Ukraine-Krieg

Die Ukraine hat der russischen Armee vorgeworfen, die Schlangeninsel im Schwarzen Meer gestern mit Phosphorbomben angegriffen zu haben. Moskaus Truppen hätten am Abend „zweimal einen Luftangriff mit Phosphorbomben ausgeführt“, schrieb der ukrainische Armeechef Walerij Saluschny auf Telegram. Erst am Vortag hatte die russische Armee ihren Rückzug von der ukrainischen Insel erklärt, die sie zuvor vier Monate lang besetzt gehalten hatte.

Die russischen Angriffe seien Saluschnys Angaben zufolge gegen 18.00 Uhr Ortszeit erfolgt. Die Phosphorbomben seien von SU-30-Fliegern der russischen Armee abgeworfen worden. Phosphorwaffen sind völkerrechtlich nicht explizit verboten – allerdings ist ihr Einsatz laut einer Waffenkonvention von 1980 gegen Zivilisten und in städtischen Gebieten geächtet. Sie können schwerste Verbrennungen sowie Vergiftungen verursachen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den Raketenangriff auf ein Wohnhaus im südukrainischen Gebiet Odessa als „absichtlichen, gezielten russischen Terror“ verurteilt. „Es war ein einfaches Haus mit etwa 160 Personen. In ihm lebten gewöhnliche Menschen, Zivilisten“, sagte er gestern in einer Videobotschaft.

Bisher seien 21 Tote und etwa 40 Verletzte gezählt worden. „Leider steigt die Zahl der Todesopfer.“ In dem Gebäude seien weder Waffen noch militärische Ausrüstung versteckt gewesen – „wie russische Propagandisten und Beamte immer über solche Angriffe erzählen.“ Der Einschlag der drei Raketen sei weder Fehler noch Versehen gewesen.

Auch in die Stadt Mykolajiw im Süden seien zwölf russische Raketen an verschiedenen Stellen eingeschlagen sein, sagte Selenskyj. Er übermittle allen Angehörigen und Freundinnen und Freunden der Opfer sein Beileid, betonte der Präsident.

Die Weizenernte in der Ukraine wird nach Angaben des Mischkonzerns BayWa, der in Österreich maßgeblich an der Lagerhaus-Mutter Raiffeisen Ware Austria (RWA) beteiligt ist, schwächer als in den Vorjahren ausfallen. Derzeit reiften dort 22,48 Millionen Tonnen Brotweizen für die Ernte heran, das sei ein Rückgang um 17 Prozent zum Schnitt der vergangenen vier Jahre, sagte BayWa-Chef Klaus Josef Lutz.

Bei der Weizenernte sind die Basis für die Einschätzung aktuelle Satellitendaten. Diese zeigten, „dass eine unterdurchschnittliche Ernte nicht mehr zu vermeiden ist“. Grund für den erwarteten Rückgang sei nicht nur der Krieg, sondern vor allem die Trockenheit, sagte Heike Bach, CEO der BayWa-Tochter Vista.

Weiter Kämpfe in Ostukraine, mehr Tote nahe Odessa

Im Ukraine-Krieg gehen indes die Kämpfe im Osten des Landes unvermindert weiter. Das russische Vorrücken konzentrierte sich zuletzt auf die Stadt Lyssytschansk – den letzten großen Ort, den die ukrainischen Truppen im Gebiet Luhansk noch halten. Die Zahl der Toten bei russischen Raketenangriffen auf ein Wohnhaus und eine Freizeiteinrichtung in der Nähe von Odessa erhöhte sich auf mindestens 21.

Während Russland in der Ostukraine weiter seine militärische Überlegenheit ausspielt, kann Kiew über die Rückeroberung der symbolträchtigen Schlangeninsel im Schwarzen Meer jubeln. Nachdem die russische Armee den Abzug angekündigt hatte, haben die Soldaten nach ukrainischen Angaben die kleine Insel inzwischen verlassen. Nach ukrainischen Militärangaben erlaubt die Schlangeninsel im Schwarzen Meer die Kontrolle über Teile der ukrainischen Küste und Schifffahrtswege.

Liveticker zum Nachlesen

Wegen der jüngsten Kürzungen der russischen Erdgaslieferungen hat die EU in diesem Monat zum ersten Mal in der Geschichte mehr Gas aus den USA als über Pipelines aus Russland importiert. Das sagte der Chef der Internationalen Energieagentur IEA, Fatih Birol, via Twitter.

Die ausbleibenden Gaslieferungen seien eine Herausforderung – die EU müsse sich laut Birol wohl auf einen harten Winter vorbereiten.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat Russland dazu aufgefordert, die Rechte ukrainischer Kriegsgefangener zu achten. Wie das Straßburger Gericht gestern mitteilte, beschloss es dazu eine sogenannte einstweilige Maßnahme.

Einstweilige Maßnahmen sind laut Gericht verbindlich und werden nur selten und bei unmittelbarer Gefahr auf irreparablen Schaden ausgesprochen. Russland will sich allerdings nicht mehr an Entscheidungen aus Straßburg halten.

Nach Bericht von Ukrainerin

Eine Ukrainerin, deren Mann von russischen Kräften als Kriegsgefangener gehalten werden soll, hatte sich zuvor an das Menschenrechtsgericht gewandt. Sie soll in dem Camp, in dem ihr Mann wohl gehalten wird, Folter an Ukrainern gesehen haben. Das Gericht forderte Russland nun auf, sicherzustellen, dass die Menschenrechte des Mannes respektiert werden.

Diese Maßnahme gelte für alle weiteren Anfragen bei Gericht von ukrainischen Kriegsgefangenen, die nahelegten, dass das Risiko einer irreparablen Schädigung unmittelbar bestehe. Russland soll zudem innerhalb einer Woche Auskunft darüber geben, ob der Mann von Russland gefangen genommen wurde, und wenn ja, unter welchen Bedingungen er festgehalten werde.

Ausland

Der US-Bundesstaat New York will das Recht auf Abtreibungen in seiner Verfassung verankern. Der Senat des von den Demokraten regierten Bundesstaates stimmte gestern für einen Verfassungszusatz, der ein Recht auf Schwangerschaftsabbrüche und einen Zugang zu Verhütungsmitteln festschreibt. Nun muss noch das Repräsentantenhaus von New York für den Text stimmen, bevor er den Wählern in einem Referendum vorgelegt wird.

Der Bundesstaat reagiert mit dem Vorhaben auf die kürzlich erfolgte Aufhebung eines seit fast 50 Jahren geltenden Grundsatzurteils, das ein landesweites Recht auf Schwangerschaftsabbrüche verankert hatte. Der Supreme Court hatte das Grundsatzurteil „Roe v. Wade“ aus dem Jahr 1973 vor einer Woche gekippt und damit ein politisches Erdbeben ausgelöst.

Wütende Demonstranten haben gestern das libysche Parlament im Osten des nordafrikanischen Landes angegriffen. Auf Bildern libyscher Fernsehsender ist zu sehen, wie sie an dem Gebäude in der Stadt Tobruk Feuer entzündeten und Steine schmissen. Eine Aufnahme in den sozialen Medien zeigte einen Bulldozer, der gegen ein Tor des Parlaments rammte.

Die libysche Nachrichtenseite al-Wasat meldete, die Demonstranten verlangten die Auflösung des Parlaments und Neuwahlen. Es hieß aber zugleich, die Proteste richteten sich auch gegen die schlechten Lebensbedingungen im Land.

Zuvor war es den Angaben zufolge auch in anderen Städten des Landes zu Protesten gekommen. Laut al-Wasat versammelten sich unter anderem in der Hauptstadt Tripolis im Westen des Landes mehrere hundert Menschen auf einem zentralen Platz, wo sie gegen die Milizen und die führenden Politiker protestierten. Sie verlangten zudem eine bessere Stromversorgung und niedrigere Brotpreise.

Libyen leidet seit 2011 unter einem Bürgerkrieg, der nach dem Sturz von Langzeitherrscher Muammar al-Gaddafi ausgebrochen war. Derzeit ringen zwei Regierungen um die Macht. In der Hauptstadt sitzt die Führung um Ministerpräsident Abdul Hamid Dbaiba. Zugleich beansprucht die Regierung von Ex-Innenminister Fathi Baschaga die Macht für sich. Dieser ist mit dem Parlament im Osten verbündet.

Die US-Regierung hat eine zunehmende Einmischung der Taliban bei der Bereitstellung von humanitärer Hilfe in Afghanistan angeprangert. Eine hochrangige US-Delegation habe sich bei Gesprächen am Mittwoch und Donnerstag in Doha, der Hauptstadt Katars, mit Vertretern der militant-islamistischen Taliban besorgt darüber gezeigt, teilte das US-Außenministerium mit. Beide Seiten seien sich einige gewesen, dass der ununterbrochene Zugang zu medizinischer Grundversorgung im ganzen Land aufrecht erhalten werden müsse. Gleichzeitig müssten aber Bedenken hinsichtlich der Transparenz ausgeräumt werden.

In den Gesprächen sei auch die „anhaltende und zunehmende Einschränkung der Rechte afghanischer Frauen und Mädchen durch die Taliban“ Thema gewesen, so das US-Ministerium. Man habe deutlich gemacht, dass die Normalisierung der Beziehung entscheidend mit dem Schutz der Rechte der Menschen in Afghanistan zusammenhingen. Die Vertreter der US-Regierung hätten außerdem ihre Sorge über „die anhaltende Präsenz“ von islamistischen Terrornetzwerken wie Al-Kaida oder dem IS-Ableger Isis-K und anderen terroristischen Organisationen in Afghanistan zum Ausdruck gebracht.

US-Präsident Joe Biden hat das Oberste US-Gericht nach seiner Entscheidung zum Abtreibungsrecht erneut mit scharfen Worten attackiert. „Ich teile die öffentliche Empörung über dieses extremistische Gericht“, sagte Biden gestern bei einer Videokonferenz mit Gouverneurinnen und Gouverneuren. Das Gericht wolle Amerika in die Vergangenheit zurückversetzen und Rechte beschneiden, so Biden. Unter Ex-Präsident Donald Trump ist der Supreme Court weit nach rechts gerückt.

Der Supreme Court hatte das Recht auf Abtreibung vergangene Woche gekippt und argumentiert, es sei nicht in der Verfassung verankert. Da es kein landesweites Gesetz gibt, das das Recht schützt, liegt die Gesetzgebung nun bei den Bundesstaaten.

Das US-Höchstgericht hatte zuletzt auch Bidens Klimaagenda mit einer Entscheidung deutlich ausgebremst. In der kommenden Sitzungsperiode verhandelt es unter anderem einen Fall zum Wahlrecht, der erhebliche Folgen für die Präsidentenwahl 2024 haben könnte.

Die israelische Botschaft in Deutschland hat dem ukrainischen Botschafter, Andrij Melnyk, nach dessen kontroversen Interviewaussagen eine Verharmlosung des Holocaust vorgeworfen. Melnyk steht wegen Äußerungen über den früheren ukrainischen Nationalistenführer Stepan Bandera (1909-1959) unter Druck.

„Die Aussagen des ukrainischen Botschafters sind eine Verzerrung der historischen Tatsachen, eine Verharmlosung des Holocausts und eine Beleidigung derer, die von Bandera und seinen Leuten ermordet wurden“, erklärte die israelische Botschaft in Berlin auf Twitter. Melnyks Darlegungen „untergraben auch den mutigen Kampf des ukrainischen Volkes, nach demokratischen Werten und in Frieden zu leben“.

„Bandera war kein Massenmörder“

Nationalistische Partisanen aus dem Westen der Ukraine waren 1943 für ethnisch motivierte Vertreibungen verantwortlich, bei denen Zehntausende polnische Zivilisten ermordet wurden.

Melnyk hatte den Anführer Bandera in einem Interview mit dem Journalisten Tilo Jung in Schutz genommen und gesagt: „Bandera war kein Massenmörder von Juden und Polen.“ Dafür gebe es keine Belege.

Als eines der letzten Länder in Westeuropa hat die Schweiz gestern die „Ehe für alle“ eingeführt. Somit ist es jetzt auch Menschen gleichen Geschlechts erlaubt, einander zu heiraten. Andrang von schwulen und lesbischen Paaren gab es am ersten Tag unter anderem in Zürich, mit mehr als zwei Dutzend Zeremonien. Darunter waren auch Männer und Frauen, die bereits in einer eingetragenen Partnerschaft lebten und ihren Status ändern wollten.

Gegner der geplanten Gesetzesänderung hatten im vergangenen Jahr eine Volksabstimmung erzwungen. Diese ging im September mit 64,1 Prozent Zustimmung zur „Ehe für alle“ aus.

Schweizer Post mit spezieller Briefmarke

Die Schweizer Post gab zum Inkrafttreten eine spezielle Briefmarke heraus. Sie zeigt 30 Ballons, die zusammengeknüpft als großes Herz in Regenbogenfarben in Richtung Himmel abheben. Angehängt an die Ballons sind vier Kärtchen, auf denen in allen vier Landessprachen „Ja“ steht: Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch.

Die gleichgeschlechtliche Ehe ist in Österreich seit 1. Jänner 2019 möglich.

Inland

Im laufenden Finanzstrafverfahren gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser könnte am kommenden Montag das Urteil im Wiener Straflandesgericht fallen. Der Prozess läuft seit 13. Juni unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Der Ausschluss wurde von Grasser und seinem mitangeklagten Steuerberater beantragt. Bei der Urteilsverkündung durch Richter Michael Tolstiuk ist allerdings die Öffentlichkeit zugelassen.

In dem Verfahren geht es um den Vorwurf der Steuerhinterziehung bei den Provisionen für Grassers Engagement bei Meinl International Power (MIP). Grasser und sein mitangeklagter Berater bestreiten den Vorwurf, es gilt die Unschuldsvermutung.

Das lange geforderte Verbot von Vollspaltenböden in der Schweinehaltung wird mit dem neuen Tierschutzgesetz fixiert: Die beiden zuständigen Minister Johannes Rauch (Grüne) und Norbert Totschnig (ÖVP) gaben am Freitag bekannt, dass eine Einigung erzielt worden ist und das endgültige Aus von Vollspaltenbuchten Ende 2039 erfolgt.

Lesen Sie mehr …

Die SPÖ will über die Novelle zum Parteiengesetz weiter verhandeln, nachdem ihr Wunsch, die Funktion der Rechnungshofspitze mit Inkrafttreten der Neuregelung neu auszuschreiben, für Irritation bei den Regierungsparteien gesorgt hat. Das will auch die Koalition, sagte Grünen-Klubobfrau Sigrid Maurer gestern gegenüber dem Ö1-Mittagsjournal. Notfalls werde man das Gesetz aber mit einfacher Mehrheit beschließen.

Aus dem SPÖ-Klub hieß es gegenüber der APA, dass man eine Lösung anstrebe. Tags zuvor hatte die Forderung der SPÖ, die Rechnungshofspitze mit dem von ihr geforderten Bestellmodus einer Zweidrittelmehrheit unmittelbar nach Inkrafttreten neu zu wählen, in den Verhandlungen den Unmut der Regierungskoalition aus ÖVP und Grünen auf sich gezogen. SPÖ-Vizeklubchef Jörg Leichtfried sagte, dass Kraker „vollkommen außer Streit“ stehe, und begründete die Forderung damit, dass bei einer Kompetenzerweiterung auch der Legitimationsgrad für die Spitze des Rechnungshofs erhöht werden sollte.

Beschlossen werden sollen die Novelle zum Parteiengesetz und weitere Neuregelungen kommende Woche im Nationalrat. Einige Punkte brauchen eine Zweidrittelmehrheit (und damit die Zustimmung von SPÖ und bzw. oder FPÖ), darunter der neue Bestellungsmodus der RH-Präsidentin, der in der Verfassung verankert ist. Auch die Freiheitlichen bestehen aber auf einer Wahl mit Zweidrittelmehrheit und dass diese mit dem Inkrafttreten des neuen Parteiengesetzes scharf gemacht werden müsse, wie FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz verlangt hatte.

COV Inland

Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, liegt laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bei 761,4 (Stand: gestern, 14.00 Uhr).

Am höchsten ist die Zahl in Wien (1.212,4) und im Burgenland (916,5). Am niedrigsten ist der Wert in Kärnten (435,7) und in der Steiermark (538,2).

Das Berichtsschema der AGES zeigt die Zahlen vom Vortag – wie die Meldung der Ministerien. Wesentlicher Unterschied zu den Ministeriumsmeldungen: Laborbestätigte Fälle, Tote etc. werden nicht zum Meldezeitpunkt dargestellt, sondern zum Diagnose- bzw. Sterbedatum. In der Darstellung in ORF.at wird auch täglich transparent gemacht, welchen Tagen die neu gemeldeten Fälle zugeordnet werden.

Ministerien melden 10.424 Neuinfektionen

Das Gesundheits- und das Innenministerium haben 10.424 neu registrierte Coronavirus-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden gemeldet (Stand: gestern, 9.30 Uhr). Diese Zahlen meldeten die Bundesländer an den nationalen Krisenstab.

18.792 Menschen verstarben bisher am oder im Zusammenhang mit dem Coronavirus. 870 infizierte Personen werden derzeit in einem Spital behandelt, davon 49 auf Intensivstationen.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Erklärung zur Zählweise und weiteren Fragen in ORF.at/corona

COV Ausland

Der deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach befürchtet im Herbst eine deutliche Verschlechterung der CoV-Situation. „Es wird ein schwerer Herbst werden, wir müssen vorbereitet sein“, sagte der SPD-Politiker gestern Abend gegenüber der ARD.

Lauterbach rechnet demnach damit, dass man „mit der BA.5-Variante, die sich jetzt hier ausbreitet, große Schwierigkeiten bekommen“ werde – konkret mit sehr hohen Fallzahlen, was auch zu einer Überlastung der kritischen Infrastruktur führen könne. „Das ist meine Befürchtung“.

Angesichts der zuletzt per Gutachten laut gewordenen Kritik im Zusammenhang mit der als nicht ausreichend betrachtenden CoV-Daten in Deutschland, räumte Lauterbach gegenüber der ARD ein, dass man bisher „nicht die perfekten Daten“ gehabt habe. Mit einem Pandemie-Radar in Krankenhäusern und einem Abwassermonitoring gehe er im September aber von einer besseren Datenlage aus.

Sport

Auch eine Regenunterbrechung und die danach folgende Verschiebung der weiteren Partie auf gestern hat Dennis Novak nicht vor dem Aus in der zweiten Runde von Wimbledon bewahrt. Österreichs einziger Beitrag im Einzel-Bewerb des Rasenklassikers musste sich dem Australier Jason Kubler mit 3:6 4:6 4:6 geschlagen geben. Sein Arbeitstag dauerte nur zwei Minuten. Da Philipp Oswald später auch noch im Doppel verlor, ist Österreich beim Grand-Slam-Turnier in London nicht mehr vertreten.

Lesen Sie mehr …

Titelverteidiger Tadej Pogacar hat gleich zum Auftakt der 109. Tour de France ein Zeichen gesetzt. Der 23-jährige Slowene distanzierte gestern im verregneten Einzelzeitfahren in Kopenhagen seinen größten Herausforderer Primoz Roglic um neun Sekunden. Nach 13,2 Kilometern war Pogacar auch acht Sekunden schneller als der dänische Vorjahreszweite Jonas Vingegaard. Der erste Etappensieg ging an den Belgier Yves Lampaert.

Lesen Sie mehr …

Mit halbautomatischer Abseitstechnologie will die FIFA schon bei der heurigen Fußball-WM die Entscheidungen der Videoschiedsrichter schneller und zuverlässiger machen. Wie der Weltverband gestern mitteilte, wird das System bei den 64 Spielen der Endrunde im Herbst in Katar zum Einsatz kommen.

Lesen Sie mehr …

Wirtschaft

Die Regierung von US-Präsident Joe Biden schließt Medienberichten zufolge neue Öl- und Gasbohrungen vor den Küsten der USA nicht aus. Ein vom Innenministerium vorgelegter Plan sieht mögliche Bohrungen hauptsächlich im Golf von Mexiko vor – aber auch vor der Küste Alaskas, wie US-Medien übereinstimmend berichten. Der Fünfjahresplan des Innenministeriums ist gesetzlich vorgeschrieben. Er beinhaltet die Erschließung neuer Öl- und Gasfelder vor den Küsten der USA.

Die Vorschläge des Ministeriums beinhalten aber auch die Möglichkeit, auf neue sogenannte Offshore-Bohrungen zu verzichten. Es werden gleichzeitig mögliche Versteigerungen von Bohrrechten im Golf von Mexiko und vor der Küste Alaskas vorgeschlagen. Der Plan nimmt die öffentlichen Gewässer an der Atlantik- und Pazifikküste von Bohrungen aus.

Auf dem Weg zu mehr Eigenständigkeit bei der Energieversorgung hat der mexikanische Ölkonzern Pemex eine neue, wenn auch noch nicht gänzlich fertig gestellte, Raffinerie eröffnet. Mit dem Großprojekt nahe der Hafenstadt Dos Bocas am Golf von Mexiko will Präsident Andres Manuel Lopez Obrador dem Ziel der Energieautarkie näher kommen. „Das ist ein wahr gewordener Traum“, sagte der Linksnationalist gestern bei der Besichtigung der Anlage.

Nach einer Probephase soll die Raffinerie Olmeca ab kommendem Jahr 340.000 Barrel Öl (je 159 Liter) pro Tag verarbeiten. Die Anlage im Bundesstaat Tabasco ist die erste neu gebaute Raffinerie in Mexiko seit 40 Jahren. Die Kosten für das Großprojekt erhöhten sich von acht Milliarden US-Dollar auf mindestens elf Milliarden Dollar (10,5 Mrd. Euro).

Pemex betreibt in Mexiko sechs weitere Raffinerien. Vor einem Jahr kaufte der staatliche Ölkonzern zudem die Anteile von seinem damaligen Partner Shell an der Anlage Deer Park bei Houston im US-Bundesstaat Texas und wurde damit alleiniger Besitzer. Wegen fehlender Investitionen in moderne Raffinerietechnologie muss Mexiko bislang den größten Teil seines Benzinbedarfs importieren.

Angesichts der massiven Inflation hat die Türkei den monatlichen Mindestlohn um rund 30 Prozent angehoben. Er steige auf 5.500 Türkische Lira netto (rund 316 Euro) monatlich, sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan gestern in Istanbul. Es ist die zweite Anhebung in einem Jahr. Normalerweise wird der Mindestlohn nur einmal im Jahr angepasst.

Die Türkei kämpft mit einer Inflation von offiziell mehr als 70 Prozent. Die Opposition geht davon aus, dass die tatsächliche Inflation mehr als doppelt so hoch ist wie die offiziellen Zahlen. Vor allem die Preise für Lebensmittel sind in den vergangenen Monaten stark gestiegen.

Erdogan macht unter anderem globale Preisschwankungen für die Preissteigerungen im Inland verantwortlich und weist Kritik zurück, dass seine Regierung es versäumt habe, die Inflation wirksam zu bekämpfen.

Wegen der angespannten Buchungs- und Verkehrslage hat die AUA-Mutter Lufthansa ihr Ticketangebot für Europa- und Deutschlandflüge drastisch eingeschränkt. Über mehrere Tage hinweg können Flüge für Termine im gesamten Monat Juli nur noch in den jeweils teuersten Buchungsklassen erworben werden, bestätigte das Unternehmen gestern entsprechende Informationen aus Internetforen für Vielfliegerinnen und -flieger.

Mit der zeitlich begrenzten Maßnahme sollen Plätze für Umbuchungen frei gehalten werden, die sich aus den bereits zuvor angekündigten Flugstreichungen ergeben. In den kommenden Tagen sollen diese Änderungen in das System eingepflegt werden.

Lufthansa: 95 Prozent der Flüge durchführen

Lufthansa hat wegen der massiven Kapazitätsprobleme an den Flughäfen und in der eigenen Organisation mehr als 3.000 Verbindungen in den Monaten Juli und August gestrichen. Im Sommer werde man aber 95 Prozent aller geplanten Flüge durchführen, hieß es vom Unternehmen.

Um Betroffenen alternative Reisemöglichkeiten anbieten zu können, habe das Unternehmen die Verfügbarkeit auf Lufthansa-Flügen für Neubuchungen im Juli reduziert.

Mehr als 1.000 Euro von Frankfurt nach London

Nutzer berichten von Economy-Ticketpreisen in der Klasse „Y“ von mehr als 1.000 Euro von Frankfurt nach London oder Dubai. Einfache Flugtickets von Frankfurt nach Hamburg oder Berlin sollten 400 Euro kosten. Auch in der Businessklasse sind nur noch Tickets in der höchsten und damit teuersten Buchungsklasse „J“ erhältlich.

Erst nach Abschluss der Umbuchungen will Lufthansa das System wieder öffnen und je nach Verfügbarkeit der Plätze auch die günstigeren Buchungsklassen wieder öffnen. Nach Angaben aus Unternehmenskreisen könnte dies am Mittwoch (6. Juli) so weit sein.

Der Vatikan ist seine ominöse Luxusimmobilie in London, wegen der aktuell ein beispielloser Strafprozess läuft, mit großem Verlust losgeworden. Der Kirchenstaat teilte gestern mit, dass der Verkauf des Gebäudes im Stadtteil Chelsea für umgerechnet rund 215 Millionen Euro abgeschlossen sei. Käufer der Immobilie ist der US-Finanzinvestor Bain Capital.

Berichten zufolge hatte der Vatikan die Immobilie zwischen 2014 und 2018 für rund 350 Millionen Euro erworben – in der Hoffnung, durch eine Wertsteigerung Geld zu verdienen. Wegen des Deals wurde unter anderem erstmals ein Kardinal wegen Amtsmissbrauchs und Veruntreuung angeklagt.

Die deutlich mehr als 100 Millionen Euro Verlust wurden durch finanzielle Reserven des Staatssekretariats ausgeglichen, wie der Vatikan weiter berichtete. Zugleich wurde unterstrichen, dass dafür keine Gelder des Peterspfennigs verwendet wurden – also jene Spenden der Gläubigen weltweit, die für den Vatikan bestimmt sind.

Ein Vorwurf in dem aktuell laufenden Verfahren gegen Kardinal Giovanni Angelo Becciu ist, dass für den Kauf des Gebäudes Gelder des Peterspfennigs verwendet wurden. Becciu streitet dies ab.

Umwelt & Klima

Die Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes in Brasilien hat in den ersten sechs Monaten dieses Jahres einen Rekordwert erreicht. Im größten Regenwald der Welt sind im ersten Halbjahr 3.750 Quadratkilometer Wald zerstört worden, teilte gestern die Weltraumbehörde INPE unter Berufung auf Satellitenaufnahmen mit.

Das sei der höchste Wert in den ersten sechs Monaten eines Jahres seit Beginn der Aufzeichnungen 2016, erklärte die Behörde. Der bisherige Höchstwert war im Vorjahr mit 3.605 Quadratkilometern zerstörter Fläche registriert worden.

Der Amazonas-Regenwald ist für den weltweiten Klimaschutz von zentraler Bedeutung – er gilt als „grüne Lunge“ der Erde. Unter dem rechtsextremen brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro hat die Vernichtung des Regenwaldes jedoch dramatisch zugenommen. Umwelt- und Klimaschützer machen dafür direkt die Politik Bolsonaros verantwortlich, dem sie eine Begünstigung illegaler Rodungen vorwerfen.

Die Lombardei hat an die italienische Regierung einen Antrag auf Ausrufung des Notstandes wegen der Wasserkrise gestellt. „Die Wetterlage im Zeitraum November 2021/Juni 2022 hat zu einem allgemeinen Wasserdefizit geführt, das die Region dazu veranlasst hat, spezifische Maßnahmen zu ergreifen, um die Auswirkungen auf die Bevölkerung und die Landwirtschaft einzudämmen“, erklärte der lombardische Präsident Attilio Fontana in einem Schreiben an die Regierung gestern.

Um den Landwirtschaftssektor zu unterstützen, sei es notwendig und zwingend erforderlich, dass die derzeitige Bewässerung mindestens bis zum 15. Juli andauere, um die Ernte nicht zunichtezumachen.

Trentino um Wasser gebeten

Die Lombardei hat bereits die benachbarte Provinz Trentino um fünf Millionen Kubikmeter Wasser gebeten. Das Wasser soll für die Landwirtschaft genutzt werden und aus den Stauseen Malga Bissina und Malga Boazzo im oberen Daone-Tal entnommen werden.

Wegen der anhaltenden Trockenheit in Norditalien hat die Metropole Mailand bereits erste Brunnen abgedreht. In Italien herrschen schon länger hohe sommerliche Temperaturen bei gleichzeitig sehr geringen Niederschlägen. Der Fluss Po – der längste Strom Italiens – ist stellenweise ausgetrocknet.

Chronik

Der Iran ist von einem Erdbeben der Stärke 6,0 erschüttert worden. Das Beben ereignete sich in der Nacht auf heute rund 100 Kilometer südwestlich der Hafenstadt Bandar Abbas in einer Tiefe von 10 Kilometern, wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte. Die Auswirkungen des Bebens dürften den Angaben zufolge begrenzt sein.

Zunächst hatte die Erdbebenwarte die Stärke mit 6,2 angegeben. Nur eine Minute vor diesem Beben hatte sich in der Gegen ein Beben der Stärke 5,7 ereignet.

Ein Ehepaar aus Kindberg in der Steiermark befindet sich nach dem Verzehr von giftigen Pilzen in Lebensgefahr. Die beiden hatten vermutlich Pantherpilze gegessen, wie die Polizei gestern mitteilte. Die 57-jährige Frau war bereits ohnmächtig geworden und nach dem Eintreffen des Roten Kreuzes verlor auch der 60-jährige Ehegatte das Bewusstsein.

Verständigt hatte die Einsatzkräfte eine Nachbarin. Eine Bergung der beiden Personen aus dem ersten Stock musste aufgrund der Enge des Stiegenhauses durch die Freiwillige Feuerwehr mittels Drehleiter erfolgen. Nach der Erstbehandlung durch den Notarzt wurde die Frau vom Notarzthubschrauber Christophorus 17 in das LKH Graz geflogen. Der Ehemann wurde in das LKH Leoben eingeliefert.

Die Landesregierung Kärnten hat gestern in einer Sondersitzung mit Vertretern aller vier Landtagsparteien erste Hilfspakete für das Unwetterkrisengebiet beschlossen. Außerdem wird der Bund um finanzielle Mittel über den Katastrophenfonds hinaus gebeten. Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig sagte sofort 2,5 Millionen Euro zu.

Mehr dazu in kaernten.ORF.at

Die Tierärztekammer in Vorarlberg schlägt Alarm: Die flächendeckende Versorgung könne bald nicht mehr garantiert werden, da der Nachwuchs fehlt. Die 120 Tierärztinnen und Tierärzte im Land arbeiten bis zu 70 Stunden in der Woche. Die Bereitschaftsdienste sind unbezahlt.

Mehr dazu in vorarlberg.ORF.at

Ein berüchtigter Serienvergewaltiger ist in Frankreich zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Die Richter verurteilten ihn gestern in Douai im Norden des Landes in 54 Fällen, darunter 17 Vergewaltigungen und zwölf versuchte Vergewaltigungen.

Der 61-Jährige hatte während des Prozesses lediglich 40 Fälle gestanden. Die Vorfälle ereigneten sich zwischen 1988 und 2018 in der Nähe seines Heimatortes nahe der belgischen Grenze.

Bei Opfern entschuldigt

Der Vater von fünf Kindern hatte sich am letzten Verhandlungstag bei den Opfern entschuldigt. Er war 2018 durch Aufnahmen einer Überwachungskamera überführt und festgenommen worden.

Der Angeklagte sei „unermüdlich auf der Jagd nach Frauen und Mädchen“ gewesen und habe „abscheuliche Taten mit unerhörter Gewalt“ begangen, hatte die Staatsanwältin in ihrem Plädoyer gesagt.

Sie verwies auf Fehler während der 30-jährigen Ermittlungen und beklagte die „skandalöse“ Behandlung einiger Opfer, denen „nicht geglaubt wurde“ und die jahrelang „allein gelassen“ worden seien.

Gesundheit

Angesichts einer Verdreifachung der Affenpocken-Infektionen in Europa innerhalb von zwei Wochen hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die europäischen Länder dringend zum Eingreifen aufgefordert.

Die Länder der Region müssten in den kommenden Wochen und Monaten ihre Anstrengungen verstärken, um zu verhindern, dass die Affenpocken „sich in einem größeren geografischen Gebiet festsetzen“, forderte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge gestern.

Mehr als 4.500 Fälle in Europa

Aus Europa wurden demnach inzwischen mehr als 4.500 Fälle von Affenpocken gemeldet, das sind 90 Prozent aller seit Mitte Mai weltweit registrierten Fälle. Bei den Affenpocken handelt es sich um eine weniger gefährliche Variante der seit etwa 40 Jahren ausgerotteten Pocken, die üblicherweise in West- und Zentralafrika vorkommt.

Seit Mai breiten sich die Affenpocken aber auch in anderen Ländern aus, vor allem in Westeuropa. Bisher wurden laut WHO in diesem Jahr in mehr als 50 Ländern insgesamt mehr als 3.200 Fälle von Affenpocken gemeldet.

Zahl der Fälle in Österreich fast verdoppelt

Die Zahl der bestätigten Fälle von Affenpocken in Österreich hat sich seit der Vorwoche beinahe verdoppelt, wenngleich auf nach wie vor niedrigem Niveau. Deutlich mehr als die Hälfte der Fälle trat bisher in Wien auf.

Mehr dazu in wien.ORF.at

Kultur

Deutschland und Nigeria haben den Weg freigemacht für die Rückführung in der Kolonialzeit geraubter Kunstobjekte. Mit einer „Gemeinsamen Erklärung zur Rückgabe der Benin-Bronzen“ wurde gestern in Berlin ein Rahmen geschaffen, wie die Eigentumsrechte an den wertvollen Stücken von deutschen Museen an Nigeria übertragen werden können.

Layiwola „Lai“ Mohammed und Annalena Baerbock
APA/AFP/Adam Berry

Deutschlands Außenministerin Annalena Baerbock, Kulturstaatsministerin Claudia Roth, der nigerianische Kulturminister Lai Mohammed und der Staatsminister im nigerianischen Außenministerium, Zubairo Dada, unterzeichneten das vier Seiten und zwölf Unterpunkte umfassende Abkommen, das eine „bedingungslose Rückgabe“ vorsieht.

Gleichzeitig wollen beide Seiten, „dass die deutschen öffentlichen Museen und Institutionen die Benin-Bronzen weiterhin als Leihgaben ausstellen“ können. Zwei Bronzen aus Berliner Beständen wurden direkt im Anschluss übergeben. Etwa 1.100 der kunstvollen Stücke aus dem Palast des damaligen Königreichs Benin, das als Edo State heute zu Nigeria gehört, sind in rund 20 deutschen Museen zu finden. Die Objekte stammen größtenteils aus den britischen Plünderungen des Jahres 1897.

Leute

Präsident Joe Biden will unter anderen Hollywood-Schauspieler Denzel Washington, Fußballweltmeisterin Megan Rapinoe und Ausnahmeturnerin Simone Biles mit der höchsten zivilen Auszeichnung der USA ehren. Die Freiheitsmedaillen sollen am 7. Juli im Weißen Haus in Washington verliehen werden, wie Biden gestern mitteilte.

Unter den Preisträgerinnen und Preisträgern ist auch die demokratische Politikerin Gabrielle Giffords, die 2011 als Abgeordnete bei einem Attentat in den Kopf geschossen und schwer verwundet wurde. Biden will mit der Auszeichnung ihren Einsatz gegen Waffengewalt würdigen. Insgesamt erhalten nach Angaben aus dem Weißen Haus dieses Jahr 17 US-Bürgerinnen und -Bürger die Freiheitsmedaille. Drei davon erhielten die Auszeichnung posthum, darunter Tech-Visionär Steve Jobs und der langjährige republikanische Senator und Vietnamkriegsveteran John McCain.

Die „Presidential Medal Of Freedom“ ist die höchste zivile Auszeichnung. Mit ihr werden nach Angaben des Weißen Hauses Menschen gewürdigt, die einen bedeutenden Beitrag „für die Sicherheit oder das nationale Interesse der USA, den Weltfrieden und kulturelle oder andere bedeutsame öffentliche Belange“ geleistet haben.