Letzte Meldung

Die EU hält im Konflikt um Erdgaserkundungen im östlichen Mittelmeer ihre Sanktionsdrohungen gegen die Türkei aufrecht. Bei einem Gipfeltreffen in Brüssel einigten sich die Staats- und Regierungschefs in der Nacht darauf, im Fall neuer einseitiger Maßnahme der Türkei „alle möglichen Instrumente und Optionen“ zu nutzen.

Die Einigung war Voraussetzung für ein Ende der Blockade von EU-Sanktionen gegen Vertreter des Lukaschenko-Regimes in Weißrussland. Zypern hatte sein Veto gegen die Strafmaßnahmen eingelegt und gefordert, die Union müsse auch Sanktionen gegen die Türkei verhängen. Zypern und Griechenland bezeichnen die türkischen Erdgaserkundungen als illegal.

Letzte Meldung

Die EU hält im Konflikt um Erdgaserkundungen im östlichen Mittelmeer ihre Sanktionsdrohungen gegen die Türkei aufrecht. Bei einem Gipfeltreffen in Brüssel einigten sich die Staats- und Regierungschefs in der Nacht darauf, im Fall neuer einseitiger Maßnahme der Türkei „alle möglichen Instrumente und Optionen“ zu nutzen.

Die Einigung war Voraussetzung für ein Ende der Blockade von EU-Sanktionen gegen Vertreter des Lukaschenko-Regimes in Weißrussland. Zypern hatte sein Veto gegen die Strafmaßnahmen eingelegt und gefordert, die Union müsse auch Sanktionen gegen die Türkei verhängen. Zypern und Griechenland bezeichnen die türkischen Erdgaserkundungen als illegal.

COV Inland

Insgesamt sind bisher österreichweit 46.428 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Das sind 731 mehr als 24 Stunden zuvor. Das geht aus den Zahlen des Gesundheitsministeriums (Stand: gestern, 23.00 Uhr) hervor. Aktuell gibt es in Österreich 8.408 aktive Fälle. 1.636.573 Tests wurden durchgeführt und gemeldet. ORF.at verwendet die Zahlen des Epidemiologischen Meldesystems (EMS) als Basis seiner Berichterstattung.

493 Menschen müssen aktuell im Krankenhaus behandelt werden, 98 davon auf der Intensivstation. An den Folgen der Infektion verstarben bisher 781 Menschen. Für die Zählung der Toten ist die Definition des EMS ausschlaggebend.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Hinweis zur Aktualisierung der Daten

Um die Daten aktuell zu halten, übernimmt ORF.at die Informationen direkt aus dem offiziellen Dashboard des Gesundheitsministeriums. Die aktuellen Fallzahlen im Kopf der Seite werden stündlich aktualisiert, die Verlaufsgrafiken zum Tageswechsel, um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten.

Genaue Informationen zu Definitionen, Herkunft der Daten, Aktualisierung und FAQs finden sich im Infopoint Coronavirus von ORF.at.

Mehr dazu in Daten und Karten und Daten-Updates und Quellen

1.218 Schülerinnen und Schüler und 178 Lehrende sind mit Stand gestern in Österreich positiv auf das Coronavirus getestet, wie das Bildungsministerium per Aussendung bekanntgegeben hat. Das sind jeweils rund 0,1 Prozent der 1,1 Millionen Schülerinnen und Schüler bzw. der 123.000 Lehrerinnen und Lehrer. Dazu kommen noch 51 positive Fälle unter dem Verwaltungspersonal.

Die meisten gemeldeten Fälle gab es in Wien mit 557 aktuell CoV-positiven Schülern und 64 Lehrern, gefolgt von Oberösterreich (164/24), Niederösterreich (159/23), Tirol (102/16), Vorarlberg (78/12), der Steiermark (67/14), Salzburg (41/11) und dem Burgenland (36/4). Die wenigsten Fälle gibt es laut Ministerium derzeit in Kärnten mit 14 positiv getesteten Schülern und zehn Lehrer.

Das Vorgehen in Kindergärten und Schulen bei Auftreten eines CoV-Falls oder eines Verdachtsfalls wird in den Bundesländern weitgehend einheitlich gehandhabt. Verdachtsfälle werden isoliert und bleiben bis zur Abklärung abgesondert.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Ausland

Trotz der chaotischen Verhältnisse bei der ersten TV-Debatte mit seinem Herausforderer Joe Biden ist US-Präsident Donald Trump gegen geplante Änderungen am Konzept der Fernsehduelle. „Warum sollte ich der Debattenkommission erlauben, die Regeln für die zweite und dritte Debatte zu ändern, wenn ich beim letzten Mal mühelos gewonnen habe?“, schrieb Trump auf Twitter.

Bei der Debatte am Dienstagabend war der Republikaner Trump seinem demokratischen Herausforderer Biden, aber auch Moderator Chris Wallace immer wieder ins Wort gefallen. Blitzumfragen zufolge hatte nicht Trump, sondern eher Biden besser abgeschnitten. Generell war die Empörung über die vielen Unterbrechungen und das Geschrei, vor allem von Trump, aber auch Biden, groß.

Kommission möchte Regeln ändern

Die Veranstalter kündigten daraufhin am Tag danach Änderungen am Konzept der TV-Duelle an. Der Ablauf habe deutlich gemacht, „dass das Format der verbliebenen Debatten zusätzliche Struktur braucht, um eine geregeltere Diskussion über die Themen sicherzustellen“, teilte die Kommission für Präsidentschaftsdebatten mit.

Lesen Sie mehr …

Details nannte die Kommission zunächst nicht. Traditionell werden die Regeln vor den Debatten mit den Wahlkampfteams abgesprochen. Eine Änderung ohne Zustimmung beider Kontrahenten gilt als ausgeschlossen. Vor der Wahl am 3. November stehen noch zwei TV-Duelle zwischen Trump und Biden an.

Bei der Aufklärung der geplatzten Pkw-Maut haben die einst vorgesehenen Betreiber Vorwürfe gegen den deutschen Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) untermauert. Auch der Chef des österreichischen Mautspezialisten Kapsch, Georg Kapsch, sagte gestern im Untersuchungsausschuss des deutschen Bundestags, Scheuer habe ein Angebot, den Vertrag erst nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) abzuschließen, abgelehnt. Ein Ex-Staatssekretär entlastete Scheuer dagegen.

Am 29. November 2018 habe der Chef des Konsortialpartners CTS Eventim, Klaus-Peter Schulenberg, angesichts offener Finanzfragen angeboten, wenn Zeit gebraucht werde, könne man auch gleich auf das EuGH-Urteil warten. „Das hat der Minister abgelehnt“, sagte Kapsch.

EuGH kippte Pläne

Scheuer wird vorgeworfen, die Verträge Ende 2018 geschlossen zu haben, bevor Rechtssicherheit bestand. Die Maut lag da schon beim EuGH, der sie im Juni 2019 kippte, weil sie Personen aus dem Ausland benachteilige. Schulenberg hatte im Ausschuss bereits selbst von dem Angebot zur späteren Vertragsunterzeichnung berichtet. Scheuer hatte dagegen im September 2019 im Bundestag auf Fragen geantwortet, ein solches Warteangebot sei „kein Thema“ in diesem Gespräch gewesen. Die Opposition wirft ihm vor, das Parlament belogen zu haben.

Kapsch kritisierte die Kündigung der Verträge durch den Bund gleich nach dem EuGH-Urteil auch mit der Begründung mangelhafter Leistungen. Das sei überraschend gekommen und „ein Schock“ für ihn gewesen. „Wir haben immer sauber gearbeitet.“ Der Bund habe nie mit einem Abbruch des Projekts gedroht. Er habe in vielen Ländern mit Regierungen zusammengearbeitet und eigentlich in Deutschland am wenigsten erwartet, dass man sich nicht vertragstreu verhalte. Die Betreiber und der Bund stehen sich in einem Schiedsverfahren gegenüber.

Ex-Staatssekretär entlastet Scheuer

Der frühere Verkehrsstaatssekretär Gerhard Schulz widersprach dagegen zentralen Vorwürfen gegen Ressortchef Scheuer und entlastete diesen dadurch. Ein Angebot der Betreiberseite, mit der Unterzeichnung der Verträge bis zum Urteil des Europäischen Gerichtshof (EuGH) zu warten, habe es seiner Erinnerung nach bei einem Treffen am 29. November 2018 nicht gegeben, sagte Schulz. Es sei nicht eingeladen worden, weil mehr Zeit benötigt wurde. „Wir waren uns sicher, dass der EuGH uns Recht geben wird.“

Hunderte Menschen sind von Honduras zu Fuß in Richtung USA aufgebrochen. Es handelt sich seit dem Ausbruch der CoV-Pandemie um die erste größere Gruppe von Menschen, die auf der Flucht vor Gewalt und Armut ein besseres Leben in den USA suchen. Guatemala, das zwischen Honduras und Mexiko liegt, hatte vor etwa zwei Wochen seine Grenzen nach pandemiebedingter Schließung im März wieder geöffnet.

Örtliche Medien berichteten von mehr als 1.000 Menschen, die in der honduranischen Stadt San Pedro Sula zur Grenze mit Guatemala loszogen. Diese überquerten viele von ihnen heute.

Mexiko will Einreise nicht erlauben

Den Migranten standen große Hürden bevor. Die US-Botschaft in Honduras schrieb auf Twitter, dass es schwerer denn je sei, illegal in die USA einzureisen. Mexikos Innenministerium betonte, dass es den Menschen ohne die nötigen Papiere die Einreise nicht erlaube.

Hinzu kommt, dass die USA auf Grundlage von Abkommen mit Guatemala, Honduras und El Salvador Migranten dorthin zurückschicken können, wenn sie diese Länder auf ihrem Weg nach Norden betreten, dort aber kein Asyl beantragt haben.

Zwischen Ende 2018 und Anfang 2019 waren mehrere „Karawanen“ bis zur Südgrenze der USA gelangt. US-Präsident Donald Trump nutzte das Thema vor den Kongresswahlen 2018, um seine Anhänger zu mobilisieren. Am 3. November steht in den USA die Präsidentenwahl an.

Mitten in der Coronavirus-Pandemie beginnen in Tschechien zweitägige Regional- und Senatswahlen. Die Wahllokale öffnen heute um 14.00 Uhr. Die Bürgerinnen und Bürger können ihre Stimme auch noch morgen abgeben. Sie sind angehalten, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, sich die Hände zu desinfizieren und Abstand zu halten.

Tschechien kämpft mit stark gestiegenen Fallzahlen. Die Regierung hat von Montag an den nationalen Notstand ausgerufen. Gewählt werden die Vertreter in den 13 Regionen außerhalb der Hauptstadt Prag. Favorit für den Wahlsieg ist nach Umfragen die populistische ANO von Tschechiens Ministerpräsident Andrej Babis.

Kritik an Babis nimmt zu

Der Multimilliardär geriet in den vergangenen Tagen allerdings wegen seines zögerlichen CoV-Krisenmanagements unter Druck. Zudem werden, wie alle zwei Jahre, in einem Drittel der Wahlbezirke die Abgeordneten im Senat neu bestimmt. Es wird mit einer Stichwahl gerechnet. Das Oberhaus des Parlaments hat ein Mitspracherecht bei der Gesetzgebung und kann Verfassungsänderungen verhindern.

Inland

Die Causa Wirecard ist gestern um brisante Details reicher geworden. Deutlicher wird dabei die mutmaßliche Verstrickung des flüchtigen Ex-Wirecard-Vorstands Jan Marsalek mit dem Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) und der FPÖ. Kurz vor einer abendlichen Fluchtaktion von Bad Vöslau nach Minsk soll Marsalek den früheren ranghohen BVT-Mitarbeiter Martin W. getroffen haben. Dieser streitet alles ab.

Lesen Sie mehr …

Die Klimaaktivisten von Extinction Rebellion haben gestern Abend eine weitere Aktion in Wien gestartet. An der Kreuzung Operngasse-Friedrichstraße beim Karlsplatz in der City installierten nach Angaben der Organisation etwa 100 Manifestanten eine technische Blockade. Unter anderem fordert Extinction Rebellion einen Klimabürgerrat.

Mehr dazu in wien.ORF.at

Das Bundes-Verfassungsgesetz ist 100 Jahre alt. Nach zähen Verhandlungen wurde das Regelwerk am 1. Oktober 1920 beschlossen – und damit auch der Verfassungsgerichtshof eingerichtet. Seither wachen Richterinnen und Richter über Österreichs Grundordnung. Besonders die ersten Jahre stellten das Höchstgericht allerdings auf die Probe. Für die VfGH-Mitglieder ging es dabei nicht immer gut aus.

Lesen Sie mehr …

Die Prüfung türkisch-islamischer Vereine in Österreich hat laut Finanzministerium „grobe Verfehlungen“ zutage geführt. Unter der gemeinnützigen Vereinstätigkeit wurden offiziell Kulturzentren oder Moscheen betrieben, tatsächlich wurden oftmals Gewerbetätigkeiten ausgeübt, aber nicht gemeldet. Steuern und Abgaben seien laut Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) somit nicht korrekt bezahlt worden. Die Finanz rechnet mit Nachforderungen in Millionenhöhe.

„Als Konsequenz haben wir bei 40 Prozent der geprüften Betriebe bereits die Aberkennung der Gemeinnützigkeit aufgrund schwerer Statutenmängel in die Wege geleitet“, sagte Blümel gestern. Normalerweise erfolgen bei 1,5 Prozent der 200 bis 300 pro Jahr kontrollierten Vereine solche Aberkennungen. Dann droht den Vereinen die volle Steuerpflicht für alle ihre gewerblichen Tätigkeiten.

211 Vereine geprüft

Wegen des im Islamgesetz festgeschriebenen Verbots der Auslandsfinanzierung wurden im Auftrag des Kultusamtes seit dem ersten Halbjahr 2019 211 Vereine und Körperschaften von insgesamt vier Dachverbänden im türkisch-islamischen Bereich überprüft. Jahrelang sind diese laut Finanzministerium unter dem Titel der Gemeinnützigkeit aufgetreten, um steuerliche Vorteile in Anspruch nehmen zu können.

Eine Vielzahl hatte jedoch nachweislich klare Merkmale von gewerblicher Tätigkeit. Unter der Vereinstätigkeit seien tatsächlich Gastronomiebetriebe, Veranstaltungswesen, Bestattungswesen oder Bildungseinrichtungen betrieben worden. So seien beispielsweise Hochzeiten und Pilgerreisen quasi gewerblich vermittelt und organisiert worden.

Gleicher Passus

Den Beamten der Finanz ist auch aufgefallen, dass in vielen Statuten der kontrollierten Vereine immer der gleiche Passus angeführt war, der Kapitalabflüsse von Österreich in Stiftungen in der Türkei ermöglichte. Das Geld muss laut Blümel aber auch bei Auflösung in Österreich bleiben. Integrationsstaatssekretärin Susanne Raab (ÖVP) sprach von „Machenschaften“, die zeigten, wie wichtig „das lückenlose Aufdecken dieser Vereinsnetzwerke“ sei.

Bei einer Sitzung der Bundesvertretung der Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH) wird heute nach dem Platzen einer linken Koalition der Vorsitz neu gewählt. Derzeit stellen die Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS) mit Adrijana Novakovic die ÖH-Chefin.

In den vergangenen Wochen waren aber zunächst mit den Fachschaftslisten und dann mit dem Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) beide Koalitionspartner ausgestiegen.

28 Stimmen nötig

In der 55-köpfigen Bundesvertretung verfügt die ÖVP-nahe AktionsGemeinschaft über 15 Sitze. GRAS und VSStÖ haben je 13 Mandate, es folgen die Jungen Liberalen Studierenden (JUNOS) mit sechs Sitzen und die FLÖ mit fünf. Zwei konkurrierende Kommunistische StudentInnenverbände (KSV-KJÖ bzw. KSV LiLi) sowie der Ring Freiheitlicher Studenten (RFS) haben je einen Vertreter. Für eine Mehrheit sind 28 Sitze nötig.

COV Ausland

Knapp zwei Wochen nach Beginn eines Lockdowns hat die Zahl der täglichen Coronavirus-Neuinfektionen in Israel erstmals die Marke von 9.000 überschritten. Das Gesundheitsministerium teilte gestern mit, am Vortag seien 9.013 neue Fälle registriert worden – so viele wie nie zuvor an einem Tag. Mit 124 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gab es nach palästinensischen Angaben auch im Gazastreifen einen Rekord.

Die Pandemie war in Israel zunächst glimpflich verlaufen, auch wegen eines strikten Kurses der Regierung. Nach Lockerungen im Mai schnellten die Fallzahlen jedoch in die Höhe. Seit dem 18. September gilt ein Lockdown mit Restriktionen wie Ausgangsbeschränkungen; am vergangenen Freitag wurden die Maßnahmen verschärft. In der Nacht auf gestern beschloss das Coronavirus-Kabinett, den Lockdown um drei Tage bis zum 14. Oktober zu verlängern.

Arabische und ultraorthodoxe Viertel besonders betroffen

Am stärksten betroffen von der Zunahme der Fallzahlen waren zuletzt arabische und ultraorthodoxe jüdische Wohnviertel, in denen häufig größere Familien auf engem Raum zusammenleben. Der Coronavirus-Beauftragte der Regierung, Ronni Gamsu, sagte nach übereinstimmenden Berichten, 40 Prozent der zuletzt positiv getesteten Menschen entstammten der ultraorthodoxen Gemeinschaft.

Paris droht wegen der angespannten Coronavirus-Lage die Schließung der Bars und Restaurants. In der französischen Hauptstadt und den Vorstädten habe sich die Situation zuletzt rapide verschlechtert, sagte Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Veran heute. Sollte sich diese Dynamik bestätigen, werde dort am Montag die „maximale Alarmstufe“ ausgerufen. „Wir werden die Indikatoren am Sonntag mit der Pariser Bürgermeisterin und allen gewählten Vertretern überprüfen.“

Bisher gilt die „maximale Alarmstufe“ im französischen Überseegebiet Guadeloupe und in Marseille. In der südfranzösischen Hafenstadt mussten die Restaurants und Bars daher bereits schließen – dagegen hatte es massiven Protest gegeben. In Paris müssen Bars bisher um 22.00 Uhr schließen, Restaurants dürfen auch länger geöffnet bleiben. Allerdings dürfen sie Alkohol nur im Zusammenhang mit einer Mahlzeit ausschenken.

Es gebe eine „sehr besorgniserregende“ Entwicklung in mehreren großen Städten, so Veran. Dazu zählten etwa Lille, Lyon und Grenoble. Auch hier könnte bald die „maximale Alarmstufe“ ausgerufen werden. Frankreich ist von der Pandemie schwer getroffen, mehr als 30.000 Menschen sind bisher gestorben.

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) beginnt mit einer Überprüfung des Oxford-Impfstoffs gegen das Coronavirus, entwickelt von dem britisch-schwedischen Pharmakonzern AstraZeneca in Zusammenarbeit mit der Universität Oxford. Es ist das erste Mal, dass das in der Europäischen Union bei einem Coronavirus-Impfstoff geschieht.

Die EMA warnte gestern vor voreiligen Schlüssen: Das bedeute noch nicht, dass der Impfstoff schon als wirksam und sicher eingeschätzt werden könne. Das müsse sich jetzt in der Überprüfung erst noch zeigen.

Diese Überprüfung wird angesichts der Dringlichkeit in einem beschleunigten Verfahren vorgenommen. Dabei überprüft die Behörde Daten, noch während sie erhoben werden, um auf diese Weise Zeit zu sparen. Wie lange das Verfahren dauern wird, kann die EMA nicht sagen.

Tests mit Tausenden von Versuchspersonen seien im Gange, die Ergebnisse würden in den nächsten „Wochen und Monaten“ erwartet. Nachdem ein Studienteilnehmer zwischenzeitlich erkrankt war, waren die Tests allerdings weltweit gestoppt worden. In Großbritannien liefen sie nach einer Woche wieder an.

Wirtschaft

Der Bahntunnel durch die Karawanken zwischen Kärnten und Slowenien ist Teil einer wichtigen Zugsverbindung zwischen den Adria-Häfen und der Nordsee. Nach 116 Jahren in Betrieb wird er jetzt um 140 Millionen Euro generalsaniert. Die Arbeiten werden von den ÖBB koordiniert.

Mehr dazu in kaernten.ORF.at

Sport

Der FC Salzburg hat wie schon im Vorjahr bei der Auslosung der Gruppenphase der UEFA Champions League das große Los gezogen: Österreichs Fußballserienmeister trifft in der Gruppe A auf Titelverteidiger Bayern München. Bereits im Jahr 2019 duellierten sich die „Bullen“ mit dem Champion (damals Liverpool). Die weiteren Gegner in dieser Saison lauten Atletico Madrid und Lok Moskau. Das ergab die Auslosung gestern in Genf.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Der Europäische Fußballverband (UEFA) lässt beginnend mit den Länderspielen in der kommenden Woche wieder Fans bei internationalen Matches zu. Wie gestern bekanntgegeben wurde, dürfen bei Nationalteam-Partien und auch in den Gruppenphasen-Spielen der Champions League und Europa League maximal 30 Prozent der Stadion-Kapazitäten genutzt werden – allerdings nur dann, wenn das von den nationalen Behörden goutiert wird.

Lesen Sie mehr …

Dominic Thiem steht bei den French Open in Paris ohne Satzverlust in der Runde der letzten 32. Der Niederösterreicher sprach nach dem 6:1 6:3 7:6 (8/6) gestern über den US-Amerikaner Jack Sock über „einen seiner bisher besten Starts“ in ein Grand-Slam-Turnier. In der nächsten Runde geht es heute (11.00 Uhr, live in ORF1) gegen den stark aufstrebenden Norweger Casper Ruud, Sohn des Ex-Klassemanns Christian Ruud.

Lesen Sie mehr …

Chronik

Britische Tierschützer haben gestern drei Nördliche Entenwale aus einer Meeresbucht an der Westküste Schottlands verscheucht, um sie vor einem geplanten Militärmanöver zu schützen. Sechs Boote hätten die tief tauchenden Tiere „sanft“ aus der Bucht Loch Long in Richtung offenes Meer getrieben, teilte die Organisation British Divers Marine Life Rescue mit.

Die Bucht nahe der Stadt Glasgow liegt in der Nähe des Marinestützpunktes Faslane, dem Sitz der britischen Atom-U-Boot-Flotte. In dem Gebiet wird ab kommender Woche das Militärmanöver „Joint Warrior“ abgehalten, an dem Tausende britische und NATO-Soldaten teilnehmen.

Nach Angaben der Tierschützer entstehen bei dem Manöver Unterwassergeräusche, die Auswirkungen auf die empfindlichen Tiere haben könnten. An der Verscheuchaktion waren demnach noch andere Tierschutzorganisationen beteiligt. Zudem habe das britische Verteidigungsministerium dabei geholfen, die Wale zu überwachen.

Die Zahl der Waldbrände im brasilianischen Amazonas-Regenwald ist im September im Vergleich zum Vorjahresmonat erneut drastisch gestiegen. Wie das brasilianische Institut für Weltraumforschung (INPE) gestern unter Berufung auf Satellitenbilder mitteilte, wurden im Amazonas-Gebiet im September 32.017 Feuer erfasst. Im Vorjahresmonat waren es 19.925 Feuer. Das entspricht einem Anstieg um 61 Prozent.

In den ersten neun Monate dieses Jahres ist die Gesamtzahl der Feuer den Angaben zufolge um 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. Auslöser der Waldbrände sind häufig illegale Rodungen.

Schlimmstes Jahr für Regenwald droht

Umweltschützer warnen schon länger, dass 2020 das zerstörerischste Jahr für den größten Regenwald der Erde werden könnte. Sie machen dafür direkt die Politik des rechtsextremen brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro verantwortlich. Die Vernichtung des Amazonas-Walds durch Feuer hat seit Beginn seiner Amtszeit im Jänner 2019 dramatisch zugenommen.

Auslöser der Waldbrände sind häufig illegale Rodungen. Die von den Bränden zerstörten Gebiete werden anschließend oft für die Viehwirtschaft und den Ackerbau genutzt. In diesem Jahr wüten auch gigantische Brände im brasilianischen Sumpfgebiet Pantanal mit seiner reichen Tier- und Pflanzenwelt. Nach INPE-Angaben wurden im Pantanal im September 8106 Feuer gezählt. Das war der höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1998.

Präsident erschwert Kampf gegen Zerstörung

Bolsonaro zweifelt die Verantwortung des Menschen für die Klimaveränderung an. Die finanziellen und personellen Ressourcen für den Umweltschutz hat er drastisch gekürzt. Erst am Montag hatte seine Regierung Umweltschutzauflagen für die brasilianische Atlantikküste gekippt. Umweltschützer befürchten, dass bisher geschützte Mangrovenwälder und Dünenlandschaften nun bebaut werden könnten.

Ein 78-jähriger Jäger aus dem Bezirk Gänserndorf (Niederösterreich) hat gestern eine Alarmfahndung der Polizei ausgelöst. Der Mann hatte mit einer Schrotflinte in die Luft geschossen, eine 37-jährige Frau wurde von einigen herabfallenden Kugeln getroffen.

Mehr dazu in noe.ORF.at

IT

Die EU-Kommission will offenbar übliche Geschäftspraktiken großer IT-Konzerne auf eine „schwarze Liste“ setzen, um so eine Wettbewerbsverzerrung zu verhindern. Das berichtete gestern das Nachrichtenportal Netzpolitik und berief sich dabei auf ein von „Politico“ veröffentlichtes Dokument.

Konkret wird darin etwa vorgeschlagen, dass „Gatekeeper“-Plattformen wie Google und Facebook gesammelte Daten nur dann für geschäftliche Aktivitäten nutzen dürfen, wenn sie diese mit anderen Firmen teilen.

Einen großen Teil der Liste machen laut Netzpolitik Praktiken aus, mit denen das eigene Angebot bevorzugt wird, also etwa die Vorreihung eigener Produkte bei Suchanfragen. Auch vorinstallierte Apps auf Smartphones sind Teil der Liste – für Anwenderinnen und Anwendern muss es die Möglichkeit zur Deinstallation geben.

Die Liste – das an die Öffentlichkeit gelangte Dokument ist ein Entwurf – soll Teil des Digital Services Act werden, der große IT-Konzerne in ihrer Macht beschränken will und damit den Wettbewerb ankurbeln soll. Dieser soll Anfang Dezember vorgestellt werden.

Kultur

Popstar Billie Eilish hat sechs Wochen vor dem Kinostart des neuen James-Bond-Films „Keine Zeit zu sterben“ das Musikvideo zum Titelsong präsentiert. Der Clip zu „No Time To Die“, den die US-Sängerin gestern auf ihrem YouTube-Kanal online stellte, hatte nach kurzer Zeit Hunderttausende Aufrufe.

Die 18-jährige Eilish ist darin in Schwarz-Weiß-Optik vor einem Mikrofon zu sehen – im Wechsel mit Filmszenen aus dem kommenden Bond-Abenteuer. Regisseur des Musikvideos ist Daniel Kleinmann, der seit „GoldenEye“ (1995) die berühmten Vorspannsequenzen für fast alle James-Bond-Filme gestaltet hat.

Prominente Mitwirkende

Das Lied, eine leicht düstere Ballade mit dramatischem Finale im klassischen 007-Sound, hatte die fünffache Grammy-Gewinnerin Eilish zusammen mit ihrem Bruder Finneas geschrieben. Auch der deutsche Filmkomponist Hans Zimmer, der für den orchestralen Soundtrack des Agententhrillers verantwortlich zeichnet, und der frühere Gitarrist der Band The Smiths, Johnny Marr, wirkten an „No Time To Die“ mit.

Der Titelsong für den 25. James-Bond-Film war bereits im Februar veröffentlicht worden. Eigentlich hätte „Keine Zeit zu sterben“ am 2. April ins Kino kommen sollen. Wegen der Coronavirus-Krise wurde der Starttermin aber auf den 12. November verschoben. Für Hauptdarsteller Daniel Craig ist es der letzte Einsatz als Geheimagent 007. Neben Craig spielen Lashana Lynch, Rami Malek und Lea Seydoux in dem Film von Regisseur Cary Joji Fukunaga mit.

Panorama

Die Region Paris will in Kürze Flugtaxis eines deutschen Herstellers testen. Die ersten Probeflüge mit dem Modell VoloCity des Produzenten Volocopter sind für Juni 2021 geplant, wie die französische Hauptstadtregion Ile-de-France mitteilte. Bis zu den Olympischen Sommerspielen in Paris im Jahr 2024 soll demnach ein erster fliegender Prototyp – ein sogenannter Demonstrator – entwickelt werden.

Der VoloCity wird nach Herstellerangaben elektrisch betrieben und bietet neben der Pilotin oder dem Piloten Platz für zwei weitere Personen. Das Flugtaxi kann eine Geschwindigkeit von 110 km/h und eine Höhe von bis zu 500 Metern erreichen und hat eine Reichweite von 35 Kilometern.

Unternehmen hofft auf Zulassung in „zwei bis drei Jahren“

Volocopter hat nach eigenen Angaben bei der Europäischen Flugsicherheitsbehörde (AESA) die Zulassung beantragt und hofft auf grünes Licht in „zwei bis drei Jahren“, wie ein Sprecher sagte.

Paris soll damit zur „Modellregion“ werden, wie Regionalpräsidentin Valerie Pecresse gestern vor Journalisten sagte. Mit einem möglichen Regelbetrieb von Flugtaxis wird ab dem Jahr 2030 gerechnet. Vorstellbar seien Start- und Landeplätze im ganzen Stadtgebiet, hieß es.

An dem Projekt sind auch der Flughafenbetreiber Aeroports de Paris (ADP) und der Nahverkehrsverbund RATP beteiligt. Die Tests sind auf dem Flugplatz von Pontoise-Cormeilles-en-Vexin rund 35 Kilometer nördlich der französischen Hauptstadt geplant.

Leute

Nach jahrelangem Vaterschaftsstreit mit dem früheren König Belgiens hat das zuständige Brüsseler Gericht endgültig im Sinne der Künstlerin Delphine Boel entschieden. Die 52-Jährige ist damit von nun an offiziell Prinzessin von Belgien.

Der Anwalt Boels bestätigte der Nachrichtenagentur Belga einen entsprechenden Bericht des Senders RTBF. Auch ihre beiden Kinder Josephine und Oscar würden Prinzessin beziehungsweise Prinz. Boel selbst nehme den Nachnamen ihres Vaters an: Sachsen-Coburg-Gotha.

 Delphine Boel
APA/AFP/Eric Lalmand

Die Künstlerin kämpfte seit Jahren um die Anerkennung als leibliche Tochter des belgischen Ex-Königs Albert II. Nach ihrer Darstellung hatten ihre Mutter und Albert vor Jahrzehnten eine längere Affäre, was Albert stets bestritten hatte. Im Jänner lenkte er nach jahrelangem Rechtsstreit ein und gestand die Vaterschaft ein. Das Gericht hatte zuvor entschieden, dass er sich einem Test unterziehen müsse. Nach der letzten Anhörung am 10. September hatte das Berufungsgericht seine Entscheidung eigentlich für den 29. Oktober angekündigt.

Hazel Brugger (26, „heute-show“), in den USA geborene Schweizerin, ist schwanger. Das gab sie gestern via Instagram und Twitter bekannt. „Für alle, die dachten, 2020 gibt es nur beschissene Nachrichten – hier mal was Gutes: Ich bin schwanger!“ schrieb die Kabarettistin.

Während sich viele Follower freuten („Wie süß, eine kleine Hazelnuss“), blieben andere skeptisch und mutmaßten, es könne sich um einen Scherz der Schweizerin handeln. Dem widersprach Bruggers Manager Ralf Remmel: „Das ist durchaus ernst gemeint“, sagte er in Köln auf Anfrage.

Hazel Brugger könnte im kommenden Frühjahr Mutter werden. Entsprechend sei dann eine längere Pause geplant. Im September 2021 wolle sie aber ein neues Programm herausbringen. Noch im März hatte Brugger wegen der Coronavirus-Pandemie auf Twitter geschrieben: „Ich bin, wie es aussieht, die nächsten paar Monate über zwangsarbeitslos. Falls ihr in Köln wohnt, in einem medizinischen Beruf arbeitet und schulpflichtige Kinder habt, kann ich gerne tagsüber auf die aufpassen.“