Ausland

Nach dem Fund eines Waffenlagers in Hongkong sind zwei weitere Personen festgenommen worden. Damit sind nach heutigen Presseberichten insgesamt drei Verdächtige in Haft. In einem gemieteten Lagerraum in einem Industriegebäude hatte die Polizei gestern Abend zwei Kilogramm Sprengstoff, Brandsätze, Säure, Messer und Metallstangen zusammen mit Unabhängigkeitsstreitschriften gefunden.

Neue Proteste für heute angekündigt

Die Ermittler untersuchen, ob ein Zusammenhang mit den heute stattfindenden Protesten in der chinesischen Sonderverwaltungsregion besteht. Zehntausende Hongkonger werden im Laufe des Tages zu einer neuen Demonstration gegen die Regierung erwartet. Dabei geht es auch um die Forderung nach einem unabhängigen Untersuchungsausschuss, der die Verhältnismäßigkeit der Polizeigewalt bei Zusammenstößen am Rande früherer Demonstrationen beleuchten soll.

Die französische NGO Sos Mediterranee und Ärzte ohne Grenzen (MSF) sind mit einem neuen Schiff im Mittelmeer zur Rettung von Geflüchteten im Einsatz. „Ocean Viking“ heißt das Schiff, mit dem Menschen vor der libyschen Küste gesucht und gerettet werden sollen, berichteten die beiden NGOs, die bis 2018 mit dem Schiff „Aquarius“ im Mittelmeer Geflüchtete retteten, in einer Presseaussendung.

Mit norwegischer Flagge unterwegs

Die „Ocean Viking“ ist mit norwegischer Flagge in Richtung Mittelmeer unterwegs, berichteten die beiden Hilfsorganisationen. An Bord befinden sich 31 Crewmitglieder. „Wir können nicht tatenlos zusehen, wie Menschen im Mittelmeer sterben“, so Claudia Lodesani, Präsidentin von MSF in Italien.

Der italienische Innenminister Matteo Salvini, der seit über einem Jahr eine Einwanderungspolitik der „geschlossenen Häfen“ für private Rettungsschiffe betreibt, reagierte polemisch auf die Nachricht des Einsatzes der „Ocean Viking“ im Mittelmeer. „Jetzt starten sogar Schiffe von der Nordsee, um Schlepper im Mittelmeer zu unterstützen: Einfach verrückt! In Italien bleiben die Häfen geschlossen“, so der Innenminister und Chef der rechten Regierungspartei Lega auf Facebook.

„Weigern uns, tatenlos zuzusehen“

„Europäische Politiker wollen glauben machen, dass das Ertrinken Hunderter Menschen und das Leid Tausender in Libyen gefangener Flüchtlinge und Migranten ein gerechtfertigter Preis dafür sind, Migration zu kontrollieren“, sagte Sam Turner, Leiter der Hilfe von Ärzte ohne Grenzen in Libyen und im Mittelmeer, in einer Aussendung der Organisation heute.

„Während sie das angebliche Ende der sogenannten Flüchtlingskrise in Europa verkünden, verschließen sie bewusst die Augen vor der schweren humanitären Krise, die durch ihre Politik in Libyen und auf dem Meer verlängert wird. Solange diese vermeidbaren Todesfälle und dieses vermeidbare Leid weitergehen, weigern wir uns, tatenlos zuzusehen.“

Mehr als 20.000 Demonstrantinnen und Demonstranten sind gestern in Moskau für eine freie Kommunalwahl auf die Straße gegangen. Die Teilnehmer, unter ihnen der prominente Kreml-Kritiker Alexej Nawalny, protestierten gestern im Zentrum der russischen Hauptstadt gegen den Ausschluss Dutzender Oppositionskandidaten für die im September angesetzte Abstimmung. Mehrere Personen wurden festgenommen.

Nach Angaben der NGO White Counter folgten gut 22.000 Menschen dem Protestaufruf. Die Polizei, die bei Demonstrationen der Opposition generell niedrigere Teilnehmerzahlen nennt, sprach von 12.000 Teilnehmern.

„Russland wird frei sein“

Die Demonstranten riefen bei der rund zweistündigen Kundgebung unter anderem „Russland wird frei sein“. Die Polizei nahm laut der NGO OWD-Info mehrere Menschen fest und brachen einem Demonstranten dabei den Arm. Unter den Teilnehmern befanden sich auch mehrere Oppositionspolitiker. „Wir werden ihnen zeigen, dass dies ein gefährliches Spiel ist“, sagte Oppositionsführer Nawalny bei einer Rede vor den Demonstranten. „Wir sollten für unsere Kandidaten kämpfen.“

Die Moskauer Wahlkommission hatte zuletzt 57 Kandidaten von der Abstimmung ausgeschlossen, darunter nahezu alle Oppositionsanhänger. Die Behörde begründete das mit formalen Mängeln. Beobachter kritisierten dagegen, die Ablehnungen seien zum Teil aus fadenscheinigen Gründen erfolgt, um Nawalnys Verbündete daran zu hindern, sich für die Legislative der russischen Hauptstadt zu bewerben.

Die erste Gay-Pride-Parade in der polnischen Stadt Bialystok ist von Gewalt überschattet worden. Eine Gruppe von mutmaßlichen Hooligans attackierte die rund 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Marsches gestern mit Steinen, Böllern und Flaschen, wie die Polizei mitteilte. Auch die Beamten, die den Umzug absicherten, wurden demnach angegriffen.

Ein rechter Demonstrant wird während einer Gay-Pride-Parade verhaftet
Reuters/Agencja Gazeta

Es war das erste Mal, dass Menschen in der Stadt im Nordkosten Polens für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen (LGBT) auf die Straße gingen. Die Demonstrantinnen und Demonstranten schwenkten Regenbogenfahnen und Transparente mit Aufschriften wie „Liebe ist keine Sünde“. Katholische und nationalistische Gruppen organisierten rund 40 Gegenkundgebungen in Bialystok.

Der Umgang mit der LGBT-Community wird in dem traditionell katholischen Land vor der Parlamentswahl im Herbst kontrovers diskutiert. Der Chef von Polens rechtsnationalistischer Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS), Jaroslaw Kaczynski, hatte Homosexuelle im April als „Bedrohung“ für sein Land bezeichnet.

Die Japaner und Japanerinnen stimmen heute über die Besetzung des Oberhauses ihres nationalen Parlaments ab. Jüngsten Umfragen zufolge kann die Regierungskoalition des rechtsnationalen Ministerpräsidenten Shinzo Abe mit einer stabilen Mehrheit in der zweiten Kammer rechnen.

Zur Wahl stehen 124 der 245 Sitze im Oberhaus, das alle drei Jahre neu besetzt wird. Die Wahl wird zu keinem Wechsel der Regierung führen, ist aber ein Stimmungstest für die Regierung.

Im Mittelpunkt steht unter anderem seine kontroverse Entscheidung, trotz Anzeichen einer konjunkturellen Abkühlung die Verbrauchssteuer im Oktober anzuheben. Der erwartete Wahlsieg des Regierungslagers könnte zudem die Debatte um eine von Abe seit langem angestrebte Änderung der pazifistischen Nachkriegsverfassung anheizen. Hierzu wird eine Zweidrittelmehrheit in beiden Kammern benötigt, gefolgt von einer einfachen Mehrheit bei einem vorgeschriebenen Referendum. Im mächtigeren Unterhaus hat Abe bereits die nötige Zweidrittelheit.

Inland

Der steirische Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP) tritt für eine Koalition aus ÖVP und SPÖ nach der Nationalratswahl ein: „Wir haben gezeigt, was möglich ist, wenn SPÖ und ÖVP vertrauensvoll zusammenarbeiten“, verweist er in der „Kronen Zeitung“ auf die Regierungszusammenarbeit in seinem Heimatbundesland.

Hält FPÖ für nicht staatstragend

Bevor es zu einer neuen „Großen Koalition“ kommt, müssten in der SPÖ freilich „gemäßigtere Kräfte“ wieder die Oberhand gewinnen, kritisiert er die derzeitige Führung wegen der Abwahl der ÖVP-geführten Bundesregierung. In Richtung FPÖ meint Schützenhöfer, er wünsche sich, dass die Freiheitlichen irgendwann zu einer staatstragenden Partei werden: „Aber sie hat zuletzt auf Ibiza leider nachhaltig das Gegenteil bewiesen.“

NEOS-Financier Hans-Peter Haselsteiner wird sein pekuniäres Engagement zu Gunsten von NEOS einstellen, wenn die Partei in die Regierung einzieht. Dies sei immer so ausgemacht gewesen, sagt er im „Kurier“.

Vorwürfe, wonach sein Sponsoring mit Hoffnung auf wirtschaftliche Vorteile verbunden ist, weist der Bauunternehmer vehement zurück: „Das kann nur einem kranken Hirn wie dem des Herrn Pilz (Anm. Peter, JETZT) einfallen.“ Ob er förderndes Mitglied der NEOS wird, hat Haselsteiner noch nicht überlegt. Nachgedacht hat er, ob er die NEOS mit einem gewissen Vermögen ausstatten soll.

Deftig ist Haselsteiner auch, was seine Einschätzung bezüglich des Vorzugsstimmenerfolgs bei der EU-Wahl des ehemaligen Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) angeht. Diese 44.000 Stimmen hätte „Jack the Ripper auch gehabt, wenn man die Fangruppe damals gezählt hätte.“

Ein Mitarbeiter von Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) ist ins Visier der Polizei bzw. der Ermittlungen rund um die „Ibiza-Affäre“ geraten. Der Mann hat unter Angabe falscher Personalien Unterlagen aus dem Kanzleramt vernichten lassen. Der „Kurier“ berichtete, die „SoKo Ibiza“ habe den Mann von seinem neuen Arbeitsort, der ÖVP-Zentrale, abgeholt und seine Wohnung durchsucht. Alle übrigen Parteien fordern Aufklärung.

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Wirtschaft

Frankreich rechnet angesichts der Hitzewelle in diesem Sommer mit einem deutlichen Rückgang bei der Weinproduktion. Sie gehe im Vergleich zu 2018 voraussichtlich um sechs bis 13 Prozent zurück, teilte das Landwirtschaftsministerium in Paris gestern unter Berufung auf Schätzungen mit.

Demnach werden dieses Jahr womöglich nur zwischen 42,8 und 46,4 Mio. Hektoliter Wein produziert – so wenig wie seit fünf Jahren nicht mehr. Verantwortlich für den erwarteten Rückgang sei insbesondere die Hitzewelle Ende Juni. Die Weinstöcke hätten unter „klimatisch ungünstigen Bedingungen“ geblüht, erklärte das Ministerium.

Davon betroffen waren demnach insbesondere die westlichen Anbaugebiete wie Charente, Bordelais und das Loire-Tal. In den südfranzösischen Regionen Gard, Herault und Var habe die Hitze zu „Brandflecken“ auf Trauben und damit zu Produktionsverlusten geführt. Anders als die heißen Temperaturen sorgten Hagelstürme nur begrenzt für Schäden bei den französischen Winzern.

Die Fluggesellschaft British Airways setzt vorerst alle Flüge nach Kairo wegen Sicherheitsbedenken für mindestens sieben Tage aus. Zur Begründung teilte die Fluggesellschaft in London gestern Abend lediglich mit, die Sicherheit der Passagiere und der Crewmitglieder habe oberste Priorität.

Lufthansa fliegt wieder

Auch die Lufthansa hatte gestern zunächst alle Flüge nach Kairo ausgesetzt. „‎Da die Sicherheit für Lufthansa stets oberste Priorität hat, hat die Fluggesellschaft vorsorglich am ‎‎20.7.2019 ihre Flüge nach Kairo gestrichen“, heißt es in einer am Abend verbreiteten Mitteilung. Kurz darauf ergänzte die Fluggesellschaft die Mitteilung um einen Satz mit der geplanten Wiederaufnahme der Flüge: „Morgen (als heute, Anm.) wird der reguläre Flugbetrieb wieder aufgenommen, und ‎alle Flüge sollen planmäßig durchgeführt werden.“

Ein Grund für die Absage und das anschließende Umdenken wurde bei Lufthansa nicht genannt. Die Hintergründe blieben unklar. British Airways will nach eigenen Angaben zunächst für sieben Tage auf Flüge in die ägyptische Hauptstadt verzichten. Hintergründe der Maßnahme wollte eine British-Airways-Sprecherin allerdings nicht nennen.

Hinweise auf erhöhte Terrorgefahr im Luftverkehr

Das britische Außenministerium weist in seinen Reisewarnungen für Ägypten auch auf eine erhöhte Terrorgefahr im Luftverkehr hin. Das Auswärtige Amt hat für Ägypten lediglich eine Teilreisewarnung auf seiner Website, die vor Reisen in den Norden der Sinai-Halbinsel, das ägyptisch-israelische Grenzgebiet (mit Ausnahme von Taba) und entlegene Gebiete der Sahara warnt.

Der schwedische Autobauer Volvo Cars ruft weltweit rund eine halbe Million Fahrzeuge in die Werkstätten zurück. Grund dafür sei eine Komponente im Motorraum, die schmelzen könne, sagte ein Volvo-Sprecher gestern gegenüber der dpa.

Im schlimmsten Fall könne dies dazu führen, dass der Motor zu brennen beginne. Berichte über Personenschäden oder Unfälle habe Volvo Cars aber bisher nicht erhalten.

Nach Angaben des schwedischen Fernsehsenders SVT geht es um Modelle mit vierzylindrigen Dieselmotoren, die in den Jahren 2014 bis 2019 gebaut wurden. Dazu zählen demnach unter anderem der V40, V60, V70, S80, XC60 und XC90.

Für das zum chinesischen Autobauer Geely gehörende Unternehmen ist es die zweite schlechte Nachricht innerhalb einer Woche. Erst am Donnerstag hatte der Fahrzeughersteller trotz deutlich steigender Verkaufszahlen für das zweite Quartal 2019 einen scharfen Gewinneinbruch vermeldet.

Sport

Chronik

In Vorarlberger Kleinwalsertal ist es gestern zu einem tödlichen Unglück gekommen: ein Mann aus Deutschland war mit zwei Landsleuten unterwegs, als er beim Abstieg vom Widderstein abstürzte. Es ist bereits der vierte Todesfall in den Kleinwalsertaler Bergen innerhalb weniger Wochen.

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Bergretter stürzten bei Übung ab – schwer verletzt

Zwei Bergretter sind gestern Abend bei einer Einsatzübung bei der Teufelsklamm in St. Ulrich am Pillersee (Bezirk Kitzbühel/Tirol) rund zehn Meter abgestürzt. Sie wurden dabei schwer verletzt.

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Verletzte in Tirol

Auch kam es gestern zu zwei schweren Unfällen in Kufstein und Absam. Am Kleinen Bettelwurf brach ein Felsen unter einer Frau aus, sie stürzte rund 30 Meter in eine Rinne ab. Bei Klettern im Wilden Kaiser stürzte eine 16-Jährige Deutsche etwa vier Meter ab. Beide Frauen wurden schwer verletzt.

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Mehr als 1.000 Feuerwehrleute sind im Zentrum Portugals gegen mehrere Waldbrände im Einsatz. Die Feuer bedrohten zwei Dörfer in Bergregion Castelo Branco, wie die Behörden mitteilten. Die Ortschaft Cardiga wurde nach Angaben des Zivilschutzes vorsorglich evakuiert. Die Feuerwehr bekämpfte die Flammen in der schwer zugänglichen Region auch mit Löschflugzeugen und Hubschraubern.

Vier Feuerwehrleute wurden bei den Löscharbeiten verletzt, einer von ihnen schwer. Castelo Branco liegt 200 Kilometer nördlich von Lissabon. Bei verheerenden Waldbränden im Jahr 2017 waren in der Region mehr als hundert Menschen ums Leben gekommen.

Insgesamt wurde gestern in sechs Regionen im Zentrum und Süden Portugals die höchste Waldbrandwarnstufe ausgerufen.

Ein 64-jähriger Mann hat auf dem Flughafen von Belgrad einen Bombenalarm ausgelöst, um ein Treffen mit einer Stewardess zu erzwingen. Wie örtliche Medien gestern berichteten, gab der Mann gegenüber den Ermittlern an, er habe eine Lufthansa-Flugbegleiterin wiedersehen wollen.

Da er sie am Mittwoch nicht in ihrem Hotel angetroffen habe, sei er auf den Gedanken mit dem Alarm gekommen. Er habe den Flughafen Nikol Tesla angerufen und eine Bombendrohung ausgesprochen. Damit habe er die Frau in der Stadt halten wollen.

Die 130 Passagiere und Passagierinnen sowie fünf Besatzungsmitglieder ihres Fluges wurden nach dem Alarm in Sicherheit gebracht und mussten mehrere Stunden ausharren, bis Spezialkräfte die Maschine durchsucht hatten. Die Ermittler kamen dem Mann über die Telefonverbindungsdaten auf die Spur. Er kam in Untersuchungshaft und muss sich vor Gericht verantworten.

Kultur

Religion

Der Vatikan hat einen neuen Anlauf genommen, das Rätsel um ein vor 36 Jahren verschwundenes Mädchens zu lösen. Dabei entdeckte ein Expertenteam gestern „Tausende“ Knochen auf dem deutschen Friedhof im Vatikan. Anhand derer soll nun nicht nur geklärt werden, ob es die Überreste der verschwundenen Tochter eines Vatikan-Dieners, Emanuela Orlandi, sind. Gesucht wird mittlerweile auch nach den Gebeinen zweier adeliger Frauen, die auf dem Friedhof bestattet liegen sollten.

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Science

Rund sechs Stunden nach ihrem Start sind drei Raumfahrer am 50. Jahrestag der ersten Mondlandung an der Internationalen Raumstation (ISS) angekommen. Das Sojus-Raumschiff MS-13 mit dem italienischen ESA-Astronauten Luca Parmitano, seinem amerikanischem Kollegen Andrew Morgan und dem Kosmonauten Alexander Skworzow dockte planmäßig heute um 00.48 Uhr (MESZ) am Außenposten der Menschheit an.

Die US-Raumfahrtbehörde NASA übertrug das Andockmanöver live auf ihrer Website – ein „Bilderbuch-Andocken“, wie ein NASA-Kommentator sagte. Damit hat die ISS rund 400 Kilometer über der Erde wieder ihre Sollstärke von sechs Raumfahrern erreicht. Die Astronautin Christina Koch und ihr Kollege Nick Hague, beide aus den USA, sowie der Russe Alexej Owtschinin leben und arbeiten bereits seit rund 130 Tagen im All.

Die mehrere Monate dauernde Mission steht dabei ganz im Zeichen der Mondlandung von 1969. Sogar im Emblem der Crew ist der Adler angedeutet, der schon die US-Astronauten von Apollo 11 im Missionslogo begleitete. Es zeigte damals einen Adler, der zur Landung auf dem Mond ansetzt und einen Olivenzweig als Zeichen der friedlichen Absichten hält. Astronaut Morgan, der zum ersten Mal auf der ISS ist, betonte vor dem Abflug, dass es eine große Ehre für ihn und seine Kollegen sei, an diesem historischen Tag zur ISS zu reisen.

In der zweiten Hälfte der sechsmonatigen Mission soll Parmitano als erster Italiener das Kommando auf der ISS übernehmen. Der 42-Jährige war bereits 2013 auf der Raumstation. Damals wäre er bei einem Außeneinsatz fast in seinem Raumanzug ertrunken, weil sich Wasser in seinem Helm gesammelt hatte.

Vor 50 Jahren hatten die beiden US-Astronauten Neil Armstrong und Buzz Aldrin von der „Apollo 11“-Mission als erste Menschen den Mond betreten.

Panorama

Salzburger Festspiele