Ausland

Neben dem Deutschen Bundestag ist gestern auch in der deutschen Hauptstadt Berlin gewählt worden. Die jüngsten Hochrechnungen sehen die SPD knapp vor den Grünen. Die SPD mit Spitzenkandidatin Franziska Giffey kam in Hochrechnungen von ARD und ZDF auf 21,8 bis 21,9 Prozent, die Grünen mit ihrer Spitzenkandidatin Bettina Jarasch kamen auf 19,7 bis 19,9 Prozent. Die Grünen und die Linken sprachen sich für eine Fortführung einer Koalition mit der SPD aus, Giffey zeigte sich jedoch zunächst verhalten.

In den Hochrechnungen und Prognosen der ARD waren die Grünen bisher vor der SPD gelegen, das kehrte sich am späteren Abend erstmals um. Die CDU kam in den neuesten Hochrechnungen mit 17,4 bis 18,3 Prozent in beiden Hochrechnungen auf den dritten Platz, die Linkspartei kam auf 13,9 bis 14 Prozent. Die FDP erreichte 6,8 bis 7,4 Prozent und die AfD 7,9 bis 8,2 Prozent. Wie bisher wären damit im Abgeordnetenhaus sechs Parteien vertreten.

Grüne wollen Regierungsverantwortung übernehmen

Die Grünen-Spitzenkandidatin Jarasch sah einen Regierungsauftrag für ihre Partei. „Die Grünen müssen hier Regierungsverantwortung übernehmen“, sagte sie. Sie bekräftigte, das Bündnis von SPD, Grünen und Linken fortführen zu wollen, „am liebsten unter grüner Führung“.

Die SPD-Spitzenkandidatin Giffey zeigte sich dankbar, „dass die SPD wieder so weit vorn ist“. Bezüglich einer möglichen Koalition wollte sich Giffey wie bereits im Wahlkampf nicht festlegen. „Zunächst einmal ist jetzt noch gar nichts entschieden“, sagte sie. Nun müsse der Abend abgewartet werden – „und wie es dann aussieht“.

Rein rechnerisch wären laut der Hochrechnungen eine Fortsetzung der Regierung aus SPD, Grünen und Linkspartei möglich. Aber auch eine „Kenia-Koalition“ aus SPD, CDU und Grünen, eine „Deutschland-Koalition“ aus SPD, CDU und FDP oder ein „Ampel-Bündnis“ aus SPD, Grünen und FDP sind denkbar.

Die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat die Landtagswahl im deutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern klar gewonnen. Den Erhebungen für ARD und ZDF von gestern Abend zufolge kam die Partei auf 38,8 bis 40 Prozent und baute ihre Position als stärkste Kraft im Landtag damit noch einmal deutlich aus. Schwesig ließ sich in ersten Reaktionen am Wahlabend alle Koalitionsoptionen offen.

Der bisherige Koalitionspartner CDU erlitt dagegen erneut Stimmenverluste und steht vor dem schlechtesten Ergebnis im Nordosten seit der Wiedervereinigung. Mit ihrem Spitzenkandidaten Michael Sack rutschte die Partei auf 13,3 bis 13,9 Prozent ab.

AfD erneut zweitstärkste Kraft

Die AfD wurde den Hochrechnungen zufolge mit 16,7 bis 18,1 Prozent erneut zweitstärkste Kraft, musste im Vergleich zur Wahl 2016 allerdings Verluste hinnehmen. Die Linke kam auf 9,5 bis 9,9 Prozent und verlor gegenüber 2016 leicht.

Die Grünen lagen den Hochrechnungen zufolge bei 5,6 bis 6,1 Prozent, die FDP kam auf 5,7 Prozent. Beiden würde damit der Wiedereinzug in den Landtag gelingen – vor fünf Jahren waren sie an der Fünfprozenthürde gescheitert. Die Wahlbeteiligung lag laut ZDF bei 73 Prozent und damit deutlich höher als bei der vorigen Wahl. Damals hatte sie bei 61,6 Prozent gelegen.

In Berlin zeichnet sich beim Volksentscheid eine Zustimmung zu einer Vergesellschaftung großer Immobilienkonzerne in der Hauptstadt ab. Nach der Auszählung von mehr als der Hälfte der Stimmbezirke sprachen sich gestern 57,1 Prozent der Wählerinnen und Wähler für die von der Gruppe „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ angeschobene Initiative aus, wie aus den auf der Internetseite der Landeswahlleiterin veröffentlichten Zahlen hervorging. 38,3 Prozent stimmten mit „Nein“.

Die Initiative hatte 359.063 Unterschriften für den Volksentscheid eingesammelt – und damit deutlich mehr als die nötigen rund 171.000. Sie setzt sich für die Enteignung von Wohnungskonzernen mit mehr als 3.000 Wohnungen in Berlin ein, Genossenschaften sollen aber nicht getroffen sein. Dabei sollen mehr als 240.000 Wohnungen gemäß der Vorlage der Initiative in den Besitz einer Anstalt des öffentlichen Rechts überführt werden.

Votum unverbindlich

Der Senat hatte vor der Wahl darauf verwiesen, dass gegen die vom Volksbegehren angestrebte Vergesellschaftung von Wohnungen verfassungsrechtliche Bedenken mit Blick auf die Eigentumsgarantie bestünden. Zudem wäre das Volksbegehren „im Erfolgsfall für den Senat formal unverbindlich“ – das Ergebnis müsse nicht umgesetzt werden. Im Wahlkampf für den neuen Senat hatte sich von den großen Parteien nur die Linke eindeutig hinter die Initiative gestellt.

In Berlin gibt es ebenso wie in zahlreichen deutschen Metropolen seit Jahren eine Debatte über Wohnungsmangel und hohe Mieten. Die rot-rot-grüne Koalition in Berlin hatte bereits versucht, die Preissteigerungen auf dem überhitzten Wohnungsmarkt mit einem Mietendeckel zu bremsen. Dieser war aber vom Bundesverfassungsgericht kassiert worden. Vermieter waren gegen die Mietobergrenze Sturm gelaufen.

In San Marino haben sich die Wählerinnen und Wähler bei einem historischen Referendum klar für die Legalisierung von Abtreibungen ausgesprochen. 77,28 Prozent der Wähler und Wählerinnen in dem stark katholisch geprägten Zwergstaat stimmten dafür, Frauen die Möglichkeit eines Abbruchs bis zur zwölften Schwangerschaftswoche zu eröffnen, wie das Endergebnis der Abstimmung gestern ergab.

Dem Referendum zufolge sollen Frauen auch über die zwölfte Schwangerschaftswoche hinaus abtreiben dürfen, wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist oder wenn Missbildungen am Foetus festgestellt wurden, wodurch die Frau physisch oder psychisch gefährdet sein könnte.

Bisher Haftstrafen

San Marino liegt im Gebirge mitten in Italien. Zusammen mit Malta, Andorra und Vatikanstadt ist es einer der letzten Staaten in Europa, in dem Abtreibungen komplett verboten sind – auch im Falle von Vergewaltigungen oder Inzest.

Die Verfechterinnen des bindenden Referendums forderten nun rasche gesetzliche Schritte, um das Ergebnis der Abstimmung umzusetzen. Derzeit drohen Frauen bei Abtreibungen in San Marino bis zu drei Jahre Gefängnis, ausführenden Ärzten sogar bis zu sechs Jahre Haft. Verurteilt wurde deshalb aber bisher niemand: Wenn Frauen abtreiben lassen wollen, fahren sie meist einfach nach Italien.

Bei der Abstimmung waren 35.000 Menschen wahlberechtigt, ein Drittel von ihnen lebt im Ausland. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 41 Prozent, wie aus den Zahlen des Innenministeriums hervorging.

Um das Atomprogramm des Iran gibt es weiter Streit. Die Internationale Atomenergieagentur (IAEA) erklärte gestern, der Iran erfülle seine Zusagen zur Überprüfung seiner Atomanlagen nicht vollständig. Die IAEA habe zwar die Speicherkarten in ihren Kameras an iranischen Atomanlagen weitgehend tauschen können. Entgegen den Zusagen vom 12. September sei das der IAEA in einer Werkstatt zum Bau von Zentrifugenkomponenten aber nicht erlaubt worden.

Die Einigung vom 12. September hatte dazu geführt, dass der Westen auf eine neue Resolution verzichtete, in dem der Iran im Zusammenhang mit seinem Atomprogramm erneut kritisiert worden wäre. Eine solche Resolution hätte die Wiederaufnahme breiterer Gespräche über eine Wiedereinsetzung des Atomabkommens zwischen dem Iran und dem Westen belasten können.

Die indirekten Gespräche in Wien zwischen der Führung in Teheran und den USA waren im Juni vertagt worden, nachdem der Hardliner Ebrahim Raisi zum neuen iranischen Präsidenten gewählt worden war. Seit April wird versucht, das Abkommen wiederzubeleben, das Iran vom Bau von Atomwaffen abhalten soll. Der Iran hat stets erklärt, er strebe nicht nach Atomwaffen, sondern nutze seine Atomanlagen zur Energiegewinnung.

US-Starschauspieler Richard Gere wird bei dem 23. Oktober in Palermo geplanten Prozess gegen Italiens Ex-Innenminister und Chef der in Rom mitregierenden Partei Lega, Matteo Salvini, als Zeuge der Anklage teilnehmen. Das sagte Salvini gestern bei einer Wahlveranstaltung mit Anhängern seiner Lega in der mittelitalienischen Stadt Assisi.

„Ich kenne Gere als Schauspieler, aber ich verstehe nicht, welche Art von Lehre er mir und den Italienern über unsere Regeln und Gesetze erteilen kann. Wenn jemand glaubt, aus dem Prozess eine Show machen zu können, um Richard Gere zu sehen, sollte er ins Kino gehen, nicht vor Gericht“, so Salvini.

Blockade von Flüchtlingsschiff

Der Lega-Chef muss sich wegen der Blockade eines Flüchtlingsschiffs in seiner Amtszeit als Innenminister verantworten. Dem Ex-Minister werden Freiheitsberaubung und Amtsmissbrauch vorgeworfen. Salvini drohen bis zu 15 Jahre Haft. Mehrere prominente Zeugen, darunter Ex-Premier Giuseppe Conte und amtierende und ehemalige Ministerinnen und Minister, sollen in dem Prozess als Zeugen der Verteidigung geladen werden.

Hollywood-Star Richard Gere hatte im August 2019 die auf dem Mittelmeer blockierte „Open Arms“ besucht und zu Unterstützung für die Seenotretter aufgerufen.

„Ich werde Gere um ein Autogramm für meine Mutter bitten. Ich würde jedoch gerne wissen, wie viel die italienischen Steuerzahler sein Auftritt vor Gericht kosten wird“, sagte der 48-jährige Mailänder.

Inland

Der amtierende Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) muss erneut in die Stichwahl. Wie schon 2015 tritt er in der Stichwahl in zwei Wochen gegen den ÖVP-Kandidaten und Vizebürgermeister Bernhard Baier an. Die Schwarzen rückten im Gemeinderat wieder auf Rang zwei auf.

Insgesamt wollten diesmal zehn Anwärter auf dem Chefsessel Platz nehmen, so war der Weg in die Ehrenrunde für den Bürgermeister von Anfang an recht klar. Luger erreichte in der ersten Wahl 43,66 Prozent, Baier liegt weit dahinter mit 16,43 Prozent. Die grüne Kandidatin Stadträtin Eva Schobesberger schaffte mit 14,58 Prozent ein besseres Ergebnis als der noch amtierende blaue Vizebürgermeister Markus Hein (11,99 Prozent).

SPÖ legte leicht zu

Für den pragmatischen Stadtchef ist es heuer seine letzte Bürgermeisterwahl, der 60-Jährige hatte bereits angekündigt, kein drittes Mal antreten zu wollen.

Die SPÖ konnte ihr schlechtes Abschneiden von 2015 bei der Gemeinderatswahl leicht verbessern und legte um 2,37 Prozent auf 34,39 zu. Die FPÖ verlor 10,92 Prozentpunkte und fiel hinter ÖVP und Grüne auf den vierten Platz zurück. Sie hält jetzt bei 13,97 Prozent, die ÖVP verlor nur um zwei Prozentpunkte und hat nun 18,14 Prozent, die Grünen legten um 1,57 Prozentpunkte auf 16,41 Prozent zu – mehr dazu in ORF.at/wahl/ooe21.

Wels bleibt blau, Steyr rot

Die FPÖ verteidigte den in der zweitgrößten Stadt Wels vor sechs Jahren eroberten Bürgermeistersessel schon im ersten Wahlgang. Amtsinhaber Andreas Rabl holte sich bei der Direktwahl 60 Prozent und erspart sich die Stichwahl.

Mit Spannung war nach Wels geblickt worden, ob Rabl dem Landestrend widerstehen wird können – und es gelang. Denn auch bei der Gemeinderatswahl bleiben die Freiheitlichen mit Gewinnen vorn. Die einstmals dominante SPÖ stürzte mit ihrer neuen Spitzenkandidatin, der Nationalratsabgeordneten Petra Wimmer, weiter ab und hat gerade einmal noch 23 Prozent. Das ist etwa die Hälfte des blauen Ergebnisses – mehr dazu in ORF.at/wahl/ooe21.

Erleichterung herrschte bei der SPÖ dagegen in Steyr, das wegen der Aufregung um den Verkauf des örtlichen MAN-Werks wochenlang die Schlagzeilen mit geprägt hatte. Markus Vogl, bis vor wenigen Monaten in Wien im Nationalrat vertreten, kann problemlos in die Fußstapfen von Langzeitbürgermeister Gerald Hackl (SPÖ) treten. Mit knapp 52 Prozent setzte er sich schon in Runde eins der Direktwahl durch. Die rund 44 Prozent für die SPÖ bei der Gemeinderatswahl bedeuten ein Plus und ebenfalls Platz eins – mehr dazu in ORF.at/wahl/ooe21.

Das Heulen der Sirenen am 2. Oktober wird wohl von einem Gutteil der Bevölkerung wahrgenommen. Der österreichweite Sirenentest ist aber nur der Auftakt für eine Serie von Zivilschutztrainings quer durch Österreich am nächsten Wochenende. Im Gros der angenommenen Szenarien spielen großflächige Stromausfälle mittlerweile tragende Rollen.

An der Einschätzung eines solchen Großausfalls scheiden sich aber auch die Geister. Ein großflächiger regionaler Stromausfall sei zwar wahrscheinlich, aber von den Folgen her nicht mit einem österreichweiten Totalblackout gleichzusetzen, sagte Alfons Haber zu ORF.at. Der Vorstand des Stromnetzregulators E-Control im Dialog über die (Un-)Wahrscheinlichkeit eines persistenten Blackouts in Österreich.

Mehr dazu in fm4.ORF.at

Der Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker ist nicht mehr SPÖ-Parteivorsitzender in Wien-Alsergrund. Er hat das Amt an Gemeinderat Marcus Gremel übergeben. Hacker selbst will sich voll und ganz auf seine Rolle als Gesundheitsstadtrat konzentrieren.

Mehr dazu in wien.ORF.at

COV Inland

Auch im Wiener Gemeindebau wird ab heute gegen das Coronavirus geimpft. Wiener Wohnen und das Nachbarschaftsservice „Wohnpartner“ bieten die Immunisierung in „Wohnpartner“-Lokalen an. Der Auftakt findet im Reumannhof in Margareten statt. Eine Reihe weiterer Gemeindebauten folgt in den kommenden Tagen.

Geöffnet sind die Stationen jeweils von 11.00 bis 20.00 Uhr. Zwei Vakzine stehen zur Auswahl: Mit dem Produkt von Biontech/Pfizer können sich Personen ab zwölf Jahren impfen lassen. Zusätzlich steht Erwachsenen der Impfstoff von Johnson & Johnson zur Verfügung. Interessenten müssen sich nicht anmelden, mitzubringen ist lediglich ein Lichtbildausweis und wenn vorhanden eine E-Card.

Wien setzt schon seit geraumer Zeit darauf, die Immunisierung an eher ungewöhnlichen Orten durchzuführen. Im Einsatz sind etwa Impfbusse, auch ein Badeboot ist im Sommer gechartert worden. Zudem wurde bzw. wird in Einkaufszentren, im Stephansdom oder im Supermarkt geimpft.

Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, liegt laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bei 133,8 (Stand: gestern, 14.00 Uhr).

Am höchsten ist die Zahl in Oberösterreich (182,1) und Wien (179,5). Am niedrigsten ist der Wert im Burgenland (64,2) und in Tirol (93,4).

Das Berichtsschema der AGES zeigt die Zahlen vom Vortag – wie die Meldung der Ministerien. Wesentlicher Unterschied zu den Ministeriumsmeldungen: Laborbestätigte Fälle, Tote etc. werden nicht zum Meldezeitpunkt dargestellt, sondern zum Diagnose- bzw. Sterbedatum. In der Darstellung in ORF.at wird auch täglich transparent gemacht, welchen Tagen die neu gemeldeten Fälle zugeordnet werden.

Ministerien melden 1.588 Neuinfektionen

Das Gesundheits- und das Innenministerium meldeten 1.588 neu registrierte Coronavirus-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden (Stand: gestern, 9.30 Uhr). Diese Zahlen nannten die Bundesländer dem nationalen Krisenstab.

Landesweit starben laut Ministerien bisher 10.969 Personen an oder mit Covid-19. Derzeit befinden sich 860 Personen aufgrund des Coronavirus in Spitalsbehandlung, davon 229 auf Intensivstationen.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Erklärung zur Zählweise und weiteren Fragen in ORF.at/corona

Sport

Die USA haben gestern zum insgesamt 27. Mal im Ryder Cup triumphiert. Die Mannschaft rund um den in Hochform agierenden Dustin Johnson setzte sich in Whistling Straits im US-Bundesstaat Wisconsin gegen Bernd Wiesberger und das Team Europa klar durch. Für die vorentscheidende 14,5:6,5-Führung sorgte Collin Morikawa heute mit einem Remis gegen Viktor Hovland. Europa hätten als Titelverteidiger 14 Punkte zum Sieg gereicht.

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Der Lebenslauf von Lewis Hamilton ist seit gestern um einen weiteren prominenten Eintrag reicher. Der 36-jährige Engländer sicherte sich nach hartem Kampf mit dem Erfolg beim Grand Prix von Russland in Sotschi nicht nur die WM-Führung, sondern auch den 100. Rennsieg seiner Karriere.

In einem vor allem in der Schlussphase durch einsetzenden Regen turbulenten Rennen setzte sich Hamilton vor Red-Bull-Star Max Verstappen, der von Rang 20 nach vorne gefahren war, und dem Spanier Carlos Sainz im Ferrari durch.

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Der Franzose Julian Alaphilippe hat bei der Rad-WM in Belgien seinen Titel im Straßenrennen erfolgreich verteidigt. Der 29-Jährige lancierte gestern auf den 267,7 Kilometern von Antwerpen nach Leuven 17 km vor dem Ziel den entscheidenden Angriff und erreichte das Ziel solo. Im Sprint einer Vierergruppe um Silber setzte sich der Niederländer Dylan van Baarle vor dem Dänen Michael Valgren (+32 Sek.) durch.

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Der LASK hat in der Admiral Bundesliga seinen Negativlauf beendet. Nach zuletzt sieben sieglosen Spielen feierten die Oberösterreicher gestern in Pasching gegen Flyeralarm Admira einen 3:1-Erfolg und gaben die rote Laterne nach einer Nacht wieder ab.

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Marko Arnautovic ist gestern in der Serie A bei der 2:4-Auswärtspleite von Bologna bei Empoli zur tragischen Figur geworden. Der 32-jährige ÖFB-Internationale vergab zunächst in der 20. Minute beim Stand von 1:1 einen Elfmeter und die große Chance auf die Führung der Gäste. Empoli schlug seinerseits noch dreimal zu. Auch Arnautovic durfte doch noch einmal jubeln, sein Treffer zum zwischenzeitlichen 2:3 war schließlich aber zu wenig.

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Chronik

Im Magna-Werk in Weiz (Steiermark) ist gestern ein Brand ausgebrochen. Ein Großaufgebot an Feuerwehren bracht den Brand unter Kontrolle. Verletzt wurde niemand.

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Seit Anfang September hat die Polizei auf dem Flughafen Wien in Schwechat (Niederösterreich) 29 gefälschte PCR-Tests sichergestellt. Zum überwiegenden Teil kamen die Besitzerinnen und Besitzer der falschen Zertifikate mit Flügen aus Albanien in Schwechat an.

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In einer Freizeitanlage in Kitzbühel (Tirol) haben Unbekannte am Samstag hohe Beute gemacht. Sie ließen Wertgegenstände und Uhren in der Höhe eines fünfstelligen Euro-Betrags mitgehen.

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Ein 66-jähriger Motorradfahrer aus Salzburg ist gestern bei einem Verkehrsunfall in der Nähe von Karlsdorf (Kärnten) ums Leben gekommen. Zuvor war es zu einer Streifkollision mit einem Traktor gekommen, nach der sich das Motorrad überschlug.

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Kein Spielteilnehmer hat gestern die sechs Richtigen bei Lotto „6 aus 45“ erraten. Im Doppeljackpot werden 2,2 Millionen erwartet.

Folgende Gewinnzahlen wurden ermittelt:

3 11 22 23 24 28/Zusatzzahl: 19

Die richtigen LottoPlus-Zahlen:

6 21 37 39 44 45

Zwei Spielteilnehmer hatten den richtigen Joker auf der Quittung, sie erhalten je rund 197.000 Euro.

Die richtige Joker-Zahl:

6 0 5 8 1 6

Alle Angaben ohne Gewähr

Nach eintägiger Schließung infolge der Vulkanasche eines Vulkans der Cumbre-Vieja-Kette hat der Flughafen auf der Kanareninsel La Palma gestern seinen Betrieb wieder aufgenommen. Wie die Betreibergesellschaft AENA mitteilte, gelang es in einem nächtlichen Einsatz, den durch die Aschewolke verschmutzten Airport zu reinigen.

Der Flughafen in La Palma in Mallorca
Reuters/Staff

„Der Flughafen von La Palma ist wieder in Betrieb“, teilte AENA auf Twitter mit. Der Flughafenbetreiber riet dennoch allen Reisenden mit Ziel La Palma, sich bei ihren Fluggesellschaften über die aktuelle Lage zu informieren.

Lange Schlangen von Reisenden bei Fähre

Gestern war der Betrieb vorübergehend eingestellt worden, weil die niedergegangene Asche durch die Eruption des Vulkans den Luftverkehr gefährdete. Die Schließung führte unter anderem im Hafen der Inselhauptstadt Santa Cruz de la Palma zu langen Warteschlangen von Reisenden, die nun mit der Fähre die Insel verlassen und vor allem über Teneriffa den Heimflug antreten wollten.

Der Cumbre-Vieja-Vulkan war am Sonntag vor einer Woche erstmals seit 50 Jahren wieder ausgebrochen. Nach Angaben des kanarischen Vulkanforschungsinstituts Involcan könnten die Eruptionen noch drei bis zwölf Wochen dauern.

Schäden bisher auf rund 400 Mio. geschätzt

Tausende Menschen haben ihre Häuser in der Ortschaft El Paso verlassen müssen, Hunderte Häuser und weite Landstriche wurden bereits durch die Lava zerstört. Die regionalen Behörden schätzen den Schaden derzeit auf weit mehr als 400 Millionen Euro.

Die im Atlantik gelegenen Kanaren, zu denen auch die beliebten Ferieninseln Gran Canaria, Teneriffa und Lanzarote gehören, sind vulkanischen Ursprungs.

Wirtschaft

Drei Tage lang haben sie bei der EM der Berufe ihr Bestes gegeben, gestern kam es zum verdienten Medaillenregen für die Teilnehmenden der EuroSkills. Insgesamt 33 Medaillen gingen dabei an das Team Österreich, zehn davon in die Steiermark.

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Immer mehr Besitzerinnen und Besitzer von Skisaisonkarten melden sich beim Verein für Konsumenteninformation (VKI) und wollen Geld zurück. Es geht um die CoV-bedingte frühzeitige Schließung der Skigebiete in der Wintersaison 2020/21.

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In Mühlbach im Salzburger Pongau sorgt ein neues Appartementhotel erneut für eine Debatte über mögliche Zweitwohnsitze. Während es etwa in Lech (Vorarlberg) einen Baustopp für solche Projekte gibt, werden in Salzburg weiter Ferienwohnungen gebaut, die internationale Kundinnen und Kunden kaufen können.

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Kultur

Der Mitgründer der britischen Rockband Status Quo, Alan Lancaster, ist tot. Der Bassist sei im Alter von 72 Jahren gestorben, teilte die Gruppe gestern auf ihrer Website mit. Er litt seit Jahren an Multipler Sklerose.

„Wir waren jahrelang Freunde und Kollegen und haben als ‚Frantic Four‘ gemeinsam mit Rick Parfitt und John Coughlan fantastische Erfolge gefeiert“, sagte Status-Quo-Sänger Francis Rossi der Mitteilung zufolge. „Alan war ein zentraler Bestandteil des Sounds und des enormen Erfolgs von Status Quo in den 1960er und 1970er Jahren.“

Alan Lancaster 2014 in Berlin
picturedesk.com/Christian Behring

Lancaster hatte die Band 1985 verlassen und anschließend auch juristische Auseinandersetzungen mit seinen früheren Bandkollegen geführt. Für eine Reunion-Tour 2013/14 spielte er aber doch noch einmal mit der Stammbesetzung zusammen. Mit Rossi und Coughlan leben nun noch zwei der „Frantic Four“. Parfitt war 2016 gestorben.

Science

Bis heute weiß man nicht genau, wo die Etrusker herkamen, wie aus ihnen die erste Hochkultur Italiens wurde und warum sie eine völlig andere Sprache als ihre Nachbarn sprachen. Genetische Analysen liefern nun neue Erkenntnisse zur Abstammung des geheimnisvollen eisenzeitlichen Volks: Vermutlich liegen die Wurzeln in Italien selbst.

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