Ausland

Nach den verheerenden Terroranschlägen mit Hunderten Toten in Sri Lanka haben die Ermittler 16 weitere Verdächtige festgenommen. Insgesamt befinden sich nach Behördenangaben von heute nun 76 Verdächtige in Gewahrsam. Zudem wurden mehrere Fahrzeuge beschlagnahmt und neue Sicherheitsvorkehrungen erlassen, darunter ein Flugverbot für Drohnen.

Unterstützt werden die einheimischen Ermittler von eigens angereisten Teams der US-Bundespolizei FBI und von Interpol. Sieben sri-lankische Selbstmordattentäter hatten sich am Ostersonntag nahezu gleichzeitig in drei christlichen Kirchen in mehreren Städten und drei Luxushotels in der Hauptstadt Colombo in die Luft gesprengt.

Einige Stunden später gab es zwei weitere Explosionen in einem kleinen Hotel und einer Wohngegend in Vororten Colombos. Ein weiterer Anschlag auf ein Fünfsternhotel scheiterte. Die Zahl der Toten lag nach Polizeiangaben zuletzt bei 359.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat die Selbstmordanschläge für sich reklamiert. Die Echtheit der Nachricht ließ sich nicht unabhängig überprüfen. Sri Lankas Behörden machen eine einheimische Islamistengruppe verantwortlich, die aber Hilfe aus dem Ausland gehabt haben soll. Nach Einschätzung der Regierung waren die Taten als Vergeltung für den Anschlag auf Moscheen im neuseeländischen Christchurch im März gedacht.

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Im Sudan hat der regierende Militärrat nach eigenen Angaben eine weitgehende Einigung mit der Protestbewegung erzielt. „Wir haben eine Einigung über die meisten Forderungen“ der oppositionellen Allianz für Freiheit und Wandel, sagte Militärratssprecher Schamseddine Kabbaschi gestern nach einem Treffen mit der Vertretung der Protestbewegung. Er ging aber nicht konkret auf die zentrale Forderung nach einer sofortigen Machtübergabe an eine Zivilregierung ein.

Es habe „keinen großen Streit“ gegeben, sagte Kabbaschi vor Journalistinnen und Journalisten. Einer der Vertreter der Protestbewegung, Ahmed al-Rabia, sagte, unter anderem hätten sich beide Seiten auf die Gründung eines gemeinsamen Komitees geeinigt. Nähere Angaben dazu machte er nicht.

Drei Militärratsmitglieder zurückgetreten

In einer separaten Erklärung gab der Militärrat zudem den Rücktritt von drei seiner zehn Mitglieder bekannt. Generalleutnant Omar Sain al-Abdin, Generalleutnant Dschalaluddin al-Scheich und Generalleutnant Al-Taijib Babikir scheiden aus dem Gremium aus.

Der Militärrat regiert den Sudan übergangsweise seit dem Sturz des jahrzehntelang autoritär herrschenden Staatschefs Omar al-Baschir am 11. April. Die Protestbewegung fordert eine sofortige Übergabe der Macht an eine Zivilregierung. Am Wochenende waren Gespräche zwischen beiden Seiten vorerst ergebnislos abgebrochen worden.

Vor der Bekanntgabe einer weitgehenden Einigung hatte die Opposition für heute einen riesigen Protestmarsch angekündigt, um den Druck auf den Militärrat zur Machtübergabe zu erhöhen.

Die Deutsche Bank übergibt einem Bericht des US-Senders CNN zufolge Finanzunterlagen von US-Präsident Donald Trump an die Ermittlungsbehörden in New York. Die Deutsche Bank machte auf Anfrage keine Angaben zu der Sache.

Die Bank hatte aber bereits zuvor im Grundsatz erklärt: „Wir bekennen uns zur Kooperation mit autorisierten Ermittlungen.“ Auch die Staatsanwaltschaft in New York kommentierte den Sachverhalt auf Anfrage nicht.

Kredite in Milliardenhöhe?

Mehrere Ausschüsse des US-Abgeordnetenhauses verlangen ebenfalls Unterlagen von der Deutschen Bank, die Trump Kredite in Milliardenhöhe gegeben haben soll. Die Staatsanwaltschaft hatte im März um die Herausgabe der Unterlagen gebeten, nachdem ein Zivilverfahren eröffnet worden war.

Bei den Untersuchungen in New York stehen laut CNN das neue Trump-Hotel in Washington, zwei weitere Hotels in Miami und Chicago und der Übernahmeversuch des American-Football-Teams Buffalo Bill im Zentrum.

Lange Zeit war die Deutsche Bank nach Informationen der „New York Times“ eines der wenigen Geldinstitute, mit dem Trump noch in Geschäftsbeziehungen stand. Zu Beginn der Amtszeit soll der Schuldenstand Trumps bei dem Bankhaus bei 300 Millionen Dollar gelegen haben.

Inland

Andreas Schieder, der SPÖ-Spitzenkandidat für die EU-Wahl, ist strikt gegen jede Koalition mit der FPÖ. Auch die Zusammenarbeit seiner Partei mit den Freiheitlichen im Burgenland und in Linz habe er immer schon abgelehnt, sagte er gestern in der ZIB2 – und kritisierte scharf die ÖVP und Kanzler Sebastian Kurz. Deren Koalition mit der FPÖ bedeute „großen Schaden“ für Österreichs Ansehen im Ausland.

„Mit der FPÖ ist kein Staat zu machen“, hielt Schieder Kurz vor. „Das Gefährlichste“ sei dabei die Bundesebene – aber auch auf jeder anderen Ebene sei es nicht richtig, mit der FPÖ zu koalieren. Denn „dauernd“ werde die „rote Linie“ überschritten, „jeden Tag taucht etwas Neues auf“, verwies Schieder etwa auf „das Rattengedicht“ und die Verbindung der FPÖ mit der „Mailänder Bande“ rund um den italienischen Lega-Innenminister Matteo Salvini und die „Le Pens“ in Europa. Das wäre „brandgefährlich“, wollten sie doch „Europa von innen heraus zerstören“.

Van der Bellen warnt vor „Vergiftung des Klimas“

Schon zuvor hatte die Debatte über das „Rattengedicht“ die Innenpolitik beherrscht: Bundespräsident Alexander Van der Bellen mahnte mehr Respekt gegenüber Mitmenschen ein und warnte vor einer „Vergiftung“ des gesellschaftlichen Klimas. Hetze sei „inakzeptabel“, so Van der Bellen in einer Aussendung. Politiker und Politikerinnen gerade von Regierungsparteien hätten besonders auf ihre Wortwahl zu achten.

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Den rechtsextremen Identitären könnte ein Prozess wegen Abgabenhinterziehung bevorstehen. Laut „Standard“ (Donnerstag-Ausgabe) sind Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Graz gegen vier Verbände und 22 Personen schon weit fortgeschritten. Die StA sehe die Gemeinnützigkeit, auf die sich die Identitären berufen, nicht gegeben – und somit die Umsatzsteuerpflicht verletzt.

Die Anklagebehörde hält laut „Standard“ den Grenzwert von 100.000 Euro, ab dem Gerichte zuständig sind, klar überschritten. Im Visier habe sie 22 Personen – darunter die Chefs Martin Sellner und Patrick Lenart – sowie vier Verbände. Für alle Genannten gilt die Unschuldsvermutung.

Drei Vereine im Visier

Betroffen seien drei Vereine, die aus Sicht der StA gemeinsam die Identitäre Bewegung, die keine offizielle Organisationsform hat, ergeben sollen: Der Verein für Völkerverständigung und Jugendarbeit in Graz, der Verein zur Erhalt und Förderung der kulturellen Identität und der Verein für lebendige Kultur und Brauchtumspflege in Oberösterreich.

In ihren Berichten spricht die StA laut „Standard“ von „Scheinvereinen“, die keine Gemeinnützigkeit aufwiesen – und somit Umsatzsteuer hätten bezahlen müssen. Außerdem seien die Ermittler bei Kontenprüfungen auf „regelmäßige Zahlungen mit Lohncharakter“ an führende Identitäre gestoßen, für die nicht Lohnsteuer und Dienstgeberbeiträge entrichtet worden seien.

Identitäre weisen Vorwürfe zurück

Ermittelt werde auch gegen Sellner – gegen den parallel Ermittlungen wegen der Spende des Christchurch-Attentäters laufen. Das Finanzamt prüfe momentan auch ausländische Konten der Identitären – etwa in Deutschland, Ungarn und Großbritannien.

Sellners und Lenarts Anwalt Bernhard Lehofer ging gegenüber dem „Standard“ davon aus, dass sich die Vorwürfe „als unrichtig herausstellen werden“. Durch den rechtskräftigen Freispruch vom Vorwurf der Bildung einer kriminellen Vereinigung – Anfang 2019 – sei die Gemeinnützigkeit der Vereine gegeben.

EU

Am 26. Mai wählt Österreich seine Abgeordneten für das Europäische Parlament. Fünf Spitzenkandidaten und zwei Spitzenkandidatinnen sind für ihre Parteien in den Wahlkampf für das Rennen ums EU-Parlament gezogen.

Neben der Durchführung des Brexits ist die Zukunft der EU so viel diskutiert wie schon lange nicht. Was halten Sie für die zentrale Frage für die Zukunft der EU? Welche Rolle soll das Parlament spielen? Wie intensiv sollen die Vorgaben sein, „die aus Brüssel kommen“? Soll Europa wieder eine losere Föderation mit Wirtschaftsschwerpunkt werden oder sich politisch noch enger vernetzen und zu einer Art Bundesstaat werden?

Was liegt Ihnen zu Europa am Herzen, und was wollen Sie welchen Spitzenkandidaten fragen?

Illustration eines gelben Sessels
ORF.at

Im Rahmen der Serie „Ihre Frage zu Europa“ reist ORF.at den Spitzenkandidaten in den Wahlkampf nach und stellt die Fragen unseres Publikums. Und Ihre Frage kann dabei zum Zug kommen. Weil sie besonders prägnant ist oder eine Sorge zum Ausdruck bringt, die vielen anderen, die uns schreiben, ebenso am Herzen liegt. Stellen Sie auf ORF.at bis 29.4. Ihre Frage zu Europa!

Um Ihre Fragen zu stellen, nutzen Sie bitte das Onlineformular.

Wirtschaft

Die Tage des 500-Euro-Scheins sind gezählt. Nur noch bis einschließlich morgen sind die lilafarbenen Banknoten bei der Nationalbank zu haben. Die anderen 17 nationalen Zentralbanken des Eurosystems hatten die Ausgabe bereits am 26. Januar beendet. Die im Umlauf befindlichen 500er bleiben aber gesetzliches Zahlungsmittel und sollen unbegrenzt umtauschbar sein.

500-Euro-Geldscheine
APA/dpa/Patrick Seeger

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hatte Anfang Mai 2016 entschieden, dass Produktion und Ausgabe der 500-Euro-Banknote „gegen Ende des Jahres 2018“ eingestellt werden. Befürworter versprechen sich davon, dass Terrorfinanzierung und Schwarzarbeit zurückgedrängt werden. Ob das klappt, ist umstritten.

Der Elektroauto-Hersteller Tesla ist nach einem halben Jahr mit Gewinnen wieder tief in die roten Zahlen gerutscht. Im vergangenen Quartal gab es einen Verlust von gut 702 Millionen Dollar (624,28 Mio. Euro), wie Tesla nach US-Börsenschluss gestern mitteilte.

Im Vorjahresquartal hatte Tesla 709,5 Millionen Dollar verloren. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich von 3,4 auf 4,54 Milliarden Dollar.

Tesla verwies darauf, dass mit Beginn der Auslieferungen des aktuellen Hoffnungsträgers Model 3 in Europa und Asien viele Fahrzeuge zum Ende des Quartals noch auf dem Weg zu den Kunden gewesen seien. Diese Verkäufe würden damit erst im laufenden Vierteljahr verbucht.
Allerdings halbierten sich auch die Auslieferungen der älteren Modelle S und X auf 12.100 Fahrzeuge.

Ein Gericht in Tokio hat einem Antrag des inhaftierten Ex-Nissan-Chefs Carlos Ghosn auf Freilassung gegen Kaution stattgegeben. Das Gericht setzte die Kaution heute auf 500 Millionen Yen (rund vier Millionen Euro) fest. Die Staatsanwaltschaft dürfte Berufung gegen diese Entscheidung einlegen.

Ex Nissan-Chef Carlos Ghosn
APA/AP/Sadayuki Goto

Dem einst mächtigen Automanager wird in Japan eine Vielzahl von Finanzdelikten zur Last gelegt. Er war am 4. April erneut festgenommen worden – nur einen Monat, nachdem er nach rund hundert Tagen aus der U-Haft entlassen worden war.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 65-Jährigen unter anderem die Veruntreuung von Nissan-Geldern vor. Er soll zudem jahrelang ein viel zu niedriges Einkommen bei Nissan deklariert und persönliche Verluste auf den japanischen Autobauer übertragen haben. Der einstige Vorzeigemanager, der auch jahrelang beim französischen Autobauer Renault an der Spitze stand, bestreitet alle Vorwürfe und sieht sich als Opfer einer Verschwörung.

Österreichs Topmanager haben im vergangenen Jahr gut verdient. Während die Gewinne der im Leitindex ATX notierten Unternehmen von 2017 auf 2018 um 16,9 Prozent (Median) zurückgegangen sind, stieg die Vergütung der Vorstandschefs im Durchschnitt um 16 Prozent. Das hat nun der europäische Unternehmensberater hkp berechnet, der alljährlich ein Vergütungsranking erstellt.

Demnach kassierten die 14 CEOs, die bereits 2017 ganzjährig im Amt waren, im Durchschnitt 2,2 Mio. Euro. „Es handelt sich dabei um die Direktvergütungen“, erklärte hkp-Partner Michael Kramarsch im Gespräch mit der APA, also das Festgehalt und variable Anteile, aber nicht z.B. die betriebliche Altersversorgung.

OMV-Chef war Spitzenverdiener

Nur sechs der untersuchten Unternehmen würden die Altersversorgung ausweisen, „obwohl fast alle eine haben“, kritisierte Kramarsch. „Das ist ein Unding, denn ob ich jemandem das Geld bar in die Hand drücke oder in eine Pensionskasse einzahle, ist ja beides ein gleichwertiger Vergütungsbestandteil.“

Spitzenverdiener war 2018 OMV-Chef Rainer Seele mit einem Jahressalär von 4,47 Mio. Euro. Zu den Gagen-Kaisern gehörten laut hkp-Berechnungen auch BAWAG-Chef Anas Abuzaakouk (4,45 Mio. Euro), voestalpine-Chef Wolfgang Eder (3,76 Mio. Euro), Immofinanz-CEO Oliver Schumy (3,43 Mio. Euro), Andritz-Chef Wolfgang Leitner (3,12 Mio. Euro) und Erste-Group-Chef Andreas Treichl (3,06 Mio. Euro).

Über dem ATX-Durchschnitt von 2,13 Mio. Euro lagen auch die Direktvergütungen von Post-Chef Georg Pölzl (2,55 Mio. Euro), CA-Immo-Chef Andreas Quint (2,54 Mio. Euro) und Wienerberger-Vorstandsvorsitzender Heimo Scheuch (2,30 Mio. Euro).

Sport

Chronik

Ein 31-Jähriger hat sich gestern bei einem Motorrad-Unfall auf der B136 im Gemeindegebiet von Münzkirchen (Bezirk Schärding) in Oberösterreich tödliche Verletzungen zugezogen. Der Mann war laut Polizei in einer scharfen Rechtskurve ohne Fremdverschulden zu Sturz gekommen.

Dabei schlitterte er laut Aussendung mit dem Kopf gegen den Steher eine Leitschiene und rutschte dann samt seinem Motorrad unter ebendieser durch. Dabei zog er sich so schwere Verletzungen zu, dass er noch an der Unfallstelle starb.

Kein Spielteilnehmer hat gestern die sechs Richtigen bei Lotto „6 aus 45“ erraten. Im Jackpot werden 1,4 Millionen erwartet.

Folgende Gewinnzahlen wurden ermittelt:

5 13 20 26 31 40 / Zusatzzahl: 43

Die Zahlen bei LottoPlus waren:

11 17 33 34 37 42

Kein Spielteilnehmer hatte den richtigen Joker auf der Quittung, im Jackpot bleiben rund 150.000 Euro.

Der richtige Joker lautet:

9 3 1 1 0 1

Alle Angaben ohne Gewähr

Eine Mutter aus Deutschland und ihr zehnjähriger Sohn sind tot in einer Höhle auf der spanischen Urlaubsinsel Teneriffa entdeckt worden. Der kleine Bruder des toten Buben, ein Fünfjähriger, hatte der Polizei zuvor von einem brutalen Angriff des Vaters erzählt. Die Ursache und die Umstände der Todesfälle müssten noch ermittelt werden, sagte ein Justizsprecher gestern. Man schließe nicht aus, dass der Vater etwas mit dem Tod der Frau und des älteren Kindes zu tun habe.

Rettungskräfte
APA/AP/Andres Gutierrez

Die leblosen Körper der seit gestern als vermisst gemeldeten Deutschen seien heute gegen 16.30 Uhr im bergigen Hinterland der Gemeinde Adeje gefunden worden, teilte die Polizeieinheit Guardia Civil mit. Der Vater, auch er ein Deutscher, war nach Polizeiangaben gestern in seiner Wohnung in Adeje festgenommen worden. Der Mann habe nicht kooperiert, sagte der Vertreter des Madrider Innenministeriums auf den Kanaren, Juan Salvador Leon. Bei seiner Festnahme habe er zudem heftigen Widerstand geleistet.

Sohn konnte offenbar flüchten

Das jüngere Kind war nach Polizeiangaben zuvor von Passanten weinend und unter Schock aufgegriffen worden. Der Fünfjährige habe anschließend der Polizei erzählt, dass der Vater die ganze Familie zur Höhle gebracht und dort sowohl die Mutter als auch die beiden Kinder brutal attackiert habe, berichtete die Zeitung „El Pais“ (Onlineausgabe) unter Berufung auf die zuständigen Behörden in der Inselhauptstadt Santa Cruz de Tenerife. Dem Kleinen sei nach eigenen Angaben dann die Flucht gelungen.

An der Suchaktion hatten nach amtlichen Angaben mehr als 100 Einsatzkräfte der Polizei, der Feuerwehr, des Zivilschutzes und der Notfalldienste Teneriffas teilgenommen. Auch zwei Hubschrauber wurden eingesetzt.

Polizei: „Noch vieles zu klären“

Im Polizeiverhör bestritt der Deutsche den amtlichen Angaben zufolge, für den Tod seiner Frau und seines zehnjährigen Sohnes verantwortlich zu sein. Er habe versichert, hieß es, dass seine Frau und sein Sohn noch am Leben gewesen seien, als er die Höhle verlassen habe. Ein Polizeisprecher sagte auf Anfrage, es gebe noch „sehr vieles zu klären“.

Woher die Familie in Deutschland stammt, war noch offen. Der Fünfjährige, der kein Spanisch spricht, habe der Polizei aber gesagt, dass der Vater schon seit Längerem fest auf Teneriffa gewohnt habe und die in Deutschland wohnende Familie regelmäßig zu Besuch gekommen sei, sagte Adejes Bürgermeister Jose Miguel Rodriguez Fraga vor Journalisten.

Gegen den festgenommenen Mann lägen in Spanien keine Anzeigen wegen häuslicher Gewalt vor. Der Fünfjährige werde von Sozialarbeitern und Psychologen betreut, hieß es.

Im Nordosten Chinas sind bei einem Unfall mit einem Fahrstuhl elf Arbeiter ums Leben gekommen. Zwei weitere Arbeiter wurden bei dem Unglück schwer verletzt, wie chinesische Staatsmedien heute berichteten. Der Lift war laut den Berichten auf einer Baustelle in der Stadt Hengshui (Provinz Hebei) wegen eines technischen Defekts in die Tiefe gestürzt.

In China kommt es immer wieder zu schweren Arbeitsunfällen, weil Sicherheitsvorschriften nicht eingehalten werden. Erst im März waren bei einer Explosion in einem Industriepark der ostchinesischen Stadt Yancheng mindestens 78 Menschen ums Leben gekommen, Hunderte wurden verletzt.

Wenige Wochen nach dem verheerenden Zyklon „Idai“ könnte ein weiterer tropischer Wirbelsturm im Südosten Afrikas große Verwüstung anrichten. Zyklon „Kenneth“ werde vermutlich heute im Norden von Mosambik auf Land treffen, teilte das UNO-Nothilfebüro (Ocha) gestern mit.

Demnach kann es zu Überschwemmungen und in den Küstengebieten zu Sturmfluten kommen. „Die Winde werden vermutlich stark genug sein, um Schaden und Zerstörung anzurichten“, hieß es. Demnach werden voraussichtlich Mosambik, Tansania, die Komoren und Malawi betroffen sein.

Vorbereitungen in Mosambik laufen

Der Zyklon bildete sich Ocha zufolge nördlich von Madagaskar und sollte gestern über den Inselstaat der Komoren ziehen. Quasi die gesamte Bevölkerung der Komoren, fast 760.000 Menschen, lebt in der Schneise des Zyklons – sowie knapp 750.000 Menschen in Mosambik, wie Unosat, ein Satellitenbeobachtungsprogramm der UNO, mitteilte.

In Mosambik werde die Katastrophenschutzbehörde „alle Maßnahmen ergreifen, um Menschenleben zu retten“, sagte deren Chefin Augusta Maita. Derzeit bereite man sich darauf vor, Menschen in Sicherheit zu bringen. Es würden Orte für Notunterkünfte identifiziert. Zudem werden demnach Helikopter und Boote aus dem von Zyklon „Idai“ schwer betroffenen Ort Beira in den Norden des Landes gebracht.

Erst Mitte März hatte Zyklon „Idai“ das Zentrum Mosambiks getroffen und eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Hunderttausende Menschen waren zeitweise obdachlos, Überschwemmungen zerstörten das Ackerland von etwa einer halben Million Bauern. Rund 600 Menschen kamen ums Leben. Auch die Nachbarländer Simbabwe und Malawi waren betroffen.

In den USA ist ein wegen der brutalen Ermordung eines Schwarzen zum Tode verurteilter Rassist hingerichtet worden. John William King wurde gestern im Gefängnis von Huntsville im US-Bundesstaat Texas mit einer Giftspritze getötet, wie die Behörden mitteilten. Der 44-Jährige hatte 1998 gemeinsam mit zwei Komplizen einen Schwarzen an ein Auto gebunden und zu Tode geschleift.

Der Fall des 49-jährigen James Byrd hatte die USA schwer erschüttert und an die Lynchmorde in der Zeit der Rassentrennung erinnert. King und zwei weitere Männer hatten den Anhalter entführt, zusammengeschlagen und schließlich an ihren Pickup gebunden. Dann fuhren sie durch die Gegend und schleiften Byrd hinter sich her. Der Leichnam wurde vor einer Kirche einer afroamerikanischen Gemeinde in der texanischen Kleinstadt Jasper gefunden.

Todesurteil bereits 1999

King wurde 1999 zum Tode verurteilt. Er gehört den „Confederate Knights of America“ an – einer rassistischen Vereinigung, die dem Ku-Klux-Klan nahesteht. Mehrere Versuche seiner Anwälte, den Prozess neu aufzurollen oder die Hinrichtung zu verschieben, scheiterten. Einer von Kings Mittätern war bereits 2011 hingerichtet worden, ein zweiter sitzt eine lebenslange Gefängnisstrafe ab.

John William King
APA/AFP/Paul Buck

Bei vielen Amerikanern hatte das Verbrechen Erinnerungen an Lynchjustiz und jahrzehntelang gesellschaftlich akzeptierten Rassismus wachgerufen. Rund zehn Jahre später nahm der damalige US-Präsident Barack Obama den Fall zum Anlass für ein neues Gesetz gegen Hassverbrechen, das unter anderem Byrds Namen trägt.

IT

Der Softwareriese Microsoft hat zu Jahresbeginn dank boomender Cloud-Dienste deutlich mehr Gewinn und Umsatz gemacht. Im dritten Geschäftsquartal (bis Ende März) legte der Überschuss im Jahresvergleich um 19 Prozent auf 8,8 Milliarden Dollar (7,9 Mrd Euro) zu, wie Microsoft gestern nach US-Börsenschluss am Konzernsitz in Redmond (US-Bundesstaat Washington) mitteilte.

Der Umsatz stieg um 14 Prozent auf 30,6 Milliarden Dollar. Damit wurden die Erwartungen der Analysten klar übertroffen, die Aktie verbuchte nachbörslich zunächst einen deutlichen Kursanstieg. Microsoft profitierte abermals besonders vom lukrativen Cloud-Geschäft mit IT-Diensten im Internet. Beim Flaggschiff – der Azure-Plattform für Unternehmen – kletterte der Umsatz um 73 Prozent.

Facebook bereitet sich mit einer Milliardenrückstellung auf Konsequenzen aus den jüngsten Datenschutzskandalen vor. Im Zusammenhang mit entsprechenden Ermittlungen der US-Handelsbehörde FTC legte Facebook im vergangenen Quartal drei Milliarden Dollar beiseite, wie das Onlinenetzwerk nach US-Börsenschluss gestern mitteilte.

Das Unternehmen rechne insgesamt mit einer Belastung von drei bis fünf Milliarden Dollar. Die Ermittlungen der FTC können zum Beispiel mit einer Strafe oder mit einem Vergleich enden.

Umsatz stieg um ein Viertel

Facebook hat Geldreserven von über 45 Milliarden Dollar. Die Rückstellung drückte zugleich den Gewinn im vergangenen Quartal auf 2,43 Milliarden Dollar nach knapp fünf Milliarden ein Jahr zuvor. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 26 Prozent auf gut 15 Milliarden Dollar.

Die Zahl monatlich aktiver Nutzer wuchs binnen drei Monaten von 2,32 auf 2,38 Milliarden. Die Anleger zeigten sich zufrieden: Die Aktie legte im nachbörslichen Handel zeitweise um mehr als vier Prozent zu.

Gesundheit

Neue Daten der UNICEF haben die Zunahme der weltweiten Masernausbrüche bestätigt. Die Ursache liege in der mangelhaften Durchimpfungsrate der vergangenen Jahre: Schätzungsweise 169 Mio. Kinder verpassten zwischen 2010 und 2017 die erste Masern-Teilimpfung – das seien durchschnittlich 21,1 Millionen Kinder pro Jahr, hieß es heute in einer Aussendung.

„Der Boden für die aktuellen weltweiten Masernausbrüche wurde schon vor Jahren bereitet“, so UNICEF-Exekutivdirektorin Henrietta Fore. „Nicht geimpfte Kinder sind der willkommene Wirt für das Masern-Virus.“ In den ersten drei Monaten des heurigen Jahres wurden weltweit mehr als 110.000 Masernfälle gemeldet – fast 300 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Schätzungsweise 110.000 Menschen, die meisten davon Kinder, starben 2017 an Masern, das sind 22 Prozent mehr als im Vorjahr.

Auf zweite Teilimpfung wird oft verzichtet

Die Durchimpfungsrate bei der ersten Teilimpfung gegen Masern sei im Jahr 2017 mit 85 Prozent in den vergangenen zehn Jahren zwar relativ konstant geblieben. Ein umfassender Impfschutz durch die zweite Teilimpfung sei jedoch mit 67 Prozent Durchimpfungsrate deutlich geringer. Als Gründe dafür wurden ein fehlender Zugang zu Impfungen sowie mangelhafte Gesundheitssysteme genannt, und in einigen Fällen auch Angst oder Skepsis gegenüber Impfstoffen.

In Ländern mit höherem Einkommen liegt die Impfrate zwar bei 94 Prozent, aber auch bei der zweiten Teilimpfung sinkt laut aktueller Zahlen der Anteil auf 91 Prozent. In Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen ist die Situation kritisch.

Fast 700 Fälle in den USA

In den USA wurden heuer schon knapp 700 Masernfälle registriert – die höchste Zahl sei der offiziellen Ausrottung der Krankheit im Jahr 2000. Die US-Gesundheitsbehörde CDC teilten gestern mit, die hohe Zahl von 695 Masernfällen gehe vor allem auf drei große Ausbrüche zurück: Zwei in New York und einen im Bundesstaat Washington

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat gestern erstmals Empfehlungen abgegeben, wie viel Zeit am Tag sich Kleinkinder im Alter von null bis fünf Jahren bewegen sollten. So sollten sich Ein- bis Zweijährige mindestens drei Stunden am Tag bewegen und höchstens eine Stunde im Kinderwagen oder auf Stühlen sitzen. Unter Zweijährige sollten laut WHO gar nicht vor Bildschirmen sein – Zweijährige sollten nicht länger als eine Stunde davor sitzen, „weniger ist besser“.

Wie die Gesundheitsorganisation weiter betont, sind im Alter von drei bis vier Jahren auch zehn bis 13 Stunden guter Schlaf sehr wichtig für die physische und psychische Entwicklung. „Kurzer Schlaf wird mit Übergewicht und Fettleibigkeit in der Kindheit und Jugend sowie mit psychischen Problemen als Jugendlicher in Verbindung gebracht“, heißt es in dem vorgelegten Bericht.

Interaktives Spielen entscheidend

In Staaten wie den USA, Australien, Kanada und Neuseeland gebe es bereits amtliche Ratschläge, die Verweildauer von kleinen Kindern vor Bildschirmen zu begrenzen, so die WHO. Wer sitze – sei es im Auto, am Tisch oder vor dem Bildschirm eines Fernsehers oder Computers – laufe leichter Gefahr, krank zu werden. „Entscheidend in diesem Alter ist das interaktive Spielen mit der Betreuungsperson“, sagte eine WHO-Expertin.

Frühere Schätzungen weisen laut WHO darauf hin, dass fünf Millionen Menschen jedes Jahr weltweit sterben, weil sie sich nicht genügend bewegten. Bekannt sei, dass 23 Prozent der Erwachsenen und 80 Prozent der Jugendlichen zu wenig körperlich aktiv seien. Für Kleinkinder gebe es aber keine vergleichbaren Daten. Die nun vorliegenden Empfehlungen sollten eine Lücke schließen, da es bisher für unter Fünfjährige keine Aktivitätsrichtlinien gebe.

Science

Weltweit sind einer Studie zufolge im vergangenen Jahr zwölf Millionen Hektar an Tropenwald vernichtet worden. Besonders besorgniserregend seien die Verluste von ursprünglichem Regenwald in den Tropen, heißt es in dem Bericht des Projekts Global Forest Watch (GFW), der heute veröffentlicht wurde. Insgesamt 3,64 Millionen Hektar seien dort verschwunden – eine Fläche größer als Belgien.

Die Daten aus dem Bericht stammen nach GWF-Angaben von der US-Universität Maryland und wurden durch die Auswertung von Satellitenbildern zusammengetragen. In dem Bericht geht es nicht nur um Abholzung von Wäldern, sondern auch um Zerstörung durch Brände. Wälder beherbergen nicht nur zahlreiche Arten, sondern haben, vor allem als Kohlenstoffspeicher, einen großen Einfluss auf das Klima.

Brasilien war 2018 Spitzenreiter

Im Vergleich zu den Jahren 2016 und 2017 verzeichnete das Autorenteam im vergangenen Jahr insgesamt einen leichten Rückgang. Demnach belief sich die Zahl der Verluste beim Tropenwald 2016 auf 16,95 Millionen Hektar, in 2017 waren es 15,81 Millionen.

Spitzenreiter war im vergangenen Jahr Brasilien, wo laut der Studie 1,35 Millionen Hektar an ursprünglichem Regenwald verloren gingen. Manches davon sei auf Waldbrände zurückzuführen, der Großteil habe aber augenscheinlich damit zu tun, dass Flächen abgeholzt wurden, um Weideflächen zu schaffen, heißt es in dem Bericht. Betont wurde darin zudem, dass es noch zu früh sei, um die Auswirkungen der Politik des neuen Präsidenten Jair Bolsonaro einschätzen zu können. Dieser hat deutlich gemacht, dass Umweltschutz nicht zu seinen Prioritäten zählen.

Als positives Beispiel wird in der Studie Indonesien angeführt. In dem südostasiatischen Land seien die Verluste von Primärwald auf den niedrigsten Stand seit 2003 gefallen. Das deute darauf hin, dass Schutzmaßnahmen der Regierung Wirkung zeigten.

Kultur

Mit mehr als 100 Produktionen im Programm hat gestern in New York das renommierte Tribeca-Filmfestival begonnen. Gezeigt wurde im Stadtteil Harlem eine Dokumentation über den berühmten Konzertsaal Apollo.

Zu den Höhepunkten gehört dann im Verlauf des Festivals „Georgetown“, das Regiedebüt des österreichischen Hollywoodexports Christoph Waltz. Sein Film erzählt die wahre Geschichte des in Ostdeutschland geborenen Albrecht Gero Muth, (im Film: Ulrich Mott), der 2014 in den USA wegen Mordes an seiner mehr als 40 Jahre älteren Frau Viola Drath verurteilt wurde. Die 82-jährige Vanessa Redgrave spielt die wohlhabende Journalistin, die 2011 im Alter von 91 Jahren erschlagen in ihrem Haus aufgefunden wurde. Annette Bening spielt ihre Tochter und Neoregisseur Waltz hat selbst die Rolle des Mörders übernommen.

Tribeca gilt als eines der wichtigeren Filmfestivals weltweit. Schauspieler Robert De Niro hatte es 2002 mit Kolleginnen ins Leben gerufen, um das New Yorker Stadtviertel Tribeca im Süden Manhattans nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 wiederzubeleben. Bei der 18. Ausgabe feiern mehr als 80 Filme Premiere. Das Tribeca-Filmfestival läuft bis Samstag kommender Woche.

Ken Kercheval, besser bekannt als Cliff Barnes aus der US-Fernsehserie „Dallas“, ist tot. Der amerikanische Schauspieler starb im Alter von 83 Jahren, wie die US-Branchenblätter „Hollywood Reporter“ und „Variety“ gestern meldeten. Der Manager des Schauspielers und eine Sprecherin eines Bestattungsunternehmens in Kerchevals Heimatstadt Clinton (US-Staat Indiana) bestätigten den Berichten zufolge seinen Tod.

Die US-Schauspieler Victoria Principal und Ken Kercheval
AP/Craig Mathew
Kercheval mit Victoria Principal, die in „Dallas“ seine Schwester Pam spielte.

Berühmt wurde Kercheval durch seine Rolle als der Öl-Tycoon Cliff Barnes, der ewig unterlegene Gegenspieler von J. R. Ewing (Larry Hagman), aus der 80er-Jahre-Hitserie „Dallas“. In den USA lief das Familiendrama um Geld, Macht und Intrigen 14 Jahre lang ununterbrochen. Kercheval spielte in allen Staffeln mit.

Der Schauspieler, der seine Karriere am New Yorker Broadway begonnen hatte, spielte auch in Kinofilmen wie „The Seven-Ups“ und „F.I.S.T. – Ein Mann geht seinen Weg“ mit. Seine Schauspielerkarriere dauerte mehr als 50 Jahre, er wirkte in etlichen TV-Serien in Gastrollen mit. Kercheval war starker Raucher. In den 90er Jahren erkrankte er an Lungenkrebs und musste sich einer Operation unterziehen.

Panorama

Zwei für ihre Telefonstreiche bekannten Russen haben offenbar den französischen Präsidenten Emmanuel Macron reingelegt. Die Satiriker mit den Künstlernamen „Wowan“ und „Lexus“ stellten gestern den 15-minütigen Mitschnitt eines angeblichen Telefonats mit Macron ins Internet, in dem sich einer von ihnen als designierter ukrainischer Präsident Wolodymyr Selenski ausgab.

„73 Prozent (der Stimmen, Anm.), das ist einfach unglaublich“, sagte der falsche Selenski mit Blick auf den Ausgang der ukrainischen Präsidentschaftswahl am Sonntag. „Ich fühle mich wie (Russlands Präsident Wladimir, Anm.) Putin, der auf dasselbe Ergebnis kam.“ Das Gespräch wurde auf Russisch und auf Französisch geführt, mit Hilfe von Übersetzern.

Kein Kommentar aus dem Elysee

„Ich habe bisher auf jeden Fall den Eindruck, dass das System bei dir ein bisschen weniger gut organisiert ist“, lautet die ironische Antwort des Gegenübers, bei dem es sich den Satirikern zufolge um Macron handeln soll. „Du hast noch nicht alle Oppositionellen ins Gefängnis gesteckt.“

Der Elysee wollte die Aufzeichnung nicht kommentieren. Macron habe am Sonntagabend mit Selenskyj telefoniert und dazu im Anschluss wie der designierte ukrainische Präsident eine Erklärung veröffentlicht.

Schon mehrere prominente Opfer

Die beiden russischen Spaßvögel bestätigten der Nachrichtenagentur AFP ihren Telefonstreich. Sie hofften, Macron sei „nicht zu verärgert“. „Wowan“ und „Lexus“ hatten nach dem Wahlsieg Selenskis bereits den kosovarischen Regierungschef Ramush Haradinaj kontaktiert. Dieser gab im Anschluss im Kurzbotschaftendienst Twitter bekannt, Selenski und seinen Regierungschef „Wowan Lexusow“ zu unterstützen, löschte die Nachricht aber wieder.

Hinter „Wowan“ und „Lexus“ verbergen sich Wladimir Kusnezow und Alexej Stoljarow. Sie haben bereits zahlreichen namhaften Persönlichkeiten Streiche gespielt, darunter Elton John, der frühere britische Außenminister Boris Johnson und der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko.

Lifestyle

Angesichts des Trends zum Verzicht auf tierische Produkte steigt die Burgerkette McDonald’s ins Geschäft mit veganen Produkten ein. Ende dieses Monats starte der Verkauf des „Big Vegan“-Burgers ohne tierische Zutaten, wie das Unternehmen mitteilte.

„Der Trend zu fleischlos wird größer“, sagte Unternehmenssprecher Philipp Wachholz. In Österreich und der Schweiz wird das vegane Angebot nicht auf der Karte stehen.

Der Vegetarierbund ProVeg Deutschland macht seit langem Druck auf die großen Ketten, mehr vegetarische und vegane Speisen anzubieten. In einem „Veggie-Ranking“ des Verbands 2016 landete Vapiano auf Platz eins vor Subway. Teurere Burgerketten bieten schon länger vegane Burger, am unteren Ende der Preisskala jedoch ist das bisher nicht Standard. In vielen Schnellimbissen beschränkt sich das vegetarische Angebot im Wesentlichen auf Pommes frites.