Ukraine-Krieg

Russische Streitkräfte haben ukrainischen Behördenangaben zufolge die Stadt Selydowe im Osten der Ukraine unter anderem mit zwei Lenkbomben angegriffen und dabei mindestens fünf Menschen getötet.

Zudem gebe es mindestens elf Verletzte, teilten der Militärgouverneur des umkämpften Gebiets Donezk, Wadym Filaschkin, und die Staatsanwaltschaft gestern Abend in sozialen Netzwerken mit. Die beiden Bomben hätten auf das Gelände eines Unternehmens gezielt, hieß es. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig prüfen.

Ausland

Eine für Montag geplante Reise der deutschen Außenministerin Annalena Baerbock nach Budapest findet nicht statt. Die ungarische Seite sagte den Termin von Außenminister Peter Szijjarto mit Baerbock kurzfristig ab, wie das deutsche Außenministerium gestern Abend bestätigte. Die Reise solle zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Die deutsche Seite bedauerte die Absage. „Ein ernstes und ehrliches persönliches Gespräch zwischen beiden Außenministern wäre in Anbetracht der überraschenden und nicht abgestimmten Moskau-Reise von Ministerpräsident Orban durchaus wichtig gewesen“, hieß es aus dem Auswärtigen Amt.

Ungarn hatte zum 1. Juli die rotierende EU-Ratspräsidentschaft übernommen. Regierungschef Viktor Orban provozierte gestern mit einem nicht abgesprochenen Besuch bei Russlands Präsidenten Wladimir Putin EU- und NATO-Partner. EU-Kommissionspräsident Ursula von der Leyen machte deutlich, dass sie den Alleingang Orbans als Gefahr für die Glaubwürdigkeit der Europäischen Union ansieht. Bundeskanzler Olaf Scholz stellte klar, dass Orban als Ministerpräsident Ungarns zu Putin reiste und nicht als außenpolitischer Vertreter der EU.

Der frühere US-Präsident Donald Trump hat nach der Wahl in Großbritannien dem rechtspopulistischen Brexit-Verfechter Nigel Farage zu dessen Einzug ins Unterhaus gratuliert. „Herzlichen Glückwunsch an Nigel Farage zu seinem großen Gewinn eines Parlamentssitzes sowie dem Wahlerfolg von Reform UK“, schrieb Trump gestern in dem von ihm gegründeten Onlinedienst Truth Social. „Nigel“ sei ein Mann, „der sein Land wirklich liebt“, sagte Trump.

Den neu gewählten Premier Keir Starmer, dessen Labour-Partei einen Erdrutschsieg errungen hat, ignorierte Trump hingegen. Farages einwanderungsfeindliche Partei Reform UK gewann fünf Sitze im Unterhaus. Farage selbst gelang im achten Anlauf der Einzug ins Parlament. Seine vorherigen Versuche, Abgeordneter im britischen Unterhaus zu werden, waren gescheitert, dafür saß Farage bereits für die Brexit-Partei UKIP – die Vorläuferpartei von Reform UK – im EU-Parlament in Brüssel.

Farage ist ein langjähriger Verbündeter von Trump, der den geschiedenen vierfachen Vater „Mr. Brexit“ getauft hat und einmal sagte, dass der Populist einen „großartigen Job“ als britischer Botschafter in Washington gemacht hätte. Farage selbst sagte nach der Wahl, es gebe eine „gewaltige Lücke“ im Mitte-rechts-Spektrum der britischen Politik, und seine Aufgabe sei es, „sie zu füllen“.

Offenbar gibt es Fortschritte bei den Verhandlungen über eine Feuerpause in Nahost. Beide Seiten zeigten sich gestern zuversichtlicher als zuletzt in dem seit neun Monaten anhaltenden Konflikt. Aus Kreisen der israelischen Unterhändler hieß es, es bestehe eine echte Chance auf eine Einigung. Die Verhandlungen werden aber nach Darstellung von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kommende Woche fortgeführt.

Auf palästinensischer Seite sagte ein den Gesprächen nahestehender Insider, das neueste Angebot der radikalislamischen Hamas könnte zu einer Rahmenvereinbarung führen. Es müsse dazu von Israel angenommen werden. Türkische Medien zitierten Präsidenten Recep Tayyip Erdogan mit den Worten, er hoffe, dass „in ein paar Tagen“ ein „endgültiger Waffenstillstand“ erreicht werden könne.

Insider sieht geänderte Position von Hamas

Dem palästinensischen Insider zufolge habe die Hamas ihre Position geändert. Sie fordere nicht mehr als Bedingung für eine Unterzeichnung eines Rahmenabkommens eine israelische Zusage zu einem dauerhaften Waffenstillstand. Zudem könnten Verhandlungen darüber während einer ersten sechswöchigen Phase stattfinden.

Grundlage der Gespräche ist ein von US-Präsident Joe Biden Ende Mai vorgelegter Plan, der die Freilassung von etwa 120 Geiseln der Hamas und einen Waffenstillstand umfasste.

Die radikalislamische Hisbollah-Miliz mit Sitz im Libanon erklärte ihrerseits, im Falle einer Waffenruhe würde auch sie sofort ihre Angriffe auf Israel einstellen. Die Kämpfe an der israelischen Nordgrenze schüren die Angst vor einer Ausweitung des Konflikts.

Der Mailänder Hauptflughafen soll nach dem ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten und Großunternehmer Silvio Berlusconi umbenannt werden. Das kündigte Verkehrsminister und Vizepremier Matteo Salvini gestern an. Die Zivilluftfahrtbehörde habe einen Antrag der Region Lombardei auf Umbenennung des Flughafens Mailand Malpensa zu Ehren von Berlusconi, der aus der Finanzmetropole stammte, genehmigt.

„Da die endgültige Entscheidung beim Verkehrsminister liegt, denke ich, dass die Umbenennung stattfinden wird“, sagte Salvini, Vorsitzender der rechtsgerichteten Regierungspartei Lega und langjähriger Verbündeter Berlusconis. Der im vergangenen Jahr im Alter von 86 Jahren verstorbene Berlusconi führte an der Spitze seiner Mitte-rechts-Partei Forza Italia vier Regierungen an und zählte zu den umstrittensten Persönlichkeiten in Italien.

„In Erinnerung an meinen Freund Silvio, einen großen Geschäftsmann, einen großen Mailänder Bürger und einen großen Italiener“, schrieb Salvini auf X (Twitter) über einem Foto von Berlusconi und dem Flughafen Malpensa. In Mailand gibt es auch den kleineren City-Airport Linate.

EU

Geert Wilders und seine niederländische Regierungspartei PVV (Freiheitspartei) wollen sich im EU-Parlament der neuen geplanten Rechtsaußen-Fraktion Patrioten für Europa anschließen. „Wir wollen unsere Kräfte im EP bündeln und schließen uns mit Stolz #PatriotsforEurope an!“, postete Wilders gestern Abend auf X (Twitter).

Zuvor hatte die spanische Partei Vox angekündigt, dem Bündnis aus der FIDESZ-Partei von Ungarns Regierungschef Viktor Orban, FPÖ und der tschechischen ANO beizutreten. Bei der Europawahl kam die PVV auf sechs Mandate. Bisher war die Wilders-Partei mit der FPÖ in der Fraktion Identität und Demokratie (ID) verbündet, hatte allerdings keine Abgeordneten im EU-Parlament.

Vox bisher im Meloni-Bündnis

Vox hatte im Europaparlament bisher der Fraktion Europäische Konservative und Reformer (EKR) der italienischen Parteivorsitzenden Giorgia Meloni angehört. Dazu hieß es nun, Meloni werde „weiterhin eine Partnerin, Freundin und Verbündete von Vox sein“. Man habe „eine sehr enge Beziehung“ zu Melonis Partei Fratelli d’Italia und zum Beispiel auch zur polnischen PiS, betonte Vox-Chef Santiago Abascal im Interview der Zeitung „La Gaceta“. Bei der Wahl im Juni war Vox in Spanien mit rund 9,5 Prozent der Stimmen auf dem dritten Platz gelandet. Damit errang die Partei sechs Sitze im Europaparlament, zwei mehr als bisher.

Salvini überlegt noch

Der italienische Vizepremier der rechtspopulistischen Lega, Matteo Salvini, bestätigte erneut seine Überlegungen, ebenfalls den Patrioten für Europa beizutreten. „Es gibt eine Initiative von Ungarn, Österreichern und Tschechen, der sich heute die Spanier angeschlossen haben, und auch die Niederländer, Belgier und Portugiesen sind interessiert“, sagte Salvini. „Wir ziehen ernsthaft die Möglichkeit in Erwägung, Teil einer möglichen dritten Fraktion im Europäischen Parlament zu werden.“

Die Zahl der Asylanträge in der EU plus Norwegen und der Schweiz verharrt nach einem Medienbericht auf einem anhaltend hohen Niveau. Im ersten Halbjahr 2024 seien 499.470 Asylanträge gestellt worden, das sei lediglich ein Rückgang um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, berichtet die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf bisher unveröffentlichte Zahlen der Asylagentur der Europäischen Union (EUAA).

In Österreich gab es dagegen 41 Prozent weniger Anträge. Die meisten Antragsteller kamen hierzulande aus Syrien (51 Prozent) und Afghanistan (15 Prozent). Auf dem dritten Platz folgten Menschen aus der Türkei (5,5 Prozent).

Deutschland verzeichnet demnach einen Rückgang von 20 Prozent auf 115.682 Antragsteller. Trotzdem bleibt die Bundesrepublik weiterhin Spitzenreiter in der EU. Spanien verzeichnete trotz der zuletzt verabschiedeten EU-Migrationsabkommen mit Tunesien und Ägypten in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres laut EUAA 87.700 Asylanträge, was ein Plus von einem Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutet. In Italien gab es 81.108 Anträge (plus 32 Prozent), in Frankreich 77.474 (minus sechs Prozent) und in Griechenland 29.776 (plus 77 Prozent).

Inland

Nachdem NEOS den scheidenden Europaabgeordneten und langjährigen ÖVP-Politiker Othmar Karas als nächsten österreichischen EU-Kommissar ins Spiel gebracht haben, dürften sich nun auch die Grünen gegenüber ihrem Koalitionspartner ÖVP hinter ihn stellen. Wie der „Kurier“ gestern berichtete, sollen sie den bisherigen Ersten Vizepräsidenten des Europäischen Parlaments, der nicht mehr für die Volkspartei angetreten war, als Vorschlag unterbreitet haben.

Eine offizielle Bestätigung seitens der Grünen gab es dafür nicht. Man sei „in konstruktiven Gesprächen“, hieß es im Büro von Vizekanzler und Grünen-Chef Werner Kogler auf APA-Anfrage lediglich. In grünen Kreisen war aber zu erfahren, dass der Name tatsächlich gegenüber der ÖVP gefallen sei. Teil eines größeren Personalpakets sei das definitiv nicht, wurde betont.

Karas als „Kompromiss“

Wie der „Kurier“ schrieb, soll Karas der ÖVP als „Kompromissvorschlag“ präsentiert worden seien, weil die Grünen weder von Finanzminister Magnus Brunner noch von Verfassungsministerin Karoline Edtstadler als Kandidaten begeistert seien. Die ÖVP braucht die Grünen für den Regierungsvorschlag für den EU-Kommissar. Der kleine Koalitionspartner fühlt sich auch nicht mehr an jenen Sideletter gebunden, der der ÖVP den Kommissar zugesteht.

Karas, dessen Amtszeit als Parlamentsvize mit der Konstituierung des neuen EU-Parlaments am 16. Juli endet, sei „bestens vernetzt, hoch angesehen und proeuropäisch“, zitierte der „Kurier“ die grüne Seite. Als langjähriger EU-Parlamentarier habe er zudem beste Chancen, ein gutes Ressort zu erhalten. Auch Karas selbst hat Interesse an der Position bekundet.

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) soll nun die von der ÖVP gegen Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) eingebrachte Anzeige wegen Amtsmissbrauchs prüfen. Ursprünglich war die Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft Wien eingegangen. Dort sieht man sich aber nicht primär dafür zuständig. „Wir haben sie der WKStA vorgelegt“, teilte Behördensprecherin Nina Bussek gestern der APA mit.

Wie Bussek weiter erläuterte, wurde seitens der Staatsanwaltschaft Wien nicht geklärt, ob überhaupt ein hinreichender Anfangsverdacht vorliegt, um konkrete Ermittlungen gegen Gewessler anzudenken bzw. einzuleiten. Diese Einschätzung überlässt man der WKStA.

Die ÖVP wirft in ihrer Anzeige Gewessler vor, diese hätte mit ihrer Zustimmung zur EU-Renaturierungsverordnung „wissentlich ihre Befugnis (…) missbräuchlich ausgeübt“, weil sie kein Einvernehmen mit den Bundesländern und dem ÖVP-geführten Landwirtschaftsministerium hergestellt hatte. Gewesslers Agieren auf EU-Ebene sei „nach innerstaatlichem österreichischen Recht zu Unrecht erfolgt und verstößt gegen die einschlägigen verfassungsgesetzlichen und einfachgesetzlichen Vorgaben“, heißt es in der Sachverhaltsdarstellung.

Gewessler hatte sich nach dem Einbringen der ÖVP-Anzeige unbeeindruckt gezeigt. „Ich sehe allfälligen rechtlichen Schritten sehr gelassen entgegen“, sagte sie am Rande des Austrian World Summit (AWS) am 20. Juni in Wien. Sie habe dem Renaturierungsgesetz rechtskonform zugestimmt, „und ich folge damit nicht nur der Rechtslage, sondern auch der langjährigen Praxis“. Den Renaturierungsbeschluss der EU bezeichnete Gewessler als „Sieg für die Natur“. Sie sei „sehr froh, dass ich einen Beitrag dazu leisten konnte“.

Der Bundesparteivorstand der Volkspartei hat gestern die ersten 30 Listenplätze für die Nationalratswahl per Umlaufbeschluss fixiert. Angeführt wird die Liste von ÖVP-Chef und Bundeskanzler Karl Nehammer. Hinter ihm folgen Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm und Finanzminister Magnus Brunner.

Edtstadler auf Platz vier

Auf den Plätzen vier bis sechs folgen Verfassungsministerin Karoline Edtstadler, der oberösterreichische Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer und Familienministerin Susanne Raab.

Auf Platz sieben findet sich Generalsekretär Christian Stocker, auf Platz acht ÖVP-Frauenchefin und Nationalratsabgeordnete Juliane Bogner-Strauß, auf Platz neun Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig, der die ÖVP Tirol bei der Wahl anführt, und auf Platz zehn Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.

Kein Vorzugsstimmenwahlkampf

Über die Bundesliste holte die ÖVP 2019 acht Mandate. Einen Vorzugsstimmenwahlkampf mit eigenem Modell soll es nicht geben, die Partei setzt hier auf das gesetzliche System.

Das derzeitige ÖVP-Regierungsteam ist auf Bundes- und Landeslisten großteils abgesichert, Innenminister Gerhard Karner findet sich etwa an der Spitze der niederösterreichischen Liste.

Martin Kocher, der sich nicht auf der Bundesliste befindet, gilt dagegen als aussichtsreicher Kandidat für den Job als neuer Nationalbank-Gouverneur. Auch Brunner gilt als Anwärter auf einen Topjob, nämlich jenen des EU-Kommissars. Er findet sich nicht nur auf der Bundesliste weit oben, sondern ist auch Vorarlberger Spitzenkandidat.

Schallenberg tritt nicht an

Außenminister Alexander Schallenberg tritt wie erwartet nicht an, auch Bildungsminister Martin Polaschek findet sich weder auf der Bundes- noch auf der steirischen Landesliste. Klubobmann August Wöginger führt die oberösterreichische Landesliste an.

Chronik

Der Wirbelsturm „Beryl“ steuert die US-Golfküste und Nordmexiko an. Nach seinem verwüstenden Zug als starker Hurrikan durch die Karibik bewegt er sich jetzt als Tropensturm in nordwestlicher Richtung über den Golf von Mexiko. Morgen dürfte „Beryl“ kurz vor der Küste zwischen den USA und Mexiko voraussichtlich wieder Hurrikanstärke erreichen, wie das US-Hurrikanzentrum warnt.

Dem US-Bundesstaat Texas drohen den Meteorologen zufolge gefährliche Windschäden und Sturmfluten. Die texanischen Behörden riefen Küstenbewohner auf, sich auf den Sturm vorzubereiten. Zurzeit ist „Beryl“ noch Hunderte Kilometer von den bedrohten Gebieten an der Grenze zwischen den USA und Mexiko entfernt.

In Mexiko traf „Beryl“ gestern als Hurrikan der Stufe 2 mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von bis zu 175 km/h nahe dem Badeort Tulum auf die Halbinsel Yucatan. Seine starken Winde verursachten zahlreiche Schäden: Bäume und Straßenschilder stürzten um, in weiten Teilen der viel besuchten Urlaubsregion fiel der Strom aus. Allerdings blieb die Zerstörung weniger drastisch als befürchtet. Todesopfer wurden zunächst nicht gemeldet.

Verwüstung auf mehreren Karibikinseln

Zuvor war „Beryl“ über mehrere Karibikinseln hinweggefegt und hatte dort eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Mindestens elf Menschen kamen ums Leben, auf manchen Karibikinseln wurden nach Angaben des UNO-Nothilfebüros OCHA in Genf mehr als 90 Prozent der Häuser beschädigt oder zerstört. Zwischenzeitlich galt „Beryl“ mit Windgeschwindigkeiten um die 270 km/h als Hurrikan der höchsten Kategorie 5.

Auf Jamaika sind nach Angaben des Stromanbieters JPS noch immer mehr als die Hälfte der Haushalte ohne Elektrizität. Laut OCHA sind im Inselstaat St. Vincent und die Grenadinen 40.000 Menschen von den Sturmfolgen betroffen, in Grenada 100.000 und auf Jamaika 120.000.