Ukraine-Krieg

Nach dem Getreidedeal zwischen Moskau und Kiew erwarten die Vereinten Nationen eine Zunahme der Ausfuhren aus der Ukraine über das Schwarze Meer. Eine Reihe von Schiffen würde momentan auf die Genehmigung zur Fahrt in Richtung der ukrainischen Häfen warten, „und wir erwarten einen großen Aufwärtstrend bei den Anträgen für den Transit“, sagte der UNO-Koordinator für die Ausfuhren, Frederick Kenney. Gestern habe es mit insgesamt fünf vertragsmäßig inspizierten Schiffen einen neuen Höchststand gegeben.

Im Juli hatten die Kriegsparteien Ukraine und Russland Abkommen mit der Türkei und der UNO für den Export von Agrarprodukten und Dünger aus drei ukrainischen Schwarzmeer-Häfen abgeschlossen. Mehrere Schiffe haben seitdem die Häfen Tschornomorsk, Odessa und Piwdennyj mit über 370.000 Tonnen Fracht verlassen. Russland hatte nach seinem Angriff auf die Ukraine Ende Februar die ukrainischen Häfen blockiert. Die Ukraine wiederum hatte die Hafenzufahrten aus Furcht vor einer russischen Invasion vermint. Kenney sagte, dass es bisher keine Vorfälle gegeben habe, die die Sicherheit von Schiffen gefährdet hätten.

Nach einer tagelangen Hängepartie um seine Ladung ist der Frachter „Razoni“, der als erstes Schiff seit Kriegsbeginn mit Getreide an Bord die Ukraine verlassen hatte, in einen türkischen Hafen eingelaufen. Wie gestern Abend auf Ortungswebsites zu sehen war, lief der Frachter in den Mittelmeer-Hafen von Mersin ein. Einem Medienbericht zufolge war zuvor ein neuer Käufer für die 26.000 Tonnen Mais an Bord gefunden worden.

Die „Razoni“ hatte am Montag vergangener Woche den ukrainischen Hafen Odessa in Richtung Libanon verlassen und hätte eigentlich bereits am vergangenen Sonntag in Tripoli im Libanon anlegen sollen. Das geschah aber nicht – der libanesische Käufer der 26.000 Tonnen Mais trat nach ukrainischen Angaben vom Kaufvertrag zurück, weil sich die Lieferung wegen des russischen Angriffskrieges um fünf Monate verzögert hatte.

Daraufhin wurde händeringend ein neuer Abnehmer gesucht. Laut der Website The Middle East Eye wurde nun ein Käufer in der Türkei gefunden. Das Onlinemedium berief sich auf einen Schiffsagenten.

Die Kämpfe in der Ukraine müssen nach Einschätzung des Präsidialamts in Kiew dringend vor Beginn der nächsten Heizperiode beendet werden. Ansonsten bestehe das Risiko, dass Russland die Infrastruktur für Wärme und Energie zerstöre, sagte der Stabschef von Präsident Wolodymyr Selenskyj, Andrij Jermak, nach Angaben der Agentur Interfax gestern in Kiew.

Die russische Armee greife jetzt schon Infrastruktureinrichtungen an. „Das ist einer der Gründe, warum wir maximale Maßnahmen ergreifen wollen, um den aktiven Teil des Krieges bis Ende Herbst zu beenden“, so Jermak. Der Krieg dauert inzwischen fast schon ein halbes Jahr.

Jermak sagte weiter, die ukrainische Armee versuche alles, um die von Russland besetzten Gebiete zurückzuerobern. Je länger sich russisches Militär auf ukrainischem Gebiet verschanzen könne, desto schwieriger werde es. Russland ist am 24. Februar in die Ukraine einmarschiert. Inzwischen hält es einschließlich der Halbinsel Krim etwa ein Fünftel des Nachbarlandes besetzt. Auf eine mögliche Lösung am Verhandlungstisch gibt es derzeit keinerlei Hinweise.

Durch den südlichen Strang der „Druschba“-Pipeline fließt nach slowakischen Angaben erneut russisches Öl durch die Ukraine nach Europa. „Über die ‚Druschba‘-Pipeline kommt bereits wieder Rohöl in der Slowakei an, und in Ungarn wird die Versorgung voraussichtlich morgen wieder aufgenommen“, sagte ein Sprecher des slowakischen Ölunternehmens Slovnaft heute der Nachrichtenagentur AFP.

Demnach hatten Slovnaft und der Mutterkonzern MOL aus Ungarn angeboten, die Transitgebühren für den Pipeline-Abschnitt durch die Ukraine zu übernehmen. Sowohl die ukrainische als auch die russische Seite habe dem zugestimmt, sagte der Sprecher. Der MOL-Konzern erklärte zuvor, die Transitgebühren für August überwiesen zu haben.

Transneft: Ölfluss durch Ukraine gestoppt

Die russische Betreiberfirma der Pipeline, Transneft, hatte am Vortag bekanntgegeben, dass der Ölfluss durch die Ukraine bereits am vergangenen Donnerstag eingestellt worden sei. Als Grund gab sie an, dass Ende Juli eine Banktransaktion aufgrund westlicher Sanktionen gegen Russland abgelehnt worden sei. Der Slovnaft-Sprecher nannte „technische Probleme auf Bankenebene im Zusammenhang mit der Zahlung der Transitgebühren von russischer Seite“.

Betroffen von den Lieferausfällen war neben der Slowakei und Ungarn auch Tschechien. Nach Angaben des Betreibers des tschechischen Teils der „Druschba“-Pipeline wurden dort die Lieferungen noch nicht wieder aufgenommen.

Die EU-Staaten hatten sich im April auf ein schrittweises Ölembargo gegen Russland verständigt. Ungarn, Tschechien und die Slowakei hatten jedoch unter Verweis auf ihre starke Abhängigkeit von russischen Lieferungen eine weitgehende Ausnahme der Lieferungen über die „Druschba“-Pipeline durchgesetzt.

Die Ukraine ruft die Staaten der Europäischen Union und der sieben führenden Industriestaaten (G-7) auf, russischen Bürgerinnen und Bürgern keine Visa mehr auszustellen. Als Begründung nannte Außenminister Dmytro Kuleba auf dem Kurznachrichtendienst Twitter deren Unterstützung für Russlands Krieg gegen sein Land.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte bereits zuvor einen internationalen Reisebann für alle Russen gefordert, um Moskau von einer Annexion besetzter Gebiete abzuhalten. „Die wichtigsten Sanktionen sind es, die Grenzen zu schließen, denn die Russen nehmen anderen ihr Land weg“, sagte er der US-Zeitung „Washington Post“ in einem Interview vom Montag. Die Russen sollten „in ihrer eigenen Welt leben, bis sie ihre Philosophie ändern“.

Selenskyjs Äußerungen stoßen auch auf eine wachsende Diskussion in der EU, die Erteilung von Touristenvisa an Russen zu erschweren oder ganz einzustellen. Auch wenn der Reiseverkehr durch gekappte Flug- und Bahnverbindungen erschwert ist, sind doch im Sommer viele Russen trotz Krieges in die EU gereist. Russlands Nachbar Lettland im Baltikum hat bereits die Visabestimmungen verschärft. Finnland erwägt das, fordert aber eine Lösung für den ganzen Schengen-Raum.

COV Inland

Aktuell gibt es eine hohe Dunkelziffer bei den CoV-Infektionen. Mit dem starken Rückgang bei den Testungen sind die Zahlen aus dem Epidemiologischen Meldesystem (EMS) „kaum noch aussagekräftig“, betonte Komplexitätsforscher Peter Klimek gestern in der ZIB2. Heute wurden 7.000 Neuinfektionen gemeldet. Betrachte man die Spitalszahlen und die Abwasseranalysedaten dürfte die Zahl „um den Faktor zwei bis drei höher sein“.

„Wir haben das Signal verloren“, konstatierte der Komplexitätsforscher angesichts der mangelhaften Datenlage. Prognosen, welche CoV-Belastung im Herbst und Winter zu erwarten ist, seien kaum möglich, man könne nur noch grobe Trends angeben.

Dynamik wird wieder anziehen

„Natürlich“ sei zu erwarten, dass mit dem Ferienende – wenn sich Schulen und Büros wieder füllen – die Dynamik wieder anzieht. Da gehe man dann wegen der heuer wesentlich höheren Infektionszahlen im Sommer mit relativ hohem Niveau hinein. Für die Spitäler könne das wieder eine starke Belastung bedeuten, allerdings mit der jetzigen Omikron-Variante wohl nicht für die Intensivstationen.

Der große Unterschied zur Grippe

Prinzipiell liege man in der Pandemie jetzt – mit der hohen Immunisierung in der Bevölkerung und den neuen Varianten –, was das individuelle Risiko betrifft „ungefähr“ bei der Grippe. Allerdings gibt es, unterstrich Klimek, einen großen Unterschied: Grippewellen gibt es einmal im Jahr, CoV-Wellen wesentlich häufiger – allein heuer schon drei.

In der Frage allfällig nötiger Schutzmaßnahmen für den Herbst war der Komplexitätsforscher zurückhaltend: Es werde wohl auf lange Sicht alternativlos sein, mehr auf Eigenverantwortung – auch bei der Maske – zu setzen, meinte er.

Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, liegt laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bei 449,7 (Stand: gestern, 14.00 Uhr).

Am höchsten ist die Zahl in Wien (657,1) und im Burgenland (554,7). Am niedrigsten ist der Wert in Vorarlberg (196,2) und in Oberösterreich (329,5).

Das Berichtsschema der AGES zeigt die Zahlen vom Vortag – wie die Meldung der Ministerien. Wesentlicher Unterschied zu den Ministeriumsmeldungen: Laborbestätigte Fälle, Tote etc. werden nicht zum Meldezeitpunkt dargestellt, sondern zum Diagnose- bzw. Sterbedatum. In der Darstellung in ORF.at wird auch täglich transparent gemacht, welchen Tagen die neu gemeldeten Fälle zugeordnet werden.

Ministerien melden 6.992 Neuinfektionen

Das Gesundheits- und das Innenministerium haben 6.992 neu registrierte Coronavirus-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden (Stand: gestern, 9.30 Uhr) gemeldet. Diese Zahlen meldeten die Bundesländer an den nationalen Krisenstab.

19.231 Menschen verstarben bisher im Zusammenhang mit dem Coronavirus. 1.420 infizierte Personen werden derzeit in einem Spital behandelt, davon 81 auf Intensivstationen.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Erklärung zur Zählweise und weiteren Fragen in ORF.at/corona

COV Ausland

Nordkoreas Herrscher Kim Jong Un hat den Sieg im Kampf gegen die Pandemie im Land erklärt. Er ordnete die Aufhebung der Schutzmaßnahmen an, wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA heute berichtete. Seine Schwester erklärte, Kim habe selbst an „hohem Fieber“ gelitten.

Zudem sagte sie, der Ausbruch der Seuche sei auf Feinde in Südkorea zurückzuführen, die mit „Flugblättern“ das Virus eingeschleust hätten. Südkorea begehe weiter Verbrechen gegen die Menschlichkeit, weil Flugblätter nach Nordkorea gesendet werden.

Inland

Der Leiter der Wiener Oberstaatsanwaltschaft, Johann Fuchs, ist gestern am Innsbrucker Landesgericht zu einer Geldstrafe von 72.000 Euro verurteilt worden. Er musste sich wegen Verletzung des Amtsgeheimnisses und Falschaussage vor dem „Ibiza“-U-Ausschuss verantworten. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, Fuchs legte Berufung ein.

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Die mit der Kurzbezeichnung „MATTLE“ bei der Landtagswahl antretende Tiroler ÖVP darf den ersten Platz auf den Stimmzetteln einnehmen. Zu diesem Ergebnis kam die Landeswahlbehörde, die über die Reihung entschied, in einer Sitzung gestern, teilte das Land der APA mit.

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Der Rohbericht des Rechnungshofs (RH) zur Covid-19-Finanzierungsagentur des Bundes (COFAG) sorgt für neue Konflikte in der heimischen Politik. Die Prüfer kritisierten Genese, Zusammensetzung und mangelnde Transparenz der Agentur scharf. Auch der Innsbrucker Verwaltungsjurist Peter Bußjäger geht mit der COFAG hart ins Gericht. Die Opposition sieht sich bestätigt, die ÖVP verteidigt die Vorgangsweise der Regierung.

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Ausland

Wegen eines Mordkomplotts gegen den ehemaligen Sicherheitsberater des früheren US-Präsidenten Donald Trump, John Bolton, ist in den USA ein Mitglied der Iranischen Revolutionsgarde angeklagt worden. Dem 45 Jahre alten Mann aus Teheran wird vorgeworfen, einen Mord in Auftrag gegeben und als Lohn 300.000 US-Dollar (etwa 290.000 Euro) in Aussicht gestellt zu haben, wie das Justizministerium gestern in Washington mitteilte.

Der Mann befindet sich nach Angaben des Ministeriums im Ausland auf freiem Fuß. Der genaue Aufenthaltsort sei nicht bekannt. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es sich bei dem Plan um eine Vergeltungsmaßnahme für einen Anschlag im Jänner 2020 handeln sollte, bei dem der iranische General Qasem Soleimani getötet wurde.

Über einen Anschlag auf den heute 73 Jahre alten Bolton ist nichts bekannt. Der renommierte Diplomat war in den Jahren 2018 und 2019 Sicherheitsberater im Weißen Haus, trat dann aber im Streit mit Trump zurück.

Die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, hat ihren Besuch in Taiwan erneut verteidigt. „Wir werden es China nicht erlauben, Taiwan zu isolieren“, sagte die demokratische Politikerin gestern in Washington. Die Volksrepublik halte Taiwan beispielsweise von einer Mitgliedschaft in der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ab. „Aber sie halten uns nicht davon ab, nach Taiwan zu reisen“, sagte Pelosi.

An ihrem Besuch zu Beginn des Monats hatte es vor allem aus China, aber auch aus anderen Ländern Kritik gegeben. Mit Blick auf eine Einschätzung des US-Militärs zu dem Besuch sagte Pelosi: „Ich kann mich nicht erinnern, dass sie uns jemals gesagt hätten, wir sollten nicht reisen.“ Der ebenfalls demokratische Präsident Joe Biden hatte vor Pelosis Reise auf Fragen zu den Plänen geantwortet: „Ich glaube, das Militär hält es im Moment für keine gute Idee.“

Als Reaktion auf den Taiwan-Besuch der US-Politikerin hatte China seit vergangener Woche groß angelegte Militärübungen rund um die demokratische Inselrepublik absolviert.

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat bei einer Befragung unter Eid zu seinen Geschäftspraktiken die Aussage eigenen Angaben zufolge verweigert. Er habe es auf Anraten seiner Verteidigung abgelehnt, die Fragen zu beantworten und sich auf das Recht berufen, das jedem Bürger gemäß der Verfassung der Vereinigten Staaten zustehe, verkündete Trump gestern auf der von ihm mitbegründeten Plattform Truth Social.

Kurz zuvor war Trump im Zuge einer Untersuchung wegen möglicherweise illegaler Geschäfte im Büro der New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James eingetroffen.

Die Demokratin James leitet seit Jahren zivilrechtliche Ermittlungen gegen das Firmenimperium des Republikaners. Trump und die Trump Organization haben James zufolge irreführende Finanzberichte verwendet, um wirtschaftliche Vorteile zu erlangen. Trumps Konzern weist die Anschuldigungen zurück.

Nach dem Angriff mutmaßlicher Dschihadisten auf Streitkräfte in Mali ist die Zahl der getöteten Soldaten auf 42 gestiegen. Die neue Bilanz geht aus einem gestern von der malischen Armee veröffentlichten Dokument hervor. Der Angriff hatte sich nach Angaben der malischen Streitkräfte am Sonntag in der Stadt Tessit nahe der Grenzen zu Burkina Faso und Niger ereignet.

Die Armee hatte zunächst von 17 getöteten Soldaten und vier getöteten Zivilisten gesprochen. Es war laut Militär der bisher schwerste Angriff auf malische Streitkräfte seit 2019. Bei den Kämpfen seien mindestens sieben Angreifer getötet worden.

Die Streitkräfte machten die Gruppierung Islamischer Staat in der Großen Sahara, einen Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), für den Angriff verantwortlich. In der Region bekämpft sich diese Gruppierung mit rivalisierenden Gruppen mit Verbindungen zum Terrornetzwerk al-Kaida.

Anschläge erschüttern Mali

Mali wird seit 2012 von dschihadistischer Gewalt erschüttert. In dem Konflikt, der sich auch auf die Nachbarstaaten Burkina Faso und Niger ausweitete, wurden bereits mehrere tausend Soldaten und Zivilisten getötet sowie zwei Millionen Menschen aus ihrer Heimat vertrieben.

Seit 2013 sind in dem Land UNO-Friedenstruppen stationiert, der UNO-Sicherheitsrat verlängerte das Mandat Ende Juni um ein weiteres Jahr. Auch das österreichische Bundesheer ist mit zwei Soldaten an dem Einsatz beteiligt. Dazu kommen aktuell 23 Soldaten, die Teil einer EU-Trainingsmission (EUTM) für die malische Armee sind.

Wirtschaft

Der Unterhaltungsriese Walt Disney hat im jüngsten Geschäftsquartal rasantes Wachstum mit seinen Streamingdiensten verzeichnet. Die On-Demand-Services Disney+, Hulu und ESPN+ brachten es Ende Juni zusammen auf rund 221 Millionen Abos, wie der Konzern gestern nach US-Börsenschluss mitteilte.

Damit hat Disney zum bisherigen Streamingmarktführer Netflix aufgeschlossen, der zuletzt Kundschaft verlor und das vergangene Vierteljahr auch mit rund 221 Millionen genutzten Konten beendete.

„Wir hatten ein exzellentes Quartal“, verkündete Disney-Chef Bob Chapek bei der Bilanzvorlage. Vor allem Disney+ und ESPN+ florierten mit jährlichen Wachstumsraten von 31 beziehungsweise 53 Prozent.

Disneys dritter Streamingservice Hulu steigerte die Abozahl um acht Prozent. Der erst im November 2019 gestartete Service Disney+ gewann in drei Monaten 14,4 Millionen Kundinnen und Kunden hinzu – deutlich mehr als von Experten erwartet. Mit der „Star Wars“-Serie „Obi-Wan Kenobi“ und Marvels „Ms. Marvel“ landete Disney+ zwei große Hits.

Die Preise an den Zapfsäulen sind im österreichweiten Durchschnitt mittlerweile wieder auf rund 1,80 Euro je Liter gesunken. Am Dienstag kostete Diesel im Schnitt 1,814 Euro/Liter, Super 1,799 Euro, so der ÖAMTC. Damit ist das der vierte Dienstag in Folge, an dem sich die Spritpreise nach unten bewegten. Am 12. Juli kostete ein Liter Diesel 2,089 Euro, Super 2,095 Euro.

In Deutschland kostet Diesel aktuell 1,89 Euro. Der Benzinpreis liegt bei 1,707 Euro. Grund für die niedrigeren Spritpreise sind laut ADAC die deutlich gesunkenen Preise für Rohöl, das zuletzt für 96 Dollar (93,90 Euro) gehandelt wurde. In der Vorwoche lag der Preis noch bei 100 Dollar.

Der ÖAMTC betonte gestern, dass das Preisniveau weiterhin hoch ist, weswegen die Politik am Zug sei, die Kostenbelastung zu reduzieren. „Möglich wäre das beispielsweise durch eine Senkung der Mineralölsteuer“, so der Club zur APA.

Sport

Die Erwartungshaltung im österreichischen Schwimmlager ist nach dem Aufschwung bei den vergangenen Großereignissen gestiegen. Von der Langbahn-EM, der Kurzbahn-EM und -WM 2021 und den Weltmeisterschaften in Budapest im Juni ist Österreichs Schwimmverband (OSV) mit Medaillen zurückgekehrt. Bei den Europameisterschaften in Rom will das OSV-Aufgebot ab heute an die Erfolge anknüpfen. Die größten Hoffnungen liegen dabei auf Kraul-Spezialist Felix Auböck sowie auf dem Synchronschwimm-Duett Anna-Maria und Eirini Alexandri.

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Exakt 50 Jahre nachdem die Olympischen Sommerspiele stattfanden, ist München wieder ein Hotspot für Medaillen. Bei der zweiten Auflage der European Championships von heute bis 21. August sind in der bayrischen Landeshauptstadt neun Sportarten mit dabei, wenn bei der Multi-EM im Klettern, Kanu (Flachwasser), Beachvolleyball, Radsport, Leichtathletik, Rudern, Tischtennis, Triathlon und Turnen in 177 Bewerben um Medaillen gekämpft wird. Insgesamt nehmen 4.700 Sportler und Sportlerinnen an den Titelkämpfen in München teil. Der ORF überträgt täglich mehrere Stunden in ORF Sport + und in tvthek.ORF.at.

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Österreichs Abordnung bei der Pferdesport-WM in Herning hat gestern die ersten Medaillen bei den Titelkämpfen in Dänemark eingefahren. Silber für Pepo Puch in der Para-Dressur und Bronze für das Voltigier-Team im Nationenpreis. Österreichs Springreit-Team ist mit Rang 14 im Zeitspringen in die WM gestartet.

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Es ist das Ende einer Ära: ÖFB-Kapitänin Viktoria Schnaderbeck hat gestern ihre lange, erfolgreiche Fußballkarriere für beendet erklärt. Die 31-jährige Steirerin, die bereits vor 15 Jahren ihr Debüt für Österreich gegeben hatte und seit fast zehn Jahren auch Spielführerin war, zollte ihren andauernden Knieproblemen Tribut und zog einen Schlussstrich unter ihre Karriere. Mit ihr ging auch Lisa Makas in die Fußballpension, wie beide bei einer Pressekonferenz des Österreichischen Fußballbundes (ÖFB) kundtaten.

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Chronik

Ein 25 Jahre alter Rennradfahrer ist gestern Nachmittag auf der Koralpenstraße in Kärnten vom Pkw einer 60 Jahre alten Frau erfasst und verletzt worden. Die Frau beging Fahrerflucht. Sie konnte jedoch von der Polizei ausgeforscht werden. Ein Alkotest ergab eine mittelgradige Alkoholisierung. Der Radfahrer wurde unbestimmten Grades verletzt.

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Die A4-Ostautobahn ist ab 16. August vom Flughafen Schwechat bis nach Bruck an der Leitha (Niederösterreich) durchgängig dreispurig befahrbar. Damit ist der langjährige Ausbau der Ostautobahn abgeschlossen.

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Einen Solosechser in Höhe von einer Million Euro hat die aktuelle Ziehung bei Lotto „6 aus 45“ gebracht.

Folgende Gewinnzahlen wurden ermittelt:

7 17 19 22 33 40 / Zusatzzahl: 20

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14 18 19 21 33 45

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0 4 8 8 4 0

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Science

Niesen ist vielleicht einer der ältesten Mechanismen, mit dem sich Organismen von Fremdstoffen befreien. Eine Gruppe von Meeresbiologinnen und -biologen hat nun entdeckt, dass Schwämme ihr Filtersystem auf ähnliche Art und Weise sauber halten.

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Kultur

Deutschland würdigt den Humoristen Loriot alias Vicco von Bülow (1923–2011) zum 100. Geburtstag mit einer 20-Euro-Münze. Die im September 2023 erscheinende Sammlermünze zeigt auf der einen Seite Loriots gezeichneten „Rosenkavalier“ samt farbiger Rose im Mund. Auf der anderen findet sich der Bundesadler.

Die Loriot-Münze wird in zwei Qualitäten herausgegeben – einmal zum Nennwert und in Sammlerqualität zu einem höheren Preis.