miniumschuldung. Sie könnte den Auftakt bilden zu einer bedeutenden Umstrukturierung der griechischen Schulden, wie sie vom IWF seit langer Zeit verlangt wird.“

Der griechische Oppositionsführer Evangelos Meimarakis bezweifelt unterdessen die Möglichkeit, mit der Privatisierung von Staatseigentum 50 Milliarden Euro zu erwirtschaften. Dieses - von den Kreditgebern vorgegebene - Ziel sei „äußerst schwierig zu realisieren“, sagte der Parteivorsitzende der Nea Dimokratia dem „Focus“. „In der aktuellen wirtschaftlichen Lage ist es ausgeschlossen, Staatseigentum zu angemessenen Preisen zu veräußern.“

Auch bei den schon mehrmals gekappten griechischen Pensionen sieht der Konservative „keinen weiteren Spielraum für Kürzungen“. Über das Pensionseintrittsalter oder die Anzahl der für eine Pension nötigen Arbeitsjahre könne man aber reden.

Noch keine Einigung bei pazifischem Freihandelsabkommen

Die USA und elf weitere Pazifikanrainer haben in den Verhandlungen über ein umfassendes Freihandelsabkommen (TPP) keinen Durchbruch erreicht. Die Handelsminister der beteiligten Länder schafften es bei den Gesprächen in Hawaii nicht, Differenzen in den Bereichen Autohandel, Milchprodukte und Medikamente auszuräumen.

„Das Traurige ist, dass wir uns bei 98 Prozent der Themen einig waren“, beklagte der australische Ressortchef Andrew Robb. Die gestern abgeschlossene Verhandlungsrunde wurde von den meisten Experten als womöglich letzte Chance betrachtet, das Abkommen noch in diesem Jahr durch den US-Kongress zu bekommen und es aus dem amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf herauszuhalten.

Verhandler optimistisch

Auch wenn bei den TPP-Gesprächen auf der Insel Maui die Einigung nicht gelang, bleiben die zwölf beteiligten Länder, die für rund 40 Prozent der Weltwirtschaft stehen, zuversichtlich. Das „Unterholz“ der Problemgebiete sei radikal durchforstet worden, sagte Neuseelands Handelsminister Tim Groser.

„Es ist offenkundig, dass es noch ein, zwei wirklich harte Streitthemen gibt, und Milchprodukte sind eines davon.“ Sein australischer Kollege Robb sagte, die größten Probleme gebe es unter den großen vier beteiligten Ländern USA, Kanada, Japan und Mexiko.

Handelshürden sollen fallen

Ziel des Abkommens ist, ebenso wie bei der parallel vorangetriebenen transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft der USA mit der EU (TTIP), Handelshürden zwischen wichtigen Wirtschaftsregionen in der Welt abzuräumen. Das soll nach Darstellung der Befürworter das Wachstum fördern und Jobs schaffen.

Kritiker der transpazifischen Vereinbarung fürchten, dass Umwelt-und Arbeitsschutzregeln ausgehöhlt werden, Jobs aus reicheren Ländern abwandern oder westliche Großkonzerne in schwächeren Staaten heimische Unternehmen verdrängen.

Heta: Zahlungsstopp wird weiter von EU geprüft

Nach ursprünglichem Wohlwollen hat sich EU-Finanzkommissar Jonathan Hill in einer Stellungnahme nun skeptisch zu den heimischen Abwicklungsplänen der früheren Hypo Alpe-Adria, nun Heta, geäußert. Ob sich Österreich mit dem Zahlungsstopp EU-konform verhalte, könne erst im Rahmen einer „eingehenden sachlichen und rechtlichen Prüfung“ beurteilt werden, so Hill laut der Zeitung „Der Standard“ (Wochenendausgabe).

Diese Einschätzung gab Hill dem Zeitungsbericht zufolge in einer Anfragebeantwortung an den deutschen EU-Abgeordneten Burkhard Balz (CDU). Eine rechtliche Prüfung läuft aber ohnehin. Vom Chef der EU-Kommissionsvertretung in Österreich, Johann Sollgruber, hatte es zuletzt geheißen, dass das „Zahlungsmoratorium, das der Finanzminister verhängt hat, bei einer ersten Überprüfung in Einklang mit neuer EU-Gesetzgebung“ stand.

Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) hatte immer wieder betont: „Wir haben keinen Grund zur Annahme, dass das, was wir mit der Heta und dem Moratorium machen, in irgendeiner Weise gefährdet ist.“

Auch neue Arbeit für VfGH

Für Aufsehen sorgt laut „Standard“ indes auch die Kärntner Landesholding. Sie sieht in ihrer Hypo-Haftung einen Verstoß gegen das Beihilfeverbot und überdies eine Ungleichbehandlung. Der Ball liegt nun beim Verfassungsgerichtshof (VfGH).

Die Landesholding hat ein Verfahren angeregt, weil ihre Haftung weiter reicht als die des Landes Kärnten (diese endet im April 2017), schreibt die Zeitung. Das Landesgericht hat bereits einen entsprechenden Antrag an das Höchstgericht gestellt und die Aufhebung von § 4 KLH-Gesetz beantragt, wie ein Gerichtssprecher dem „Standard“ bestätigte.

Wert von Uber steigt laut Bericht auf über 50 Mrd. Dollar

Der umstrittene Fahrdienstanbieter Uber aus den USA hat einem Zeitungsbericht zufolge eine Kapitalerhöhung von fast einer Milliarde Dollar unter Dach und Fach gebracht. Der Wert des Unternehmens steige damit auf mehr als 50 Milliarden Dollar (gut 45,5 Mrd. Euro), berichtete die US-Tageszeitung „Wall Street Journal“ (Freitag-Ausgabe).

An den jüngsten Investitionen seien der US-Technologiekonzern Microsoft und das indische Medienhaus Bennett Coleman & Co. beteiligt. Uber kommentierte den Bericht nicht und verwies auf eine Grundsatzankündigung vom Mai.

Service in der Kritik

Uber vermittelt über Smartphone-Apps und im Internet Fahrten in verschiedenen Angebots- und Preisklassen. Für Ärger sorgt vor allem der Dienst UberPop, der sich auf private Gelegenheitsfahrer und deren Autos stützt.

Der Konzern betrachtet sich selbst als reinen Dienstleistungsvermittler, der nur eine neue technische Möglichkeit anbietet, um eigenständige Fahrer und Passagiere zusammenzubringen. Die Taxibranchen in vielen Staaten kritisieren das Geschäftsmodell jedoch als unlauteren Wettbewerb.

Sport

Beachvolleyball: Doppler/Horst im EM-Viertelfinale

Clemens Doppler und Alexander Horst sind heute bei der Heim-EM in Klagenfurt ins Viertelfinale eingezogen. Das ÖVV-Duo setzte sich gegen die Russen Konstantin Semenow und Wjatscheslaw Krasilnikow mit 2:0 durch und trifft nun auf die italienische Paarung Alex Ranghieri/Adrian Carambula.

Das Aus kam indes im Achtelfinale für Alexander Huber und Robin Seidl. Die Kärntner standen gegen die Polen Piotr Kantor und Bartosz Losiak auf verlorenem Posten.

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Chronik: Grünberg atmet selbstständig

Kira Grünberg wird früher als erwartet die Intensivstation in der Universitätsklinik Innsbruck verlassen können. „Sie ist bei Bewusstsein und ansprechbar“, sagte Grünbergs Manager Thomas Herzog heute zur APA. Die 21-jährige Tirolerin könne bereits selbstständig atmen.

Der schwer getroffenen Familie gebe die große Anteilnahme Österreichs und Solidarität, die auch von Sportlern abseits der Leichtathletik komme, viel Kraft. „Die Unterstützung ist großartig und kraftgebend“, sagte Herzog.

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Chronik

Tödlicher Kletterunfall im Kaisergebirge

Im Tiroler Kaisergebirge ist gestern Nachmittag ein 29-Jähriger bei einem Alpinunfall ums Leben gekommen. Der Grazer war beim Abseilen bei einer Kletterroute rund 70 Meter abgestürzt und zog sich dabei tödliche Verletzungen zu.

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300 Meter von Klettersteig abgestürzt

In der Steiermark kam gestern ebenfalls ein Bergsteiger ums Leben. Ein Urlauber aus Tschechien stürzte am Kaiser-Franz-Joseph-Steig vor den Augen seiner Kameraden 300 Meter in die Tiefe.

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Bis zu 25 Kilometer Stau auf A10

Seit den frühen Morgenstunden rollt die Urlauberkolonne aus Bayern Richtung Adria durch Salzburg. Auf der A10 reicht der Stau vom Ofenauertunnel bei Golling (Tennengau) bis Salzburg Süd - das sind rund 25 Kilometer.

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Starker Reiseverkehr führte auf der A10 zu einem 25 Kilometer langen Stau. (iptv.ORF.at)

Unfälle sorgten für Verzögerungen

In Oberösterreich führte der starke Reiseverkehr auf den Transitrouten zu langen Staus. Mehrere Unfälle auf der A8 sorgten in der Früh und am Vormittag für lange Verzögerungen und stellten die Autofahrer vor eine Geduldsprobe.

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Mehr als 90 Tote nach Unwettern in Pakistan

Die seit Wochen anhaltenden heftigen Regenfälle und Überschwemmungen in Teilen Pakistans fordern immer mehr Opfer. Bis heute stieg die Zahl der registrierten Toten auf 92, wie die Behörden mitteilten.

Besonders betroffen seien die Bergregionen im Norden, wo etliche Orte von der Außenwelt abgeschnitten worden seien, teilte der Nationale Katastrophenschutz mit. Pioniere reparierten Straßen und Brücken in den Gebieten Chitral und Gilgit-Baltistan.

Auch entlang des Indus, der Pakistan vom Himalaya bis zum Meer durchfließt, gab es Überschwemmungen. Mindestens 200.000 Menschen an den Ufern des Stromes wurden in Sicherheit gebracht. Im vergangenen Jahr kamen bei Überschwemmungen in Pakistan mindestens 400 Menschen ums Leben. Die Monsunzeit dauert dort von Mitte Juli bis Ende August.

Feuerwehrmann bei Buschbränden in Kalifornien getötet

Bei den heftigen Buschbränden im US-Staat Kalifornien ist ein Feuerwehrmann getötet worden. Dave Ruhl sei am Donnerstag bei seinem Einsatz in einem staatlichen Waldgebiet unweit der Stadt Alturas umgekommen, teilte Gouverneur Edmund Brown gestern mit.

Anhaltende Dürre und die „extremen Wetterbedingungen“ hätten Kalifornien in ein „Pulverfass“ verwandelt, erklärte der Gouverneur weiter. Die Feuerwehr stehe im Kampf gegen die vielen Brände an vorderster Front. Nach Angaben der Nationalgarde sind rund 8.000 Feuerwehrleute in ganz Kalifornien im Einsatz.

Heftige Waldbrände in Kalifornien

Wegen der anhaltenden Dürre gab es im US-Staat Kalifornien laut amtlichen Angaben in diesem Jahr schon über tausend Brände mehr als sonst.

Der bevölkerungsreichste Staat der USA erlebt derzeit eine der schwersten Dürreperioden der Geschichte. Vielerorts ist die Vegetation völlig ausgetrocknet und deshalb leicht entflammbar. Deswegen wurde inzwischen auch das Wasser rationiert.

Weinernte in Italien wegen Hitze vorverlegt

Die italienische Landwirtschaft bekommt die Auswirkungen der seit Wochen anhaltenden Hitzewelle zu spüren. In mehreren italienischen Regionen muss die Weinernte auf Anfang August vorverlegt werden, weil die Trauben dank der hohen Temperaturen bald reif sein werden.

Auf Sizilien und in Kalabrien, wo in den vergangenen Tagen Temperaturen von über 40 Grad gemessen wurden, drohen die Weintrauben auszudörren. Im Piemont, im Veneto, in der Toskana und in der renommierten lombardischen Weingegend Franciacorta wurde der Beginn der Weinernte auf den 10. August vorverlegt.

Damit findet die Weinernte circa zehn Tage früher statt als im Durchschnitt der letzten zehn Jahre, berichtete der Direktor des Konsortiums der Weinproduzenten der piemontesischen Stadt Asti. Die Weinerzeuger rechnen mit einem 20-prozentigen Produktionsrückgang, aber hoher Qualität.

Hunderte Mio. Euro Schaden

Dagegen können große Teile der restlichen Landwirtschaft der Hitze wenig abgewinnen. Italienischen Bauern klagen über Schäden in Millionenhöhe wegen der extremen Hitze in diesem Juli, dem heißesten der letzten 150 Jahre. Der Landwirtschaftsverband Coldiretti bezifferte die Schäden wegen der Rekordhitze auf 200 Millionen Euro.

Vor allem Obstbäume, Mais- und Gemüsefelder seien betroffen. Auch bei der Milch-, Eier- und Honigproduktion sei es zu Rückgängen gekommen, weil die Tiere von den hohen Temperaturen schwer mitgenommen werden. Die Milchproduktion sei wegen der Hitze um 15 Prozent gesunken. Das bedeute einen Rückgang von 100 Millionen Litern Milch pro Monat.

IT

Chef von Bitcoin-Börse in Japan festgenommen

Mark Karpeles, Geschäftsführer der einst größten und inzwischen insolventen Bitcoin-Börse Mt.Gox, ist in Japan festgenommen worden. Das berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo heute.

Der 30-jährige Franzose wird dem Bericht zufolge verdächtigt, im Jahr 2013 unerlaubterweise und zu seinem eigenen Vorteil in das Computersystem der Börse eingegriffen zu haben. Karpeles Anwalt erklärte, sein Mandant bestreite jedes Fehlverhalten.

Computergenerierte Währung

Im Jahr 2014 hatte die einst größte Bitcoin-Börse Mt.Gox in Tokio Insolvenz angemeldet. Der Vorfall hatte große Zweifel an der Sicherheit der unregulierten Börsen aufgeworfen.

Die alternative Digitalwährung Bitcoin gibt es seit 2009. Sie wird in komplizierten Rechenprozessen auf den Computern der Nutzer erzeugt, kann aber auch im Internet mit etablierten Währungen wie Dollar und Euro gekauft werden. Die wegen ihrer starken Kursschwankungen umstrittenen Bitcoins kommen vor allem bei Zahlungen im Internet zum Einsatz.

Gesundheit

Das Apothekengeschäft mit angeblichen Wundermitteln

Nicht alle Produkte, die in Apotheken verkauft werden, sind Arzneien oder haben eine klinisch nachgewiesene gesundheitsfördernde Wirkung. Von Kosmetika und Nahrungsergänzungsmitteln über Haarwuchswässerchen bis zum Amulett, dass angeblich davor schützt, dass einem beim Autofahren schlecht wird: Die Palette ist vielfältig und reicht von medizinisch zumindest fragwürdigen Präparaten bis hin zu teuren, aber völlig wirkungslosen Wundermitteln.

Mehr dazu in help.ORF.at

Science

Steinzeitgräber auf Stuttgart-21-Baustelle entdeckt

Jahrtausendealte Skelette sind in Deutschland bei den Bauarbeiten für das Bahnprojekt Stuttgart 21 (S21) ans Tageslicht gekommen. Für die Stuttgarter Innenstadt könnten sie der erste steinzeitliche Fund sein, wie die „Stuttgarter Zeitung“ unter Berufung auf den baden-württembergischen Landesarchäologen Andreas Thiel berichtete.

Die drei Gräber mit Skeletten könnten aus der Zeit zwischen 5.500 und 2.000 vor Christus stammen und damit aus der Endphase der Jungsteinzeit. Nun müssten Experten die Vermutung überprüfen. Laut dem S21-Kommunikationsbüro hatten die Funde und deren Bergung keinen Einfluss auf die Arbeiten am Durchgangsbahnhof, wie es in dem Bericht heißt.

Bestattungsform erlaubt Rückschlüsse auf Alter

Es gebe keine Grabbeigaben oder weitere Funde, die auf das Alter der Gräber schließen ließen. Als Hinweis diene aber die Form der damals in Süddeutschland typischen Bestattung: „Die Toten waren auf der Seite liegend mit angewinkelten Armen und Beinen beigesetzt worden“, so eine Sprecherin des Regierungspräsidiums laut den „Stuttgarter Nachrichten“.

Seit fast einem Jahr begleiten Mitarbeiter des Landesamts für Denkmalpflege den Erdaushub für den Neubau des Hauptbahnhofs. In den unterschiedlichen Baufeldern stießen sie immer wieder auf Funde aus den Zeiten der alten Römer, der Völkerwanderung und der Renaissance.

Kultur

Romandebüt an Spitze von ORF-Bestenliste

Die ORF-Bestenliste im August setzt Anna Baars Debüt „Die Farbe des Granatapfels“ an ihre Spitze. Der Roman der österreichisch-kroatischen Autorin und diesjährigen Teilnehmerin am Bachmannpreis-Wettbewerb, erzählt die Geschichte eines heranwachsenden Mädchens zwischen zwei Welten. Platz zwei belegt Christine Lavants Erzählung „Das Kind“, Teil einer vierteiligen Werkausgabe, die anlässlich des 100. Geburtstages der großen Kärntner Schriftstellerin erschienen ist. Und Platz drei belegt im August Laszlo Krasznahorkais Erzählband „Die Welt voran“, der damit zum zweiten Mal auf der Bestenliste vertreten ist.

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Leute

Snoop Dogg mit zu viel Bargeld in Italien erwischt

Schon wieder Ärger mit der Polizei in Europa für US-Rapper Snoop Dogg: In Kalabrien wurde er auf einem Flughafen mit zu viel Bargeld erwischt.

Er habe 422.000 US-Dollar (rund 385.000 Euro) bei sich getragen und damit gegen EU-Anti-Geldwäsche-Vorschriften verstoßen, wonach Barbeträge über 10.000 Euro deklariert werden müssen, meldete die italienische Nachrichtenagentur ANSA heute.

Hälfte des Geldes beschlagnahmt

Die italienische Steuerpolizei habe die Hälfte des Geldes beschlagnahmt. Erwischt wurde der Musiker („Drop It Like It’s Hot“) auf dem Flughafen von Lamezia Terme, in der Nähe von Tropea. Dort wollte er nach London abfliegen, nachdem er in Italien vier Konzerte gegeben hatte.

Am 25. Juli war der 43-Jährige in Schweden wegen Drogenverdachts kurzzeitig festgenommen worden. Die Polizei in Uppsala hatte ihn nach eigenen Angaben zur Befragung auf die Wache mitgenommen, weil er bei einer Kontrolle wie unter Drogen stehend gewirkt habe. Snoop Dogg verkündete daraufhin, nie wieder in das skandinavische Land zurückzukehren.