COV Inland

Die tatsächlichen Verkaufspreise der ab 25. Jänner im Handel verpflichtend auch von Kunden zu tragenden FFP2-Masken sind noch offen. Die Regierung kündigte an, dass diese von den Ketten zum Selbstkostenpreis verkauft werden. Vertreter von Spar, Lidl, Hofer und REWE bestätigten das gestern auf APA-Anfrage. Wie hoch der Preis sein wird, ist noch offen. Das hängt von den Beschaffungskosten ab, denn es wird noch bestellt.

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Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, liegt laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bei 128 (Stand: gestern, 14.00 Uhr).

Damit fiel der Wert im Vergleich zum Vortag (131) leicht. Am höchsten ist die Zahl in Salzburg (249) und Kärnten (170), am niedrigsten in Tirol (96) und im Burgenland (108).

Ministerien melden 1.723 Neuinfektionen

Das Gesundheits- und das Innenministerium meldeten 1.267 neu registrierte Coronavirus-Fälle (Stand: gestern, 9.30 Uhr) innerhalb der letzten 24 Stunden. Landesweit starben bisher 7.082 Personen an oder mit Covid-19. Derzeit befinden sich 1.963 Personen aufgrund des Coronavirus in Spitalsbehandlung, davon 328 auf Intensivstationen.

Das Berichtsschema der AGES zeigt die Zahlen vom Vortag – wie die Meldung der Ministerien. Wesentlicher Unterschied zu den Ministeriumsmeldungen: Laborbestätigte Fälle, Tote etc. werden nicht zum Meldezeitpunkt dargestellt, sondern zum Diagnose- bzw. Sterbedatum. In der Darstellung in ORF.at wird auch täglich transparent gemacht, welchen Tagen die neu gemeldeten Fälle zugeordnet werden.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Erklärung für die Umstellung und die neue, genauere Zählweise in ORF.at/corona

Noch vor dem angekündigten Start heute ist es in Wien möglich gewesen, sich auf der Vormerkplattform für die Coronavirus-Impfung zu registrieren. Das Interesse war am Wochenende sehr groß: Bis gestern Nachmittag (Stand: 15.00 Uhr), haben bereits 120.000 Wienerinnen und Wiener ihre Daten hinterlassen.

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Große Aufregung gibt es momentan in der Innviertler Gemeinde Eberschwang (Oberösterreich). Am 5. Jänner wurden dort Bewohner und Mitarbeiter des Pflegeheims geimpft. Wie gestern bekanntwurde, ließen sich dabei aber auch der Bürgermeister von Eberschwang und zwei Vizebürgermeister impfen.

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COV Ausland

Die Slowakei verschärft im Kampf gegen die CoV-Pandemie ihre Ausgangsbeschränkungen. Wie der populistisch-konservative Ministerpräsident Igor Matovic gestern Abend nach einer Sondersitzung der Regierung bekannt gab, werden schon ab heute wieder Massentests im ganzen Land durchgeführt. Danach werde auch der Weg zur Arbeit nur mehr mit einem negativen Test erlaubt sein. Bisher zählte der Weg zur Arbeit zu den wichtigsten Ausnahmen von einem grundsätzlichen Verbot, die eigene Wohnung zu verlassen.

Gesundheitsminister Marek Krajci konkretisierte, die „freiwillige“ Testmöglichkeit werde bis 26. Januar bestehen. Die Verschärfung der Ausgangsbeschränkungen für Personen ohne negativen Corona-Test trete ab dem 27. Januar in Kraft und gelte vorerst bis 7. Februar.

Die Ärztekammer und andere Gesundheitsorganisationen hatten wie der nun offenbar unterlegene Teil der Koalition kritisiert, durch landesweite Tests an größtenteils gesunden Menschen würden Kapazitäten des kurz vor dem Kollaps stehenden Gesundheitssystems ineffizient eingesetzt. Besser wäre es, nur Risikogruppen und Hotspots zu testen, sich dafür aber stärker auf die Vorbereitung von Impfungen zu konzentrieren.

Kurz vor dem nächsten deutschen CoV-Krisengipfel hat der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ein einheitlicheres Vorgehen in Europa gefordert und Grenzkontrollen ins Spiel gebracht. „Am besten wäre eine einheitliche europäische Strategie in der Corona-Bekämpfung“, sagte Söder der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Montag-Ausgabe). „Sollte dies weiter nicht gelingen, wären Grenzkontrollen sinnvoll.“ Das habe schon im Frühjahr effektiv geholfen.

„Es dauert ja auch nicht ewig. Wenn mehr Impfstoff da ist, kann sich die Situation rasch verbessern“, fügte Söder hinzu. Söder sagte, eine Bilanz der Impfkampagne könne erst nach einem halben Jahr gezogen werden, „aber noch gibt es bei den Bürgern mehr Fragen als Antworten“. Unabhängig von einer detaillierten Bewertung der Impfstrategie sei es bei der Beschaffung der Vakzine offenbar zu Fehleinschätzungen gekommen.

Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der deutschen Bundesländer beraten morgen erneut über die Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Mehrere Spitzenpolitiker in Bund und Ländern sprachen sich am Wochenende für eine Verschärfung der geltenden Schutzmaßnahmen aus.

Die Nationale Behörde für Gesundheitsüberwachung in Brasilien, Anvisa, hat den CoV-Impfstoffen von Sinovac und AstraZeneca jeweils eine Notfallzulassung erteilt. Fünf Direktoren stimmten in einer live übertragenen, fünf Stunden dauernden Sitzung gestern geschlossen dafür.

Von dem Impfstoff Coronavac des chinesischen Unternehmens Sinovac, mit dem die Regierung des Bundesstaates Sao Paulo ein Abkommen hat, sind sechs Millionen Dosen verfügbar. Ein Versuch der brasilianischen Regierung, zwei Millionen Dosen des Impfstoffs von AstraZeneca aus Indien zu holen, war am Freitag gescheitert.

Schwer von Pandemie getroffen

Brasilien, ein Staat mit 210 Millionen Einwohnern, ist eines der am härtesten von der Pandemie betroffenen Länder. Bisher haben sich in dem größten Land Lateinamerikas rund 8,5 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Mehr als 209.000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Wegen der enormen Zunahme von Krankenhausaufenthalten im Zusammenhang mit Covid-19 brach zuletzt das Gesundheitssystem in der Amazonas-Metropole Manaus zusammen.

Nachdem Staatspräsident Jair Bolsonaro das Coronavirus zuerst verharmlost hatte, zieht er mittlerweile zwar auch eine Impfung in Zweifel. So hat er sich mehrmals abfällig über den chinesischen Impfstoff geäußert. Aber er steht mit dem Gouverneur des Bundesstaates Sao Paulo, Joao Doria, dennoch in Konkurrenz um das erste Foto einer Impfung in Brasilien.

Beim Impfen von Millionen von Menschen innerhalb weniger Wochen setzt man in Großbritannien zum Teil auf ungewöhnliche Kulissen. Am Wochenende wurden Hunderte in der mehr als 800 Jahre alten, berühmten Kathedrale im südenglischen Salisbury zu den Klängen der Orgel gegen das Coronavirus geimpft. Auch in Lichfield im Norden Englands impften Mediziner in einer Kathedrale, eine weitere soll kommende Woche folgen. In den meisten Regionen finden Gottesdienste derzeit nur online statt, sodass die Gotteshäuser, die teilweise viel Platz bieten, leer stehen.

In der Kathedrale von Salisbury in England werden Menschen geimpft
AP/Steve Parsons

Insgesamt wurden in Großbritannien inzwischen mehr als 3,5 Millionen Menschen gegen das Coronavirus geimpft. „Ich freue mich, dass mehr als die Hälfte aller über 80-Jährigen geimpft worden sind“, twitterte Gesundheitsminister Matt Hancock gestern.

Vulnerable Gruppen sollen bis Mitte Februar geimpft sein

Die Regierung hat sich das ambitionierte Ziel gesetzt, bis Mitte Februar 15 Millionen Menschen – und damit die am meisten gefährdeten Gruppen – zu impfen. Außenminister Dominic Raab bezeichnete das Ziel im BBC-Interview als „große Herausforderung“. Man sei aber zuversichtlich, dieses rechtzeitig zu erreichen.

In der Kathedrale von Salisbury in England werden Menschen geimpft
AP/Steve Parsons

Geimpft wird nicht nur in den großen Impfzentren, die auch auf Sportplätzen oder in Einkaufszentren aufgebaut wurden, sondern parallel dazu auch bei Hausärzten und in Apotheken. Auch 24-Stunden-Impfangebote werden getestet. Neben dem Biontech/Pfizer-Impfstoff, der wie das Moderna-Mittel auch in der EU zugelassen ist, steht Großbritannien mit dem heimischen Vakzin der Universität Oxford und des Pharmakonzerns Astrazeneca ein weiteres Präparat zur Verfügung. Die EU-Zulassung dieses Impfstoffs wird erst Ende Jänner erwartet.

Krankenhäuser an den Kapazitätsgrenzen

Krankenhäuser geraten vor allem in London an die Grenzen ihrer Kapazitäten, teilweise werden Intensivpatienten in andere Städte verlegt. In einer Umfrage der Gewerkschaft GMB unter Beschäftigten im Rettungsdienst gaben drei Viertel der 2.000 Befragten an, an der „Belastungsgrenze“ angekommen zu sein. Offiziellen Angaben zufolge zählte Großbritannien seit Beginn der Pandemie knapp 90.000 Menschen Covid-19-Tote – Schätzungen zufolge sind es jedoch tatsächlich bereits mehr als 100.000.

Inland

Trotz Lockdowns startet heute die Eintragungswoche für drei Volksbegehren. Bis 25. Jänner können nicht nur online, sondern auch auf den Gemeindeämtern bzw. Magistratischen Bezirksämtern ein Tierschutzvolksbegehren, eine Anti-Impfpflicht-Initiative und die Forderung nach Ethikunterricht unterschrieben werden.

Findet ein Volksbegehren mehr als 100.000 Unterstützer, muss es vom Parlament behandelt werden. Die drei aktuellen Initiativen wurden bereits von zumindest 8.401 Wahlberechtigten unterstützt. Das ist Voraussetzung, damit ein Begehren für eine Woche zur Unterschrift aufgelegt wird. Für zwölf weitere Volksbegehren sammeln die Proponenten derzeit die nötigen Unterstützungserklärungen. Auch diese können auf den Gemeindeämtern oder online abgegeben werden.

Teilnahme an Volksbegehren kein Lockdown-Bruch

Einen Verstoß gegen die Lockdown-Regeln muss man beim Gang aufs Gemeindeamt nicht befürchten. Denn eine der Ausnahmen ist das Verlassen des Wohnbereichs zum Zweck des Gebrauchs der direkten Demokratie. Um die Pandemie geht es auch in einer der Initiativen: Eine Gruppe um den ehemaligen Präsidentschaftskandidaten und Christen-Politiker Rudolf Gehring will eine Diskriminierung von Personen, die sich nicht impfen lassen, unterbinden.

Für eine tiergerechte Landwirtschaft und besseren Schutz von Hunden und Katzen setzt sich der ehemalige Liste-Pilz-Politiker Sebastian Bohrn Mena mit seinem Tierschutzvolksbegehren ein. Mit „Ethik für Alle“ fordert u.a. Eytan Reif von der Initiative „Religion ist Privatsache“, dass dieses neue Fach nicht nur als Alternative zum konfessionellen Unterricht angeboten wird.

Ausland

Die Polizei des mittelamerikanischen Staates Guatemala hat gestern mit Tränengas rund 6.000 aus Honduras Geflüchtete zurückgetrieben, die zu Fuß über Mexiko in die USA gelangen wollten. Polizei- und Militäreinheiten umstellten die Geflüchteten in der Nähe von Vado Hondo, um sie aufzuhalten. Als die Geflüchteten sich nicht aufhalten ließen, setzten die Sicherheitskräfte Tränengas ein. Sie trieben die Menschenmenge rund 200 Meter zurück.

Die Polizei des mittelamerikanischen Staates Guatemala treibt rund 6.000 Geflüchtete mit Tränengas zurück
Reuters/Luis Echeverria

Am Freitagabend hatte eine erste Gruppe von aus Honduras Geflüchteten eine Polizeiabsperrung an der Grenze nach Guatemala durchbrochen, am Samstag folgten Tausende weitere Menschen. Die Grenzpolizei verzichtete nach eigenen Angaben darauf, die Menschen gewaltsam aufzuhalten, da unter ihnen viele Familien mit kleinen Kindern waren. Zwar kontrollierten die Beamten die Papiere und verlangten den Nachweis eines negativen Coronavirus-Tests, doch ließen sie schließlich alle durch.

Die Regierung in Guatemala rief die Behörden von Honduras auf, die massive Abwanderung seiner Einwohnerinnen und Einwohner durch präventive Maßnahmen einzudämmen. Die Menschen fliehen nach eigenen Angaben vor Armut und Arbeitslosigkeit sowie der grassierenden Bandengewalt in Honduras.

Der ugandische Oppositionsführer Bobi Wine steht nach Angaben seiner Partei seit der Präsidentschaftswahl unter Hausarrest. Niemand könne Wine besuchen, sagte der Sprecher der Plattform der Nationalen Einheit (NUP), Joel Ssenyonyi, gestern vor Journalisten in Kampala. Die Opposition bezeichnete die am Samstag verkündete Wiederwahl von Präsident Yoweri Museveni als „Maskerade“.

Laut Angaben der Wahlkommission erhielt der seit fast 35 Jahren regierende Museveni bei dem Urnengang vom Donnerstag knapp 59 Prozent der Stimmen, auf den Ex-Sänger Wine entfielen knapp 35 Prozent der Stimmen. Laut einer über Wines Twitter-Konto verbreiteten Kurznachricht haben er und seine Frau seit Donnerstag ihr Haus nicht verlassen, die Lebensmittelvorräte seien aufgebraucht.

Der ugandische Oppositionsführer Bobi Wine
AP/Jerome Delay

Museveni seit 1986 Regierungschef

Soldaten und Polizisten hätten das Haus umstellt, sagte der Parteisprecher. Der Abgeordnete Francis Zaake sei am Freitag ins Krankenhaus eingeliefert worden, nachdem er versucht habe, Wine zu besuchen. Er sei auf dem Weg von Sicherheitskräften verprügelt worden, teilte die NUP mit.

Wieder einmal versuche eine Minderheit, der Mehrheit der Bevölkerung ihren Willen aufzuzwingen, sagte Ssenyonyi. Dagegen wolle die Partei Widerstand leisten. Dabei werde sie alle Mittel einsetzen, die gesetzlich zulässig seien, kündigte der Parteisprecher an.

Der 76-jährige Museveni steht seit 1986 an der Spitze des ostafrikanischen Staates. Dank einer Verfassungsänderung kann der ehemalige Rebellenführer unbegrenzt für weitere Mandate kandidieren. Die Opposition hält er seit Jahren klein. Viele Ugander kennen nur Museveni als ihren Präsidenten. Wine hatte am Freitag den Sieg bei der Wahl für sich beansprucht.

Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte muss in der andauernden Regierungskrise mit einer Vertrauensabstimmung im Parlament heute eine erste wichtige Hürde überwinden. In der größeren der beiden Kammern will sich der parteilose Jurist zuvor zur Krise erklären.

Contes Mitte-links-Bündnis war am Mittwoch mit dem Austritt der Kleinpartei Italia Viva von Ex-Ministerpräsident Matteo Renzi auseinandergebrochen. Zwei Ministerinnen der Partei waren im seit Wochen währenden Streit über die Verwendung von milliardenschweren EU-Hilfsgeldern für den Wiederaufbau nach der Coronavirus-Pandemie zurückgetreten.

Rücktritt möglich

Verliert Conte die Abstimmung heute, könnte sein Rücktritt wahrscheinlicher werden. Wann ein Ergebnis feststehen wird, ist schwer zu sagen, da die Politiker bei der Abstimmung einzeln aufgerufen werden. Die Kammer hat 630 Sitze. Italienische Medien hielten es heute für wahrscheinlich, dass Conte die Mehrheit erreichen kann.

Spannender wird es morgen im Senat, der kleineren Kammer, wo sich Conte ebenfalls erklären will und eine Vertrauensabstimmung im Raum steht. Im Senat ist die Mehrheit bedeutend knapper. Conte muss auf Überläufer aus anderen Lagern hoffen. Der 56-Jährige ist seit 2018 Regierungschef in Italien.

EU

Die portugiesische EU-Ratspräsidentschaft hat kurz nach ihrem Amtsantritt am 1. Jänner bereits einen Neuentwurf der E-Privacy-Verordnung vorgelegt. Deren Verabschiedung war eigentlich bereits für Mai 2016 geplant, doch im Rat legten sich die Minister mehrerer Mitgliedsstaaten quer. Jahrelang wurde versucht, in dieser Begleitregelung zur Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) – von der Vorratsdatenspeicherung bis zu Upload-Filtern – Ausnahmen zu verankern.

Keiner dieser Vorstöße fand im Rat eine Mehrheit. Die Neufassung aus Portugal geht nun wieder in die ursprüngliche Richtung einer Daten- und Verbraucherschutzverordnung. „Die Präsidentschaft schlägt hier vor, den Text zu vereinfachen und ihn an die Datenschutzgrundverordung anzunähern“, heißt es denn auch einleitend. Anders als von den Hardlinern im Rat gefordert, wird Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nicht unterminiert, sondern explizit geschützt.

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Wirtschaft

China legt heute die Zahlen für das Wachstum seiner Wirtschaft im abgelaufenen Jahr vor. Da das bevölkerungsreichste Land der Erde das Coronavirus seit dem Sommer weitestgehend im Griff hat und nur vereinzelt Infektionen und kleinere Ausbrüche zählt, haben sich die wirtschaftlichen Aktivitäten wieder normalisiert.

Während der Rest der Welt eine Rezession erlebt, dürfte China daher aus Sicht von Analysten als einzige große Volkswirtschaft im abgelaufenen Jahr ein Wachstum verzeichnet haben. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte in China zuletzt mit einem BIP-Wachstum von 1,9 Prozent für 2020 gerechnet. Besonders im Abschlussquartal dürfte die Wirtschaft laut Vorhersagen kräftig angezogen sein.

Als Zeichen für die anhaltende Erholung nach der Coronavirus-Krise hatte sich der Außenhandel der Volksrepublik zuletzt deutlich positiv entwickelt. Wie die Pekinger Zollbehörde vergangene Woche mitgeteilt hatte, waren allein im Dezember die Exporte im Vorjahresvergleich um 18,1 Prozent gestiegen. Die Importe hatten um 6,5 Prozent zugelegt.

Sport

Daniel Huber hat gestern im Einzel-Springen seinen dritten Podestplatz in dieser Saison um genau vier Punkte verpasst. Dem Salzburger blieb in Zakopane nach dem Team-Erfolg am Vortag nur Platz vier und damit „Blech“. Der Sieg ging erstmals in dieser Saison an den Norweger Marius Lindvik, der sich vor Anze Lanisek aus Polen und seinem Landsmann Robert Johansson durchsetzte.

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Robert Lewandowski und Thomas Müller haben gestern den FC Bayern München nach dem Pokal-Schock gegen Zweitligist Holstein Kiel in der deutschen Bundesliga zum Sieg gegen die Mannschaft der Stunde aus Freiburg geführt. Die Freiburger, die die letzten fünf Ligaspiele gewonnen hatten, mussten sich in München mit 1:2 geschlagen geben, hatten aber das Remis auf dem Fuß.

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Sebastian Foss-Solevaag hat gestern für den dritten Slalom-Premierensieger in Folge gesorgt. Der 29-jährige Norweger setzte sich im zweiten Rennen in Flachau nach einer beeindruckenden Leistung vor dem Österreicher Marco Schwarz (+0,76) durch. Auf Rang drei landete der Franzose Alexis Pinturault (0,95). Vortagessieger Manuel Feller fiel vom dritten auf den 17. Rang zurück.

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Chronik

In Aschach an der Steyr in Oberösterreich ist gestern Vormittag eine 71-jährige Frau tot aufgefunden worden. „Die Frau lag blutüberströmt in ihrem Bett“, sagte Polizeisprecher Clemens Lehner-Redl. Ihr 73-jähriger Ehemann sei tatverdächtig.

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Ein 35-jähriger Mann hat am Samstag in der Früh in seiner Wohnung in Wien-Floridsdorf seine Lebensgefährtin derart brutal attackiert, dass er wegen versuchten Mordes festgenommen wurde. Dabei widersetzte er sich mit Bissen und Schlägen, sodass die Polizisten vom Taser Gebrauch machen mussten. Bei seiner Einvernahme gab der Verdächtige an, anstatt der Frau ein „Monster“ in der Wohnung gesehen zu haben.

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Bei der aktuellen Ziehung bei Lotto „6 aus 45“ hat niemand die richtige Kombination getippt. In der nächsten Runde wartet daher ein Doppeljackpot von über 1,67 Mio. Euro.

Folgende Gewinnzahlen wurden ermittelt:

4 5 14 17 32 33/Zusatzzahl 27

Die Gewinnzahlen bei Lotto Plus lauten:

13 18 27 28 33 34

Der aktuelle Joker:

1 7 5 0 4 7

Alle Angaben ohne Gewähr

Panorama

„Uhren ohne Zeiger“, das Abstreifen aller Zeitlogiken, gelten im modernen Roman als große Leistung. In der realen Gesellschaft sieht das anders aus. Mit Homeoffice oder Kinderbetreuung daheim gehen Zeitbezüge verloren, kommen Zeitgefühl und Orientierung abhanden.

Dass wir überhaupt so etwas wie eine kollektive Zeitwahrnehmung haben und die lineare Zeit mit offenem Ende zum Leitbild für unser Leben wurde, macht der Gesellschaft in Zeiten einer Pandemie zu schaffen. Wir haben verlernt, so scheint es, uns mit der Gegenwart abzufinden.

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Science

Prähistorische Siedlungen in Anatolien erlauben Einblicke in den Alltag der frühen Bronzezeit. Magie und Metallverarbeitung waren in der Kultur vor rund 5.000 Jahren stark verbunden, und auch Frauen und Kinder dürften dabei eine wichtige Rolle gespielt haben, schreibt die Ethnologin Sabina Cvecek in einem Gastbeitrag.

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Kultur

Ein wenig Hollywood in der Haidequerstraße: Geht es nach der Wiener Stadtregierung soll Simmering künftig ein Mekka für Filmschaffende werden. In riesigen Hallen des Hafen Wien könnten professionelle Studios entstehen.

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Das Salzburger Landestheater hat gestern – kurz nach der Verlängerung der Lockdown-Maßnahmen – angekündigt, einige der geplanten Premieren via Onlinestream anzubieten. Eigentlich wäre die erste Premiere am 29. Jänner geplant gewesen.

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Der inhaftierte frühere US-Musikproduzent Phil Spector ist tot. Er starb am Samstag im Alter von 81 Jahren, wie die Gefängnisbehörde im Bundesstaat Kalifornien gestern mitteilte. Spector sei auf „natürliche“ Weise gestorben. Die genaue Todesursache müsse jedoch noch untersucht werden. Spector, einer der einflussreichsten Produzenten im Bereich der Rock- und Popmusik, war 2009 wegen des Mordes an der früheren Schauspielerin Lana Clarkson zu 19 Jahren Haft verurteilt worden.

Phil Spector (2009)
AP/Jae C. Hong

Er wurde für schuldig befunden, die 40-Jährige im Februar 2003 in seiner Villa in Los Angeles erschossen zu haben, nachdem sie ihn zurückgewiesen hatte. Die beiden waren sich erst wenige Stunden vorher in einem Nachtclub begegnet.

Spector ist der Erfinder der legendären „Wall of Sound“-Aufnahmetechnik. Anfang der 70er Jahre produzierte er die letzte Beatles-LP „Let it be“ und die ersten Soloalben der Ex-Beatles John Lennon („Imagine“) und George Harrison („All Things Must Pass“). Auch mit anderen Musikgrößen wie Tina Turner und The Ramones arbeitete er zusammen.

Der Kärntner Künstler Hans Staudacher, einer der bekanntesten österreichischen Maler, ist gestern im Alter von 98 Jahren gestorben. Der in St. Urban geborene Künstler lebte und arbeitete in Wien und in Finkenstein am Faaker See. In den 1950er Jahren war er Mitglied der Wiener Secession und vertrat Österreich auch bei der Biennale in Venedig.

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