COV Inland

In Österreich ist die Zahl der bisher bestätigten Coronavirus-Fälle auf 23.124 gestiegen (Stand: heute, 11.00 Uhr). Zwischen gestern, 11.00 Uhr, und heute, 11.00 Uhr wurden 293 neue Fälle bestätigt, wie aus dem amtlichen Dashboard des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Derzeit gibt es 1.824 aktive Fälle.

Im Spital behandelt werden im Moment 104 Personen, 21 davon auf der Intensivstation. Die Zahl der Todesopfer in Zusammenhang mit dem Coronavirus beträgt aktuell 717. Für die Zählung ist die Definition des Epidemiologischen Meldesystems (EMS) ausschlaggebend. Insgesamt wurden 1.009.354 Tests durchgeführt.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Hinweis zur Aktualisierung der Daten

Um die Daten aktuell zu halten, übernimmt ORF.at die Informationen direkt aus dem offiziellen Dashboard des Gesundheitsministeriums. Die aktuellen Fallzahlen im Kopf der Seite werden stündlich aktualisiert, die Verlaufsgrafiken zum Tageswechsel, um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten.

Genaue Informationen zu Definitionen, Herkunft der Daten, Aktualisierung und FAQs finden sich im Infopoint Coronavirus von ORF.at.

Mehr dazu in Daten und Karten und Daten-Updates und Quellen

Inland

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) erteilt der auch von den Grünen erhobenen Forderung, abgelehnte Asylwerberinnen und Asylwerber nach erfolgreichem Lehrabschluss im Land zu behalten, eine Absage. „Wenn ich mir die Arbeitsmarktsituation in Österreich anschaue, habe ich nicht das Gefühl, dass wir zu wenig Menschen haben, die Jobs übernehmen könnten“, richtete Kurz im Interview mit Krone-TV seinem Koalitionspartner aus.

Für Kurz haben beide Krisen, Flüchtlingskrise wie Coronavirus-Krise, zwar inhaltliche Unterschied, doch beide Male habe sich gezeigt, dass man nicht „falsch abbiegen“ dürfe. Weder in die „Willkommenskultur“ der offenen Grenzen noch in einem zu laschen Umgang mit dem Coronavirus.

Der Wiener Ex-FPÖ-Bezirksrats Peter Sidlo dürfte in seiner Zeit als Vorstand der Casinos Austria vertrauliche Gesetzesentwürfe von einer FPÖ-Informantin erhalten haben. Eine frühere Mitarbeiterin des damaligen FPÖ-Finanzstaatssekretärs Hubert Fuchs habe ihm Ministeriumspapiere zum Glücksspielgesetz (GSpG) auf seine Bitte hin zukommen lassen, berichtete das „profil“.

Das gehe aus Handy- und E-Mail-Auswertungen der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hervor. So habe Sidlo laut einem Handyprotokoll am 2. Juli 2019 geschrieben: „bitte vergiss nicht auf mich und den Gesetzesentwurf zum GSpG“. Sie solle den Entwurf an seine private E-Mail-Adresse schicken, hieß es laut dem Magazin weiter.

Vermerk: „Diskussions- und Änderungsbedarf“

Rund eine Woche später habe die Frau von einer FPÖ-E-Mail-Adresse aus als ‚vertraulich‘ gekennzeichnete Materialien eines Gesetzesentwurfs zum Glücksspielgesetz mit Stand 29. April 2019 an Sidlo geschickt mit dem Vermerk, es gebe noch „einigen Diskussions- und Änderungsbedarf“, und der Bitte, „den Entwurf vertraulich zu behandeln“, schreibt das „profil“. Von Sidlo oder der Frau habe das Magazin auf Anfrage keine Stellungnahmen erhalten.

Sidlo wurde im Frühling 2019 Finanzvorstand der Casinos Austria. Noch im selben Jahr kam jedoch ein Skandal um mutmaßlichen Postenschacher rund um seine Person auf. Nun gibt es Ermittlungen, ob es hinter seiner Bestellung einen Deal zwischen dem damaligen Casinos-Miteigentümer Novomatic und der FPÖ gab, wonach für die Installierung Sidlos Glücksspiellizenzen für die Novomatic herausschauen hätten sollen. Das streiten alle Involvierten ab, es gilt die Unschuldsvermutung.

Die SPÖ bezweifelt, dass Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) seine Ankündigung für ein Hilfspaket für die Krankenkassen bald umsetzen kann. „Wie sich Anschober vorstellt, dass es im September schon eine Lösung geben wird, nachdem er so lange nicht aktiv wurde, ist schleierhaft“, sagte SPÖ-Gesundheitssprecher Philip Kucher heute in einer Aussendung.

„Es ist schön, wenn der Gesundheitsminister sagt, dass es zu keinen Leistungskürzungen kommen wird, aber Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) hat das Geld in der Hand. Und der hält sich bedeckt“, meinte Kucher. Er unterstellte der ÖVP, kein Interesse an einer Sicherung des öffentlichen Gesundheitswesen zu haben.

Dass laut Gebarungsvorschau der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) im „Worst Case“ ein Defizit von 3,1 Milliarden Euro kumuliert in den nächsten fünf Jahren droht, ist für Kucher „ein Alarmsignal“. Er fordert eine Rettung des Gesundheitssystems mit einer Leistungsharmonisierung nach oben.

Mehrere hundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) sollen bald schon für ein paar Jahre umziehen – und zwar in ein Haus, das der Wiener Wirtschaftskammer nahesteht, berichtet die „Kronen Zeitung“. Kritik daran kommt von der SPÖ.

Mehr dazu in wien.ORF.at

Nachdem die Bundesregierung vergangene Woche als Soforthilfe eine Million Euro zur Linderung der Folgen der Explosionskatastrophe im Libanon zugesagt hatte, hat Österreich nun weitere 900.000 Euro Hilfe angekündigt. Das Geld soll für die Wiederherstellung der Wasserversorgung und Unterstützung im medizinischen Bereich, unter anderem Medikamente und Covid-19-Materialien, an sechs Spitäler in Beirut fließen.

„Die Katastrophe im Libanon hat fürchterliches Leid bei der Bevölkerung verursacht. Wir sehen es als unsere Verantwortung, rasch und gezielt zu helfen“, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in einer Stellungnahme. „Deshalb haben wir uns entschieden, weitere 900.000 Euro als Soforthilfe über die Austrian Development Agency zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus sind weitere gezielte Hilfen in Planung.“

Die gesamt 1,9 Millionen Euro Soforthilfe sollen damit der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC), dem Internationalen Komitees des Roten Kreuzes (IKRK) und erfahrenen österreichischen Hilfsorganisationen, die bereits mit Hilfe an Ort und Stelle begonnen haben, für die Versorgung und Unterbringung der Tausenden Verletzten und obdachlos gewordenen Bewohnerinnen und Bewohner Beiruts sowie deren medizinischer Versorgung eingesetzt werden.

Hygienepakete zur Verfügung gestellt

Zudem werden den Betroffenen 1.000 Hygienepakete zur Verfügung gestellt. Die verbliebenen intakten Gesundheitseinrichtungen im Libanon haben ihre Kapazitätsgrenzen erreicht, weshalb ein Hilfsersuchen an die Europäische Kommission ergangen ist.

„Das Innenministerium als verantwortliches Ressort für die internationale Katastrophenhilfe hat unverzüglich auf dieses Hilfsersuchen reagiert“, teilte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) mit. Über den Katastrophenhilfemechanismus der Europäischen Union wurden die Hygienepakete angeboten, mit denen insgesamt 5.000 Personen mit Gütern des täglichen Bedarfes unterstützt werden können.

Der erste Teil der österreichischen Hygienepakete wird heute Abend gemeinsam mit Hilfsgütern aus Kroatien und Bulgarien von Wien nach Beirut transportiert und den dortigen Behörden übergeben. Weitere Hygienepakete folgen in den kommenden Tagen.

UNO: Hunderttausende auf humanitäre Hilfe angewiesen

Das soll aber nicht die einzige Hilfe der Bundesregierung bleiben, kündigte ÖVP-Außenminister Alexander Schallenberg an: „Zwei weitere Millionen Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds für den Libanon und Jordanien sind in Planung um laufende Projekte von österreichischen NGOs in der Flüchtlingsbetreuung in den beiden Ländern zu verlängern.“ Auch diese Hilfe solle „schnellstmöglich auf den Weg“ gebracht werden.

Österreich hat in den vergangenen Jahren insgesamt rund 150 Millionen Euro für Hilfe in der Region ausgegeben, zehn Millionen Euro für den Libanon. Das Land beherbergt mehr als eine Millionen syrische Flüchtlinge.

Am 4. August waren 3.000 Tonnen giftiger Chemikalien in einer Lagerhalle im Hafen von Beirut explodiert. Die Ermittlungen zur Ursache laufen noch. Offenbar wurden die Chemikalien aber nicht ausreichend geschützt gelagert. Mindestens 171 Menschen kamen uns Leben, mehr als 6.000 wurden verletzt. Viele Menschen verloren Wohnung und Arbeitsplatz. Nach UNO-Schätzung sind 300.000 Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. 100.000 Menschen seien arbeitslos geworden. Die UNO forderte 565 Millionen Dollar (478 Millionen Euro) an Hilfen für den Libanon.

Ausland

Das Königreich Bahrain hat den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) zu deren Abkommen mit Israel gratuliert. Das Abkommen über die Normalisierung der Beziehungen sei ein „historischer Schritt des Friedens“, erklärte der bahrainische König Hamad bin Isa Al Chalifa der staatlichen Nachrichtenagentur BNA zufolge heute.

Es werde den Nahen Osten stabilisieren und für Sicherheit, Fortschritt und Wohlstand der Menschen in der Region sorgen. Er habe Scheich Mohammed bin Sajid Al Nahjan, dem faktischen Herrscher der Emirate, in einem Telefonat persönlich gratuliert.

Die Emirate wollen als drittes arabisches Land nach Ägypten und Jordanien diplomatische Beziehungen zu Israel aufnehmen. Darauf hatten sich die beiden Länder in einem am Donnerstag verkündeten Abkommen geeinigt. Im Gegenzug will Israel die Annektierung von Gebieten im besetzten Westjordanland vorerst aussetzen, das die Palästinenser für einen eigenen Staat beanspruchen. Das Abkommen bewahre die Zweistaatenlösung zwischen Israel und den Palästinensern, teilte Bahrains König Hamad mit.

Iranische Zeitung: Emirate als „legitimes Ziel“

Nach der Annäherung erklärte eine ultrakonservative iranische Zeitung die Emirate zum „legitimen Ziel“ für proiranische Kämpfer. Der „schwere Verrat der Vereinigten Arabischen Emirate am palästinensischen Volk“ und die Unterzeichnung einer Vereinbarung zur Normalisierung der Beziehungen mit Israel werde das Land „zu einem legitimen und leichten Ziel für den Widerstand machen“, hieß es in einem Leitartikel der Zeitung „Kajhan“. Die iranische Führung hatte die Annäherung zuvor als „strategische Dummheit“ bezeichnet.

US-Außenminister Mike Pompeo und der polnische Verteidigungsminister Mariusz Blaszczak haben einen Vertrag über die Entsendung von 1.000 zusätzlichen US-Soldaten nach Polen unterzeichnet. Als Ergebnis werde es in Polen künftig nicht nur mehr Soldaten und mehr Infrastruktur der US-Armee geben, sagte Polens Präsident Andrzej Duda heute in Warschau. „Es wird auch die Garantie verstärkt, dass unsere Soldaten im Fall jeder Gefahr – ob das nun eine Bedrohung für Polen oder für die USA ist – Schulter an Schulter stehen werden.“

Der Vertrag sieht auch die Verlegung eines Teils des Hauptquartiers des V. Korps der US-Armee aus Fort Knox im US-Bundesstaat Kentucky nach Polen vor. Jeweils 200 Angehörige sollen im Rotationsprinzip einen Vorposten in dem Land besetzen. Weitere Details aus dem Abkommen sind bisher nicht bekannt.

Derzeit sind gut 4.500 US-Soldaten in Polen stationiert. Eine ständige Militärbasis gibt es aber nicht. Die nationalkonservative PiS-Regierung in Warschau möchte seit Langem mehr US-Truppen in ihrem Land haben – vor allem zur Abschreckung Russlands. Moskau kritisiert die aus russischer Sicht hohe NATO-Präsenz im Osten Europas und an seinen Grenzen.

Der Iran hat die Entscheidung des UNO-Sicherheitsrat begrüßt, das Waffenembargo gegen das Land nicht zu verlängern. „Noch nie in der 75-jährigen Geschichte der Vereinten Nationen war Amerika so isoliert“, schrieb Außenministeriumssprecher Abbas Mussawi heute auf dem Kurzmitteilungsdienst Twitter.

Trotz vieler Reisen von Außenminister Mike Pompeo, trotz „Drucks und Klinkenputzens“ hätten die USA lediglich ein „kleines Land“ mobilisieren können, mit ihnen zu stimmen, schrieb Mussawi. Laut dem iranischen Staatsfernsehen stimmte neben den USA nur die Dominikanische Republik für die Verlängerung des Embargos.

Nur zwei der 15 Mitglieder des Sicherheitsrats hatten gestern für einen Resolutionsentwurf der US-Regierung gestimmt, der eine Verlängerung des UNO-Waffenembargos gegen Teheran vorsah. Die USA reagierten verärgert. Diplomatinnen und Diplomaten rechnen nun mit einer neuen Verschärfung des Konflikts um das Atomabkommen mit dem Iran.

USA wollen zeitlich unbegrenzte Verlängerung

Eine nach der Einigung auf das internationale Atomabkommen mit dem Iran im Jahr 2015 verabschiedete UNO-Resolution sieht vor, dass ein Embargo für den Verkauf konventioneller Waffen an Teheran im Oktober ausläuft. Die USA, die im Mai 2018 einseitig aus dem Atomabkommen ausgestiegen waren, wollten im Sicherheitsrat eine Verlängerung des Embargos erreichen.

Der gestern von den USA zur Abstimmung gestellte Resolutionsentwurf sah eine zeitlich unbegrenzte Verlängerung des Waffenembargos vor. Nach Einschätzung von Diplomatinnen und Diplomaten könnte das das endgültige Aus für das Abkommen bedeuten.

Russland und China stimmten gegen die Resolution. Elf Sicherheitsratsmitglieder, darunter auch Deutschland, Frankreich und Großbritannien, enthielten sich.

Die afghanische Frauenrechtlerin Fausia Kufi ist bei einem Mordanschlag verletzt worden. Kufi gehört auch zur Delegation der Regierung für die geplanten Friedensgespräche mit den Taliban. Sie sei bei dem Attentat gestern am Arm verwundet worden, hieß es auf ihrer offiziellen Facebook-Seite.

Der Anschlag geschah auf einer Schnellstraße nördlich der Hauptstadt Kabul. Zunächst bekannte sich niemand zu der Attacke. Präsident Ashraf Ghani verurteilte die Tat auf das Schärfste, wie Regierungssprecher Sedik Sedikki heute auf dem Kurzmitteilungsdienst Twitter mitteilte.

Die afghanische Regierung und die militant-islamistischen Taliban planen derzeit Friedensgespräche. Die direkten Verhandlungen sollen beginnen, sobald ein Gefangenentausch abgeschlossen ist.

Immer wieder Anschläge auf Menschenrechtler

Bereits in den vergangenen Monaten gab es gezielte Anschläge auf Vertreterinnen und Vertreter von Menschenrechtsorganisationen und religiöse Vereinigungen. Expertinnen und Experten sehen dahinter den Versuch, Afghanistans Zivilgesellschaft vor geplanten Friedensgesprächen einzuschüchtern und zu schwächen.

Die USA hatten mit den Taliban am 29. Februar in Doha ein Abkommen unterzeichnet, das einen Abzug der internationalen Truppen vorsieht. Im Gegenzug sollen die Taliban garantieren, dass von Afghanistan keine Terrorgefahr mehr ausgeht. Das Abkommen verpflichtet die Taliban auch zu innerafghanischen Friedensgesprächen. Dafür war ein Gefangenenaustausch zur Vertrauensbildung vereinbart worden.

Japan hat zum 75. Jahrestag der Kapitulation des Landes im Zweiten Weltkrieg der etwa 3,1 Millionen gefallenen Soldaten und zivilen Opfer gedacht. Kaiser Naruhito, der erste nach dem Krieg geborene Monarch Japans, sprach bei einer zentralen Gedenkzeremonie in Tokio heute von „tiefer Reue“ bezüglich des Zweiten Weltkriegs und drückte seine Hoffnung aus, dass sich Krieg nie wiederholen möge.

Laut Medien pilgerten zuvor vier Mitglieder der Regierung des rechtskonservativen Ministerpräsidenten Shinzo Abe in den umstrittenen Yasukuni-Schrein, wo der Seelen von in Kriegen für das Kaiserreich Gestorbenen gedacht wird – darunter auch die von 14 hingerichteten Kriegsverbrechern. Abe selbst sah aus Rücksicht auf China und Südkorea von einem Besuch ab, sandte aber eine Opfergabe.

Spannungen mit China und Südkorea

Abe hatte den Schrein zuletzt im Dezember 2013 besucht und damit scharfe Kritik ausgelöst. Seither hat es der Ministerpräsident bei Opfergaben belassen. Besuche japanischer Politiker und Opfergaben im Yasukuni-Schrein in Tokio lösten in der Vergangenheit immer wieder Spannungen mit China sowie Südkorea aus, gegen die Japans Aggressionen im Zweiten Weltkrieg gerichtet waren.

In seiner Rede bei der wegen der Coronavirus-Pandemie drastisch verkleinerten Gedenkzeremonie sagte Abe: „Wir werden nie vergessen, dass der Frieden und Wohlstand, den wir heute genießen, auf den ultimativen Opfern der Kriegstoten beruht.“

Auf Japans Aggressionskrieg ging Abe wie bereits in den Vorjahren jedoch nicht ein. Der Rechtskonservative will die pazifistische Nachkriegsverfassung reformieren. Er vertritt die Ansicht, dass die Verfassung nicht der einer unabhängigen Nation entspreche, da sie Japan 1946 von der Besatzungsmacht USA aufgezwungen worden sei.

COV Ausland

Wegen wieder steigender Coronavirus-Infektionen hat Südkorea die Kontaktbeschränkungen in der Hauptstadt Seoul erneut verschärft. Seit heute gelten wieder striktere Beschränkungen für Versammlungen. Sportveranstaltungen werden erneut ohne Zuschauerinnen und Zuschauer ausgetragen.

Südkorea stehe an einem „entscheidenden Punkt“ im Kampf gegen das Virus, sagte Regierungschef Chung Sye Kyun. Das Land, das lange als Vorbild bei der Pandemiebekämpfung galt, meldete 166 Neuansteckungen, die höchste Zahl seit März. Die meisten der neuen Fälle kommen aus der Region rund um die Hauptstadt. Dort lebt rund die Hälfte der 51 Millionen Einwohner Südkoreas.

Südkorea hatte das Coronavirus durch ein entschlossenes Test- und Kontaktnachverfolgungsprogramm früh weitestgehend unter Kontrolle gebracht. Das Land verhängte dabei nie solch strenge Ausgangssperren wie manche europäischen Länder.

Demonstration gegen Präsident Moon in Seoul

Ungeachtet dessen gingen in der Hauptstadt Tausende Menschen auf die Straße, um gegen Präsident Moon Jae In zu demonstrieren. Die Proteste richteten sich unter anderem gegen Moons Immobilienpolitik und eine Reihe von Sexskandalen, in die Mitglieder seiner Regierung verwickelt waren. Die Demonstrationen fielen zudem mit den Feierlichkeiten zum Ende der japanischen Kolonialherrschaft 1945 zusammen.

Touristinnen und Touristen müssen bei der Einreise nach Dänemark künftig nicht mehr nachweisen, dass sie mindestens sechs Übernachtungen im Land gebucht haben. Die Regierung und die Parlamentsparteien einigten sich gestern nach stundenlangen Verhandlungen darauf, die in der Coronavirus-Krise eingeführte Sechstageregel abzuschaffen.

Wie aus einer am späten Abend veröffentlichten Vereinbarung hervorgeht, wird die maximale Teilnehmerzahl für Versammlungen weiter bei 100 belassen. Über eine mögliche Lockerung solle im September neu diskutiert werden. Restaurants, Bars und Cafes dürfen statt bis Mitternacht jetzt bis 2.00 Uhr öffnen, Nachtclubs und Diskotheken bleiben bis Ende Oktober weiter geschlossen.

Dänemark hatte im März zu Beginn der Coronavirus-Krise strikte Maßnahmen ergriffen und die Ausbreitung des Virus damit vergleichsweise schnell unter Kontrolle bekommen. Seit einigen Wochen mehren sich die Infektionsfälle aber wieder, unter anderem durch lokale Ausbrüche in der zweitgrößten Stadt Aarhus sowie bei einem Schlachtbetrieb in Ringsted.

Österreichische Touristinnen und Touristen dürfen seit Mitte Juni wieder nach Dänemark einreisen. Sie und Reisende aus mehreren anderen europäischen Ländern mussten bisher jedoch sechs Übernachtungen etwa in einem Hotel oder auf einem Campingplatz vorweisen, um ins Land gelassen zu werden. Einwohnerinnen und Einwohner des benachbarten deutschen Bundeslandes Schleswig-Holsteins waren von dieser Regel ausgenommen.

Die Urlaubsländer Spanien, Kroatien, Italien und Griechenland fahren das Nachtleben drastisch herunter. Diskotheken, Clubs und Bars dürfen nur noch eingeschränkt offen haben oder müssen überhaupt zubleiben. Grund dafür sind steigende Coronavirus-Fallzahlen.

Lesen Sie mehr …

In Russland sind binnen 24 Stunden weitere 5.061 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damit stieg die Gesamtzahl auf 917.884. Das ist das vierthöchste Niveau weltweit. Die Zahl der Toten, die mit dem Coronavirus in Verbindung gebracht werden, kletterte heute auf 15.617.

Unterdessen wurde mit der Produktion des neuen russischen Impfstoffs gegen das Coronavirus begonnen, wie die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das Gesundheitsministerium meldete.

Nach früheren offiziellen Angaben soll der Impfstoff als weltweit erster überhaupt bis zum Monatsende auf den Markt gebracht werden. Manche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler befürchten, dass die Regierung in Moskau dabei auf Schnelligkeit vor Sicherheit setzt.

Wirtschaft

Der Chef der Staatsholding ÖBAG, Thomas Schmid, soll einem Vertrauten von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) einen Posten bei den Bundesforsten verschafft haben. Wie das „profil“ berichtete, habe er die Besetzung von Immobilienunternehmer Georg Spiegelfeld, der im März 2018 auf Vorschlag des Finanzministeriums in den Aufsichtsrat der Bundesforste gewählt wurde, veranlasst.

Das Magazin stützt sich auf Auswertungen von Handydaten der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA). Laut dem Bericht habe Schmid im Jänner 2018 mit PR-Beraterin Gabriela Spiegelfeld, der Frau von Georg Spiegelfeld, kommuniziert und geschrieben: „Bitte sag Axel und Co Georg muss BMF Kandidat für Bundesforste sein Bussi“. Spiegelfeld antwortete: „Habs Axel grad geschrieben. Seb auch??????“. Schmid darauf: „Ja bitte“. Und weiter: „Ich werde das nämlich jetzt dann veranlassen“.

Anwalt: „Persönliche und fachliche Kriterien berücksichtigt“

Schmids Anwalt Thomas Kralik sagte gegenüber dem „profil“: „Bei der Kandidatenauswahl wurden persönliche und fachliche Qualitätskriterien umfassend berücksichtigt.“ Auch Georg Spiegelfeld betonte laut dem Bericht, dass Immobilien ein großer Umsatzbereich der Bundesforste seien und er in diesem Bereich seit mehr als 40 Jahren tätig sei.

Wer mit „Axel“ und „Seb“ gemeint ist, bleibt laut „profil“ unklar. ÖVP-Generalsekretär Axel Melchior sowie ein Sprecher von Sebastian Kurz sprachen laut dem Magazin von einem Skandalisierungsversuch.

Weiters soll sich Schmid schon vor seiner offiziellen Besetzung als ÖBAG-Chef für das Recruiting der unteren Ebenen der Staatsholding interessiert haben, wie aus einer Meldung auf einer Whistleblower-Website der WKStA hervorgehe. In der Schilderung heißt es, dass Schmid bereits im Jänner 2019 bei Bewerbungsgesprächen persönlich anwesend gewesen sei. Der Vorstandsposten der ÖBAG sei jedoch erst am 21. Februar ausgeschrieben worden, schreibt das Magazin.

Vonseiten des Schmid-Anwalts Kralik heißt es dazu: „Als der für das Beteiligungsmanagement mitzuständige Kabinettschef beziehungsweise Generalsekretär im Finanzministerium war mein Mandant gemeinsam mit der zuständigen Fachabteilung und der ÖBIB in die Vorbereitung der Neuaufstellung der Staatsholding nach internationalen Standards involviert.“

Totalausfälle beim Waldhonig, aber ein gutes Blütenhonigjahr melden die steirischen Imkerinnen und Imker. Die Wetterkapriolen haben die rund 4.400 Imker und Imkerinnen sehr gefordert. Da es nur vereinzelt gute Ernte beim Waldhonig gab, gehört dieser nun zur Mangelware.

Mehr dazu in steiermark.ORF.at

Der amerikanische Pharmagroßhändler McKesson soll den künftigen Coronavirus-Impfstoff in den USA zentral vertreiben. Die US-Gesundheitsbehörde Health and Human Services (HHS) teilte gestern mit, McKesson den entsprechenden Auftrag nach einem Bieterverfahren erteilt zu haben.

Damit solle ein zügiger Vertrieb des Impfstoffs sichergestellt werden, sobald die zuständige Behörde Food and Drug Administration (FDA) grünes Licht für dessen Zulassung gebe, hieß es weiter. McKesson ist der größte Vertreiber von Grippeimpfstoffen in den USA.

An der Wall Street kamen die Nachrichten gut an. Die McKesson-Aktie legte in einem negativen Börsenumfeld rasch um rund vier Prozent zu.

IT

US-Präsident Donald Trump hat den Druck auf die Video-App TikTok und ihren chinesischen Mutterkonzern ByteDance weiter erhöht. Trump ordnete in der Nacht auf heute unter anderem an, dass ByteDance sich binnen drei Monaten von allen Daten von Nutzerinnen und Nutzern in den Vereinigten Staaten trennen müsse. Auch dürfe ByteDance in den USA kein Eigentum mehr besitzen, das für den Betrieb von TikTok genutzt werde.

Trump hatte bereits unter Verweis auf die Datensicherheit Geschäfte von US-Amerikanerinnen und Amerikanern mit TikTok untersagt, den Vollzug der Verfügung allerdings bis Mitte September ausgesetzt. Wenn sie greift, würde das bereits das Ende der App in den USA bedeuten. Mit den neuen Maßnahmen nimmt der US-Präsident ByteDance noch einmal stärker wirtschaftlich in die Zange. Microsoft verhandelt gerade mit ByteDance über die Übernahme des TikTok-Geschäfts in den USA und mehreren weiteren Ländern.

Bei seiner neuen Verfügung nahm Trump formell den Kauf der App Musical.ly durch ByteDance ins Visier, aus der später TikTok hervorging. Der Präsident untersagte die 2017 vollzogene Transaktion.

Sport

Einen Monat nach der Formel 1 steigt in Spielberg das nächste GP-Doppel. Dieses und nächstes Wochenende werden diesmal die Motorradstars in der Steiermark auf Tempojagd gehen. In der Königsklasse MotoGP führt nach drei Rennen der französische Yamaha-Pilot Fabio Quartararo, doch KTM kommt erstmals als Mitfavorit zum großen Heimspiel.

Lesen Sie mehr …

Lukas Weißhaidinger hat sich nach Verschiebung der Olympischen Spiele, Absage der EM und Streichung des Diskus-Bewerbs aus der Diamond League heuer auf nationale Starts beschränkt. Bei den Leichtathletik-Staatsmeisterschaften am Wochenende in der Südstadt absolviert der WM-Dritte sein Saisonfinale. Die Siebenkampf-WM-Dritte Verena Preiner tritt im restlichen Jahr nur in Einzelbewerben an.

Lesen Sie mehr …

Matthias Schwab hat den ersten Schritt zu einer möglichen Tourkarte 2021 auf der PGA-Tour erledigt. Der Steirer beendete gestern die ersten beiden Runden der Wyndham Championship in Greensboro mit vier unter Par und schaffte damit den Cut. Sepp Straka kam hingegen beim letzten Turnier der PGA-Saison nicht auf Touren.

Lesen Sie mehr …

Chronik

Eine Beamtin der Justizanstalt Feldkirch in Vorarlberg soll einen USB-Stick mit vertraulichen und brisanten Daten außerhalb der Gefängnismauern verloren haben. Das berichtete die „Kronen Zeitung“ (Samstag-Ausgabe), der die Sache zugetragen worden sei.

Mehr dazu in vorarlberg.ORF.at

Ein E-Scooter-Fahrer ist gestern in der Niederhofstraße in Wien-Meidling bei der Kollision mit einem Pkw verletzt worden. Der Mann hätte eigentlich gar nicht auf dieser Straße fahren dürfen. Er wurde laut Wiener Berufsrettung schwer verletzt.

Mehr dazu in wien.ORF.at

Die Polizei hat gestern Abend und in der Nacht die burgenländische „Roadrunner“-Szene ins Visier genommen. Das sind meist technisch umgebaute Autos, die durch ihre Optik, Geräusche und Schnelligkeit besonders auffallen. Dabei kam es zu einem Zwischenfall. Ein Polizist wurde bei einer Kontrolle von einem „Roadrunner“ angefahren und 300 Meter mitgenommen.

Mehr dazu in burgenland.ORF.at

Ein Angler ist in Australien durch einen Fisch getötet worden, der aus dem Wasser in sein Boot gesprungen war. Der 56-Jährige war mit seiner Familie und Freunden auf einem Angelausflug in der Bucht von Darwin Harbour, als er von einem großen Fisch an der Brust getroffen wurde, wie die Polizei der Region Northern Territory heute berichtete.

Die Angler brachten den Mann rasch ans Ufer, wo er trotz einer Herzdruckmassage durch Sanitäter starb. Es handle sich um einen „außergewöhnlichen Unfall“, die Familie und die anderen Insassen des Bootes stünden unter Schock, erklärte die Polizei. Um welche Art Fisch es sich bei dem betroffenen Tier handelte, ist bisher unklar.

Bei einem ähnlichen Vorfall im Jahr 2018 hatte eine Frau knapp überlebt, nachdem ihr beim Angeln von einer springenden Makrele der Hals aufgeschlitzt worden war.

Religion

Im Zeichen von Festgottesdiensten steht der heutige Samstag, 15. August. Das „Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel“, volkstümlich „Mariä Himmelfahrt“ genannt, wird gefeiert. Eine Besonderheit sind in Österreich die traditionellen Schiffsprozessionen auf dem Wörther- und Bodensee, zu denen Tausende Gläubige erwartet werden.

Mehr dazu in religion.ORF.at

Science

Das allmähliche Abschmelzen der Eisdecke auf Grönland ist einer Studie zufolge wahrscheinlich nicht mehr aufzuhalten. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler der Ohio State University in einer Untersuchung, die in der Fachzeitschrift „Nature Communications Earth & Environment“ veröffentlicht wurde.

Die Fachleute werteten Daten zu 234 Gletschern in der Arktis aus. Die Erhebung umfasst 34 Jahre bis zum Jahr 2018. Ihrem Fazit zufolge dürfte der alljährliche Schneefall im Winter nicht ausreichen, um die Auswirkungen der Schneeschmelze im Sommer wettzumachen.

Eisschmelze in Grönland
Reuters/Lucas Jackson

Warnung vor Anstieg der Weltmeere

Die Regierungen in aller Welt müssten sich nun auf den weiteren Anstieg der Weltmeere vorbereiten, heißt es. Bisher wird der Zuwachs auf durchschnittlich rund einen Millimeter pro Jahr geschätzt. Sollten Grönlands gesamte Eismassen abschmelzen, beliefe sich der Anstieg auf insgesamt etwa sechs Meter. Das würde zur Überschwemmung vieler Küstenstädte in aller Welt führen.

Diese Entwicklung würde allerdings Jahrzehnte dauern. Die Schneeschmelze in der Arktis weckt auch geostrategische und wirtschaftliche Begehrlichkeiten. So öffnen sich neue Handelsrouten für den Schiffsverkehr sowie neue Möglichkeiten der Förderung fossiler Brennstoffe und anderer Bodenschätze. Besonderes Interesse zeigen die USA.

Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) untersucht mit einem neuen Modell die Auswirkungen von Bau- und Begrünungsmaßnahmen auf die Hitze in Städten. Damit können erstmals gesamte Großstädte wie Wien in einer Auflösung von zehn Metern analysiert werden.

Mehr dazu in wien.ORF.at

Kultur

Trachtentragen ist nicht mehr unbedingt regionaler Identitätsausweis. Das belegen die in Städten um sich greifenden Oktoberfeste und „Wiesn“. In Salzburg scheint die Kombination Tracht und Kultur im Gencode der Festspiele verankert zu sein, träumte doch schon Hofmannsthal von der engen Bindung zwischen Landschaft und Literatur. So war es in Salzburg auch kein Widerspruch, dass der Weg zur Internationalisierung Mitte der 1930er Jahre zugleich den Höhepunkt des Trachtenkults markierte – und auch eine Marlene Dietrich bei ihrem Festspielauftritt eine Tracht Salzburg abbekam.

Mehr dazu in orf.at/salzburgerfestspiele

In Wien-Favoriten ist in den nächsten Wochen die Kunstinstallation „thishousebylines“ zu sehen. Dabei werden an unterschiedlichen Orten meterlange Papierbahnen aufgespannt. Auf denen soll dann gezeichnet werden. Die erste Installation hängt im Sonnwendviertel.

Mehr dazu in wien.ORF.at

Leute

Country-Legende Dolly Parton („I Will Always Love You“) hat sich zu den Zielen der „Black Lives Matter“-Bewegung in den USA bekannt. „Ich verstehe, dass Menschen sich mitteilen wollen, gefühlt und gesehen werden wollen“, sagte Parton in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit dem US-Magazin „Billboard“.

Dolly Parton
APA/AFP/Getty Images/John Lamparski

„Und natürlich sind schwarze Leben wichtig. Denken wir, dass unsere kleinen weißen Ärsche die einzigen sind, die etwas gelten? Nein!“ Parton ist in den USA ein von vielen Bevölkerungs- und Altersgruppen geliebter Superstar, äußert sich aber selten politisch.

2018 hatte sie ihr Dinnertheater „Dixie Stampede“ in „Dolly Parton’s Stampede“ umbenannt, weil der Begriff „Dixie“ für die US-Südstaaten zunehmend als die Sklaverei verherrlichend verstanden wird. „Sobald du erkennst, dass etwas ein Problem ist, solltest du es ausbessern. Sei kein Idiot. Mir würde es im Traum nicht einfallen, jemanden mit Absicht zu verletzen“, sagte sie „Billboard“ dazu.