Ausland

Eineinhalb Wochen nach dem Besuch von US-Spitzenpolitikerin Nancy Pelosi ist gestern überraschend eine Delegation des US-Kongresses in Taiwan eingetroffen. Während ihres bis Montag dauernden, im Voraus nicht angekündigten Besuches will die Delegation unter anderen mit Präsidentin Tsai Ing-wen zusammentreffen, wie beide Seiten in Taipeh mitteilten. China reagierte verärgert und warf der US-Delegation ein Spiel „mit dem Feuer“ vor.

US-Senator Ed Markey und Taiwans Außenminister Alexander Tah-ray Yui
AP/Taiwan Ministry of Foreign Affairs

Die fünfköpfige Delegation werde von Ed Markey angeführt und bis heute im Rahmen „eines längeren Besuchs in der indopazifischen Region“ in Taiwan bleiben, erklärte das US-Institut in Taipeh. In den Gesprächen mit taiwanischen Politikern gehe es um die bilateralen Beziehungen, regionale Sicherheit, Handel und Investitionen, globale Lieferketten, Klimawandel und andere wichtige Themen.

Chinesischer Kommentar: „Opportunisten“

Laut taiwanischem Außenministerium waren ein Treffen mit Präsident Tsai und ein Bankett mit Außenminister Joseph Wu geplant. In einer Erklärung des Ministeriums hieß es, da China „die Spannungen in der Region weiter verschärft“, habe der US-Kongress erneut eine hochrangige Delegation zu einem Besuch nach Taiwan entsandt, „um eine Freundschaft zu zeigen, die sich nicht vor Chinas Drohungen und Einschüchterungen fürchtet“.

Chinas Verärgerung über den Besuch der US-Delegation äußerte sich in einem Kommentar, den die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua veröffentlichte. In dem Beitrag mit dem Titel „US-Politiker sollten aufhören, bei der Taiwan-Frage mit dem Feuer zu spielen“ wurden die fünf Parlamentarier als „Opportunisten“ geschmäht, die Taiwan aus eigennützigen Motiven hinsichtlich der Kongresszwischenwahlen im November besuchten.

„Es gibt keinen Platz für Kompromisse oder Zugeständnisse, wenn es um Chinas Kerninteressen geht“, hieß es in dem Kommentar weiter. Als Reaktion auf den Taiwan-Besuch Pelosis, der Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, hatte China die größten Militärmanöver seiner Geschichte in den Gewässern rund um Taiwan abgehalten.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat nach Angaben Nordkoreas den Wunsch nach einem Ausbau der Beziehungen beider Länder geäußert. In einem Brief zum Tag der Befreiung Nordkoreas habe Putin Staatschef Kim Jong Un mitgeteilt, engere Verbindungen lägen im beiderseitigem Interesse, berichtete die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA heute.

Damit könnten Putin zufolge Sicherheit und Stabilität auf der koreanischen Halbinsel und in Nordostasien gestärkt werden. Beide Staaten teilen nahe dem russischen Wladiwostok eine gemeinsame Grenze

Syrische Staatsmedien haben gestern von einem Luftangriff Israels auf Ziele in Syrien berichtet. Die syrische Luftabwehr habe feindliche Ziele über der Küstenprovinz Tartus bekämpft, hieß es in den Berichten. Dort seien Explosionen zu hören gewesen.

Die Luftverteidigungskräfte stünden „feindlichen Zielen“ über Tartus und den Qalamun-Bergen nahe der Grenze zum Libanon gegenüber, hieß es weiter.

Der Angriff sei von israelischen Flugzeugen von libanesischem Gebiet aus ausgeführt worden. Vonseiten der israelischen Armee gab es keine Stellungnahme.

Israels Luftwaffe bombardiert regelmäßig Ziele im benachbarten Bürgerkriegsland Syrien. Israel will verhindern, dass sein Erzfeind Iran und mit ihm verbündete Milizen ihren militärischen Einfluss in Syrien ausweiten. Der Iran ist neben Russland im Bürgerkrieg der wichtigste Verbündete der syrischen Regierung.

Deutschland und Polen wollen das Fischsterben in der Oder nach den Versäumnissen der vergangenen Tage gemeinsam aufklären, rätseln aber weiter über die Ursache. Bei Laboruntersuchungen von verendeten Fischen aus dem Fluss sind nach Angaben von Polens Regierung bislang keine toxischen Substanzen entdeckt worden.

Die Fische seien auf Quecksilber und andere Schwermetalle untersucht worden, sagte Polens Umweltministerin Anna Moskwa gestern in Stettin bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der deutschen Umweltministerin Steffi Lemke.

tote Fische werden mit Netz aus Fluss entfernt
Reuters/Annegret Hilse

Schadensminimierung als Ziel

In den kommenden Stunden würden die Proben der Fische auf weitere 300 schädliche Stoffe untersucht, darunter auch auf Pestizide. Zudem sollen Fischleichen seziert und das Verhalten der Fische kurz vor ihrem Verenden untersucht werden. Festgestellt worden sei bisher ein ein erhöhter Sauerstoffgehalt in dem Fluss.

Lemke sagte, man habe lösungsorientiert diskutiert und „gute und gemeinsame Schritte“ vereinbart. Dazu zählen insbesondere Verbesserungen bei den Informationsketten. Hier habe es in den vergangenen Tagen Versäumnisse gegeben.

Ziel sei nun die Schadensminimierung, die Information und der Schutz der Bevölkerung sowie die Identifizierung des Verursachers. „Es ist klar, dass wir uns einer wirklich schlimmen Umweltkatastrophe gegenübersehen“, sagte die Ministerin. Die mittel- und langfristigen Auswirkungen seien noch nicht absehbar.

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Israels ehemaliger Armeechef Gadi Eisenkot will mit Blick auf die anstehende Parlamentswahl der neuen Partei von Verteidigungsminister Benny Gantz beitreten. Er werde sich der neuen Mitte-rechts-Partei Hamahane Hamamlachti (Nationale Einheitspartei) von Gantz und Justizminister Gideon Saar anschließen, erklärte Eisenkot gestern.

Medienberichten zufolge hatten mehrere politische Lager Eisenkot, der der israelischen Armee von 2015 bis 2019 vorstand, umworben, darunter auch die liberale Partei Jesch Atid von Regierungschef Jair Lapid.

Fünfte Wahl binnen vier Jahren

Die Wahl ist für den 1. November angesetzt. Es ist die fünfte Parlamentswahl binnen vier Jahren. Sie war notwendig geworden, nachdem das Parlament Ende Juni aufgelöst worden war. Zuvor war die aus acht Parteien gebildete Regierungskoalition zerbrochen.

Für Streit hatte unter anderem ein Gesetz gesorgt, das Siedlern und Siedlerinnen im besetzten Westjordanland die gleichen Rechte wie Bürgerinnen und Bürgern im Rest des israelischen Territoriums einräumt.

Der rechte Hardliner Naftali Bennett und der Liberale Lapid hatten sich im Juni 2021 auf die historische Koalitionsregierung geeinigt, deren Mitglieder aus allen politischen Lagern stammen. Die Partner hatte vor allem der Wunsch geeint, Langzeitministerpräsident Benjamin Netanjahu abzulösen, der zuvor zwölf Jahre lang an der Macht war.

Ukraine-Krieg

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Bevölkerung Russlands aufgerufen, ihre Stimme gegen den Krieg zu erheben. „Das Böse findet in einem solchen Maßstab statt, dass Schweigen einer Mitschuld gleichkommt“, sagte er gestern in seiner allabendlichen Videoansprache.

„Wenn Sie die russische Staatsbürgerschaft haben und schweigen, bedeutet das, dass Sie nicht kämpfen, was bedeutet, dass Sie das unterstützen“, sagte Selenskyj. Im Unterschied zu früheren Appellen an die Bevölkerung des kriegführenden Nachbarlandes sprach der Präsident sie aber nicht auf Russisch, sondern auf Ukrainisch an.

Kritik an Kritik wird bestraft

Auch in der Ukraine und im Rest der Welt sollte jeder „alles in seiner Macht Stehende tun, damit Russland und diejenigen, die den Krieg unterstützen, einen immer höheren Preis für den russischen Staatsterror bezahlen“.

Russland hat die Ukraine am 24. Februar angegriffen und führt den Krieg immer weiter. Aussichten auf eine Verhandlungslösung gibt es derzeit nicht. Nach verschiedenen Umfragen unterstützt angeblich eine Mehrheit der Russinnen und Russen den Kurs von Präsident Wladimir Putin. Dabei ist unsicher, wie aussagekräftig das ist. Offene Kritik an dem Krieg wird vom russischen Machtapparat streng bestraft.

Der erste Getreidefrachter im Auftrag der Vereinten Nationen ist gestern aus dem südukrainischen Hafen Piwdennyj mit Weizen für Afrika ausgelaufen. Das teilte der Gouverneur des Gebietes Odessa, Maxym Martschenko, auf Telegram mit. Das Welternährungsprogramm der UNO (WFP) habe den Frachter „Brave Commander“ gechartert. Die Ladung von 23.000 Tonnen Weizen ist nach UNO-Angaben für Äthiopien bestimmt.

Die UNO und die Türkei hatten Ende Juli Vereinbarungen vermittelt, dass die Ukraine trotz des russischen Angriffskrieges wieder Getreide über ihre Schwarzmeer-Häfen ausführen darf. Seit Anfang August haben mehr als ein Dutzend Frachter ukrainisches Getreide abtransportiert.

Allerdings waren die ersten Transporte kommerziell. Die UNO befürchtet Lebensmittelknappheit und Hunger in armen Teilen der Welt, wenn die Ukraine als ein wichtiger Getreidelieferant ausfällt. Die Schiffe und ihre Fracht werden jeweils bei der Durchfahrt durch die türkische Meerenge Bosporus kontrolliert.

Den sofortigen Abzug russischer Truppen aus dem besetzten Atomkraftwerk Saporischschja in der Ukraine haben 42 Staaten und die EU in einer Erklärung in Wien gefordert. „Die Stationierung von russischen Militärs und Waffen in der Atomanlage ist inakzeptabel“, hieß es in der Erklärung heute. Russland verletze die Sicherheitsprinzipien, auf die sich alle Mitgliedsländer der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) verpflichtet hätten.

Die Kontrolle über das AKW müsse den befugten ukrainischen Behörden übergeben werden. Dann könnten Experten der IAEA ihre Aufsichtspflicht über die Arbeit der Ukrainer wahrnehmen. Russland müsse vollständig aus der Ukraine abziehen und den „durch nichts provozierten oder gerechtfertigten Angriffskrieg“ gegen das Nachbarland beenden.

Die Forderung wurde im Namen der EU und aller ihrer Mitgliedsländer erhoben. Zudem unterzeichneten die USA, Großbritannien, Norwegen, Australien, Japan, Neuseeland und andere Länder. Sie erklärten ihre volle Unterstützung für die IAEA und deren Direktor Rafael Grossi bei dem Bemühen, die Sicherheit der ukrainischen Atomanlagen trotz des russischen Angriffes zu gewährleisten. Das Dokument wurde am Sonntag über die Vertretung der EU bei den UNO-Organisationen in Wien (EEAS) veröffentlicht.

Inland

Nachdem FPÖ-Chef Herbert Kickl gestern an Kardinal Christoph Schönborn appelliert hatte, angesichts der extremen Teuerungswelle die Zahlungen der Kirchenbeiträge für unbestimmte Zeit aussetzen zu lassen, reagierte die Erzdiözese Wien: Es sei „seit Jahren gelebte Praxis in der katholischen Kirche“, wonach bei der Berechnung des Kirchenbeitrages die individuelle Situation der Beitragspflichtigen berücksichtigt wird.

„Daran wird sich selbstverständlich auch in der aktuellen Krise und in Zukunft nichts ändern“, betonte die Pressestelle der Erzdiözese Wien laut Kathpress. Beim Suchen nach individuellen Lösungen für Notlagen sei den Kirchenbeitragsverantwortlichen „selbstverständlich bewusst, dass der Kirchenbeitrag für viele Menschen eine Belastung darstellt“, hieß es.

Kickl: „Akt der christlichen Nächstenliebe“

Kickl hatte zuvor betont, dass Schönborn als Kirchenoberhaupt wissen sollte, „wie Armut und Existenzängste auf die Menschen wirken können – und bei vielen von ihnen zählt jeder Cent, den sie zur Verfügung haben oder eben nicht“.

„Ein solcher Akt der christlichen Nächstenliebe wäre ein Zeichen für ein stärkeres Miteinander und eine kleine Hilfe in großer Not“, so der FPÖ-Chef. Zwar könne man sich von den Beiträgen in bestimmten Situationen auch aktiv befreien lassen, älteren Menschen etwa falle das allerdings sehr schwer.

Kickl hatte den Appell nicht nur an Schönborn, sondern auch an den Bischof der evangelischen Kirche, Michael Chalupka, und an das Oberhaupt der altkatholischen Kirche, Bischof Heinz Lederleitner, gerichtet.

COV Inland

Die Entwicklung der CoV-Infektionen ist derzeit nicht prognostizierbar. Dafür sind die Testzahlen zu niedrig. Um für den weiteren Verlauf der Pandemie vorbereitet zu sein, muss die Politik sich jetzt auf eine Teststrategie festlegen, fordert Simulationsforscher Niki Popper.

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Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, liegt laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bei 445,6 (Stand: gestern, 14.00 Uhr). Der Wert ist damit den dritten Tag in Folge leicht höher als am Tag zuvor.

Das Berichtsschema der AGES zeigt die Zahlen vom Vortag – wie die Meldung der Ministerien. Wesentlicher Unterschied zu den Ministeriumsmeldungen: Laborbestätigte Fälle, Tote etc. werden nicht zum Meldezeitpunkt dargestellt, sondern zum Diagnose- bzw. Sterbedatum. In der Darstellung in ORF.at wird auch täglich transparent gemacht, welchen Tagen die neu gemeldeten Fälle zugeordnet werden.

Ministerien melden 4.731 registrierte Neuinfektionen

Das Gesundheits- und das Innenministerium haben 4.731 neu registrierte Coronavirus-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden (Stand: heute, 9.30 Uhr) gemeldet. Diese Zahlen meldeten die Bundesländer an den nationalen Krisenstab. Aufgrund verminderter Testmöglichkeiten und -bereitschaft vermuten Expertinnen und Experten eine höhere Dunkelziffer.

19.274 Menschen verstarben bisher im Zusammenhang mit dem Coronavirus. 1.249 infizierte Personen werden derzeit in einem Spital behandelt, davon 74 auf Intensivstationen. Eine Unterscheidung in Haupt- und Nebendiagnose ist bundesweit nicht möglich.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Erklärung zur Zählweise und weiteren Fragen in ORF.at/corona

Wirtschaft

Betrugsversuche im Internet schädigen nicht nur Privatpersonen immer öfter, sondern bereiten auch großen Unternehmen wie dem Spar-Konzern mit Sitz in Salzburg zunehmend Sorgen. Hier spielen vor allem soziale Netzwerke mit gefälschten Gewinnspielen eine Rolle.

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Gesundheit

Die Niederösterreichische Landesinnung der Augenoptikerinnen und Augenoptiker rät Eltern, das Sehverhalten ihrer Kinder während der Ferien verstärkt zu beobachten. Sollten Auffälligkeiten auftreten, könne man noch vor Schulbeginn einen Sehtest vereinbaren.

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Sport

Mit seinem ersten Ballkontakt hat der eingewechselte David Alaba Real Madrid einen mühsamen Auftaktsieg in Spaniens Liga gerettet. Der ÖFB-Teamspieler wurde zum Matchwinner, als er in der 75. Minute einen Freistoß zum 2:1 (0:1) bei UD Almeria verwandelte, nachdem er erst wenige Sekunden zuvor als Joker auf den Platz gekommen war. Zuvor hatte sich der Champions-League-Sieger beim Aufsteiger lange schwer getan.

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Aufsteiger Austria Lustenau ist in der vierten Runde der Admiral Bundesliga ins Spitzenfeld vorgerückt. Die Vorarlberger schoben sich gestern mit einem 4:1 (2:1)-Erfolg über TSV Egger Glas Hartberg in die Top Vier vor. Dabei erwischten die Gäste die Lustenauer im Reichshofstadion eiskalt, doch die Austria drehte die Partie noch vor der Pause und schließlich in einen Kantersieg um.

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Felix Auböck hat gestern über 200 m Kraul bei der Schwimmeuropameisterschaft in Rom auf der Langbahn das Finale erreicht. Der WM-Fünfte qualifizierte sich in 1:46,60 Minuten als Sechster für den Endlauf am Montag (18.06 Uhr, live in ORF Sport +). Der Tiroler Simon Bucher verpasste als Fünfter über 100 m Delfin die Medaillenränge nur knapp.

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Umwelt & Klima

Die Wasserknappheit wird auf den 500 Alpen in Vorarlberg zunehmend zum Problem. Das Gras bekommt keine Feuchtigkeit, damit wird das Futter für die Tiere immer schlechter. Die Folge: Die Kühe geben weniger Milch. Trotzdem spricht der Obmann des Alpwirtschaftsvereins, Josef Türtscher, insgesamt von einem guten Alpsommer.

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Chronik

Die Hochwasserkatastrophe vor 20 Jahren hat enorme Schäden im Kamptal und entlang der Donau angerichtet, aber auch eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Tausende Freiwillige kamen mit Schaufeln und Gummistiefeln, um beim Aufräumen zu helfen.

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Eine 75-Jährige, die am Samstag in der Wildschönau (Tirol) zum Schwammerlsuchen aufgebrochen war, konnte heute nur noch tot gefunden werden. Nach der Frau wurde mit zahlreichen Einsatzkräften und Hundestaffeln intensiv gesucht.

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Nach der aktuellen Ziehung bei Lotto „6 aus 45“ gibt es keinen Sechser. Das bedeutet Doppeljackpot: Im Topf liegen 1.148.653,45 Euro.

Folgende Lotto-Gewinnzahlen wurden ermittelt:

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Alle Angaben ohne Gewähr

Bei einer schweren Explosion in einem Einkaufszentrum in der Südkaukasus-Republik Armenien sind nach offiziellen Angaben mindestens drei Menschen getötet und 60 weitere verletzt worden. Die Detonation ereignete sich gestern etwas außerhalb des Zentrums der Hauptstadt Eriwan.

Einsatzkräfte vor dem durch eine Explosion zerstörten Einkaufszentrum in Eriwan
APA/AFP/Karen Minasyan

Mindestens 25 Menschen wurden noch vermisst, wie der armenische Zivilschutz mitteilte. Nach ersten Angaben flog ein Lager mit Feuerwerkskörpern in die Luft. Dadurch sei auch eine Gasleitung explodiert.

Die Detonation sei massiv gewesen. Viele Menschen rannten von der Unglücksstelle weg um ihr Leben. Die Behörden gingen von einem unvorsichtigen Umgang mit Feuer als Ursache aus.

Mehrere Gebäude auf dem Großhandelsgelände stürzten ein oder wurden beschädigt. Unter den Trümmern könnten sich nach Angaben von Rettungskräften noch Menschen befinden, hieß es. Das Feuer war auch nach Stunden noch nicht gelöscht. Über der Stadt breitete sich eine Rauchwolke aus. Auf Autos legten sich Staub und Schutt. Mehr als 60 Menschen wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums verletzt. Etwa ein Dutzend von ihnen waren Kinder.

Das Ende der dritten Hitzewelle dieses Sommers und einsetzender Regen haben den Feuerwehrleuten in Frankreich gestern mancherorts eine Atempause im Einsatz gegen die Waldbrände verschafft. Wachsamkeit blieb aber geboten: Im südfranzösischen Departement Aveyron flammte gestern ein Brand erneut auf, außerdem zog eine Gewitterfront über das Land.

Feuerwehrkonvoi in einem Waldstück in Südfrankreich
APA/AFP/Thibaud Moritz

Im Südwesten Frankreichs war das Wetter mit einem bewölkten Himmel, Niederschlägen und Temperaturen um 25 Grad zuletzt günstig für den Kampf gegen den großen Waldbrand südlich von Bordeaux. Ein Behördenvertreter sagte, das Feuer bei Landiras sei „eingegrenzt“. Seit Dienstag verwüstete der Waldbrand 7.400 Hektar.

Es sei ein trockenes Gewitter angesagt worden, stattdessen habe es „reichlich Regen“ gegeben, sagte Marc Vermeulen, Direktor der Feuerwehr des Departements Gironde. Er rief jedoch zu „äußerster Vorsicht“ auf und betonte, dass „ein eingegrenztes Feuer nicht gleichbedeutend mit einem gelöschten Feuer“ sei. Es sei strengstens verboten, den Wald zu betreten.

Anders sah es im südfranzösischen Departement Aveyron aus, wo nach dem erneuten Aufflammen eines Waldbrandes wieder tausend Menschen ihre Häuser verlassen mussten. Wie die örtlichen Behörden mitteilten, schien der Brand in der Nähe des Dorfes Mostuejouls auf dem Weg zum Erlöschen, bevor er „heftig“ wieder aufflammte. Demnach verbrannten seither zusätzliche 500 Hektar Land.

Bei einer Explosion in der ecuadorianischen Hafenstadt Guayaquil sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Weitere 16 Personen wurden verletzt, wie der Risiko- und Katastrophenschutz des südamerikanischen Landes auf Twitter gestern mitteilte. Zudem wurden demnach acht Häuser und zwei Fahrzeuge zerstört. Ersten Berichten zufolge waren laut der ecuadorianischen Zeitung „El Universo“ zunächst Schüsse und dann eine Explosion zu hören.

Ermittler in einer schwer beschädigten Straße in der ecuadorianischen Hafenstadt Guayaquil
APA/AFP/Marcos Pin

Der ecuadorianische Innenminister Patricio Carrillo machte Mitglieder krimineller Organisationen des Drogenhandels verantwortlich. „Die Söldner des organisierten Verbrechens, die seit Langem die Wirtschaft narkotisiert haben, greifen nun mit Sprengstoff an“, schrieb Carrillo auf Twitter. „Das ist eine Kriegserklärung an den Staat.“

In einem Tweet der Generalstaatsanwaltschaft hieß es, man würde Beweismittel zur Klärung der Ursache der Explosion sammeln.

Ausnahmezustand ausgerufen

Präsident Guillermo Lasso hatte wegen der zunehmenden Gewalt unter anderem für die Provinz Guayas, deren Hauptstadt Guayaquil ist, im April den Ausnahmezustand ausgerufen. Dort hatte es in den Tagen zuvor Berichten zufolge Explosionen außerhalb des Gefängnisses und Bombendrohungen in Justizgebäuden gegeben.

In einem Gefängnis in der Nähe der Hafenstadt Guayaquil waren bei blutigen Bandenkämpfen im September 118 Menschen ums Leben gekommen. Die Gefängnisse in Ecuador sind wie auch andernorts in Lateinamerika überfüllt.

Viele Strafanstalten werden von Gangs kontrolliert. Zahlreiche inhaftierte Bosse steuern die Geschäfte ihrer kriminellen Organisationen aus dem Gefängnis heraus. „Der Feind ist der Drogenhandel“, sagte der Gouverneur von Guayas, Pablo Arosemena.

Religion

Die Diözese Graz-Seckau hat im Vorjahr zum zweiten Mal in ihrer Geschichte ein leichtes Minus geschrieben – so die Bilanz, die jetzt vorliegt. Man will reagieren und setzt den Sparstift an. Von einer Erhöhung des Kirchenbeitrags bis zum Kirchenverkauf wird dabei nichts ausgeschlossen.

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Kultur

Am Samstag ist das picture on festival in Bildein (Burgenland) zu Ende gegangen. 3.000 Menschen haben zwei Tage lang gefeiert, Musik gehört und das Ambiente genossen. Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause konnte das 20-jährige Jubiläum heuer nachgefeiert werden.

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Große Klassik, einfache Zugänge – dieses Motto schreibt sich das Festival Grafenegg auf die Fahnen. Es ist am Samstag vor ausverkauften Rängen mit einem konzertanten „Fidelio“ in Bestbesetzung in die Saison gestartet. Mehr Klang als in der Oper bot vor allem das Schweizer Gstaad Festival Orchestra. Auch die Wiesenplätze waren bis aufs Letzte belegt. Und man durfte sich denken: Endlich stören bei diesem Befreiungswerk keine ambitionierten Regieeinfälle.

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