COV Inland

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat im Ö1-Morgenjournal angekündigt, dass bis Ende der Woche jene Menschen, bei denen im Fall einer Infektion ein besonders hohes Risiko für ihr Leben besteht, nun identifiziert werden. Jene, die arbeiten, müssen, wenn möglich, Home Office machen, oder erhalten eine bezahlte Freistellung.

Arzt entscheidet über Freistellung

Das Vorgehen war von der Regierung bereits angekündigt worden. Nun wird es umgesetzt. Konkret wird dies von den Krankenkassen über die Medikamentation erfolgen. Wer einschlägige Medikamente erhält, wird informiert. Besonders schwere Fälle müssen dann den Arzt aufsuchen, der dann über eine bezahlte Dienstfreistellung entscheidet.

Die weniger akut gefährdeten Personen, erhalten ein Schreiben ihre Krankenkasse. Mit diesem sollen sie, so Anschober, zum Arbeitgeber gehen und um Home Office oder Freistellung nachfragen.

Personen mit „massiv reduzierter Immunabwehr“

Zahl und Kreis der Betroffenen soll laut Gesundheitsminister Ende der Woche feststehen, nächste Woche beginne man mit der Umsetzung der Maßnahme. Damit könne man „viel Sicherheit für die Betroffenen geben“.

Zur Risikogruppe zählte Anschober ältere Menschen in den Pflegeheimen und Pensionistenheimen, wo es mehr Testungen und Zugangsbarrieren geben solle. Die zweite Gruppe seien Personen, die eine „massiv reduzierte Immunabwehr haben“, etwa nach einer schweren Krebserkrankung, nach einer schweren Operation oder einer schweren Diabetes. „Dann wird als nächster Schritt herausgearbeitet: wer hat das allergrößte Risiko.“

In der praktischen Umsetzung könnten sich wohl noch einige Fragen stellen – etwa, wie Betroffene vorgehen sollen, wenn ein Arbeitgeber sich weigern sollte, die Empfehlung umzusetzen. Dazu kommt ein Dilemma: Die Maßnahme soll Betroffene schützen. Doch datenschutzrechtlich kann es für eine Arbeitnehmerin oder einen Arbeitnehmer auch problematisch sein, wenn der Arbeitgeber dadurch möglicherweise erst über eine Erkrankung erfährt.

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle ist gestern (Stand: 15.00 Uhr) auf 10.482 gestiegen. Am Vormittag wurden vom Gesundheitsministerium aktuelle Zahlen zu Todesfällen und Genesungen genannt: 146 Menschen starben, 1.436 Menschen sind wieder genesen (Stand: 10.00 Uhr).

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Rund zehn Prozent der bestätigten Erkrankten im Spital

Rund zehn Prozent der Coronavirus-Infizierten müssen mittlerweile im Spital behandelt werden, hieß es heute aus dem Innenministerium. Rund 200 Menschen werden intensivmedizinisch betreut.

Das Innenministerium erhebt seine Zahlen im Rahmen der Koordination des Staatlichen Krisen- und Katastrophenmanagements im Einsatz- und Koordinationscenter (EKC) über eine Videokonferenz. Sie können daher Fälle enthalten, die im Epidemiologischen Melderegister, auf welches das Dashboard des Gesundheitsministeriums abstellt, das ebenfalls die Fallzahlen dokumentiert, noch nicht erfasst sind.

Das Innenministerium schrieb wie schon am Montag und Dienstag, dass man gemeinsam mit den Ländern „mit Hochdruck an der Optimierung“ arbeite.

Die meisten Infizierten gab es weiterhin in Tirol, gefolgt von Niederösterreich, Oberösterreich und dann Wien. Die meisten Toten sind in der Steiermark, in Wien und Tirol zu beklagen.

COV Ausland

In den USA hat die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle die Marke von 200.000 überschritten. Laut der Johns-Hopkins-Universität wurden bis gestern mehr als 203.000 Infektionsfälle gemeldet. Die Zahl von 100.000 Infektionen war am vergangenen Freitag überschritten worden, damit hat sich die Zahl binnen fünf Tagen verdoppelt.

Die Zahl der Toten stieg unterdessen auf 4.476. Damit lagen die USA nach der Anzahl der Toten weltweit an zweiter Stelle hinter den beiden europäischen Hotspots Italien und Spanien.

New York besonders betroffen

Besonders betroffen ist der Bundesstaat New York. Dort wurden inzwischen mehr als 83.000 Infektionen und fast 2.000 Tote bestätigt, wie Gouverneur Andrew Cuomo zuletzt sagte. Die Krankenhäuser sind angesichts der Pandemie zunehmend überlastet. Einige Krankenhäuser müssen wegen der hohen Todeszahlen inzwischen auf Lkw-Kühlanhänger zurückgreifen, um Leichen zu lagern.

Gouverneur Cuomo beklagte, dass sich die Menschen noch nicht ausreichend an die Regeln zur sozialen Distanz hielten. Er kündigte deswegen an, nun auch die Spielplätze in New York City zu schließen. Parks sollten dagegen geöffnet bleiben.

Währenddessen verhängte auch Floridas Gouverneur Ron DeSantis weitgehende Ausgangsbeschränkungen. Der Republikaner hatte sich bisher gesträubt, diese Maßnahme zu ergreifen. In Kalifornien bleiben unterdessen die Schulen bis zum Sommer geschlossen. Das teilte der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom mit. Schulen würden den Unterricht online fortführen. In dem US-Westküstenstaat sind rund sechs Millionen Schüler von der Regelung betroffen. Schon seit Wochen sind die Schulen geschlossen. Das laufende Schuljahr geht in den meisten Bezirken Mitte Juni zu Ende.

Tausende Seeleute müssen von US-Flugzeugträger

Wegen der Ausbreitung des Virus sollen Tausende Besatzungsmitglieder vom US-Flugzeugträger „USS Theodore Roosevelt“ evakuiert werden. Der amtierende Marine-Staatssekretär Thomas Modly sagte, rund tausend Seeleute hätten das am US-Stützpunkt der Pazifikinsel Guam liegende Kriegsschiff bereits verlassen.

Die Zahl solle in den kommenden Tagen auf 2.700 erhöht werden. Rund tausend Besatzungsmitglieder sollen aber an Bord bleiben. Insgesamt hat der Flugzeugträger eine Besatzung von rund 4.800 Seeleuten. Das bedeutet, dass zu einem späteren Zeitpunkt noch 1.100 von ihnen das Schiff verlassen müssen. Das Coronavirus hatte sich auf der „USS Theodore Roosevelt“ zuletzt rasch ausgebreitet. Mehr als 90 Infektionen wurden bereits bestätigt.

Insgesamt 13 EU-Staaten haben Sorge über Coronavirus-Notmaßnahmen geäußert, die gegen Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Grundwerte verstoßen könnten. Das geht aus einer Erklärung hervor, die das niederländische Außenministerium gestern im Namen der 13 Länder veröffentlichte.

In Ungarn hatte Ministerpräsident Viktor Orban sich Anfang der Woche wegen der Pandemie weitreichende Befugnisse erteilen lassen, unbefristet per Dekret ohne weitere Mitwirkung des Parlaments zu regieren. Die Verbreitung von Falschnachrichten soll streng bestraft werden, sodass Journalisten und Journalistinnen um kritische Berichterstattung fürchten.

Keine explizite Nennung Ungarns

Die Erklärung der 13 Länder nennt Ungarn nicht. Doch heißt es: „Notmaßnahmen sollten auf das Nötigste begrenzt sein, sie sollten verhältnismäßig und befristet sein, regelmäßig überprüft werden und die genannten Grundsätze und internationalen Rechtsverpflichtungen respektieren. Sie sollten nicht die freie Meinungsäußerung oder die Pressefreiheit beschränken.“

Österreich nicht dabei

Über der Erklärung stehen neben den Niederlanden auch Deutschland, Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Portugal, Spanien und Schweden. Österreich fehlt in dieser Auflistung.

„Wir müssen diese Krise gemeinsam überwinden und auf diesem Weg gemeinsam unsere europäischen Prinzipien und Werte hochhalten“, erklären sie und begrüßen die Ankündigung der EU-Kommission, die Notmaßnahmen in allen Staaten im Auge zu behalten. Der Ministerrat für allgemeine Angelegenheiten solle sich gegebenenfalls damit befassen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich besorgt über die „rasche Eskalation“ der Coronavirus-Pandemie gezeigt. Die Zahl der Todesopfer weltweit habe sich innerhalb einer Woche mehr als verdoppelt, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus gestern.

In den kommenden Tagen sei mit einem Anstieg der Infektionszahlen auf eine Million und der Zahl der Todesopfer auf 50.000 zu rechnen, sagte der WHO-Chef.

727 Tote in Italien

Italien hat mehr als 720 Tote innerhalb eines Tages im Zuge der Coronavirus-Pandemie vermeldet – allerdings bleibt der Anstieg der Zahl der aktuell Infizierten stabil. Bis gestern stieg die Zahl der derzeit erfassten positiv Getesteten um 2.937 auf 80.572, teilte der Zivilschutz mit. Das war ein Anstieg um weniger als vier Prozent.

Eingerechnet der Toten und Geheilten lag die Summe der erkannten Infektionen bei insgesamt 110.574. Es kamen 727 Tote hinzu, insgesamt sind es nun 13.155. Der Druck auf die Kliniken scheint aber abzunehmen. Bei den Menschen auf der Intensivstation kamen nur zwölf hinzu.

Lombardei bestätigte abgeflachte Kurve

Die Lombardei, die von der Coronavirus-Krise am stärksten betroffene Region Italiens, bestätigte zuvor, dass die Epidemiekurve abflacht. „Die Epidemiekurve hat sich stabilisiert. Die Zahl der neuen Infektionen wächst nicht mehr“, sagte der lombardische Präsident Attilio Fontana auf Facebook. Er hoffe, dass bald die Zahl der neuen Infektionen zurückgehen wird. Italiens Regierung verlängerte unterdessen die strengen Ausgangsbeschränkungen für die 60 Millionen Bürgerinnen und Bürger wegen der Coronavirus-Krise bis zum 13. April.

Ein Arbeiter in Schutzausrüstung desinfiziert den Platz vor dem Mailänder Dom
Reuters/Flavio Lo Scalzo

Über 500 Tote an einem Tag in Großbritannien

Großbritannien hat erstmals mehr als 500 Todesfälle in einem Zeitraum von 24 Stunden durch das Coronavirus verzeichnet. Wie das Gesundheitsministerium in London gestern mitteilte, starben seit dem Vortag 563 Menschen an den Folgen des Virus. Die Zahl der Toten im Vereinigten Königreich stieg damit auf über 2.350 an.

Knapp 30.000 Menschen waren nachweislich mit dem Virus infiziert. Die tatsächliche Zahl der Infizierten dürfte allerdings sehr viel höher sein.

Mehr als 9.000 Tote in Spanien

In Spanien ist die Zahl der Coronavirus-Toten von rund 8.200 auf über 9.000 gestiegen. Binnen eines Tages seien auch deutlich mehr Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt worden, teilte das Gesundheitsministerium mit. Die Zahl sei von rund 94.000 auf mehr als 102.000 gestiegen.

Spitäler in Paris überlastet

In Frankreich verschlechterte sich unterdessen die Situation in den Krankenhäusern: „Wir hatten eine äußerst schwierige Nacht, da wir tatsächlich am Ende unserer Krankenhauskapazitäten sind“, sagte Aurelien Rousseau, Direktorin der regionalen Gesundheitsbehörde Ile de France, dem Sender Franceinfo.

Ärzte behandeln in einem TGV-Zug zwei mit Covid-19 infizierte Patienten, die in ein anderes Spital in Frankreich verlegt werden
APA/AFP/Thomas Samson

„In der Region Paris gibt es 1.200 Intensivbetten. Zurzeit haben wir 2.700 Patienten auf der Intensivstation“, so Rousseau weiter. Man habe die Kapazitäten zwar mehr als verdoppelt, doch man stoße nun an die Grenzen des Möglichen. „Jeder gibt wirklich alles, ein Intensivbett nach dem anderen wird aufgetrieben.“

NATO-Außenminister beraten heute Nachmittag über eine bessere Zusammenarbeit des Militärbündnisses in der Coronavirus-Krise. Erstmals in der 70-jährigen NATO-Geschichte kommen die Minister in einer Videokonferenz zusammen.

Die Schaltung ersetzt das reguläre Treffen in Brüssel, das für Donnerstag und Freitag geplant war und wegen der Pandemie abgesagt werden musste. Zum ersten Mal nimmt Nordmazedonien als offizielles NATO-Mitglied teil. Das Westbalkan-Land war dem Bündnis vergangene Woche beigetreten.

Generalsekretär Jens Stoltenberg hatte am Mittwoch betont, die NATO sei auch in der Coronavirus-Krise handlungsfähig und komme ihren Hauptaufgaben – Verteidigung und Abschreckung – nach. Innerhalb der Allianz besteht jedoch die Sorge, Gegner wie Russland könnten die Situation ausnutzen und verstärkt feindliche Aktivitäten ausüben. Die Minister wollten auch über die Ausweitung der derzeit wegen Covid-19 sowie wegen Sicherheitsbedenken ausgesetzten Ausbildungsmission im Irak sowie über die Mission in Afghanistan beraten.

Tschechien wird den am 12. März ausgerufenen nationalen Notstand wegen der Coronavirus-Krise höchstwahrscheinlich um einen Monat – bis zum 11. Mai – verlängern. Das hat die Regierung gestern beschlossen, allerdings ist noch die Zustimmung des Parlaments erforderlich. Diese dürfte kommende Woche erfolgen.

In Tschechien kann die Regierung selbst den Notfallzustand nur für einen Monat ausrufen. Diese Frist läuft am 11. April ab. Mit jeglicher Verlängerung muss das Unterhaus einverstanden sein. Der Notstand ermöglicht der Regierung die Grundrechte der Bürger einzuschränken.

„Wir sind immer noch nicht hinter dem Höhepunkt der Epidemie. Es ist nötig, dass der Notstand weiter dauert“, begründete Gesundheitsminister Adam Vojtech den Vorschlag auf einer Pressekonferenz nach der Regierungssitzung am Mittwochabend.

Absolute Maskenpflicht in der Öffentlichkeit

Wie in vielen anderen europäischen Ländern ist auch in Tschechien die Bewegungsfreiheit der Bürger derzeit stark eingeschränkt. Sie dürfen ihre Häuser im Prinzip nur verlassen, wenn sie zur Arbeit gehen, Nahrungsmittel einkaufen oder einen Arzt aufsuchen. Außerdem gilt in der Öffentlichkeit eine absolute Maskenpflicht. Die Menschen sollten voneinander einen Abstand von mindestens zwei Meter einhalten.

Die Zahl der Infizierten stieg in Tschechien unterdessen auf 3.508 an, wovon 39 Patienten an Coronavirus starben. Trotzdem sieht Vojtech eine leicht positive Tendenz, weil der Anteil der positiven Tests auf 6,1 Prozent gesunken sei. Die Zahl der Tests wurde dabei stark erhöht, am Dienstag wurden über 6.200 Tests durchgeführt.

Laut Vojtech geht Tschechien „auf keinen Fall das italienische oder spanische Szenario“. Mitte April rechnet das Gesundheitsministerium mit 8.000 Infizierten, Ende April dann mit rund 15.000, was das tschechische Gesundheitssystem verkraften könne, hieß es.

Gesundheit

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) prüft, ob das Tragen von Mundschutz in der allgemeinen Öffentlichkeit die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen kann. Das sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus gestern in Genf. „Die WHO trägt alle verfügbaren Informationen zusammen und wägt ab, ob das umfassendere Tragen von Mundschutz Ansteckungen eindämmen kann“, sagte Tedros.

In Österreich gilt ab nächster Woche eine Verpflichtung zum Tragen von Mundschutz beim Einkaufen. Zuvor hatten mehrere Länder eine Maskenpflicht eingeführt, etwa auch Tschechien und Slowenien. In Deutschland wurde auch darüber diskutiert, aber der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn sagte, er sehe keine Notwendigkeit für eine Verpflichtung zum Maskentragen.

Bisher war die Haltung der WHO, dass Mundschutz nur für Kranke und Menschen, die Kranke pflegten, sinnvoll sei. Die WHO warnte sogar, dass das Tragen von Masken die Menschen in falscher Sicherheit wiegen und verleiten könne, andere Vorsichtsmaßnahmen wie das gründliche Händewaschen zu vernachlässigen. Tedros betonte, dass diese Maßnahmen unabhängig von Mundschutz unbedingt eingehalten werden müssen.

Inland

Nach der Ausschaltung des ungarischen Parlaments im Zuge der Coronavirus-Krise will NEOS die türkis-grüne Regierung mit einem Parlamentsbeschluss dazu verpflichten, sich für eine Suspendierung der EU-Mitgliedschaft Ungarns einzusetzen. Das geht aus einem Entschließungsantrag für die morgige Nationalratssitzung hervor.

Die Regierung solle sich insbesondere für eine rasche Fertigstellung des Verfahrens nach Artikel 7 des EU-Vertrags einsetzen, fordert NEOS. Ein solches, seit Jahren gegen Ungarn laufendes Verfahren – etwa wegen Einschränkungen der Medienfreiheit –, ermöglicht eine Sanktionierung von Mitgliedsstaaten bei einer schwerwiegenden und anhaltenden Verletzung der Grundwerte der EU einschließlich der Aussetzung von Stimmrechten.

Krise „auf widerwärtige Weise ausgenützt“

Allerdings wird dieses Verfahren wegen des geltenden Einstimmigkeitsprinzips als zahnlos kritisiert. Vor diesem Hintergrund wird im NEOS-Antrag weiters gefordert, dass sich die Regierung in allen EU-Gremien dafür einsetzen möge, „dass die Verletzung der Grundwerte der Europäischen Union wie etwa die zeitlich unbegrenzte Aussetzung von Parlamentarismus strengen Sanktionen unterliegt“.

„Wir fordern jetzt die türkis-grüne Regierung auf, für eine klare und sofortige Antwort der europäischen Spitzen zu sorgen“, so der stellvertretende NEOS-Klubobmann Nikolaus Scherak. Die Regierung Viktor Orban habe nämlich die Coronavirus-Krise „auf besonders widerwärtige und gefährliche Weise ausgenützt“ und „die Demokratie in Ungarn de facto abgeschafft“.

Gemeinsame Erklärung von 13 EU-Staaten

13 Mitgliedsstaaten der EU warnen in einer offensichtlich auf Ungarn bezogenen Erklärung unterdessen vor nachhaltigen Eingriffen in die Grundrechte im Zuge der Pandemie. Die Unterzeichnerstaaten zeigten sich in dem gestern veröffentlichten Statement „tief besorgt“ über Risiken für die Rechtsstaatlichkeit, die durch „bestimmte Notfallmaßnahmen“ entstehen könnten. Die Erklärung wurde unter anderem von Deutschland unterzeichnet. Österreich ist nicht dabei.

Wer in der SPÖ noch mitentscheiden will, ob Pamela Rendi-Wagner Vorsitzende bleiben soll, hat dafür noch heute bis 23.59 Uhr Zeit. Freilich wird man im Anschluss noch längere Zeit nicht wissen, was das Parteivolk beschlossen hat. Denn wegen des Coronavirus-Krise bleiben die Fragebögen vorerst unter Verschluss und werden auch nicht ausgezählt.

In den vergangenen beiden Tagen erinnerte die Partei via SMS bzw. Mail die Mitglieder noch einmal daran, dass nur bis heute Zeit zur Abgabe ist. Gebeten wurde, die Teilnahme elektronisch zu gestalten. In der Parteizentrale wird versichert, dass das Interesse groß gewesen sei. Das zeigten die vielen Mails, Zuschriften und Anrufe dazu.

Von Pandemie in Hintergrund gedrängt

Die Mitgliederbefragung, die wegen der Pandemie völlig in den Hintergrund getreten ist, hatte ursprünglich großen Wirbel ausgelöst. Denn es ging nicht wie anfangs geplant nur darum, auf welche Inhalte sich die SPÖ künftig konzentrieren soll, sondern auch um die Zukunft der Vorsitzenden.

Praktisch alle wichtigen Player der Sozialdemokraten hatten dieses Vorpreschen Rendi-Wagners abgelehnt, etliche sogar lange offengelassen, ob sie für ihren Verbleib stimmen werden.

Vorerst keine Auswertung

Ein Ziel hat sich die Vorsitzende nicht gesetzt, weder was die Zustimmungsrate noch die Beteiligung angeht. Inwieweit die Coronavirus-Krise Einfluss nimmt, ist schwer vorauszusagen.

Weil der Parteivorstand wegen der Pandemie nicht zusammentreten könne, werde vorerst keine Auswertung vorgenommen, hieß es in der SPÖ. Anzunehmen ist, dass man sich aber in wenigen Wochen etwas überlegen wird, sollten noch immer entsprechende Beschränkungen gelten. Spätestens im Mai dürfte das Ergebnis vorliegen.

Der Bund und die Länder haben sich gestern auf eine einheitliche Vorgangsweise in Sachen Pflege-Bonus für ausländische 24-Stunden-Kräfte geeinigt. Wie die Vorarlberger Soziallandesrätin Katharina Wiesflecker (Grüne) mitteilte, soll an alle Pflegekräfte, die an ihren normalen Turnus zumindest noch vier weitere Wochen anhängen, ein einmaliger Bonus von 500 Euro ausbezahlt werden.

Finanziert werde diese Zulage aus den Mitteln, die der Bund den Ländern als Zweckzuschuss zur Verfügung gestellt hat, so Wiesflecker. Für Vorarlberg stünden damit 4,5 Millionen Euro zur Verfügung. „Eine bundesweit einheitliche Regelung in dieser Frage ist richtig, damit sich die Länder nicht gegenseitig konkurrenzieren“, stellte die Landesrätin fest.

Das Sozialministerium hatte den Ländern freigestellt, aus den im Zuge der Coronavirus-Krise zur Verfügung gestellten Mitteln des Pflegesicherungspakets Boni für ausländische 24-Stunden-Kräfte zu finanzieren. Nachdem die Länder zunächst unterschiedliche Bonusbeträge genannt hatten, einigten sie sich nun auf eine bundesweit gleiche Vorgangsweise.

Ausland

Die türkische Luftwaffe hat nach Angaben der deutsche Regierung im März über der griechischen Ägäis ein Flugzeug verfolgt, das für die EU-Grenzschutzagentur Frontex im Einsatz war. Wie aus einer Antwort Berlins auf eine Frage des Linke-Abgeordneten Andrej Hunko hervorgeht, folgten zwei türkische Flugzeuge „über mehrere Minuten“ dem Aufklärungsflugzeug der dänischen Luftwaffe.

Die Aufklärungsflüge über dem Seegebiet sind Teil des Frontex-Soforteinsatzes „Aegean 2020“, an dem die Grenzschutzagentur trotz der Coronavirus-Pandemie festhält. Andernorts wurden Einsatzkräfte dagegen reduziert oder ganz abgezogen.

Hunko: „Extrem militarisiert“

„Die türkisch-griechische Land- und Seegrenze ist mittlerweile extrem militarisiert“, sagte Hunko. Die griechische Regierung lasse „zur Abschreckung“ Tausende von Flüchtlingen in Lagern auf den Ägäis-Inseln unter schlimmsten Bedingungen hausen. Die Türkei benutze Geflüchtete, um Druck auf die EU auszuüben, „hinsichtlich ihrer Besatzung in Syrien und Waffenlieferungen nach Libyen“.

Die Türkei hatte Ende Februar erklärt, die Grenze zur Europäischen Union sei offen. Daraufhin machten sich Tausende auf den Weg, um aus der Türkei nach Griechenland und somit in die EU zu gelangen. Griechenland ließ sie jedoch nicht passieren. Am Grenzfluss Evros wurde von beiden Seiten Tränengas eingesetzt. Frontex forderte zusätzliche Kräfte an.

Wegen des Coronavirus wird nun auch die nächste UNO-Klimakonferenz verschoben. Die für November in Glasgow geplante COP26 werde erst im Jahr 2021 stattfinden, teilte die finnische Umwelt- und Klimaministerin Krista Mikkonen gestern Abend auf Twitter mit.

Die sei aber kein Grund, mit dem Klimaschutz aufzuhören. Vielmehr solle die Europäische Union „Führung“ zeigen und ihre Emissionsziele so schnell wie möglich überarbeiten.

EU will Klimaplan vorlegen

Trotz der Verschiebung will die EU-Kommission an ihrem Zeitplan festhalten und bis September ein neues europäisches Klimaziel für 2030 präsentieren. Das kündigte Kommissionsvizepräsident Frans Timmermans in Brüssel an.

Derzeit gilt, dass die EU den Treibhausgasausstoß bis 2030 um 40 Prozent unter den Wert von 1990 bringen will. Die Kommission will die Marke auf 50 bis 55 Prozent hochsetzen, vorher aber die Auswirkungen genau prüfen.

EU

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) entscheidet heute darüber, ob Polen, Ungarn und Tschechien am Höhepunkt der Flüchtlingskrise gegen EU-Recht verstoßen haben. Hintergrund sind zwei Mehrheitsentscheidungen der EU-Staaten von 2015, wonach bis zu 160.000 Asylwerber innerhalb der EU verteilt werden sollten. Das sollte Griechenland und Italien entlasten.

Ungarn, Polen und Tschechien weigerten sich allerdings beharrlich, den Beschluss umzusetzen – obwohl der EuGH dessen Rechtmäßigkeit in einem späteren Urteil bestätigte. Die EU-Kommission, die in der Staatengemeinschaft unter anderem die Einhaltung von EU-Recht überwacht, klagte deshalb gegen die drei Länder (Rechtssachen C-715/17, C-718/17, C-719/17).

Eine wichtige Gutachterin des EuGH schlug im vergangenen Oktober vor, der Klage stattzugeben. Die Richter folgen den Empfehlungen häufig, aber nicht immer. Ein Strafmaß benennt der EuGH im Falle einer Verurteilung am Donnerstag nicht. Dazu müsste die EU-Kommission das Gericht erneut anrufen.

Wirtschaft

Der deutsche Autohersteller Volkswagen verlängert den Produktionsstopp in seinem US-Werk in Chattanooga wegen der Coronavirus-Epidemie bis zum 12. April. Die Fertigung dort wurde am 21. März heruntergefahren. Gestern hatten Verkaufszahlen für März einen dramatischen Absatzeinbruch in den USA gezeigt.

VW verkaufte in den vergangenen drei Monaten 75.075 Autos und damit 13 Prozent weniger Fahrzeuge als im Vorjahr, wie das Unternehmen am US-Sitz in Herndon (Virginia) mitteilte. Von Jänner bis Februar stiegen die Verkäufe noch um 9,4 Prozent, bis sie im März wegen der Ausbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 um 42 Prozent einbrachen.

IT

Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX hat seinen Mitarbeitern die Verwendung der Videokonferenz-App Zoom unter Hinweis auf „erhebliche Datenschutz- und Sicherheitsbedenken“ verboten. In einer E-Mail vom 28. März teilte SpaceX laut der Nachrichtenagentur Reuters den Mitarbeitern mit, dass der Zugriff auf Zoom mit sofortiger Wirkung deaktiviert sei.

Auch die NASA, einer der größten Kunden von SpaceX, untersage ihren Mitarbeitern die Verwendung der Plattform, sagte Stephanie Schierholz, eine Sprecherin der US-Raumfahrtbehörde.

Das FBI-Büro in Boston gab am Montag eine Warnung über Zoom heraus und wies die Nutzerinnen und Nutzer an, keine Besprechungen auf der Website öffentlich zu stellen.

Hinweis

Hinweis zum Umgang von ORF.at mit statistischen Daten zur Coronavirus-Krise in Österreich: Es gibt auf Landes- und Bundesebene verschiedene staatliche Quellen, die in unterschiedlichem Rhythmus Daten zum Stand der Coronavirus-Krise veröffentlichen.

Dabei kann es zu plötzlichen Sprüngen in den Fallzahlen kommen, etwa weil viele Datensätze auf einmal ins Epidemiologische Meldesystem – eine zentrale medizinische Datenbank – eingetragen werden.

Anders als in Italien gibt es in Österreich derzeit keine täglich veröffentlichten maschinenlesbaren Berichte der verantwortlichen staatlichen Stelle, sodass alle Daten händisch eingeben werden müssen.

Verbindlich sind für ORF.at nach wie vor die halbtäglichen Meldungen der durchgeführten Tests, der bestätigten Infektionen und Todesfälle auf der Website des Gesundheitsministeriums. Gegen 8.00 Uhr werden die Anzahl der Tests vom Vortag sowie die aktuellen Summen von bestätigten Fällen und Todesfällen auf Bundes- und Landesebene veröffentlicht. Gegen 15.00 Uhr werden diese Zahlen und auch die Verlaufsgrafiken aktualisiert.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Nähere Informationen zu Quellen und Aktualisierungsrhythmus finden Sie in einem erläuternden Zusatzartikel.

Sport

Bei den Planungen für die Wiederaufnahme der internationalen Radsport-Saison im Zuge der Coronavirus-Pandemie deutet sich eine mögliche Verschiebung der Tour de France an. Der Weltverband (UCI) und die Teams sind übereingekommen, dass eine Austragung der Frankreich-Rundfahrt von höchster Wichtigkeit ist. Sie soll durchgeboxt werden, andernfalls stünden mehrere Teams vor erheblichen finanziellen Problemen. Bis 1. Juni steht der Radsport vorerst aber komplett still.

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Chronik

Bei einem Protest und anschließenden Brand in einem Migrantenlager in Mexiko ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Etwa ein Dutzend weitere Migranten und Migrantinnen wurde nach Angaben von Aktivisten und Aktivistinnen verletzt. Hintergrund sei die Angst der Asylsuchenden vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus, twitterte die Amerika-Direktorin von Amnesty International, Erika Guevara-Rosas.

Der Protest in dem Lager in Tenosique im Südosten Mexikos – nahe der Grenze zu Guatemala – sei unterdrückt worden.

Migranten von Südmexiko abgefangen

Der Großteil der Zehntausenden Menschen, die jeden Monat in den USA beim illegalen Übertritt der Südgrenze festgesetzt werden, stammt aus Mittelamerika. Sie erreichen Mexiko meist von Guatemala aus und ziehen von dort in Richtung der rund 2.000 Kilometer nördlichen US-Grenze.

In einer Vereinbarung mit den USA verpflichtete sich Mexiko im vergangenen Juli jedoch, unter anderem durch den Einsatz von Soldaten an seinen Grenzen die Migration in die USA einzudämmen. Viele der Personen, die vor Gewalt und Armut flüchten, werden seitdem bereits in Südmexiko abgefangen und schnell in ihre Heimatländer abgeschoben.

Bearbeitung von Asylverfahren ausgesetzt

Hinzu kommen die Migrantenschutzprotokolle (MPP) der USA. Nach dem „Remain in Mexico“ („Bleibe in Mexiko“) genannten Programm können Migranten, die ohne die nötigen Dokumente über die gemeinsame Grenze der zwei Länder in die USA einreisen wollen und Asyl oder eine andere Einreisegenehmigung in den USA beantragen, für die Dauer ihrer Verfahren nach Mexiko geschickt werden. Seit dem Inkrafttreten Ende Jänner 2019 wurden mehr als 60.000 Migranten nach Mexiko geschickt.

Angesichts der Coronavirus-Pandemie haben sowohl die USA als auch Mexiko das Bearbeiten von Asylverfahren ausgesetzt. Zudem wurde die US-Grenze mit Mexiko für den Personenverkehr weitgehend geschlossen, und auch Guatemala riegelte seine Grenze mit Mexiko ab. So harren nun Tausende Migranten in eng gefüllten mexikanischen Auffanglagern aus.

Kein Spielteilnehmer hat gestern die sechs richtigen Zahlen bei Lotto „6 aus 45“ erraten. Im Jackpot werden 549.182,46 Euro erwartet.

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Die Gewinnzahlen der LottoPlus-Ziehung lauten:

04 16 18 23 41 42

Die aktuellen Joker-Zahlen:

8 9 2 2 5 9

Alle Angaben ohne Gewähr

Science

Kultur

US-Sängerin Carole King (78) hat ihren Hit „So Far Away“ wegen der Coronavirus-Krise leicht umgedichtet. In ihren Social-Media-Kanälen präsentierte King ein Video, in dem sie Klavier spielt und den Klassiker „So Far Away“ anstimmt.

Dann fährt sie mit der neuen Textpassage „Everybody has to stay in one place anymore“ fort. Jeder müsse nun an seinem Ort bleiben, forderte die Sängerin.

Zuvor sprach die Poplegende medizinischem Peronsal und allen, die in der Krise die Grundversorgung aufrechterhalten, ihren Dank aus. Alle anderen, die zu Hause bleiben, würden dabei mithelfen, diese Krise zu überwinden, sagte King.

Die Sängerin ist durch Welthits wie „I Feel the Earth Move“, „You"ve Got a Friend“ und „So Far Away“ berühmt. Ihren Durchbruch feierte sie 1971 mit dem Album „Tapestry“, das mehr als 25 Millionen Mal verkauft wurde.

Der US-amerikanische Jazzpianist Ellis Marsalis ist tot. Der Musiker und Jazzpädagoge aus New Orleans starb an den Folgen der Lungenkrankheit Covid-19, teilte sein Sohn Branford Marsalis gestern nach Angaben der „New York Times“ mit. Er wurde 85 Jahre alt. Zu seinen sechs Kindern zählen der Saxofonist Branford Marsalis und der Jazztrompeter und Komponist Wynton Marsalis.

Als „Legende“ gewürdigt

Die Bürgermeisterin von New Orleans, LaToya Cantrell, würdigte den Musiker als „Legende“ und „Ikone“. Marsalis wurde 1934 in New Orleans geboren und brachte sich schon als Kind Klarinette und Klavierspielen bei.

Ellis Marsalis
AP/Sophia Germer

Er trat in Clubs auf, spielte in Bands, studierte Musikerziehung und unterrichtete Jazzmusiker wie Harry Connick Jr. und Terence Blanchard. In seinem Namen wurde in New Orleans 2011 die Konzerthalle Ellis Marsalis Center for Music eröffnet.

Die Nationalgalerie in Washington hat der Erbengemeinschaft Mendelssohn-Bartholdy die Eigentumsrechte an dem Pastell „Kopf einer Frau“ von Pablo Picasso übertragen. Das teilten sowohl das Moses-Mendelssohn-Zentrum in Potsdam im Namen der Erbengemeinschaft als auch die Galerie in der US-Hauptstadt gestern mit.

In der Mitteilung des Moses-Mendelssohn-Zentrums hieß es, Paul Mendelssohn-Bartholdy habe das Bild 1934 in den Kunsthandel gegeben, als die Nazis begonnen hätten, wirtschaftlichen Druck auf ihn und weitere Familienmitglieder auszuüben.

Die Nationalgalerie teilte mit, das Bild aus dem Jahr 1903 sei der Galerie 2001 gespendet worden. Die Erbengemeinschaft habe Anspruch darauf angemeldet, weil das Kunstwerk infolge des Drucks des Nazi-Regimes den Besitzer gewechselt habe. Nach eingehender Prüfung habe die Galerie beschlossen, das Bild der Erbengemeinschaft zu überlassen. Die Zeichnung sei am Dienstag übergeben worden. Die Mendelssohn-Erben dankten der Nationalgalerie ausdrücklich.

Die britische Schriftstellerin J. K. Rowling (54) hat gestern eine neue Website mit Inhalten aus ihren Geschichten um den Zauberlehrling Harry Potter vorgestellt. Mit der Plattform „Harry Potter at Home“ will sie Kindern die Langeweile vertreiben, die wegen der Coronavirus-Pandemie nicht zur Schule gehen können.

Zu finden sind beispielsweise Links zu kostenlosen Versionen des ersten Buchs aus der Potter-Reihe, „Harry Potter und der Stein der Weisen“ – als E-Book oder als Hörbuch in verschiedenen Sprachen, darunter auch Deutsch. Zu finden sind der Ankündigung zufolge auch Puzzles, Ratespiele und Videos mit Anleitungen zum Malen.

„Eltern, Lehrer und Betreuer, die daran arbeiten, Kinder bei Laune zu halten und ihr Interesse zu wecken, während wir im Lock-down sind, könnten möglicherweise ein bisschen Magie gebrauchen“, schrieb Rowling auf Twitter.

Panorama

Mehr als 12.000 Menschen haben sich nach einer Ausschreibung bei der US-Raumfahrtbehörde NASA als Astronauten beworben. Die Bewerbungen stammten aus allen 50 Bundesstaaten der USA, teilte die NASA gesterm (Ortszeit) mit. Sie würden nun geprüft, und im Sommer 2021 sollen die Namen der Ausgewählten bekanntgegeben werden.

Im Februar hatte die NASA mitgeteilt, dass neue Astronautinnen und Astronauten gesucht würden. Die Voraussetzungen: US-Staatsbürgerschaft, Master-Abschluss in einem naturwissenschaftlichen Studienfach und mindestens zwei Jahre Berufserfahrung oder mindestens 1.000 Stunden Flugtraining.

Vor der Aufnahme müssen die Kandidatinnen und Kandidaten zudem einen Fitnesstest bestehen, bevor sie dann möglicherweise zu Mond und Mars aufbrechen könnten. Der Bewerbungsschluss war am 31. März.

Der südkoreanische K-Pop-Star Kim Jae-Joong hat sich für seinen Aprilscherz entschuldigt. Das Mitglied der Popband JYJ hatte gestern auf Instagram geschrieben, dass er positiv auf das Coronavirus getestet worden sei. Er habe Warnungen der Regierung ignoriert und sei nachlässig gewesen.

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해서는 안 될 행동이라고도 저 스스로도 인식하고 있습니다. 먼저 제가 SNS 쓴 글로 인해 코로나 바이러스 19로 인해 피해 받으신 분들, 행정업무에 지장을 받으신 분들께 진심으로 죄송하다는 말씀과 사과드립니다. 옳지 않다는 판단. 알고 있습니다. 현재 느슨해진 바이러스로부터의 대처 방식과 위험성의 인식. 코로나 바이러스 19로 인해 피해 받을 분들을 최소화시키기 위해 경각심을 가졌으면 하는 마음에서 메시지를 전달하고 싶었습니다. 봄이 찾아와 따뜻해진 계절의 야외에서의 여가생활, 개학이 미뤄지고 여유로워진 시간을 활용한 밀폐된 공간에서의 접촉 등으로 제2의 제3의 코로나 패닉을 낳을 수 있다는 생각에 너무나 무섭습니다. 저의 아버지도 얼마 전 폐암 수술을 받으시고 줄곧 병원에 다니셨습니다. 그러면서 병원에 계신 의료진과 환자들을 보면서 뭔가 화가 나기도 하고 바이러스가 남의 일이 아니라 자신의 일이었다면 하는 생각이 들었습니다. 그래서 정작 코로나 바이러스 19로 인해 벗어나고자 노력하는 분들과는 반대로 평상시와 다를 바 없는 복장과 마스크를 착용하지 않은채 여가생활을 즐기고 계시는 분들이 많다는 이야기에 경각심이 필요 하다 생각 했습니다 다양한 정보매체와 인터넷에서도 크고 작은 주의를 요청하고 있는 가운데 그 이야기를 들어주지 않는 사람들에게 어떻게해서든 현시점의 위험성을 전달하고 싶었습니다. "제발. 귀 기울여주세요. 제발. 아프지 말고 아픔을 겪지 마세요." 라구요. 제 주변에서마저도 확진자가 생겨나고 있습니다. 먼 곳의 이야기가 아니란 걸 확신했고 두려움은 배로 느껴졌습니다. 사람을 잃고 나서야 반성하는 태도는 아무런 도움이 되지 않습니다. 답답하고 힘들지만 지금보다 더.. 조금 더 노력해서 이 힘든 시기를 함께 이겨내고 싶습니다. 오늘의 글..지나치지만, 지나칠 정도의 관심을 가져주신다면 이야를 들어주지 않을까라는 방법이 많은 분들에게 상처를 드리고 비난을 받고 있습니다. 제 글로 인하여 코로나 바이러스를 위해 애쓰시는 정부기관과 의료진들 그리고 지침에 따라 생활을 포기 하며 극복을 위해 힘쓰는 많은 분들께 상심을 드린 점 진심으로 사과드립니다.

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Besorgte Fans hinterließen daraufhin zahllose Nachrichten mit Genesungswünschen. Etwa eine Stunde später machte der Sänger öffentlich, dass es sich nur um einen Scherz gehandelt habe, mit dem er das „Bewusstsein“ für die Pandemie habe steigern wollen. Der JYJ-Sänger erntete mit der Aktion – auch bei seinen Fans – viel Kritik. „Bitte zeige etwas Respekt. Die Menschen da draußen leiden“, schrieb etwa ein Instagram-Nutzer.

Aprilscherz auf Instagram gelöscht

Ein anderer Nutzer schrieb: „Wie kannst du so einen Streich spielen, wenn die Situation gerade so ernst ist?“ Ein Fan reagierte: „Es ist wirklich enttäuschend.“ Kim löschte den Aprilscherz auf seinem Instagram-Account mit knapp zwei Millionen Fans.

In einem anschließenden Beitrag schrieb der K-Pop-Musiker, dass er bloß eine Botschaft überbringen wollte. „Wir sollten uns alle des Risikos bewusst sein“, so Kim weiter. „Ich habe solche Angst, dass es die zweite, die dritte Coronapanik geben könnte, die durch Aktivitäten im Freien und Kontakt in geschlossenen Räumen verursacht wird.“

Der 34-Jährige ist laut BBC bekannt für seine Scherze. In der Vergangenheit gab er etwa während eines Konzerts vor, ohnmächtig zu werden. Ein anderes Mal kündigte er seine Hochzeit an – auch ein Scherz.

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