Ausland

Australien, Großbritannien und Kanada werden wie die USA keine diplomatischen Vertreter zu den Olympischen Spielen nach China schicken. Das kündigten die Länder heute an. Sportlicher Boykott sei aber keiner geplant. Ebenfalls nicht anreisen wird Deutschlands Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. „Es gibt keine Pläne des Bundespräsidenten, nach Peking zu reisen“, sagte eine Sprecherin der ARD. Diese Pläne habe es aber auch nicht vor der Entscheidung der USA gegeben.

Es handle sich „effektiv um einen diplomatischen Boykott“, sagte der britische Premierminister Boris Johnson im Parlament in London. Er bespreche kritische Fragen wie Menschenrechte regelmäßig mit dem chinesischen Staats- und Parteichef Xi Jinping. „Wie ich bereits zuvor sagte, unterstützen wir keinen sportlichen Boykott. Aber es gibt keine Pläne, dass Kabinettsmitglieder die Olympischen Winterspiele besuchen“, sagte Johnson.

„Zutiefst verstört“

Australiens Premierminister Scott Morrison erklärte, die Entscheidung sei aufgrund der gescheiterten Bemühungen gefallen, die diplomatischen Kanäle mit China wieder zu öffnen, um über Menschenrechtsverletzungen in Xinjiang zu sprechen. Auch die Maßnahmen der Regierung in Peking, die Einfuhren australischer Waren zu erschweren oder zu blockieren, seien ein Grund. „Australische Regierungsvertreter werden daher nicht nach China zu diesen Spielen reisen. Die australischen Athleten werden es aber tun.“

Auch Kanada schloss sich der Vorgehensweise der Briten und Australier an. „Kanada bleibt zutiefst verstört angesichts der Berichte über die Verletzung von Menschenrechten in China“, schrieb Premierminister Justin Trudeau auf Twitter. „Deswegen werden wir keine diplomatischen Vertreter zu den Olympischen und Paralympischen Winterspielen nach Peking schicken. Wir unterstützen weiterhin unsere Athleten, die hart dafür arbeiten, an Wettkämpfen auf der Weltbühne teilzunehmen.“

Die Vereinigten Staaten hatten am Montag erklärt, wegen Menschenrechtsverletzungen in China keine diplomatischen Vertreter im Februar 2022 zu dem Sportevent nach Peking zu schicken. China kündigte an, die USA würden für ihre Entscheidung „den Preis zahlen“ und warnte vor „entschlossenen Gegenmaßnahmen“. Die Olympischen Winterspiele finden vom 4. bis 20. Februar 2022 statt. Dem autoritär regierten China werden von vielen Seiten Menschenrechtsverletzungen, vor allem gegen Minderheiten wie den muslimischen Uiguren in der Provinz Xinjiang, vorgeworfen.

Der Schweizer Außenminister Ignazio Cassis übernimmt für ein Jahr das weitgehend symbolische Amt des Staatschefs seines Landes. Das Parlament in Bern wählte den 60-jährigen Konservativen heute zum Nachfolger von Wirtschaftsminister Guy Parmelin. In der Schweiz rotiert die Präsidentschaft üblicherweise im Jahresrhythmus zwischen den sieben Mitgliedern der Regierung.

Der neue Schweizer Präsident Ignazio Cassis
APA/AFP/Fabrice Coffrini

156 von 197 Abgeordneten stimmten für Cassis – ein eher schwaches Ergebnis. Der Außenminister, der dieses Amt auch weiterhin ausüben wird, war zuletzt unter anderem wegen der geplatzten Verhandlungen über ein Rahmenabkommen für die Beziehungen zur EU in die Kritik geraten.

Im Mai hatte die Schweiz die Verhandlungen mit Brüssel beendet. Das 13 Jahre lang verhandelte Rahmenabkommen sollte bisherige Vereinbarungen zwischen Brüssel und Bern unter einem Dach zusammenfassen und modernisieren. Die Schweiz hatte zuletzt darauf beharrt, Artikel zu entsendeten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, Staatsbeihilfen und Personenfreizügigkeit aus dem Abkommen zu nehmen. Das lehnte die EU ab.

Berset neuer Vize

Das Parlament wählte heute zudem Gesundheitsminister Alain Berset zu Cassis’ Stellvertreter. Er dürfte dann 2023 Präsident werden. Auch Berset hatte als Hauptverantwortlicher für die Coronavirus-Maßnahmen zuletzt viel Kritik und auch Beschimpfungen und Drohungen von Impfgegnern einstecken müssen.

Cassis zeigte sich in seiner Antrittsrede optimistisch, dass die Spaltungen im Land wegen der CoV-Politik überwunden werden können. Der ausgebildete Mediziner ist erst der fünfte Politiker aus dem italienischsprachigen Landesteil, der das Amt des Schweizer Bundespräsidenten bekleidet.

In Myanmar haben Soldaten der Militärjunta Berichten zufolge ein Dorf gestürmt und elf Menschen lebendig verbrannt. Unter den Opfern seien fünf Jugendliche, sagten Augenzeugen heute. In den sozialen Netzwerken waren Bilder der verbrannten Leichen zu sehen, deren Hände auf dem Rücken gefesselt waren.

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Rund zwei Wochen vor der geplanten Präsidentschaftswahl in Libyen mehren sich die Zeichen, dass das Bürgerkriegsland den Termin der Abstimmung nicht halten kann. Berater der Regierung pochen auf eine Verschiebung auf Februar, wie der Hohe Staatsrat heute mitteilte. Er will demnach eine entsprechende Initiative auf den Weg bringen. Das Gremium hat allerdings keinerlei Entscheidungsmacht.

Die Wahl eines legitimen Staatsoberhauptes ist an sich für den 24. Dezember geplant. Auch der Umstand, dass Libyens Wahlkommission noch keine endgültige Liste aller Anwärter auf das Amt veröffentlichte, spricht nicht für die Einhaltung des Termins. Kandidaten konnten so noch nicht mit dem Wahlkampf beginnen.

Ärger gibt es weiterhin um die Kandidaturen umstrittener Persönlichkeiten wie des mächtigen Generals Khalifa Haftar und des Sohnes des früheren Langzeitherrschers Muammar Gaddafi. Haftar hatte lange versucht, die Hauptstadt Tripolis gewaltsam einzunehmen. Saif al-Islam Gaddafi wird vorgeworfen, die brutale Niederschlagung von Protesten gegen seinen Vater unterstützt zu haben. Der Internationale Strafgerichtshof fordert seine Auslieferung.

Die Wahlen sind Teil eines Fahrplans der Vereinten Nationen, mit dem der langjährige Bürgerkrieg in dem nordafrikanischen Land beendet werden soll. Die Internationale Gemeinschaft drängt auf ihre pünktliche Abhaltung. Die Wahlen gelten als entscheidender Schritt auf dem Weg hin zu Frieden und Stabilität.

Der in Frankreich im Mordfall des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi Festgenommene war keiner der Tatverdächtigen. Überprüfungen hätten ergeben, dass sich ein Haftbefehl nicht auf den Mann bezog, teilte der Pariser Staatsanwalt Remy Heitz heute mit. Der Festgenommene kam wieder auf freien Fuß.

Gestern hatten Sicherheitskräfte den Mann am Pariser Flughafen Charles de Gaulle auf Grundlage eines internationalen Haftbefehls festgesetzt. Die Botschaft Saudi-Arabiens in Paris hatte daraufhin mitgeteilt, der Festgenommene habe nichts mit dem Fall Khashoggi zu tun und seine sofortige Freilassung gefordert.

In Istanbul von saudischem Kommando getötet

Khashoggi war am 2. Oktober 2018 im saudischen Konsulat in Istanbul von einem Spezialkommando aus Riad getötet worden. Die Führung des islamisch-konservativen Königreichs war danach scharfer Kritik ausgesetzt. Die Regierung in Riad räumte den Mord erst auf internationalen Druck hin ein. Nach einem Ende Februar 2021 veröffentlichten Bericht des US-Geheimdienstes hatte Kronprinz Mohammed bin Salman den Einsatz zur Gefangennahme oder Tötung Khashoggis genehmigt. Saudi-Arabien wies das als falsch zurück.

In Istanbul läuft seit weit über einem Jahr ein Prozess gegen 26 Angeklagte in dem Fall. Hauptbeschuldigte sind ein ehemaliger enger Berater des Kronprinzen und der ehemalige stellvertretende Geheimdienstchef des Landes. Ihnen wird vorgeworfen, andere Angeklagte zu Mord unter Folter angestiftet zu haben. Alle Angeklagten sind saudische Staatsbürger. Das Gericht verhandelt in ihrer Abwesenheit.

COV Ausland

Die Omikron-Variante des Coronavirus ist bereits in mindestens 57 Ländern nachgewiesen worden. Das teilte der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, heute in Genf mit. Die Zahl der Omikron-Infektionen steige in Südafrika stark, aber es sei zu früh zu sagen, ob sich das Virus in anderen Weltregionen ähnlich ausbreite.

„In Südafrika steigen die Omikron-Fälle schnell, aber Omikron wurde dort entdeckt, als die Übertragung der Delta-Variante niedrig war, so hatte es wenig Konkurrenz“, sagte Tedros.

Auch erste Meldungen, die darauf hindeuten, dass Omikron in Südafrika einen milderen Krankheitsverlauf verursacht, seien noch mit Vorsicht zu genießen. Es sei zu früh für konkrete Aussagen. Tedros rief Regierungen auf, Coronavirus-Schutzmaßnahmen ernst zu nehmen und umzusetzen. „Wenn Länder warten, bis sich die Krankenhäuser füllen, ist es zu spät“.

Aufgrund von besorgniserregend hohen Coronavirus-Zahlen werden die Schulkinder in Dänemark vor Weihnachten vorzeitig nach Hause geschickt. Für die Schülerinnen und Schüler von der Vorschule bis zur zehnten Klasse bedeute das „verlängerte Weihnachtsferien“ ab dem 15. Dezember bis zum 4. Jänner, sagte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen heute Abend auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen.

Der Nachrichtenagentur Ritzau zufolge soll eine Notbetreuung angeboten werden. So weit wie möglich sollen die Kinder auch Online-Unterricht erhalten. Wie Frederiksen weiter sagte, müssen zudem Diskotheken und ähnliche Einrichtungen im Nachtleben ab Freitag schließen. Konzerte mit mehr als 50 stehenden Gästen in Innenräumen sind ab dann ebenfalls untersagt.

Auch wenn Beschränkungen eingeführt würden, handle es sich um keinen Lockdown, unterstrich Frederiksen. Man sei weiter der Ansicht, dass es möglich sei, große Teile der Gesellschaft geöffnet zu halten. Man fordere zur Arbeit aus dem Homeoffice und auch dazu auf, Weihnachtsfeiern abzusagen.

In Dänemark waren im September die bis dahin letzten im Land verbliebenen Coronavirus-Maßnahmen aufgehoben werden, im Herbst verzeichnete das skandinavische Land dann rapide steigende Neuinfektionszahlen. Zuletzt waren diese auf Rekordstände jenseits von 6.000 Neuinfektionen pro Tag angestiegen. Darüber hinaus sind in dem Fünf-Millionen-Einwohnerland bisher 577 Fälle der Omikron-Variante des Coronavirus registriert worden, diese Zahl nimmt täglich stark zu.

Die Beraterin und frühere Sprecherin des britischen Premierministers Boris Johnson, Allegra Stratton, ist wegen der Scherze über eine Weihnachtsfeier unter Missachtung der Coronavirus-Regeln im vergangenen Jahr zurückgetreten. „Ich biete dem Premierminister meinen Rücktritt an“, sagte Stratton heute unter Tränen. Sie entschuldigte sich für ihre Äußerungen, die sie „ihr ganzes Leben lang“ bereuen werde.

Ein Video von Stratton und weiteren engen Mitarbeitern Johnsons hatte in Großbritannien für große Empörung gesorgt. Die Aufnahmen zeigen, wie die damalige Sprecherin bei der Probe für eine Pressekonferenz vor knapp einem Jahr am Rednerpult steht und Fragen ihrer Kollegen zu der Feier beantwortet, die wenige Tage zuvor stattgefunden haben soll.

„Geschäftstreffen ohne Abstandhalten“

Zu der Zeit galten in London strenge Coronavirus-Regeln, Treffen mit mehreren Menschen in geschlossenen Räumen waren verboten. „Diese fiktive Party war ein Geschäftstreffen ohne Abstandhalten“, sagte Stratton, bricht dabei jedoch in Gelächter aus. Johnsons Berater scherzen zudem über „Käse und Wein“, die es bei der Feier gegeben haben soll, über Spiele und das Austauschen von Wichtelgeschenken.

Zuvor hatten britische Medien über eine Party von Johnsons Mitarbeitern am 18. Dezember 2020 berichtet. Johnsons Büro betonte nach Veröffentlichung des Videos erneut, es habe im vergangenen Jahr keine Weihnachtsfeier am Amtssitz des Premierministers stattgefunden. „Die CoV-Regeln wurden zu jedem Zeitpunkt befolgt.“ Heute entschuldigte sich Johnson dann für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und kündigte eine interne Untersuchung an.

Der weltgrößte Impfstoffhersteller Serum Institute mit Sitz in Indien will seine AstraZeneca-Produktion um mindestens die Hälfte reduzieren. Grund sei, dass Indiens Regierung keine neuen Bestellungen aufgegeben habe, sagte Firmenchef Adar Poonawalla dem indischen TV-Sender CNBC-TV18 heute. Gleichzeitig kämen Bestellungen der internationalen Impfstoffinitiative Covax nur langsam herein. Derzeit produziere seine Firma pro Monat 250 Millionen Dosen AstraZeneca, so Poonawalla.

In Indien wird das Vakzin unter dem Namen Covishield vertrieben. Das Serum Institute war Anfang des Jahres als Hauptlieferant für die Impfstoffinitiative Covax vorgesehen, die dafür sorgen möchte, dass auch ärmere Länder an Impfstoff kommen. Poonawallas Firma lieferte dann zunächst auch Millionen Dosen ins Ausland – via Covax oder direkt an die Länder.

Indien hatte Export gestoppt

Aber als Indien im Frühjahr von einer heftigen CoV-Welle überrollt wurde, stoppte die indische Regierung den Export und ließ ihn erst kürzlich wieder zu. In der Zwischenzeit mussten viele ärmere Länder Alternativen finden.

COV Inland

Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, liegt laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bei 482,8 (Stand: heute, 14.00 Uhr).

Vorarlberg hat mit 886,7 den höchsten Wert, gefolgt von Kärnten mit 651,3. Am niedrigsten ist die 7-Tage-Inzidenz in Wien (309,0) und dem Burgenland (355,1).

Das Berichtsschema der AGES zeigt die Zahlen vom Vortag – wie die Meldung der Ministerien. Wesentlicher Unterschied zu den Ministeriumsmeldungen: Laborbestätigte Fälle, Tote etc. werden nicht zum Meldezeitpunkt dargestellt, sondern zum Diagnose- bzw. Sterbedatum. In der Darstellung in ORF.at wird auch täglich transparent gemacht, welchen Tagen die neu gemeldeten Fälle zugeordnet werden.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Ministerien melden 5.663 Neuinfektionen

Das Gesundheits- und das Innenministerium haben 5.663 neu registrierte CoV-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden (Stand: heute, 9.30 Uhr) gemeldet. Diese Zahlen meldeten die Bundesländer an den nationalen Krisenstab.

12.979 Menschen verstarben bisher an den Folgen des Coronavirus. Derzeit befinden sich 2.910 Personen aufgrund des Coronavirus in Spitalsbehandlung, davon 638 auf Intensivstationen.

Daten des Krisenstabs in ORF.at/corona/daten/morgenmeldung

Erklärung zur Zählweise und weitere Fragen in ORF.at/corona

Die Experten des Covid-Prognose-Konsortiums gehen davon aus, dass sich der Abwärtstrend bei den CoV-Infektionszahlen in Österreich fortsetzt. „Mit entsprechendem Zeitverzug kann daher auch ein Rückgang der Fallzahlen auf den Intensivstationen erwartet werden“, hieß es in dem heute veröffentlichten wöchentlichen Update. Erste Rückgänge bei den Spitalszahlen erfolgen „jedoch nach wie vor auf teilweise systemkritisch hohem Auslastungsniveau“, wurde betont.

Für den letzten Prognosetag am 15. Dezember wird von einer 7-Tage-Inzidenz im Bereich von 180 bis 300 Fällen je 100.000 Einwohner ausgegangen. Die geringste Inzidenz wird in Wien mit einem Wert von 140 bis 230 erwartet, die höchste in Vorarlberg mit 380 bis 620. Am 12. oder 13. Dezember möglicherweise in Kraft tretende Öffnungsschritte seien für die aktuelle Fallprognose noch nicht ausschlaggebend, heißt es in der im Auftrag des Gesundheitsministeriums erstellten Expertenvorschau.

Rückgang der Bettenauslastung

Zeitversetzt zum Höhepunkt der vierten Welle geht die enthaltene Belagsprognose für die Spitäler von einem Rückgang der Bettenauslastung auf Intensiv- und Normalstationen aus. Die kritische Marke von 33 Prozent Auslastung der Intensivstationen mit Covid-19-Patienten wird österreichweit Ende der Prognoseperiode in zwei Wochen am 22. Dezember nur mit 2,5 Prozent Wahrscheinlichkeit überschritten.

Das unter der Annahme, dass das Aufnahme- und Entlassungsregime in den Spitälern unverändert bleibt, aufgrund der Annäherung von Auslastungsgrenzen „sind jedoch Änderungen des Aufnahme- und Entlassungsregimes zu erwarten“, so das Konsortium. In einer Woche, am 15. Dezember, ist die Überschreitung der 33-prozentigen Auslastungsgrenze in allen Bundesländern möglich. Am geringsten ist die Wahrscheinlichkeit jedoch in Wien mit 0,5 Prozent, recht hoch in Vorarlberg mit 84 Prozent.

In einigen Bundesländern übertroffen

Die Annahmen der vorangegangenen Prognose zum Intensivbelag waren in der Realität in einigen Bundesländern übertroffen worden, hielten die Experten fest. Im Burgenland lagen die Zahlen sogar über dem 95-Prozent-Intervall und in Niederösterreich und Vorarlberg über dem 68-Prozent-Konfidenzintervall.

Insbesondere in Bundesländern mit niedrigen absoluten Fallzahlen wie im Burgenland und in Vorarlberg seien auch in den vergangenen Tagen noch Anstiege beim Intensivbelag verzeichnet worden. Das könnte eine Erhöhung des zeitlichen Abstandes zwischen positivem Test und Intensivaufnahme nahelegen, vermuten die Prognoserechner. Das könne jedoch aufgrund einer fehlenden Verknüpfung von Daten nicht überprüft werden. Das Covid-Prognose-Konsortium setzt sich aus Vertretern der TU Wien, der Medizinischen Universität Wien/Complexity Science Hub Vienna (CSH) und der Gesundheit Österreich GmbH zusammen.

In der Spätphase des bundesweiten Lockdowns stockt Oberösterreich seine Impfkapazitäten noch einmal auf. Noch vor Weihnachten sollen sechs neue, permanente Impfstraßen eingerichtet werden, zwei davon bereits heute.

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EU

Im Kampf gegen übertragbare Krankheiten bekommt die EU-Gesundheitsbehörde ECDC eine größere Rolle. Die EU-Staaten bestätigten heute eine entsprechende Einigung mit dem Europaparlament, wie die slowenische Ratspräsidentschaft auf Twitter mitteilte. Das bedeute bei grenzüberschreitenden Gesundheitsgefahren bessere Vorsorge und schnellere Reaktion.

Die Behörde mit Sitz im schwedischen Solna soll nun ein stärkeres Mandat etwa bei der Überwachung von Krankheitsausbrüchen bekommen. Zudem soll sie vermehrt ihr Wissen bei der Entwicklung von Vorsorgeplänen zur Verfügung stellen. Auch wurde sie mit der Entwicklung digitaler Plattformen für die epidemiologische Überwachung beauftragt und soll enger mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zusammenarbeiten.

Als Lehre aus der Coronavirus-Krise hatte die EU-Kommission vor gut einem Jahr ein Paket für eine „Gesundheitsunion“ vorgeschlagen. Dazu gehörten das verstärkte ECDC-Mandat, aber auch mehr Kompetenzen für die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) in Amsterdam. Zudem soll eine neue Behörde namens Hera zur Vorsorge von Gesundheitskrisen geschaffen werden – hier ist eine Einigung allerdings noch nicht absehbar.

ZIB2

Österreich wird wieder zum Fleckerlteppich. Ganz unterschiedliche Coronavirus-Regeln werden ab dem kommenden Wochenende gelten. Während in Vorarlberg oder dem Burgenland der Lockdown für Geimpfte de facto beendet wird, bleiben in Wien Hotels und Gasthäuser noch bis zum 20.Dezember geschlossen. Ist das wirklich sinnvoll? Fragen an die Epidemiologin Eva Schernhammer von der Meduni Wien.

Drehscheibe Generalsekretariat

Die ÖVP wird Laura Sachslehner zur neuen Generalsekretärin bestellen. Sie folgt auf den öffentlich kaum bekannten Axel Melchior. Das Generalsekretariat: oftmals Teil der parteipolitischen „Ochsentour“. Auch Karl Nehammer hatte einst das Parteimanagement inne. Ein Blick ins Innere der ÖVP.

Abschied nach 16 Jahren

Kühl und pragmatisch – so wie sie regiert hat, hat Angela Merkel nach 16 Jahren auch ihren Abschied gestaltet. Unprätentiös hat sie das Kanzleramt verlassen, Olaf Scholz ist heute im Bundestag zum deutschen Bundeskanzler gewählt worden. Scholz hat Kontinuität angekündigt – jedenfalls in der Art, das Amt auszufüllen. Ein Rückblick auf einen historischen Tag in Berlin.

ZIB 2 Lou Lorenz-Dittlbacher, 21.50 Uhr, ORF2

Mail an die ZIB2

Textfassung: Zeit im Bild

Inland

Der zurückgetretene Ex-ÖVP-Chef und Ex-Kanzler Sebastian Kurz wird eine ihm zustehende Fortzahlung seiner Politikerbezüge laut Medienberichten nicht annehmen. Kurz wird mit morgen sein Mandat im Nationalrat zurücklegen, auf die ihm zustehende Gehaltsfortzahlung von 75 Prozent seines Klubobmanngehalts für das nächste halbe Jahr will er verzichten, berichtete unter anderem die „Kronen Zeitung“.

Die Fortzahlung stünde ihm als Ex-Abgeordnetem und Ex-Klubchef zu – aber nur, sofern er nicht arbeitet. Dem Vernehmen nach will sich Kurz aber im ersten Quartal 2022 ohnehin neuen beruflichen Aufgaben widmen.

Als Klubobmann der ÖVP sowie Nationalratsabgeordneter bezog Kurz etwas mehr als 15.000 Euro brutto pro Monat. Einschließlich aliquoter Sonderzahlungen („Weihnachtsgeld“) wären das mehr als 75.000 Euro in den genannten sechs Monaten.

Sport

Salzburgs Nachwuchs hat als Gruppensieger der UEFA Youth League den Einzug ins Achtelfinale geschafft. Die von Rene Aufhauser gecoachten „Jungbullen“ setzten sich heute in einem „Finale“ in Grödig gegen den FC Sevilla mit 2:0 durch, revanchierten sich für das 0:2 im ersten Duell und zogen damit in der Tabelle noch um einen Punkt an den Spaniern vorbei.

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Österreichs Frauen-Nationalteam hat sich heute zum Auftakt der Handball-WM-Hauptrunde in Torrevieja mit einer 31:38 (15:15)-Niederlage gegen Brasilien achtbar aus der Affäre gezogen. Die durch etliche positive Coronavirus-Fälle stark ersatzgeschwächte Truppe lieferte dem Medaillenkandidaten vor allem in der ersten Hälfte starke Gegenwehr und holte da einen Rückstand von sieben Toren auf. Letztlich setzte sich aber die Klasse der Südamerikanerinnen durch.

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Von seinen bisher 13 Weltcup-Siegen hat Alessandro Hämmerle drei in Österreich gefeiert. Im Februar schlug er auf der Reiteralm zu, 2015 und 2019 jubelte er im Montafon. Dort hat der Lokalmatador nun die Chance auf den vierten Streich, nach der Qualifikation morgen steht am Freitag am Hochjoch das Finale auf dem Programm. Am Samstag folgt noch ein Mixed-Team-Bewerb.

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Wirtschaft

Der britische Staubsaugerhersteller Dyson bekommt keinen Schadenersatz wegen der früheren Testmethode für den Energieverbrauch von Staubsaugern in der EU. Die Kommission habe weder die Grenzen ihres Ermessens offenkundig und erheblich überschritten, noch diskriminierend gehandelt oder den Grundsatz der guten Verwaltung verletzt, entschied das Gericht der EU (EuG) heute. Die Verordnung, in der die Testmethode für das Energielabel geregelt ist, hatte das EuG 2018 für nichtig erklärt.

Die Staubsauger wurden für die Energielabel mit leerem Beutel getestet, Dyson stellt aber beutellose Staubsauger her. Deswegen begann das Unternehmen einen Rechtsstreit, der einige Jahre dauerte. Nachdem das EuG die Klage 2015 noch abgelehnt hatte, zog Dyson vor den EuGH, der das Urteil teilweise kippte und zur Neuverhandelung zurückverwies. Im Folgejahr urteilte das EuG schließlich, dass die Tests nicht unter Bedingungen stattfänden, die der tatsächlichen Nutzung so nahe wie möglich kämen.

Dyson und andere Firmen der Gruppe klagten daraufhin auf 176 Millionen Euro Schadenersatz, den sie durch die rechtswidrige Verordnung erlitten hätten. Diese Klage lehnte das Gericht aber nun ab.

Trotz des aktuell kräftigen Preisauftriebs ist laut EZB-Vizechef Luis de Guindos für nächstes Jahr mit einem Abflauen der Inflation zu rechnen. Er sei fest davon überzeugt, dass die Teuerungsrate 2022 zu sinken beginne, sagte der Spanier heute auf einer Finanzkonferenz. Es gebe noch keine Anzeichen dafür, dass die Inflation über hohe Lohnabschlüsse angetrieben werde. „Doch es ist zu erwarten, dass das Lohnwachstum 2022 höher ausfallen wird als 2021“, fügte er hinzu.

Die Geldpolitik müsse vor diesem Hintergrund mit Blick auf die Lohnrunden wachsam bleiben, sagte de Guindos. Die EZB braucht laut dem deutschen Ratsmitglied Olli Rehn kein neues Steuerungsinstrument bei einer schrittweisen Normalisierung der sehr lockeren Geldpolitik. Mit dem Pandemie-Notprogramm PEPP und dem kleineren Anleihenkaufprogramm APP verfüge die Europäische Zentralbank über ausreichende Möglichkeiten, sagte der Finne am Mittwoch. Ähnlich hatte sich das EZB-Ratsmitglied Madis Müller aus Estland jüngst gegenüber Reuters geäußert.

Lagarde verweist auf Omikron

Laut EZB-Chefin Christine Lagarde ist es angesichts hoher Inflation und der neuen Coronavariante Omikron angebracht, sich geldpolitisch nicht sehr lange festzulegen. Sie äußerte sich zugleich zuversichtlich, dass das auf 1,85 Billionen Euro ausgelegte PEPP-Programm im März auslaufen könne. Experten gehen davon aus, dass die EZB nach dessen Ende einen möglichst reibungslosen Übergang sichern möchte. Sie könnte dafür auf der Zinssitzung am 16. Dezember das APP-Programm nutzen.

Kräftig gestiegene Energiepreise haben die Inflation im Euroraum im November auf ein Rekordniveau von 4,9 Prozent getrieben.

Chronik

Um sich einer Verkehrskontrolle zu entziehen, ist ein 19-jähriger Autolenker in der Nacht auf heute in Wien-Penzing ordentlich aufs Gas gestiegen. Auf einer Kreuzung kollidierte er mit zwei Autos und einem Bus – und flüchtete erneut.

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Ein Tauchunfall hat sich gestern am Millstätter See in Kärnten ereignet. Ein 30 Jahre alter Mann führte allein einen Tauchgang bis zu 100 Meter Tiefe durch. Zuhause verschlechterte sich sein Zustand. Seine Freundin fand ihn bewusstlos vor. Er musste in ein Krankenhaus nach Deutschland zu einer Druckkammer geflogen werden.

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In Enns in Oberösterreich ist es zwischen zwei Burschen zu einer schweren Auseinandersetzung gekommen, bei der auch ein Taschenmesser im Spiel war. Ein 14-Jähriger muss sich wegen Mordversuchs verantworten, ein 15-Jähriger wegen schwerer Körperverletzung.

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Gestern Abend ist es in Jenbach in Tirol aus noch ungeklärter Ursache zu einem Vollbrand gekommen. Zwei Bewohner mussten mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in das Krankenhaus eingeliefert werden.

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Ktn.: Bewohnerin bemerkte Brand rechtzeitig

Heute Früh ist es in einem Einfamilienhaus in Feistritz in Kärnten zu einem Brand im Heizraum gekommen. Brennmaterial, das im Bereich des Heizkessels gelagert wurde, hatte zu brennen begonnen. Die Bewohnerin reagierte laut Feuerwehr richtig, ließ die Türen geschlossen und schlug Alarm.

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Bei der aktuellen Ziehung bei Lotto „6 aus 45“ wurden folgende Gewinnzahlen ermittelt:

7 12 20 24 36 38 Zusatzzahl 44

Die aktuellen LottoPlus Zahlen lauten:

17 20 23 38 40 42

Die aktuelle Joker-Zahl lautet:

3 9 9 0 8 7

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Kultur

Die österreichische Schriftstellerin Kathrin Röggla erhält den Else-Lasker-Schüler-Preis 2022. Der alle zwei Jahre vergebene Dramatikerpreis gehe an eine „hellwache Beobachterin unserer Gegenwart, eine forcierte Denkerin und Aktivistin“, sagte der Intendant des Pfalztheaters Kaiserslautern in Deutschland, Uri Häberli, als Vorsitzender der Jury heute in Mainz. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wird am 12. März zur Eröffnung der Theatertage Rheinland-Pfalz verliehen.

Die österreichische Schriftstellerin Kathrin Röggla
picturedesk.com/dpa/Carsten Koall

Röggla sei eine Autorin, die den Geist der Zeit schonungslos aufgreife, so Häberli. Die Jurybegründung nennt Optimierungswahn und Wirklichkeitsverlust als Themen der in Salzburg geborenen und in Berlin lebenden Autorin. Auch schaue sie „den Medien mit ihrer Katastrophenlust aufs Maul“.

Die drei Else-Lasker-Schüler-Stückepreise gehen an Ariane Koch für ihr Werk „Die toten Freunde (Dinosauriermonologe)“, Patty Kim Hamilton für „Peeling Oranges“ und Svenja Viola Bungarten für das Stück „Die Zukünftige“. Die Auswahl der drei jungen Talente unter 104 Einreichungen sei nicht einfach gewesen, sagte Häberli. Die 1993 begründete Auszeichnung ist nach der expressionistischen Dichterin Else Lasker-Schüler (1869-1945) benannt.

Gewissheit statt Spekulation: Für sein berühmtes Gemälde „Die Nachtwache“ hat Rembrandt van Rijn (1606-1669) tatsächlich zunächst eine Skizze auf der Leinwand angefertigt. Diese Entdeckung sei ein Durchbruch, sagte der Direktor des Amsterdamer Rijksmuseums, Taco Dibbits, heute bei der Vorstellung neuer Erkenntnisse einer umfangreichen Untersuchung des 1642 fertiggestellten Gemäldes.

Gemälde „Die Nachtwache“ von Rembrandt van Rijn (1606-1669)
AP/Peter Dejong

„Wir vermuteten immer schon, dass Rembrandt eine Skizze auf der Leinwand angebracht haben muss, bevor er mit dieser enorm komplexen Komposition begann, aber das blieb bisher eine Spekulation“, so Dibbits. Dank der Entdeckung mithilfe fortgeschrittener Imaging-Techniken und Computertechnologie sei es zum ersten Mal möglich, „Rembrandt bei seinen ersten Schritten zur Schaffung dieses Meisterwerks sozusagen über die Schultern zu schauen“, heißt es in einer Mitteilung des Rijksmuseums.

„Minutiös unter die Lupe genommen“

Ein Forscherteam habe das Werk im Rahmen der „Operation Nachtwache“ in den vergangenen zweieinhalb Jahren „minutiös unter die Lupe genommen“ und eine enorme Datenmenge zusammengetragen. „Da wir besser denn je unter die Farboberfläche blicken können, haben wir jetzt den Beweis“, sagte Dibbits. Es sei faszinierend zu erkennen, wie sich Rembrandt auf die Suche nach der richtigen Komposition begeben habe. „Wir haben die Entstehung der Nachtwache entdeckt.“

Die von Rembrandt verwendeten Materialien ließen sich nun exakt analysieren, teilte das Museum weiter mit. Der Maler habe sich einer braunen Grundfarbe bedient und die Komposition mit einer grob gemalten Skizze in einer Beigefarbe aufgebaut. Dass Rembrandt seine Darstellung in solch einer Farbe vorbereitete, sei bisher auf keinem anderen seiner Gemälde entdeckt worden. Die „Operation Nachtwache“ habe für die Erforschung von Gemälden einen neuen Maßstab gesetzt.

Das im Auftrag der Amsterdamer Büchsenschützengilde entstandene 3,63 mal 4,37 Meter große Gemälde gilt als Hauptwerk Rembrandts. Es trägt den Untertitel „Offiziere und andere Schützen des Bezirks II in Amsterdam, unter Führung von Hauptmann Frans Banninck Cocq und Leutnant Willem van Ruytenburch“.

Religion

Wenige christliche Feste werden landläufig so häufig missverstanden wie Mariä Empfängnis. Es geht bei dem Feiertag um die Sündenfreiheit der Maria. Der offizielle Name von Mariä Empfängnis lautet "Hochfest der ohne ‚Erbsünde‘ empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria“. Die katholische Kirche bringt damit die Überzeugung zum Ausdruck, dass Maria seit ihrer Zeugung durch ihre Eltern von der „Erbsünde“ frei war.

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Science

Forscher haben nach eigenen Angaben erstmals einen Beweis für eine römische Kreuzigung in Großbritannien entdeckt. Die Skelettreste eines Mannes mit einem Nagel in der Ferse wurden bei archäologischen Ausgrabungen im Dorf Fenstanton rund 90 Kilometer nördlich von London entdeckt, wie die Nachrichtenagentur PA heute meldete.

Es handle sich um ein gut erhaltenes Beispiel, das wegen des im Knochen verbliebenen Nagels fast einzigartig sei, sagte Expertin Corinne Duhig von der Universität Cambridge. „Das zeigt, dass selbst die Bewohner dieser kleinen Siedlung am Rande des Reiches der barbarischsten römischen Strafe nicht entgehen konnten.“

Duhig sagte, weltweit kenne sie nur ein ähnliches Beispiel einer Kreuzigung, nämlich in Israel. Hinzu kämen zwei Fälle in Italien und Ägypten, die noch nicht verifiziert seien. Kreuzigungen waren demnach im Römischen Reich üblich. Allerdings gibt es nach Angaben der Expertin nur wenige erhaltene Beispiele, weil nicht immer Nägel genutzt wurden. Viele Opfer wurden an T-förmigen Kreuzen festgebunden. Zudem wurden Nägel häufig wiederverwendet oder zu Amuletten verarbeitet. Die grausame Bestrafung wurde im vierten Jahrhundert von Kaiser Konstantin abgeschafft.

Im Kampf gegen eine durch Bakterien übertragene, unbehandelbare Pflanzenkrankheit, die in den vergangenen Jahren Millionen Olivenbäume in Italien befallen hat, werden jetzt Spürhunde eingesetzt. Sechs Vierbeiner wurden, wie jetzt bekannt wurde, in der süditalienischen Region Apulien so abgerichtet, dass sie im Frühstadium die vom Bakterium Xylella fastidiosa befallenen Bäume erkennen können.

„Xylella detection dogs“ werden die sechs Tiere genannt, die seit Juni in Apulien von Experten des Landwirtschaftsverbands Coldiretti und erfahrenen Dresseuren trainiert werden. Sie sollen bereits in den nächsten Tagen in den Feldern zwischen den Städten Ostuni und Cisternino eingesetzt werden, wo vor einem Monat beschlossen wurde, 1.150 kranke Olivenbäume zu fällen.

Millionen Olivenbäume gefällt

Wegen des Pflanzenschädlings wurden allein in der süditalienischen Adria-Region Apulien 21 Millionen Olivenbäume gefällt, der Schaden wurde auf zwei Milliarden Euro beziffert. 8.000 Quadratkilometer Boden sind von dem Schädling betroffen, das entspricht 40 Prozent des Agrargebiets der Region.

Für die süditalienische Adria-Region, in der Tausende Familien vom Olivenanbau leben, bedeutet das eine starke Belastung. Die Existenz vieler süditalienischer Olivenbauern ist bedroht. Bisher gibt es kein Heilmittel gegen den Krankheitserreger. Die Abholzung aller befallenen Bäume ist die einzige Lösung.

Das Bakterium Xylella fastidiosa verursacht unter anderem die Pierce-Krankheit an Rebstöcken und Zitrusfrüchten. Dabei verfärben sich die Blätter braun, und es werden nur noch kleine harte Früchte gebildet. Letztlich sterben die Pflanzen ab.

Einander fremde Menschen führen in der Regel Unterhaltungen über das Wetter oder die geplanten Urlaubsziele. Es geht aber auch anders, wie eine neue US-Studie zeigt: Mit Unbekannten lässt sich auch ein sinnvolles und tiefgründiges Gespräch führen – dabei kann sogar ein Gefühl der Verbundenheit entstehen.

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Gesundheit

Rund um Weihnachten kommen oft fette oder süße Schlemmereien auf den Tisch. Vergleichsweise wenige Kalorien und gesunde Inhaltsstoffe haben der traditionelle Lebkuchen und Kletzenbrot, so die Grazer Ernährungswissenschaftlerin Sandra Holasek.

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Lifestyle

Das Tourengehen auf Pisten ist besonders bei Einsteigern beliebt, führt aber immer wieder zu Diskussionen. Für die Nutzung der Pisten sollten sich die Tourengeher an Regeln halten, um sich und andere nicht zu gefährden.

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Was kann man aus Lawinenunfällen lernen?

Lawinenunfälle folgen oft einem Muster und wären vermeidbar, wenn man die Muster und Gefahrenzeichen kennt. Wie das geht, zeigt der Österreichische Alpenverein heute Abend im interaktiven Onlinevortrag „Lawinen Update“.

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Wie jedes Jahr bringt der Winter bunte Weihnachtsbeleuchtung. Das hat sich trotz der Pandemie nicht verändert. Aber die Lichterketten kommen nicht immer gut an – und manches ist ohne Einwilligung der Eigentümer auch gar nicht erlaubt.

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