Inland

Die FPÖ will um den kommenden Samstag präsentieren, wen sie ins Rennen um die Bundespräsidentschaftswahl schickt. Das sagte FPÖ-Parteichef Herbert Kickl gestern der „Kronen Zeitung“ (Onlineausgabe).

„Wir werden unseren Kandidaten um den 9. Juli verkünden. Drei Monate sind eine verdammt lange Zeit für einen Wahlkampf“, wird Kickl von der „Krone“ zitiert. „Von den bisher bekannten Kandidaten haben wir bisher nur eine kurze Präsentation gesehen, eine politische Eintagsfliege. Wir möchten es hingegen komprimiert, kurz und knackig anlegen“, so Kickl weiter.

Als aussichtsreichste Kandidatin gilt seit Längerem Susanne Fürst. Sie ist derzeit Verfassungssprecherin der Partei im Nationalrat. „Sie ist eine ganz heiße Aktie“, sagte Kickl dazu der „Krone“

Als Juristin sei sie eine „hervorragende Kennerin der Grund- und Freiheitsproblematik. Zudem ist es als FPÖ-Chef schön zu erleben, dass ich nicht mehr gefragt werde, wo die Frauen innerhalb der Partei sind, sondern dass alle über eine starke freiheitliche Frau reden. Ich traue Fürst ein sehr, sehr gutes Ergebnis zu, wenn sie unsere Kandidatin werden sollte.“

Der Vorstand des Arbeitsmarktservices (AMS), Johannes Kopf, findet eine Wartefrist beim Arbeitslosengeld „interessant und durchaus diskutierenswert“. Er argumentierte in der Ö1-Reihe „Im Journal zu Gast“ unter anderem mit der Praxis bei Saisonniers, wo Anfang des Monats Arbeitskräfte freigesetzt und drei Wochen später vom selben Arbeitnehmer wieder beschäftigt werden. Kopf versteht nicht, warum diese Kosten „der gesamten Versicherungsgemeinschaft umgehängt werden“.

Zum Arbeitskräftemangel im Tourismus meinte Kopf: „Ich weiß nicht, ob da was automatisch falsch läuft, wenn ein Markt dreht.“ Dieser kenne ebenso Angebot und Nachfrage. Nun erlebten viele Betriebe, dass es nicht so viele Leute gibt, wie sie brauchen bei enormem Wachstum. Die Frage, ob der Tourismus in der aktuellen Situation zu schlecht zahle, bejahte der AMS-Chef.

Die Wartefrist wurde in den vergangenen Tagen als eine Möglichkeit genannt, um die von der Regierung angepeilte Erhöhung des Arbeitslosengeldes an sich zu finanzieren. Die Verschiebung der Reform nannte Kopf zwar bedauerlich. Allerdings sei die Entscheidung auch verständlich, sei die Armutsvermeidung – vor allem aus Sicht der Grünen – derzeit „aktuell besonders virulent“ aufgrund der Teuerung.

Die Zahl der Asylsuchenden steigt an. In der Steiermark wurde nun das Personal beim Grenzmanagement Spielfeld aufgestockt. Eine Rolle spielt dabei auch die Registrierung von Flüchtlingen aus dem Burgenland.

Mehr dazu in steiermark.ORF.at

Ukraine-Krieg

In der russischen Stadt Belgorod nahe der ukrainischen Grenze sollen Explosionen zu einem Brand in einem Wohnhaus geführt haben. „Die Gründe für den Vorfall werden derzeit untersucht“, schreibt der Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Gladkow, im Nachrichtendienst Telegram. „Vermutlich hat das Luftabwehrsystem funktioniert.“ Drei Verletzte seien in ein Krankenhaus gebracht worden.

Die Behörden südrussischer Regionen meldeten in der Vergangenheit wiederholt Vorfälle, bei denen es sich nach ihrer Darstellung um Angriffe aus der Ukraine gehandelt haben soll.

Angesichts der Zerstörungen in der Ukraine hat Präsident Wolodymyr Selenskyj nach mehr als vier Monaten Krieg internationale Hilfe beim Wiederaufbau seines Landes gefordert. „Es ist notwendig, nicht nur alles zu reparieren, was die Besatzer zerstört haben, sondern auch eine neue Grundlage für unser Leben zu schaffen: sicher, modern, komfortabel, barrierefrei“, sagte er gestern Abend.

Das erfordere „kolossale Investitionen, Milliarden, neue Technologien, bewährte Verfahren, neue Institutionen und natürlich Reformen“. Der ukrainische Staatschef verwies in diesem Zusammenhang auch auf ein Treffen zu Wochenbeginn von 40 potenziellen Geberländern im schweizerischen Lugano.

Selenskyj: Krieg nicht vorbei

Die ukrainische Regierung will bei der Veranstaltung erstmals ihre Prioritäten für den Wiederaufbau des kriegszerstörten Landes vorstellen. Österreich wird von EU-Ministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) vertreten.

Selenskyj erinnerte zudem daran, dass der Krieg noch lange nicht vorbei sei. „Seine Brutalität nimmt mancherorts zu.“ Er appellierte an seine Landsleute, sich freiwillig für Kriegsopfer zu engagieren.

Die Ukraine versucht mit der Verteidigung der Stadt Lyssytschansk nur, Zeit bis zum Eintreffen westlicher Waffenlieferungen zu gewinnen. Das räumte der Gouverneur der Region Luhansk, Serhij Hajdaj, im Interview mit der „Presse am Sonntag“ ein.

Die Eroberung der Schwesterstadt Sjewjerodonezk habe vier Monate gedauert. „In Lyssytschansk benutzen wir die gleiche Taktik. Wir brauchen Zeit, um Waffen aus dem Westen zu erhalten.“

„Ich denke, dass wir zu Beginn des Herbsts die Lage auf dem Schlachtfeld verändern werden“, sagte Hajdaj auf die Frage nach dem Zeitpunkt für die ukrainische Gegenoffensive. Er räumte ein, dass die Ukraine „in der Tat sehr viele Waffen“ brauche. „Teilweise“ seien sie schon da, doch manchmal „hat man den Eindruck, der Westen will den Krieg verlängern. Es geht darum, dass Russland immer mehr geschwächt wird, bis es möglicherweise zusammenbricht“, mutmaßte Hajdaj.

Ausland

Mehr als einen Monat nach dem Massaker an einer texanischen Volksschule mit 21 Todesopfern ist der Polizeichef des Schulbezirks Medienberichten zufolge zurückgetreten. „Ich glaube, dass das die beste Entscheidung für Uvalde ist“, zitierte eine örtliche Zeitung den Mann. Im Fokus müsse nun die Aufklärung stehen. Der Sender ABC berichtete heute, dass das Rücktrittsschreiben bei der Stadt eingegangen sei. Zuvor war der Polizeichef beurlaubt worden.

Ein 18 Jahre alter Schütze hatte Ende Mai an einer Volksschule in der Kleinstadt Uvalde 19 Kinder und zwei Lehrerinnen erschossen. Der Angreifer hatte in zwei miteinander verbundenen Klassenräumen mit einem Sturmgewehr auf die Kinder und Lehrerinnen geschossen. Erst rund 75 Minuten nachdem der Schütze das Feuer eröffnet hatte, drangen Einsatzkräfte in den Raum vor und töteten den Täter. Die Polizei wurde wegen des zögerlichen Einschreitens heftig kritisiert.

Zuletzt hatte es lautstarke Kritik von Eltern der Opfer gegeben. Sie monieren, dass die Aufklärung nur zögerlich vorankomme und wichtige Fragen nicht beantwortet würden. Die Behörden hatten nach dem Massaker widersprüchliche Angaben zu den Vorfällen rund um den Polizeieinsatz gemacht und frühere Aussagen mehrfach korrigiert.

Mitten in einer schweren Wirtschaftskrise hat der argentinische Wirtschaftsminister Martin Guzman das Handtuch geworfen. Angesichts einer starken Abwertung der Landeswährung Peso gegenüber dem Dollar, steigender Inflation, Protesten der Landwirte und fehlender politischer Unterstützung reichte der 39-jährige Ökonom gestern seinen Rücktritt ein.

Guzman galt als wichtiger Vertrauter von Präsident Alberto Fernandez. Zuletzt handelte er mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) ein neues Kreditabkommen für das hoch verschuldete Land aus. Dafür wurde er allerdings immer wieder von den Anhängern der Vizepräsidentin und ehemaligen Staatschefin, Cristina Kirchner, angefeindet.

Schwere Wirtschaftskrise

Die zweitgrößte Volkswirtschaft Südamerikas steckt seit Jahren in einer schweren Wirtschaftskrise. Argentinien leidet unter einem aufgeblähten Staatsapparat, geringer Produktivität der Industrie und einer großen Schattenwirtschaft, die dem Staat viele Steuereinnahmen entzieht. Die Landeswährung Peso wertet gegenüber dem US-Dollar immer weiter ab, der Schuldenberg wächst kontinuierlich. Die Inflationsrate liegt bei 60,7 Prozent.

Im Fall der im Westjordanland getöteten Journalistin Shirin Abu Akleh hat die Palästinenserbehörde die Kugel an rechtsmedizinische Gutachter aus den USA übergeben. Der palästinensische Staatsanwalt Akram al-Khatib teilte gestern Abend mit, die Kugel solle von den USA begutachtet und dann an die Palästinenserbehörde zurückgegeben werden. Der Behörde sei zugesichert worden, dass an der Kugel keine Änderungen vorgenommen würden.

Die palästinensische Journalistin Abu Akleh war am 11. Mai erschossen worden, als sie über einen israelischen Einsatz am Rande des palästinensischen Flüchtlingslagers in Jenin im Westjordanland berichtete, einer Hochburg bewaffneter Palästinensergruppen.

Untersuchungen der Palästinenserbehörde und der UNO sowie Recherchen von Medien ergaben, dass sie durch einen Schuss des israelischen Militärs getötet wurde. Israel hatte zunächst militante Palästinenser beschuldigt, war später jedoch zurückgerudert. Die Herkunft des Schusses könne nicht mit Sicherheit bestimmt werden, hieß es dann. Eine Übergabe der Kugel an Israel hatte die Palästinenserbehörde von Beginn an abgelehnt.

In Usbekistan hat die Regierung von Präsident Schawkat Mirsijojew den Ausnahmezustand in der autonomen Republik Karakalpakstan ausgerufen. Damit reagierte sie auf heftige Proteste in der Region im Nordwesten des zentralasiatischen Landes. Der vierwöchige Ausnahmezustand solle für „die Sicherheit der Bürger“ und die „Rückkehr zum Rechtsstaat“ sorgen, erklärte der Pressedienst der Regierung.

Kurz zuvor war Mirsijojew nach Karakalpakstan gereist und dort auf die Forderungen der Demonstranten eingegangen. Er kündigte an, auf eine geplante Verfassungsänderung zu verzichten, die die Wut der Demonstranten entfacht hatte. Durch diese Änderung wären die Autonomierechte von Karakalpakstan stark beschnitten worden.

Einer der berüchtigsten Folterer der früheren argentinischen Militärdiktatur ist im Alter von 93 Jahren in der Haft gestorben. Der einstige Vizepolizeichef der Provinz Buenos Aires, Miguel Etchecolatz, starb gestern (Ortszeit) in einem Krankenhaus an Herzversagen.

Etchecolatz war laut Medienberichten einige Tage zuvor in die Klinik verlegt worden. Er war in einer Serie von Prozessen zu neunmal lebenslänglicher Haft verurteilt worden, zuletzt erst im Mai.

„Und ich würde es wieder tun“

Während der Militärdiktatur (1976-83) hatte Etchecolatz 21 Geheimgefängnisse geleitet, in denen Tausende Menschen gefoltert und getötet wurden. Eines der von ihm befehligten Kommandos war für die Entführung einer Gruppe von Schülern im Alter zwischen 14 und 17 Jahren im September 1976 verantwortlich. Nur vier der Schüler überlebten. „Wegen meines Postens oblag es mir zu töten, und ich würde es wieder tun“, sagte Etchecolatz in einem seiner zahlreichen Prozesse aus.

Nach einer Koran-Verbrennung in einem Vorort von Oslo ist der Anführer einer islamfeindlichen Extremistengruppe in Norwegen gestern Ziel einer aggressiven Verfolgungsjagd geworden, bei der sein Fahrzeug gerammt wurde und sich überschlug.

Die Polizei nahm nach eigenen Angaben zwei Menschen fest, darunter die Fahrerin des Wagens, mit dem der SUV von Lars Thorsen, dem Anführer der Gruppe „Stopp die Islamisierung von Norwegen“, verfolgt wurde. Die fünf Insassen des SUV wurden laut Polizei leicht verletzt, einer von ihnen musste im Krankenhaus behandelt werden.

In einem auf Facebook veröffentlichten Video war zu sehen, wie Thorsen und andere Aktivisten zunächst nach Mortensrud fuhren, einem Vorort von Oslo mit hohem muslimischem Bevölkerungsanteil. Die kleine Gruppe entzündete auf einer Kreuzung einen Koran und drängte zunächst wütende Anwohner zurück, die das Buch löschen wollten.

Schließlich griff eine Frau nach dem verkohlten Koran und stieg in einen grauen Mercedes. Der SUV der Aktivisten verließ den Schauplatz. Wenige Sekunden später wurde er von dem Mercedes überholt, der ihn zunächst leicht und dann mit höherem Tempo rammte, sodass sich das Fahrzeug überschlug. Die Episode wurde aus einem hinterherfahrenden Fahrzeug gefilmt.

Die „illegale Migration“ und die geopolitischen Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine sind Topthemen bei Gesprächen, die Außenminister Alexander Schallenberg und Innenminister Gerhard Karner (beide ÖVP) heute in Kairo führen.

Ägypten leide als Hauptimporteur von ukrainischem Weizen besonders unter der durch den Krieg ausgelösten Nahrungsmittelkrise, stellte Schallenberg im Vorfeld fest. Zudem sei Ägypten auch ein wichtiger Partner in Migrationsfragen.

In Kairo werden Schallenberg und Karner ihre Amtskollegen Sameh Shoukry und Tawfik Quandil treffen. Zudem sind Austäusche mit Vertretern internationaler Organisationen wie der FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UNO), dem WFP (World Food Programm) und der IOM (Internationale Organisation für Migration) sowie mit Menschenrechtsvertretern und Migrationsexperten geplant.

Der Linzer Stahlkonzern Voest wird im Beisein des ägyptischen Transportministers Kamel el Wazir und von Premier Moustafa Madbouli ein Wirtschaftsabkommen unterzeichnen. Ägypten ist für Österreich der zweitwichtigste Exportmarkt in Afrika (nach Südafrika).

COV Inland

Vierte Impfungen für über 65-Jährige sofort und das Warten auf einen adaptierten Impfstoff im Herbst für gesunde Personen empfiehlt Impfexpertin Ursula Wiedermann-Schmidt. In „Wien heute“ sprach sie auch über Bedrohungen und eine Klage gegen die FPÖ.

Mehr dazu in wien.ORF.at

Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, liegt laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bei 775,9 (Stand: gestern, 14.00 Uhr).

Am höchsten ist die Zahl in Wien (1.206) und im Burgenland (956,7). Am niedrigsten ist der Wert in Kärnten (456,6) und in der Steiermark (550,2).

Das Berichtsschema der AGES zeigt die Zahlen vom Vortag – wie die Meldung der Ministerien. Wesentlicher Unterschied zu den Ministeriumsmeldungen: Laborbestätigte Fälle, Tote etc. werden nicht zum Meldezeitpunkt dargestellt, sondern zum Diagnose- bzw. Sterbedatum. In der Darstellung in ORF.at wird auch täglich transparent gemacht, welchen Tagen die neu gemeldeten Fälle zugeordnet werden.

Ministerien melden 10.071 Neuinfektionen

Das Gesundheits- und das Innenministerium haben 10.071 neu registrierte Coronavirus-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden gemeldet (Stand: gestern, 9.30 Uhr). Diese Zahlen meldeten die Bundesländer an den nationalen Krisenstab.

18.793 Menschen verstarben bisher am oder im Zusammenhang mit dem Coronavirus. 874 infizierte Personen werden derzeit in einem Spital behandelt, davon 58 auf Intensivstationen.

*Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Erklärung zur Zählweise und weiteren Fragen in ORF.at/corona

Sport

Carlos Sainz hat für eine Überraschung im Qualifying für den Grand Prix von Großbritannien gesorgt. Der spanische Ferrari-Pilot erzielte bei regnerischen Verhältnissen in Silverstone die schnellste Zeit und startet damit heute (16.00 Uhr) erstmals in seiner Karriere aus der Poleposition. Hauchdünn hinter Sainz landete der WM-Führende Max Verstappen in seinem Red Bull, der davor das Qualifying dominiert hatte.

Lesen Sie mehr …

Nick Kyrgios hat den als Nummer vier gesetzten Stefanos Tsitsipas in einem hochemotionalen Duell mit reichlich Streit aus dem Wimbledon-Turnier geworfen. Der Australier rang seinen früheren Doppel-Partner aus Griechenland gestern mit 6:7 (2/7) 6:4 6:3 7:6 (9/7) nieder und erreichte beim Rasenklassiker erstmals seit 2016 das Achtelfinale. In diesem steht auch Major-Rekordsieger Rafael Nadal nach seiner bisher besten Leistung im laufenden Turnier.

Lesen Sie mehr …

Fast zwei Jahre nach seinem Horrorsturz hat Fabio Jakobsen sein eigenes „Radsportmärchen“ geschrieben und die zweite Etappe der 109. Tour de France (TdF) gewonnen. Der Niederländer siegte gestern im Sprint in Nyborg in Dänemark vor dem Belgier Wout van Aert, der dadurch das Gelbe Trikot des Gesamtführenden übernahm.

Lesen Sie mehr …

Wirtschaft

Der weltgrößte Elektroautohersteller Tesla bekommt den CoV-Lockdown in China zu spüren. Von April bis Juni lieferte das US-Unternehmen nach eigenen Angaben knapp 18 Prozent weniger Fahrzeuge aus als im ersten Quartal. Tesla übergab 254.695 Autos an seine Kundinnen und Kunden nach 310.048 im vorausgegangenen Dreimonatszeitraum. Damit endete eine knapp zwei Jahre andauernde Serie von Quartalen mit Rekordauslieferungen.

Fachleute hatten ursprünglich mit der Auslieferung von 295.078 Fahrzeugen gerechnet. Wegen des Lockdowns in China senkten jedoch einige Fachleute ihre Prognose auf rund 250.000 Autos. Ende Juni hatte Tesla bekanntgegeben, aus Sorge über eine weltweite Wirtschaftsabkühlung Tausende Stellen in der Produktion streichen zu wollen.

Wegen eines Streiks des spanischen Kabinenpersonals bei den beiden Billigairlines Easyjet und Ryanair sind gestern 15 Flüge von und nach Spanien ausgefallen. Bei 175 weiteren Spanien-Flügen kam es zu Verspätungen, wie die Gewerkschaften mitteilten. Bei Ryanair soll an zwölf weiteren Tagen gestreikt werden.

Bei Ryanair soll laut der spanischen Gewerkschaft USO drei weitere Male für jeweils vier Tage die Arbeit an den zehn spanischen Flughäfen niedergelegt werden, die von der irischen Fluggesellschaft angeflogen werden. Gestreikt wird von 12. bis 15. Juli, von 18. bis 21. Juli und von 25. bis 28. Juli.

Bei der Fluggesellschaft Easyjet sind in Spanien knapp 450 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter an diesem Wochenende zum Streik aufgerufen, außerdem von 15. bis 18. Juli sowie von 29. bis 31. Juli. Sie verlangen dieselben Arbeitsbedingungen wie für Easyjet-Beschäftigte in anderen EU-Ländern.

Chronik

Am langen Wochenende zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli herrscht in den USA Chaos im Flugverkehr. Allein gestern wurden infolge der Personalknappheit bis zum Nachmittag (Ortszeit) mehr als 600 Flüge gestrichen, wie die auf Flugverbindungen spezialisierte Website flightaware.com berichtete. Dabei handelte es sich um Inlandsflüge sowie um internationale Flüge mit US-Städten als Ziel- oder Startort. Weitere rund 3.300 Flüge waren verspätet.

Bereits am Freitag waren der Website zufolge 587 US-Flüge gestrichen worden. Auch für heute zeichnete sich bereits ab, dass erneut viele Passagiere an den Airports festsitzen würden – bereits mehr als 100 Flüge wurden abgesagt.

Dasselbe Personalproblem wie in Europa

Da das Chaos nicht überraschend kommt, haben viele Reisende in den USA von vornherein auf das Flugzeug als Transportmittel verzichtet. Trotz der hohen Spritpreise würden viele Menschen – wo es möglich ist – auf das Auto umsteigen, hieß es vom US-Automobilverband American Automobile Association (AAA). Wie in Europa hat auch in den USA die von der Coronavirus-Pandemie schwer getroffene Luftverkehrsbranche mit erheblichem Personalmangel zu kämpfen.

Tausende Einwohnerinnen und Einwohner von Sydney sind wegen sintflutartiger Regenfälle und heftiger Stürme aufgefordert worden, die Region zu verlassen.

„Wir sehen uns jetzt Gefahren an mehreren Fronten gegenüber – Sturzfluten, Überschwemmungen in den Flüssen und Küstenerosion“, sagte die Ministerin für Katastrophenschutz von New South Wales, Steph Cooke, heute. Sie rief die Menschen dazu auf, ihre Urlaubsreisen zu den jetzt beginnenden Schulferien zu überdenken. „Das ist eine lebensbedrohliche Notsituation.“

Enorme Regenmengen

In vielen Gebieten sind mehr als 200 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen, in einigen sogar bis zu 350, teilte der Wetterdienst mit. Die Niederschläge dürften sich in den nächsten Tagen noch verstärken. Die starken Regenfälle ließen einen Staudamm im Südwesten Sydneys über Nacht überlaufen.

In den vergangenen Tagen wurden 29 Menschen aus den Fluten gerettet. Die australische Regierung hat dem Bundesstaat 100 Soldaten und zwei Hubschrauber zur Verfügung gestellt, um bei eventuellen Rettungsaktionen zu helfen, sagte Verteidigungsminister Richard Marles.

Die Polizei in den USA hat die Leichen dreier Kinder in einem See im Bundesstaat Minnesota entdeckt. Auch die Leiche der Mutter sei aus dem See geborgen worden, sagte Mike Martin von der örtlichen Polizei gestern. „Wir ermitteln in diesem Fall wegen eines Tötungsdelikts.“ Bei den toten Kindern handle es sich um zwei Buben und ein Mädchen. Angaben zum Alter machte Martin nicht.

Der Fund einer männlichen Leiche tags zuvor in der nahegelegenen Stadt Maplewood stehe mit dem Fall in Verbindung, so Martin. Zu Details äußerte er sich nicht. US-Medien berichteten, dass es sich bei dem toten Mann um den Vater der Kinder handle.

Die Polizei hatte nach dem Fund des toten Mannes nach der Mutter und den Kindern gesucht. Handydaten der Mutter hatten die Polizei zu dem See geführt. „Wir werden hier nicht über die laufenden Ermittlungen oder die Todesursache sprechen“, sagte Martin.

Eine Österreicherin ist beim Schwimmen im Badeort Hurghada in Ägypten von einem Hai angegriffen und tödlich verletzt worden. Der Frau wurden durch die Bisse ein Arm und ein Bein abgerissen.

Die 68-Jährige rettete sich noch ans Ufer, erlitt aber dann am Weg ins Krankenhaus einen tödlichen Herzinfarkt, hieß es. Mehrere Medien berichteten über den tragischen Vorfall. Das österreichische Außenministerium bestätigte den Tod einer Österreicherin in Ägypten.

Der rund zwei Meter langer Hai griff laut Medien in der Bucht von Sahl Hasheesh die Frau an. Sie war gerade zum Schwimmen gegangen. Die Behörden haben den Strandabschnitt und die Umgebung nun für drei Tage abgesperrt.

Frau stammt aus Tirol

Laut Außenministerium handelt es sich um eine Frau aus Tirol. Die österreichische Botschaft in Kairo ist in Kontakt mit der Familie der 68-Jährigen sowie den örtlichen Behörden.

Laut der Botschaft war die Tirolerin mit ihrem ägyptisch-stämmigen Lebensgefährten am Strand. Die Frau habe sich in einem zum Schwimmen freigegebenen Gebiet aufgehalten. Die Frau aus Kramsach (Bezirk Kufstein) sei bereits seit 2. Juni in Ägypten auf Urlaub gewesen. Sie hinterlasse eine Tochter.

Mehr dazu in tirol.ORF.at

Gestern Mittag hat eine 44-jährige Frau von einem Steg aus eine leblose Person im Kärntner Turnersee (Gemeinde St. Kanzian) entdeckt. Sie sprang sofort ins Wasser und brachte den Mann ans Ufer, alle Bemühungen blieben aber erfolglos. Der 75-jährige Niederösterreicher war ertrunken.

Mehr dazu in kaernten.ORF.at

Die Vienna hat zu gestern in der „Kronen Zeitung“ erhobenen Missbrauchsvorwürfen gegen einen ehemaligen Fußballtrainer des Clubs Stellung genommen. Laut dem Bericht läuft gegen den Mann ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Wien. Ermittelt werde wegen des „Verdachts der geschlechtlichen Nötigung und des Verdachts des Missbrauches eines Autoritätsverhältnisses“. Man nehme die Sache „sehr ernst“, hieß es in einem Statement auf der Vereinswebsite.

Gemäß „Krone“ sei der Stein durch zwei aktuelle Anzeigen der Vienna-Frauen-Mannschaft ins Rollen gekommen. Dem Blatt liege ein internes Schreiben des Vereins vor, in dem bekanntgegeben wurde, dass „Kontaktdaten aller Spielerinnen, die in Mannschaften des jetzt unter Verdacht stehenden Trainers waren, an die Behörden weitergeleitet worden sind“. Die Vorfälle würden schon „mehrere Jahre“ zurückliegen.

Die Vienna betonte, mit dem Landeskriminalamt und der Staatsanwaltschaft in Kontakt zu stehen, „um bei der Aufarbeitung des Sachverhaltes helfend zu unterstützen. Wir haben nach Bekanntwerden umgehend ein Team zusammengestellt, das die Vorwürfe prüft“, hieß es in dem Statement. „Lückenlose und transparente Aufklärung“ stehe ebenso im Fokus wie „die Einführung von zusätzlichen Maßnahmen, um Machtmissbrauch und persönlichen Übergriffen jeder Art künftig noch besser vorzubeugen“.

In der Steiermark konnte eine Bande ausgehoben werden, die in Oberösterreich und der Steiermark E-Bikes im Wert von mehreren zehntausend Euro gestohlen haben soll. Der Österreicher und die fünf Serben gingen immer nach dem gleichen Schema vor. Sie borgten sich die E-Bikes unter falschem Namen aus und brachten sie nicht mehr zurück.

Mehr dazu in ooe.ORF.at

Kultur

Seit gestern ist in Krems eine mehrteilige Ausstellung von Hans Kupelwieser zu sehen. Riesige Holzinstallation, Metallskulpturen, Fotogramme und ein Augmented-Reality-Objekt beleben die Dominikanerkirche Krems, den Museumsplatz und die Kunsthalle Krems.

Mehr dazu in noe.ORF.at

Frankreich verbessert mit einer neuen gesetzlichen Regelung die Vergütung für Musiker und Musikerinnen im Streamingbereich. Das teilte das Kulturministerium gestern mit.

Die am 1. Juli in Kraft getretene Regelung sieht unter anderem Lizenzgebühren von mindestens zehn Prozent vor sowie einen Mindestvorschuss, den Plattenfirmen bei der Veröffentlichung eines Albums auszahlen müssen.

Für größere Produktionen sind 1.000 Euro angesetzt, für kleinere 500 Euro. Außerdem müssen zusätzliche Summen ausgezahlt werden, falls ein Song besonders erfolgreich ist. Von der Regelung sind sowohl kostenpflichtige Musikstreaminganbieter mit Abo betroffen als auch werbefinanzierte Videoplattformen.

Bis heute lieben Kinder vor allem im postsowjetischen Raum das Filmfabelwesen Tscheburaschka. Sein Schöpfer, der bekannte Trickfilmzeichner Leonid Schwarzman, ist nun im Alter von 101 Jahren gestorben, wie die staatliche russische Nachrichtenagentur TASS gestern unter Berufung auf das Studio Sojusmultfilm in Moskau meldete.

Neben dem affenähnlichen Tscheburaschka, der an der Seite eines Krokodils namens Gena viele Abenteuer erlebt, zeichnete Schwarzman im Laufe seines Lebens Figuren für mehr als 60 Animationsfilme. Die Tscheburaschka-Filme gehen auf Bücher von Eduard Uspenski zurück. Uspenski gilt deshalb als Vater der Figur selbst, Schwarzman als Schöpfer ihres Äußeren.

Schwarzman wurde 1920 in Minsk in Belarus geboren, hatte Medienberichten zufolge aber nach dem Zerfall der Sowjetunion die russische Staatsbürgerschaft. Im Jahr 2017 zeichnete Kreml-Chef Wladimir Putin ihn für seine Errungenschaften im Bereich der Kinder- und Jugendkunst mit einem Preis aus.

Panorama

Den Hauptdarstellern des Allzeitstraßenfegers „Die Sendung mit der Maus“ ist nun eine besondere Ehre zuteil geworden. Im Tiroler Lermoos wurden Maus und Elefant in der Nacht der Sommersonnenwende im Juni mit Feuer auf die Berge gezeichnet. Das Motiv maß 198 Meter in der Länge und 75 Meter in der Breite. Es bestand aus über 1.000 Lichtern, wie die Sendung gestern auf Twitter bekanntgab.

Die jährlichen Bergfeuer haben in Tirol Tradition. Der Brauch soll aus dem 14. Jahrhundert stammen und war dafür gedacht, böse Geister zu vertreiben.