Inland

Nach dem Zwischenfall in der OMV-Raffinerie Schwechat im Juni wird die staatliche Ölreserve jetzt wieder sukzessive befüllt. Laut Energieministerium erfolgte die Wiedereinlagerung nun früher als geplant.

Die Wiedereinlagerung von 60.000 Tonnen Diesel, die am 23. September freigegeben wurden, sei bereits am 30. November abgeschlossen worden, vier Monate früher als ursprünglich geplant, so das Ministerium in einer Aussendung. Auch die Wiedereinlagerung der Anfang Juli freigegebenen Halbfabrikate sei bereits jetzt abgeschlossen, statt wie geplant Ende Dezember. Beim Wiederbefüllen der Mengen aus der Freigabe von 4. Juni von 56.000 Tonnen Benzin und 112.000 Tonnen Diesel liege man zeitlich im Plan.

Mit Stand 30. November umfasste die Reserve laut Ministerium 79 Tage. Zum Jahreswechsel soll sie 87,6 Tage betragen, also fast sieben Tage mehr als erwartet (80,65). Bis spätestens Ende März werde die volle Bevorratungsverpflichtung mit 90 Tagen wieder hergestellt sein, heißt es in der Aussendung.

Finanzminister Magnus Brunner hat gestern eine rasche Umsetzung der von Bundeskanzler Karl Nehammer (beide ÖVP) angekündigten Ausweitung des Wohn- und Heizkostenzuschusses um 500 Millionen Euro zugesagt. Man erarbeite jetzt ein Modell und führe Gespräche mit den Ländern und dem Koalitionspartner, „damit wir diesen Zuschuss rechtlich verankern und auf den Weg bringen können“, kündigte Brunner gegenüber der APA an.

„Ich halte das für die sinnvollere Variante als den deutschen Gaspreisdeckel“, stellte der Finanzminister fest. Denn wichtig sei, dass es keine Einschränkung bei der Heizform auf Gas gibt, denn auch andere Energieträger sind teurer geworden. Außerdem entspreche man damit auch dem Wunsch der Länder nach einer raschen Lösung.

Kritik von Opposition

SPÖ-Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner kritisierte indes, dass es sich dabei wieder nur um eine einmalige, kurzfristige Hilfe handle. Notwendig wäre ihrer Ansicht nach eine dauerhafte Senkung der Preise. Sie pochte deshalb neuerlich auf die Einführung eines Gaspreisdeckels.

Auch die FPÖ kritisierte die Maßnahme. Sozialsprecherin Dagmar Belakowitsch hält die angekündigte Abwicklung über die Länder für eine „gefährliche Drohung“. Auch sie fordert statt Einmalzahlungen Preissenkungen. Der FPÖ schweben dafür Steuersenkungen oder sogar Steuerstreichungen vor.

NEOS-Energiesprecherin Karin Doppelbauer meinte, dass hier offenbar „als Weihnachtszuckerl für die Bundesländer wieder einmal ziellos Geld verteilt“ werde. Sie konstatierte einen Fleckerlteppich, aber ein Plan, wie es 2023 weitergeht, sei weiterhin nicht absehbar. „Das zeigt klar, wie groß die Hilflosigkeit der Bundesregierung ist. Auch die heute angekündigte Maßnahme kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass ÖVP und Grünen noch immer jegliche Gesamtstrategie zur Bekämpfung der Krise fehlt“, meinte Doppelbauer gestern.

Lob von Caritas

Die Caritas begrüßt hingegen die geplanten weiteren Wohn- und Heizzuschüsse. Die angekündigten 500 Millionen Euro für Menschen in schwierigen Lebenslagen halte er „für einen guten Vorschlag, den ich sehr unterstütze“, sagte Caritas-Präsident Michael Landau laut Kathpress.

Nehammer hatte gestern erklärt, Zielgruppe seien niedrige Einkommen, Familien und Mittelschicht. Haushalten soll das zwischen 200 und 400 Euro bringen.

Lesen Sie mehr …

NEOS fordert einen Pensionsgipfel mit allen Parteien und Experten und Expertinnen. Sozialsprecher Gerald Loacker begründete die Forderung mit dem diese Woche vorgelegten Gutachten der Alterssicherungskommission. Dieses dürfe nicht einfach wieder in der Schublade verschwindet und das Problem nicht ein weiteres Jahr verschleppt werden. „Diesen Stillstand können wir uns nicht leisten, wenn auch die jüngeren Generationen noch sichere Pensionen haben sollen“, warnte Loacker.

Laut diesem Gutachten werden die Ausgaben des Staates für die Pensionen von 26,1 Milliarden heuer auf 37,9 Milliarden Euro im Jahr 2027 ansteigen. Den größten Teil der Steigerung macht der Bundeszuschuss zur gesetzlichen Pensionsversicherung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Selbstständigen und Bauern mit einem Plus von 8,4 Milliarden aus, bei den Beamten beträgt das Plus 3,4 Milliarden Euro.

Erst am Freitag hat ÖVP-Arbeitsminister Martin Kocher ein Scheitern der Reform der Arbeitslosenversicherung erklärt. Nun dürfte sich ein Gesetz, das zentral für den schrittweisen Ausstieg aus fossilen Energien ist, verzögern. Bereits Anfang November wurde das Erneuerbaren-Wärme-Gesetz (EWG) im Ministerrat beschlossen. Hürden gibt es aber jetzt im Parlament, offenbar auch aufgrund von Unstimmigkeiten in der Koalition.

Lesen Sie mehr …

Vor wenigen Tagen hat die Stadt Details zum neuen Energiebonus für Wienerinnen und Wiener präsentiert. Morgen beginnt die offizielle Anmeldung. Die Stadt verschickt die Einladung dazu bezirksweise und in mehreren Etappen bis zum 16. Dezember.

Mehr dazu in wien.ORF.at

Ausland

Bei den Friedensverhandlungen zwischen der neuen linksgerichteten Regierung in Kolumbien und der Guerillaorganisation ELN ist ein erster Erfolg erzielt worden: Es sei ein Abkommen über die Rückkehr von durch die ELN vertriebenen Menschen in ihre Heimatregionen im Westen des Landes geschlossen worden, sagte Präsident Gustavo Petro gestern (Ortszeit) in Dabeiba im Nordwesten Kolumbiens.

Der frühere Guerillakämpfer war im August zum ersten linksgerichteten Staatschef des südamerikanischen Landes gewählt worden. Petro hat sich zum Ziel gesetzt, die bewaffneten Konflikte in Kolumbien zu beenden. Vor knapp zwei Wochen waren Friedensgespräche mit der ELN in Venezuela begonnen worden, die Verhandlungen sollen abwechselnd von Venezuela, Kuba und Norwegen ausgerichtet werden.

Das nun geschlossene Abkommen zur Rückkehr der Vertriebenen betrifft vor allem Angehörige indigener Volksgruppen. Teile von ihnen haben seit 2020 in Protestaktionen verschiedene Parks in der Hauptstadt Bogota besetzt, es kam auch zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Erstmals seit einem Monat ist Israel wieder vom Gazastreifen aus mit einer Rakete beschossen worden. Als Reaktion hätten israelische Kampfflugzeuge unter anderem eine Waffenfabrik der radikalen Palästinenserorganisation Hamas angegriffen, teilte die Luftwaffe heute mit. In dieser Fabrik werde der Großteil der Raketen der Hamas hergestellt, welche den Gazastreifen kontrolliert.

Bei dem Raketenangriff aus dem Gazastreifen gestern Abend wurde nach israelischen Angaben niemand verletzt, auch Schäden gab es keine. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. Die militante Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad hatte Israel aber mit Vergeltung gedroht, nachdem bei einem Armeeeinsatz in Dschenin im besetzten Westjordanland am Donnerstag zwei ihrer Kämpfer getötet worden waren.

Auch bei den israelischen Vergeltungsangriffen wurde nach Angaben aus palästinensischen Sicherheitskreisen niemand verletzt. Die Luftangriffe hätten auch einem militärischen Ausbildungslager im Süden des Gazastreifens gegolten, die Hamas habe Luftabwehrraketen eingesetzt.

Im Kampf gegen die Bandenkriminalität in El Salvador haben rund 10.000 Soldaten und Polizisten die Großstadt Soyapango nahe der Hauptstadt San Salvador umstellt. Die Stadt sei „vollständig umzingelt“, gab Präsident Nayib Bukele gestern auf Twitter bekannt. Wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP berichtete, fahndeten mit Sturmgewehren bewaffnete Soldaten und Polizisten in der Stadt nach Bandenmitgliedern. Militärfahrzeuge und Polizeiautos fuhren durch die Straßen, auch Drohnen waren im Einsatz.

Binnen drei Tagen 87 Menschen ermordet

Bukele hatte Ende März den Ausnahmezustand verhängt, nachdem in dem zentralamerikanischen Land binnen drei Tagen 87 Menschen ermordet worden waren. Im November kündigte er an, künftig ganze Städte abriegeln zu lassen, damit Soldaten und Polizisten von Haus zu Haus gehen und nach Bandenmitgliedern suchen können. Soyapango war nun die erste Stadt, in der ein solcher Großeinsatz stattfand.

Soyapango ist mit etwa 290.000 Einwohnerinnen und Einwohnern eine der größten Städte in El Salvador und gilt wegen der Bandenkriminalität schon seit Langem als unsicher. Vor einigen Monaten begannen die Behörden damit, die Graffiti zu entfernen, mit denen die Banden ihre Gebiete markieren. Laut Bürgermeisterin Nercy Montano wurde mit den bisherigen Maßnahmen schon „eine enorme Verbesserung“ der Sicherheitslage erreicht.

Seit der Verhängung des Ausnahmezustands wurden in El Salvador bereits mehr als 58.000 mutmaßliche Bandenmitglieder festgenommen. Das Parlament hat den Ausnahmezustand schon mehrfach verlängert, zuletzt bis Mitte Dezember. Menschenrechtsorganisationen kritisieren den Ausnahmezustand, der unter anderem Inhaftierungen ohne Richterbeschluss ermöglicht, als drastische Einschränkung von Grundrechten.

Ukraine-Krieg

Russland greift laut US-Verteidigungsminister Lloyd Austin bewusst Zivilistinnen und Zivilisten in der Ukraine an. „Mit bewusster Grausamkeit nimmt Russland Zivilisten und zivile Ziele ins Visier“, sagte Austin auf einem Forum zu Verteidigungsfragen im US-Bundessaat Kalifornien. „Russische Angriffe haben Kinder getötet, Schulen zerstört und Krankenhäuser zertrümmert.“

Putin nicht ernsthaft an Friedensverhandlungen interessiert

Der russische Präsident Wladimir Putin ist nach US-Einschätzung derzeit nicht ernsthaft an Friedensgesprächen interessiert. „Die Diplomatie ist natürlich unser aller Ziel, aber man braucht einen willigen Partner“, sagte die Staatssekretärin im US-Außenministerium, Victoria Nuland, nach einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Kiew. Dazu sei Putin aber nicht bereit. Das zeigten die russischen Angriffe auf ukrainische Energieinfrastruktur und die Rhetorik aus dem Kreml.

US-Präsident Joe Biden hatte jüngst gesagt, er sei bereit für ein Gespräch mit Putin, wenn dieser an einer Beendigung des Krieges interessiert sei. Russland hatte daraufhin erklärt, der Westen müsse die von Moskau erklärte Annexion von vier ukrainischen Regionen anerkennen. Diese Reaktion Russlands zeige, so Nuland, wie wenig ernst es Russland in dieser Frage sei.

Mehr als neun Monate nach dem Einmarsch in die Ukraine hat Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu das verbündete Nachbarland Belarus besucht. Bei einem Treffen mit dem autoritären Langzeitmachthaber Alexander Lukaschenko bedankte sich Schoigu gestern für die Unterstützung der in Belarus stationierten russischen Soldaten. „Sie fühlen sich hier wirklich wie zu Hause“, zitierte ihn die staatliche belarussische Nachrichtenagentur Belta.

Gemeinsam mit seinem Amtskollegen Viktor Chrenin unterzeichnete Schoigu demzufolge auch ein Dokument über Änderungen an einem Sicherheitsabkommen zwischen beiden Ländern. Inhaltliche Details wurden aber nicht bekannt.

Lukaschenko bekräftigte darüber hinaus, dass die Vorbereitungen für die Bildung einer gemeinsamen regionalen Militäreinheit der russischen und belarussischen Streitkräfte liefen. Über entsprechende Pläne hatte der oft als „letzter Diktator Europas“ kritisierte 68-Jährige bereits im Oktober informiert. Belarus unterstützt Russlands Krieg gegen die Ukraine – etwa indem es den Abschuss russischer Raketen von seinem Staatsgebiet aus zulässt.

Wirtschaft

Reges Treiben in den Vorarlberger Einkaufszentren und Innenstädten: Am zweiten Adventsamstag haben viele Menschen bereits erste Weihnachtseinkäufe getätigt. Dabei spüre man trotz Teuerung und Inflation bisher keine Kaufzurückhaltung, zeigt sich Clemens Sagmeister, Obmann der Wirtschaftsgemeinschaft Bregenz, erfreut.

Mehr dazu in vorarlberg.ORF.at

Tirols Tourismusbetriebe blicken der Wintersaison trotz Energiekrise und Teuerung zuversichtlich entgegen. Vor allem rund um Weihnachten und Silvester sowie im Februar erwarte man eine gute Auslastung, erklärte Karin Seiler, Geschäftsführerin der Tirol Werbung, der APA.

Mehr dazu in tirol.ORF.at

Der iPhone-Hersteller Apple hat dem „Wall Street Journal“ („WSJ“) zufolge in den letzten Wochen seine Pläne beschleunigt, Teile seiner Produktion aus China abzuziehen. Apple fordere seine Zulieferer auf, die Montage von Apple-Produkten in andere Länder Asiens aktiver zu planen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Insider. Verlagerungen solle es insbesondere nach Indien und Vietnam geben.

Zu der Entwicklung hätten auch die Unruhen im weltweit größten iPhone-Werk des Apple-Zulieferers Foxconn beigetragen, hieß es. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte jüngst berichtet, Probleme in dem Werk in der zentralchinesischen Industriemetropole Zhengzhou beeinträchtigten die Produktion vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft stärker als bisher gedacht. In der Fabrik wird vor allem das neueste iPhone 14 gebaut.

Vintage ist derzeit groß im Trend. Angefangen bei der Mode über Möbel bis zum Smartphone – vor allem jüngere Kundinnen und Kunden kaufen lieber in Second-Hand-Shops als bei großen Handelsketten. Auch Onlinekleinanzeigenportale wie willhaben spüren den Trend zum Gebrauchtkauf. Der ist nicht nur nachhaltig, sondern spart auch Geld. Help.ORF.at gibt Tipps für den Geschenkekauf aus zweiter Hand.

Mehr dazu in help.ORF.at

Sport

Aleksander Aamodt Kilde hat auch die zweite Weltcup-Abfahrt in der WM-Saison gewonnen. Der Norweger setzte sich gestern in Beaver Creek bei wechselnden Windbedingungen 0,06 Sekunden vor dem Schweizer Marco Odermatt durch. Dritter wurde der Kanadier James Crawford (+0,79). Als Vierter und bester Österreicher verpasste Matthias Mayer das Podest um eine Hundertstelsekunde, Vincent Kriechmayr wurde Fünfter.

Lesen Sie mehr …

Die Niederlande sind gestern mit einer effizienten und taktisch disziplinierten Leistung als erstes Team ins Viertelfinale der WM in Katar eingezogen. „Oranje“ setzte sich im Khalifa International Stadium von al-Rajjan gegen die USA mit 3:1 (2:0) durch und trifft im Viertelfinale auf Argentinien. Zum Mann des Spiels avancierte Denzel Dumfries mit zwei Assists und einem Tor.

Lesen Sie mehr …

Biathletin Lisa Hauser hat gestern unerwartet ihren vierten Weltcup-Sieg gefeiert. Die Massenstart-Weltmeisterin aus Tirol triumphierte in Kontiolahti wenige Tage nach dem mäßigen Einzel-Auftakt (32.) im 7,5-km-Sprint ohne Fehlschuss und mit starker Laufleistung überlegen. Die ÖSV-Herren blieben im Sprint wie schon im Einzel ohne Spitzenplatz.

Lesen Sie mehr …

Nach sorgenvollen Berichten über seinen Gesundheitszustand hat sich der brasilianische Fußballstar Pele aus dem Krankenhaus zu Wort gemeldet. „Ich bin stark, habe viel Hoffnung und setze meine Behandlung wie gewohnt fort“, schrieb der 82-Jährige gestern auf Instagram. Der dreifache Weltmeister bedankte sich zudem für die Genesungswünsche aus aller Welt, die ihm „viel Kraft“ gegeben hätten.

Pele war am Dienstag zur Behandlung seiner Darmkrebserkrankung ins Krankenhaus eingeliefert worden. Er wurde zudem wegen einer Atemwegsinfektion behandelt.

Gesundheitszustand „stabil“

Peles Gesundheitszustand sei „stabil“, erklärten ihrerseits am Samstag die Ärzte im Albert-Einstein-Krankenhaus in Sao Paulo. „Er spricht angemessen auf die Behandlung seiner Atemwegsinfektion an, ohne dass es in den vergangenen 24 Stunden zu einer Verschlechterung gekommen ist.“

Zuvor hatten Gerüchte über eine signifikante Verschlechterung des Gesundheitszustands des 82-Jährigen die Runde gemacht. Brasilianische Medien berichteten, Pele werde palliativmedizinisch betreut. Der französische Fußballstar Kylian Mbappe rief auf Twitter daraufhin zum „Beten“ für den „König“ auf, Englands Kapitän Harry Kane sagte auf einer Pressekonferenz: „Wir senden ihm unsere besten Wünsche und natürlich auch seiner ganzen Familie.“ In Doha im WM-Gastgeberland Katar wurde ein Bild Peles mit Genesungswünschen an die Fassaden mehrerer Gebäude projiziert.

Edson Arantes do Nascimento, genannt Pele, gilt als einer der größten Fußballer aller Zeiten. In den vergangenen Jahren hatte der Fußballweltmeister von 1958, 1962 und 1970 immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Im September 2021 war Pele ein Tumor am Dickdarm entfernt worden, seitdem musste er sich einer Chemotherapie unterziehen.

Coronavirus

Aus Sicht des Europadirektors der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist das Ende der CoV-Pandemie noch nicht erreicht. Man befinde sich in einer günstigeren Phase als je zuvor, aber das sei immer noch eine Pandemie, sagte Hans Kluge der Nachrichtenagentur dpa. Doch auch er sehe Anzeichen, dass man gerade in eine neue Phase der Pandemie eintrete.

Als Gründe nannte Kluge die leichtere Übertragbarkeit und geringere Krankheitsschwere der dominierenden Omikron-Variante in Verbindung mit der höheren Immunität der Bevölkerung.

Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, liegt laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bei 363 (Stand: gestern, 14.00 Uhr).

Laut AGES wurden 4.347 neu registrierte Coronavirus-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden gemeldet. 21.231 Menschen verstarben bisher im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

947 infizierte Personen werden derzeit in einem Spital behandelt, 57 auf Intensivstationen. Eine Unterscheidung in Haupt- und Nebendiagnose ist mit dieser Datenquelle bundesweit nicht möglich.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Erklärung zur Zählweise und weiteren Fragen in ORF.at/corona

Chronik

Zu einer gefährlichen Drohung ist es in Kärnten im Rahmen des Spittaler Krampuslaufes gekommen. Ein 17-jähriger Bursche bedrohte einen 16-Jährigen mit einer Schreckschusspistole und damit, ihm in den Kopf zu schießen. Das Motiv dürfte Eifersucht gewesen sein. In Villach wiederum musste die Polizei bei einer Rauferei einschreiten.

Mehr dazu in kaernten.ORF.at

Zu einem größeren Einsatz ist Freitagabend die Wiener Berufsrettung ausgerückt. In einer Wohnung in Hernals war eine Großfamilie von einer Kohlenmonoxidvergiftung betroffen. Drei Menschen kamen ins Spital, sie sind nicht in Lebensgefahr.

Mehr dazu in wien.ORF.at

Eine couragierte Grazerin hat der Polizei geholfen, zwei Betrüger zu erwischen: Die Pensionistin wurde von einem falschen Polizisten kontaktiert, durchschaute den Schwindel aber. In der Folge konnten zwei Männer festgenommen werden.

Mehr dazu in steiermark.ORF.at

Bei einem Fahrzeugabsturz in der Gemeinde Krems in Kärnten ist eine Autolenkerin (70) aus dem Bezirk Spittal gestern tödlich verunglückt. Die Frau war auf einem Forstweg auf der schneeglatten Fahrbahn ins Rutschen geraten und 20 Meter abgestürzt. Ihr Lebensgefährte (58) überlebte den Absturz unverletzt.

Mehr dazu in kaernten.ORF.at

In Zell am See (Salzburg) hat die Polizei gestern einen 34-Jährigen angehalten, der auf dem Parkplatz eines Geschäftes einen Hundewelpen illegal zum Verkauf angeboten hat. Der Bettler ist vorläufig wegen Tierquälerei festgenommen worden.

Mehr dazu in salzburg.ORF.at

Science

Die Central European University (CEU) sucht ab 2025 ein neues Quartier. Die Stadt Korneuburg (Niederösterreich) hat sich mit dem Stadtentwicklungsgelände auf der ehemaligen Werft als Standort beworben. So soll studentisches Leben den neuen Stadtteil bevölkern.

Mehr dazu in noe.ORF.at

Religion

Die Prämonstratenser-Chorherren von Stift Wilten in Tirol müssen sich nach einem neuen Abt umschauen. Raimund Schreier reichte nach 30 Jahren an der Spitze der Ordensgemeinschaft seinen Rücktritt ein. Die Ordensleitung in Rom nahm seinen Rücktritt bereits an.

Mehr dazu in tirol.ORF.at

Kultur

Das British Museum und die griechische Regierung führen nach Medienberichten Geheimgespräche über eine mögliche Rückkehr des in London ausgestellten Parthenon-Frieses nach Griechenland. Die „heiklen“ Gespräche zwischen dem Kuratoriumsvorsitzenden George Osborne und dem griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis seien „in einem fortgeschrittenen Stadium“, berichtete die griechische Tageszeitung „Ta Nea“ gestern.

Die Skulpturen sind auch als „Elgin Marbles“ bekannt. Im frühen 19. Jahrhundert hatten Arbeiter die Friesteile aus dem Parthenon-Tempel auf der Athener Akropolis abgetragen – den Befehl dazu hatte Lord Elgin gegeben, der britische Botschafter im Osmanischen Reich. Elgin verkaufte die Marmore an die britische Regierung, die sie 1817 an das British Museum weitergab. Dort gehören sie zu den wertvollsten Ausstellungsstücken.

Athen hingegen sieht die Skulpturen als gestohlen an. Griechenland verlangt von dem Museum neben der Rückgabe des 75 Meter langen Frieses auch eine Frauenskulptur aus dem Erechtheion-Tempel auf der Akropolis.

„Ta Nea“: Geheimgespräche seit gut einem Jahr

Laut „Ta Nea“ begannen die Geheimgespräche zu den Marmortafeln im November 2021. Zuletzt sprachen beide Seiten demzufolge in dieser Woche in einem Hotel in London miteinander. Allerdings hätten Vertreter aus Athen gewarnt, dass die Verhandlungen noch im letzten Augenblick zum Stillstand kommen könnten.

„Eine für beide Seiten vorteilhafte Lösung“ sei möglich, zitierte die Nachrichtenagentur ANA-MPA Mitsotakis. „Die Parthenon-Skulpturen können wieder vereint werden und gleichzeitig können die Bedenken des British Museums berücksichtigt werden.“ Es gebe „ein Momentum“, sagte er demzufolge. „Ich spreche bewusst von einer ‚Wiedervereinigung‘ der Skulpturen und nicht von einer ‚Rückkehr‘.“

British Museum: „Neue Parthenon-Partnerschaft“

Das British Museum erklärte, es wolle „eine neue Parthenon-Partnerschaft mit Griechenland“ und sei bereit, darüber mit Athen zu sprechen. Aber „wir handeln im Rahmen der Gesetze und wir werden nicht unsere großartige Sammlung auseinandernehmen“, führte das Museum aus. Das Büro des griechischen Ministerpräsidenten antwortete der Nachrichtenagentur AFP nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.

Mehrere griechische Regierungen sind daran gescheitert, wesentliche Fortschritte im Streit um die Friesteile zu machen. Nach Ansicht Londons sind die Skulpturen auf legale Art und Weise erworben worden. Im Jänner hatte die britische Zeitung „The Times“, die das British Museum stets hartnäckig unterstützt hatte, ihre Position geändert und sich für eine Rückgabe ausgesprochen: „Zeit und Bedingungen ändern sich. Die Skulpturen gehören nach Athen. Sie müssen nun dahin zurückkehren.“

Wie findet man sich in den ersten Monaten nach dem Krieg in Salzburg zurecht? Folge fünf der Webserie „Die Doppelte Frau“ von Regisseurin Beate Thalberg taucht ein in die Nachkriegszeit. Nach Jahren von Deutschtümelei und Mitläufertum ist es mit den Amerikanern in Salzburg international geworden. Viele versuchen mitzuspielen, „Ehemalige“ ihre Rolle zu beschönigen. Es gibt schmutzige Geschäfte.

Mehr dazu in topos.ORF.at

Leute

Die britische Königskrone ist zur Vorbereitung auf die Krönung von Charles III. (74) aus dem Tower in London geholt worden. Wie der Buckingham-Palast in der Nacht auf heute mitteilte, soll die Edwardskrone für die Zeremonie am 6. Mai 2023 umgearbeitet werden. Laut Medien muss der Umfang der Krone für Charles vergrößert werden. Die historische Krone besteht aus Gold, Silber, Rubinen und Saphiren. Sie wiegt mehr als zwei Kilogramm.

Edwardskrone auf Tisch
Reuters

Die aus purem Gold gefertigte und mit Edelsteinen wie Rubinen, Amethysten und Saphiren besetzte Krone gilt als Herzstück der britischen Kronjuwelen im Tower. Sie wurde 1661 als Ersatz für die im englischen Bürgerkrieg kurz zuvor eingeschmolzene originale Krone des letzten angelsächsischen Königs Edward the Confessor (gest. 1066) angefertigt.

Die Edwardskrone wurde auch von der im September gestorbenen Queen Elizabeth II. bei deren Krönung im Jahr 1953 getragen. Charles werde im Rahmen der Zeremonie aber auch die Imperial State Crown tragen, ließ der Palast wissen. Diese Krone war bei den Trauerfeierlichkeiten für die Queen auf deren Sarg platziert worden.