Inland

FPÖ-Chef Norbert Hofer ist nach einem Selfie mit einem Mitglied der rechtsextremen Identitären am rechten Akademikerball mit Kritik konfrontiert. SPÖ-Bundesgeschäftsführer Christian Deutsch meinte heute via Twitter: „Mit Identitären Selfies machen und zugleich mit ihnen nichts zu tun haben, geht nicht zusammen.“

„Dies zeigt einmal mehr Nähe und nicht die vielbehauptete Distanz“, so Deutsch. Hofer hatte gestern mit dem Salzburger Identitären-Chef Edwin Hintsteiner posiert, der das Foto dann auch auf Twitter veröffentlichte und mit den Worten „Ich finde den Akademikerball so schön“ kommentierte.

„Völlig inakzeptabel“

Auch ÖVP-Abgeordneter Martin Engelberg übte Kritik an Hofer. Das Foto spreche eine „deutliche Sprache“ und sei Beleg dafür, dass sämtliche Kritik an der fehlenden Distanz der Freiheitlichen zum rechten Rand begründet ist. Für Engelberg ist es „völlig inakzeptabel“, sich als Chef einer demokratischen Partei mit Vertretern der Identitären zu zeigen. Er empfehle Hofer eine klare Haltung gegen Identitäre und Extremismus, so der Nationalratsabgeordnete.

Kritik an der am Akademikerball gehaltenen Rede Hofers kam auch von Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache. „Multikulti-Haimbuchner (der oberösterreichische FPÖ-Chef, Anm.) und St. Georgs-Orden @norbertghofer sprechen von einer ‚Vertiefung ihrer Ideologie‘ – das ist wahrscheinlich die angestrebte endgültige Fusion der Hofer-FPÖ mit der ÖVP von @sebastiankurz“, so Strache, der sich zuletzt einen Antritt für die Partei Die Allianz für Österreich (DAÖ) bei der Wien-Wahl offengelassen hatte.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) erlässt heute gemäß Österreichischem Epidemiegesetz eine Verordnung, wonach das neuartige Coronavirus einer Anzeigepflicht unterworfen wird. Anzeigepflichtig sind Verdachts-, Erkrankungs- und Todesfälle. „Das ist kein Grund zur Panik, aber für verstärkte Vorsorge, Information und Aufmerksamkeit“, so der Minister.

Nach den bestätigten Fällen in Frankreich ist „das Coronavirus in Europa angekommen. Jetzt geht es darum, umsichtige Vorbereitungsmaßnahmen zu setzen“, sagte Anschober. Damit ist Österreich gut auf eine allfällige Ausbreitung des Virus vorbereitet.

Abstimmung mit internationalen Behörden

Österreichs Gesundheitsbehörden sind dem Minister zufolge mit den relevanten Gremien im Rahmen der WHO- und der EU-Mitgliedschaft „ausgezeichnet vernetzt und in permanenter Abstimmung“. Die internationalen Behörden beobachten die aktuelle Entwicklung genau und wenden sich mit Empfehlungen an die Mitgliedsländer.

„Entscheidend ist jetzt, mit Umsicht und hoher Aufmerksamkeit zu reagieren, in Abstimmung mit den internationalen Organisationen. Die Gesundheitsbehörden selbst sind gut vorbereitet. Und wir verstärken die Information der österreichischen Bevölkerung“, sagte der Minister.

Keine Erkrankung von Österreichern in China

In China halten sich laut dem Außenministerium derzeit rund 3.000 Österreicherinnen und Österreicher auf – sowohl Auslandsösterreicher als auch Touristen. „Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine Erkrankungen von Österreichern bekannt“, sagte ÖVP-Außenminister Alexander Schallenberg.

„Die österreichische Botschaft in Peking hat alle Auslandsösterreicher und alle österreichischen Reisenden per SMS und E-Mail über das Coronavirus und entsprechende Schutzmaßnahmen informiert. Darüber hinaus wurden alle österreichischen Reisenden in China kontaktiert, die von der Reiseregistrierung Gebrauch gemacht haben“, so Schallenberg.

Auf der Website des österreichischen Außenministeriums finden sich weitere Details. Die Reiseinformationen für die betroffenen Länder China, Japan, Südkorea, Thailand, Philippinen und die Insel Taiwan sowie auch jene mit neu gemeldeten Fällen – wie die USA und Frankreich – werden regelmäßig aktualisiert. „Das österreichische Außenministerium rät von nicht notwendigen Reisen in die besonders betroffene Provinz Hubei ab“, sagte Schallenberg.

Wiener Expertin: Kein Grund zu Beunruhigung

Wer in Österreich derzeit Fieber bekommt, den hat – wahrscheinlich – die Influenza erwischt. „Wegen des neuen Coronavirus aus China gibt es derzeit in Europa und Österreich keinen Grund zur Beunruhigung“, sagte die Reise- und Tropenmedizinerin Ursula Wiedermann-Schmidt, Vakzinologin an der MedUni Wien, gegenüber der APA.

„Wenn jemand hohes Fieber, also 40 Grad oder so bekommt, sollte er jedenfalls den Arzt rufen. Sonst heißt es, zu Hause und im Bett bleiben und – mit der Influenza – möglichst niemand anstecken“, erklärte die Expertin. „Wir haben derzeit eben eine Influenza-Welle in Österreich. Die Coronavirus-Erkrankungen, auch jene, die jetzt in Europa festgestellt wurden, sind alle mit Reisen nach Wuhan etc. in China in Verbindung zu bringen.“

Die Regierung will bei ihrer Klausur in Krems die erste Etappe ihrer Steuerreform konkretisieren. Berechnungen haben ÖVP und Grüne diesbezüglich noch nicht vorgelegt. Wirtschaftsforscher orientieren sich aber an den Zahlen der alten, türkis-blauen Koalition und kommen somit auf Gesamtkosten von 5,7 Milliarden Euro. Neu hinzugekommen sind im aktuellen Regierungsprogramm Ökologisierungsmaßnahmen.

Bekannt ist bisher, dass im kommenden Jahr der Eingangssteuersatz für Einkommen und Löhne von 25 auf 20 Prozent sinken soll. Das würde laut einer Aufstellung des Instituts EcoAustria 1,6 Milliarden Euro (den Bund und die Länder) kosten. Ebenfalls vorgesehen sind erste Ökologisierungsschritte: die Neugestaltung der Flugticketabgabe sowie klimafreundlichere Neufassungen des Pendlerpauschales und der Lkw-Maut. Hier sind die Details aber noch unklar.

Experte nennt Finanzierungsmöglichkeiten

In weiterer Folge will die Regierung auch den zweiten und dritten Tarif der Lohn- und Einkommensteuer senken – und zwar von 35 auf 30 und von 42 auf 40 Prozent. Das würde weitere 2,3 Milliarden Euro kosten und war unter Türkis-Blau für 2022 vorgesehen. Weitere 1,8 Milliarden Euro will sich die Regierung die Senkung der Körperschaftsteuer auf Unternehmensgewinne von 25 auf 20 Prozent kosten lassen (von der letzten Regierung bis 2023 eingeplant). In Summe geht es also um 5,7 Milliarden Euro.

Finanzierbar wäre die Steuerreform aus Sicht von EcoAustria-Direktor Tobias Thomas sowohl aus dem damit verbundenen stärkeren Wirtschaftswachstum, das wiederum zu höheren Staatseinnahmen führen müsste. Diesen Eigenfinanzierungsgrad beziffert Thomas mit 40 bis 50 Prozent. Den Rest würde er durch „Effizienzsteigerungen“ hereinholen und verweist darauf, dass etwa das Bildungssystem in Österreich deutlich teurer sei als in den Niederlanden und Finnland, obwohl diese im internationalen PISA-Test besser abschneiden. Und auch im Gesundheitsbereich ortet Thomas Einsparungspotenzial.

Dass die viel zitierte kalte Progression durch die Steuerreformen sowohl der letzten als auch der aktuellen Regierung mehr als ausgeglichen wird, hat indessen die Innsbrucker Gesellschaft für Angewandte Wirtschaftsforschung gemeinsam mit der Wiener WPZ errechnet. Demnach übersteigt das Entlastungsvolumen von 2017 bis 2021 (9,5 Mrd. Euro) die seither angefallene kalte Progression (7,7 Mrd. Euro). Hier werden auch der seit 2019 geltende Familienbonus, die Senkung der Arbeitslosenbeiträge 2018 und höhere Pensionen für Geringverdiener berücksichtigt.

Ausland

Um die hohe Scheidungsrate im Iran unter Kontrolle zu bringen, wird die Registrierung von Scheidungen im Iran begrenzt. Auf Anweisung des iranischen Justizchefs dürfen seit heute die Notariate nur eine begrenzte Zahl von Scheidungsfällen im Jahr annehmen, so ein Sprecher der Notariatskammer laut Nachrichtenagentur ISNA.

Das größte Kontingent hat die Provinz Kermanschah in Westiran, wo die Mehrheit der Bevölkerung kurdisch ist. In der Hauptstadt Teheran dürfen im Jahr nur noch 182 Scheidungen durchgeführt werden.

Im Iran endet nach amtlichen Angaben jede dritte Ehe mit einer Scheidung – vor 20 Jahren war es noch jede achte Ehe.

Irakische Sicherheitskräfte haben heute regierungskritische Demonstranten von Straßen und Plätzen in Bagdad und weiteren Städten im Süden des Landes vertrieben. In der Hauptstadt wurden dabei nach Angaben von Ärzten mindestens 19 Protestierende verletzt. Die Aktion schürte Ängste, die seit Oktober andauernden Proteste könnten nun gewaltsam beendet werden. Tags zuvor hatte der einflussreiche Schiitenführer Moktada al-Sadr erklärt, er unterstütze die Protestbewegung nicht mehr.

Sadr hatte zu einer Demonstration für den Abzug der US-Truppen aus dem Irak aufgerufen. Tausende Menschen in Bagdad waren seinem Aufruf gefolgt und hatten sich zu Protesten versammelt, die sich von der bisherigen Bewegung unterscheiden.

Tränengas und Schüsse

Der mächtige Kleriker ist bekannt dafür, seine politischen Positionen schnell zu wechseln. Als die regierungskritischen Proteste im Oktober begannen, stellte er sich hinter die Bewegung und forderte die Regierung zum Rücktritt auf – obwohl er einen Großteil des Parlaments kontrolliert und seine Vertrauten mehrere Ministerposten besetzen. Doch nun entzog er der Bewegung seine Unterstützung.

Sicherheitskräfte setzten die Zelte der irakischen Demonstranten in Brand
Reuters/Thaier Al-Sudani

In der Folge gingen die Sicherheitskräfte im ganzen Land gegen die Protestcamps vor. In Basra wurden Aktivisten gewaltsam auseinandergetrieben und ihre Zelte verbrannt, wie ein AFP-Reporter berichtete. In Bagdad räumten Sicherheitskräfte unter Einsatz von Tränengas und scharfer Munition die Protestcamps. Ärzte berichteten von mindestens 19 Verletzten. Eine Ärztin sagte der Nachrichtenagentur AFP, Polizisten hätten große Zelte, in denen Verletzte behandelt wurden, in Brand gesteckt.

In der italienischen Stadt Mondovi sind gestern Hunderte Menschen mit Kerzen auf die Straßen gegangen, nachdem Unbekannte „Juden hier“ auf Deutsch sowie einen Davidstern an die Haustür einer Überlebenden eines NS-Vernichtungslagers geschmiert hatten. Der antisemitische Angriff erfolgte nach der Veröffentlichung eines Artikels, in dem der Sohn der bereits verstorbenen Lidia Beccaria Rolfi über seine Mutter sprach und vor zunehmendem Antisemitismus warnte.

Mahnwache in Mondovi , Italien
APA/AFP/Marco Martorello

Beccaria Rolfi hatte bis zu ihrem Tod im Jahr 1996 in dem Haus in der nordwestitalienischen Stadt gelebt. Der Sohn, Aldo Rolfi, bezeichnete die Vandalen als „völlig ignorant“, nicht zuletzt, weil seine Mutter keine Jüdin gewesen sei. Beccaria Rolfi schloss sich Ende 1943 dem Widerstand an. Sie wurde verhaftet und im Juni 1944 als politische Gefangene in das Vernichtungslager Ravensbrück deportiert, bevor sie knapp ein Jahr später befreit wurde.

Die USA blockieren nach iranischen Angaben den internationalen Zugang zu der Servern der iranischen Nachrichtenagentur Fars. Der Zugang sei „seit ein paar Stunden“ gesperrt, berichtete ein Fars-Sprecher heute. Fars sei per E-Mail mitgeteilt worden, dass die Kontrollbehörde des US-Finanzministeriums OFAC die Agentur in die Sanktionsliste aufgenommen und den Zugang gesperrt habe.

Die IT-Abteilung der Fars arbeite daran, den Zugang zur Agentur über eigene Wege wieder zu ermöglichen. Auf Twitter konnte Fars heute zunächst weiter senden.

Die 2005 gegründete Nachrichtenagentur Fars bezeichnet sich zwar als unabhängig, hat aber Verbindung zu den iranischen Revolutionsgarden.

EU

Aus EU-Diplomatenkreisen sind heute Medienberichte zurückgewiesen worden, wonach die Beratungen über einen Neustart von „Sophia“ gescheitert seien. Die EU-Staaten hätten sich bisher nicht auf einen Neustart der Marinemission „Sophia“ einigen können, wurde erklärt. Am Dienstag solle aber erneut beraten werden.

Die EU-Mittelmeer-Mission zur Überwachung des Waffenembargos in Libyen sei von den Botschaftern im Politischen und Sicherheitspolitischen Komitee (PSK) der EU besprochen worden, sagte ein EU-Diplomat in Brüssel der Nachrichtenagentur AFP. Dabei habe es keinen Beschluss gegeben.

Wien und Rom verhinderten laut Zeitung Neustart

Bei den PSK-Beratungen sprach sich nach Angaben des Diplomaten Österreich gegen den Wiedereinsatz von Schiffen aus, weil es befürchtet, dass dadurch mehr Flüchtlinge angezogen werden. Andere Länder hätten darauf verwiesen, dass erst die Frage der Ausschiffung von aus Seenot Geretteten geklärt werden müsse.

Die Zeitung „Die Welt“ hatte zuvor berichtet, die Pläne für eine baldige Wiederbelebung der EU-Mittelmeer-Mission „Sophia“ zur Überwachung des Waffenembargos in Libyen sei gescheitert. Diese Darstellung wies der EU-Diplomat zurück. Laut „Die Welt“ ist das Vorhaben insbesondere an Österreich und Italien gescheitert.

Gegenüber der APA hielt eine Sprecherin von ÖVP-Außenminister Alexander Schallenberg in einer Stellungnahme dazu fest: „Österreich befürwortet eine aktive Rolle der EU zur Unterstützung der Bemühungen in Libyen, ist aber bekanntlich gegen eine Wiederaufnahme von Maßnahmen, die neue Pull-Faktoren für Migrationsbewegung über das Mittelmeer schaffen. Dazu hat sich Außenminister Schallenberg am Montag in Brüssel klar geäußert.“

Sport

Der FC Bayern München und Schalke 04 sehen sich nach dem gelungenen Rückrundenstart für die Kraftprobe heute (18.30 Uhr) in München gerüstet. Im Rennen um die deutsche Fußballmeisterschaft könnte aus Schalker Sicht eine Vorentscheidung fallen: wenn Bayern und zuvor auch Tabellenführer Leipzig in Frankfurt gewinnen. Denn dann hätten die „Königsblauen“ bereits zehn Punkte Rückstand.

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Elena Curtoni hat heute die zweite Damen-Abfahrt im bulgarischen Bansko für sich entschieden und damit ihren ersten Weltcup-Sieg gefeiert. Die 28-Jährige führte auf der selektiven Strecke „Marc Girardelli“ einen italienischen Dreifachsieg an und kam zehn Hundertstelsekunden vor Marta Bassino und 0,14 Sekunden vor Federica Brignone ins Ziel. US-Superstar Mikaela Shiffrin wurde Vierte, Elisabeth Reisinger war schnellste ÖSV-Dame.

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Wirtschaft

Für die kommenden fünf Jahre haben sich die Pongauer Fischereivereine jetzt mit sechs Salzburger Salzach-Anrainergemeinden über die Schneeentsorgung in den Fluss geeinigt. Die Angler dulden die Einbringung sauberen Schnees in die Salzach und erhalten dafür als Schadenersatz von den Gemeinden lebende Fische.

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Satellitennavigation spart Prozesskosten

Ein Fuhrparkmanagementsystem mit GPS-Technik erlaubt dem Winterdienst der Stadt Salzburg seit drei Jahren, die Schneeräumung zu optimieren. Nun zeigt sich, dass damit auch Gerichtskosten und Schadenersatzforderungen gespart werden, weil damit exakt bewiesen werden kann, wann und wo geräumt oder Salz und Split gestreut war.

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Das Autoland Slowakei will sich künftig stärker auf die Entwicklung von Fahrzeugen konzentrieren und damit wettbewerbsfähig bleiben. „Wir wollen nicht nur als der Ort gesehen werden, an dem die Teile zusammengebaut werden“, sagte Außenminister Miroslav Lajcak heute am Rande der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos.

„Wir wollen auch als der Ort gelten, an dem Zukunftsentscheidungen getroffen werden und überlegt wird, wie das Auto der Zukunft aussieht.“ Deshalb wolle das EU-Land die Struktur der Autoindustrie leicht verändern, die derzeit stark auf der Fertigung basiert. „Wir wollen uns mehr auf Forschung und Entwicklung fokussieren“, sagte Lajcak der dpa.

„Unsere spezielle Nische“

Fragen nach einer Diversifizierung der slowakischen Wirtschaft, die stark von der Autobranche abhängt, wich der Minister aus. „Die Automobilindustrie ist unsere spezielle Nische“, sagte er. Die Slowakei biete Fähigkeiten und Erfahrung. „Wir glauben, dass die starke Präsenz der Autoindustrie ein Fakt ist, den wir nutzen wollen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.“ Der Minister räumte zugleich ein, dass die Branche unter Fachkräftemangel leide.

Lajcak sagte, die geplante Fabrik von Volkswagen in der Türkei habe keine Folgen für die Slowakei. „Wir verlieren dadurch nichts. Wir sind sehr zufrieden mit der Präsenz von Volkswagen in der Slowakei.“

Die Slowakei mit etwa 5,4 Millionen Einwohnern hat weltweit die höchste Pro-Kopf-Autoproduktion. Im Jahr 2019 wurden von Volkswagen in Bratislava, Peugeot PSA in Trnava, Kia in Zilina und neuerdings auch Jaguar Land Rover in Nitra insgesamt 1,1 Millionen Autos produziert. Das entspricht nach Angaben des Branchenverbandes ZAP 202 Autos pro 1.000 Einwohnern.

Staubsaugerroboter haben mittlerweile Einzug in viele Haushalte gehalten. Die neue Generation der Putzroboter saugt nicht nur, die Geräte wischen auch den Boden auf. Die deutsche Stiftung Warentest hat sieben dieser Saug- und Wischroboter getestet. Das Ergebnis: Viele putzten schlampig, kein Gerät war wirklich empfehlenswert.

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Skifahren ist ein teurer Spaß. Allein die Ausrüstung – von Ski und Schuhen über den Skianzug bis zu Helm, Brille und Handschuhen – schlägt schnell mit 1.000 Euro pro Person zu Buche. Wem das zu teuer ist, der kann sich zumindest einen Teil des Skiequipments ausborgen. Der Verleih von Ski in den Wintersportorten boomt.

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Chronik

In dem baden-württembergischen Ort Rot am See sind heute erneut Schüsse gefallen. Ein Tatverdächtiger sei unverletzt festgenommen worden, er habe sich in einer Wohnung verschanzt, teilte die Polizei auf Twitter mit. Erkenntnisse über weitere Verletzte lagen noch nicht vor.

Einsatzkräfte in Rot am See, Deutschland
APA/dpa/Tom Weller

Ob ein Zusammenhang zu den Vorfällen mit sechs Toten vom Vortag bestehe, war noch unklar, sagte der Sprecher. Gestern soll ein 26-jähriger Mann in Rot am See sechs Menschen erschossen haben, darunter seine Eltern. Zwei weitere Menschen wurden schwer verletzt. Der mutmaßliche Schütze rief selbst die Polizei.

Gegen den Mann wurde Haftbefehl wegen Verdachts des sechsfachen Mordes und des zweifachen versuchten Mordes erlassen. Ihm wird vorgeworfen, am Freitag seine Eltern, seine Stiefgeschwister sowie seinen Onkel und seine Tante erschossen zu haben, wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten. Der Beschuldigte, ein Sportschütze, lebte mit seinem Vater in einer Wohnung über einem Lokal, das der Vater betrieb. In und um das Gebäude fielen die tödlichen Schüsse.

Bei einem schweren Erdbeben im Osten der Türkei sind amtlichen Angaben zufolge mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen und Hunderte weitere verletzt worden. Mehr als 900 Personen würden in der betroffenen Region in Krankenhäusern behandelt, teilte die Katastrophenschutzbehörde AFAD heute mit.

Erdbeben erschüttert Türkei

Ein Erdbeben und mehrere Nachbeben im Osten der Türkei haben zu Furcht und Panik in der Bevölkerung geführt. Das Ausmaß der Schäden wird durch die Aufräumarbeiten klarer. (Videoquelle: APTN)

Das Beben der Stärke 6,8 hatte gestern Abend die Provinz Elazig rund 550 Kilometer östlich der Hauptstadt Ankara erschüttert. Es folgten Dutzende Nachbeben. Bei Minusgraden suchten Rettungskräfte die Nacht hindurch in den Trümmern eingestürzter Gebäude nach Vermissten. Laut Innenminister Süleyman Soylu wurden 30 Personen vermisst. Präsident Recep Tayyip Erdogan twitterte, er wünsche den Verletzten schnelle Genesung und den Toten Gottes Gnade.

Das Epizentrum des Bebens lag in dem Ort Sivrice. Dort mussten einige Bewohner die Nacht im Freien verbringen. Andere wurden in Turnhallen untergebracht. Der Katastrophenschutz schickte Zelte und Decken in die Region. In der Türkei ist es in der Vergangenheit zu schweren Erdbeben mit zahlreichen Toten gekommen. So starben im Jahr 1999 im Westen des Landes bei einem Beben der Stärke 7,6 mehr als 17.000 Menschen. Die jüngsten Erdstöße waren örtlichen Medien zufolge bis nach Syrien, den Iran und den Libanon hinein zu spüren.

Science

Kultur

Deutsche Musikstars wie Rammstein, Helene Fischer, die Toten Hosen, Sarah Connor, Peter Maffay und Marius Müller-Westernhagen verlangen von ihren Plattenfirmen einen größeren Anteil an den wachsenden Einnahmen aus dem Streaming. Die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ („FAS“) berichtete heute darüber vorab. 14 Manager und Anwälte von Musikern hätten sich gegen die Plattenfirmen zusammengeschlossen.

Die Zeitung zitierte aus einem Schreiben an die Plattenfirmen, wonach die Vertreter der Musiker gemeinsame Interessen in Zukunft „gebündelt“ vertreten wollen.

Regelungen „rechtskonform“?

Im deutschen Musikgeschäft gab es einen solchen Aufstand der Stars laut „FAS“ noch nie. Es gebe „das dringende und grundlegende Bedürfnis“, die bisherigen Abrechnungs- und Verteilungsmethoden beim Musikstreaming zu überprüfen, zitierte die Zeitung weiter aus dem Brief an die Plattenfirmen. Sie hätten auch Bedenken, ob die derzeitigen Regelungen zum Streaming „rechtskonform“ seien.

Das Schreiben stammt vom Dezember und ging an Spitzenmanager der vier führenden Plattenfirmen: Universal, Sony, Warner und die Bertelsmann-Musiksparte BMG. Die Manager der Musikstars forderten die Vertreter der Plattenindustrie laut „FAS“ zu einem Treffen im Februar in Berlin auf, um über das Thema zu beraten.

Eine Sprecherin von Warner Music sagte der „FAS“ jedoch, das Unternehmen werde an der Verhandlungsrunde nicht teilnehmen. Grund dafür seien unter anderem wettbewerbsrechtliche Bedenken. Von den drei anderen Plattenfirmen erhielt die Zeitung zunächst keine Stellungnahme.

Es ist so sicher wie das Amen im Gebet: Immer wenn ein Film aus dem Genre Nazi-Satire auf die Leinwand kommt, folgt ihm eine Frage auf den Fuß: Darf man über Hitler und seine Verbrechen Witze machen? Mit „Jojo Rabbit“ zeigt sich einmal mehr, dass sich tiefschwarzer Humor und ein tragischer Kern auch gut vereinen lassen. Bei den Oscars gilt das sechsfach nominierte Werk als Geheimtipp in der Kategorie „Bester Film“.

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Leute

Religion

Der emeritierte Bischof Klaus Küng hat gegen ihn erhobene Anschuldigungen eines sexuellen Übergriffs im Jahr 2004 „aufs Schärfste“ zurückgewiesen. Der Vorwurf des damaligen St. Pöltner Priesterseminar-Subregens Wolfgang Rothe sei seit über einem Jahr bekannt, jedoch aufgrund der Unglaubwürdigkeit der Quellen nicht weiter verfolgt worden, hieß es vonseiten der Diözese St. Pölten heute gegenüber Kathpress. Wie es hieß, behalte sich der Bischof rechtliche Schritte gegen wahrheitswidrige Behauptungen vor.

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Kardinal Christoph Schönborn will in Sachen Kopftuchverbot auf Bildung statt auf Verbote setzen. Es müsse in einer pluralistischen Gesellschaft möglich sein, verschiedene religiöse Symbole im öffentlichen Raum zu haben, erklärte er heute in der Ö1-Reihe „Im Journal zu Gast“.

„Das Entscheidende ist aber, dass über die Bildung Fehlentwicklungen, die auch mit religiösen Zeichen verbunden sein können, möglichst vermieden werden“, so Schönborn. Die Bischofskonferenz habe bereits vor Monaten zu diesem Thema Stellung genommen. Der Akzent sollte weniger auf dem Verbieten, sondern mehr auf dem Erziehen liegen, erklärte der Kardinal.

Audio dazu in oe1.ORF.at

„Behörden sollten Religionsgemeinschaften vertrauen“

Im Zusammenhang mit behördlichen Befragungen von konvertierten Asylbewerbern merkte Schönborn grundsätzlich an, dass Konversionen zur Religionsfreiheit gehören. Das verstehe er auch als „Botschaft an alle Religionsgemeinschaften“. Er sei der Meinung, dass das Urteil, ob jemand einer Glaubensgemeinschaft angehöre oder nicht, der jeweiligen Religionsgemeinschaft zusteht, so Schönborn. Schließlich habe man die Konvertiten oftmals ein Jahr auf die Taufe vorbereitet.

Die Behörden, mit denen die Zusammenarbeit grundsätzlich sehr gut verlaufe, sollten diesbezüglich den Religionsgemeinschaften vertrauen. Denn die Abschiebung in ein mehrheitlich muslimisches Land kann „für so jemanden lebensgefährlich werden“, argumentierte der Kardinal.

Panorama

US-Präsident Donald Trump hat gestern auf Twitter das neue Logo der neuen US-Weltraumstreitkräfte vorgestellt. „Star-Trek“-Fans wiesen sofort auf die frappierende Ähnlichkeit des Designs mit dem Emblem der fiktiven „Sternenflotte“ aus der ikonischen TV-Serie hin.

„Hättet Euch mal besser vorher mit den Anwälten von Gene Roddenberry beraten“, reagierte die Satireseite Pourmecoffee in Anspielung auf den bereits vor Jahren gestorbenen Star-Trek-Schöpfers. Auch andere Nutzer vermuteten, die Designer des neuen „Space Force“-Logos hätten sich mit dem nach oben zeigenden Pfeil und einem darum kreisenden Objekt bei der Science-Fiction-Serie bedient.

Ein Sprecher der neuen US-„Space Force“ wies die Vorwürfe zurück. Er erklärte, dass es sich bei dem Pfeil in Wirklichkeit um das Delta-Symbol handelt, wie es schon 1961 in den Emblemen der damaligen Raumfahrtorganisation der US-Luftwaffe benutzt worden sei. Die „Star Trek“-Serie wurde erst 1966 im US-Fernsehen ausgestrahlt.