Ausland

Die Führung von Weißrussland (Belarus) wird nach Angaben eines Regierungsvertreters noch heute alle Demonstranten und Demonstrantinnen freilassen, die diese Woche bei Protesten festgenommen wurden. Das sagte der stellvertretende Innenminister Alexander Barsukow vor Journalisten und Journalistinnen in Minsk.

Die Proteste hatten sich an der umstrittenen Wiederwahl des autoritär herrschenden Langzeitpräsidenten Alexander Lukaschenko entzündet. Mindestens zwei Demonstranten kamen ums Leben, Tausende wurden in Gewahrsam genommen.

Die Opposition wirft Lukaschenko einmal mehr Wahlfälschung vor, auch im Westen gibt es massive Zweifel am offiziellen Wahlausgang. Heute ist eine Sondersitzung der EU-Außenminister angesetzt, in der über mögliche Sanktionen beraten werden soll.

In Afghanistan hat die umstrittene Freilassung der verbliebenen Taliban-Kämpfer begonnen. Gestern seien 80 inhaftierte Taliban freigelassen worden, teilte der nationale Sicherheitsrat heute auf Twitter mit. Die Freilassung von 400 als besonders gefährlich eingestuften Taliban galt als wichtigste Forderung der militanten Gruppe vor Beginn der Friedensverhandlungen.

Der afghanische Präsident Ashraf Ghani hatte die umstrittene Anordnung zur Freilassung am Montag unterzeichnet. Ghani folgte damit einer Empfehlung der großen Ratsversammlung vom Sonntag.

Gefangenenaustausch als Bedingung

Unter den 400 Inhaftierten sind 156 zum Tode verurteilte Taliban, wie eine Liste des Nationalen Sicherheitsrats zeigt. Auch mutmaßliche Drahtzieher von Anschlägen sollen sich unter den Schwerverbrechern befinden.

Die USA hatten mit den Taliban am 29. Februar in Doha ein Abkommen unterzeichnet, das einen Abzug der internationalen Truppen vorsieht. Im Gegenzug versicherten die Taliban, dass von Afghanistan keine Terrorgefahr mehr ausgehe. Gleichzeitig soll der Deal den Weg für innerafghanische Friedensgespräche bereiten; dafür war ein Gefangenenaustausch als vertrauensbildende Maßnahme vereinbart worden.

Nach Berichten über eine Kollision zwischen einem türkischen und einem griechischen Schiff im östlichen Mittelmeer hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan vor einer Eskalation gewarnt. „Wir haben ihnen gesagt, seht, greift bloß unsere ‚Oruc Reis‘ nicht an. Solltet Ihr unsere ‚Oruc Reis‘ angreifen, werdet Ihr einen hohen Preis dafür bezahlen. Und heute haben sie ihre erste Antwort bekommen“, sagte Erdogan gestern in Ankara.

In der griechischen Presse kursierten seit der Früh verschiedene Gerüchte über einen Vorfall. Einigen Berichten zufolge hatte es eine seitliche Kollision zwischen einer griechischen und einer türkischen Fregatte gegeben. Andere berichteten, eine griechische Fregatte habe eines der Begleitschiffe des türkischen Forschungsschiffes „Oruc Reis“ seitlich touchiert. Aus Athen wurden die Gerüchte zunächst weder bestätigt noch dementiert.

Berichte über umfangreiche Manöver

Seit Anfang der Woche sucht die „Oruc Reis“ südlich von Rhodos und der kleinen Insel Kastelorizo nach Erdgas. Die Türkei beansprucht damit ein Gebiet, das eigentlich zur Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) Griechenlands gehört. Kastelorizo ist nur rund zwei Kilometer vom türkischen Festland entfernt, gehört aber wie Rhodos zu Griechenland.

Nach Berichten des griechischen Staatsfernsehens fanden gestern umfangreiche Manöver griechischer und französischer Kriegsschiffe südlich von Kreta statt. Erdogan warf Athen Heimtücke vor, zeigte sich aber zugleich dialogbereit.

Telefongespräch mit Merkel

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, die schon im Juli im Gasstreit der NATO-Partner vermittelt hatte, telefonierte am Donnerstag erneut mit dem türkischen Präsidenten, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete.

Erdogan habe betont, dass er den Streit mit Dialog und auf Basis des internationalen Rechts lösen wolle. Die Außenminister der EU-Staaten werden an diesem Freitag in einer außerplanmäßigen Videokonferenz unter anderem über das Thema beraten.

Die britische Regierung plant Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag der Teilung Irlands im kommenden Jahr. Das teilte der Regierungssitz Downing Street gestern mit. „Es ist eine Gelegenheit, Nordirland als attraktives Ziel zum Reisen, Investieren und Geschäftemachen zu bewerben“, hieß es der Mitteilung.

Großbritanniens Premier Boris Johnson
Reuters/Brian Lawless

Die irische Insel wurde 1921 mit der Unabhängigkeit der späteren Republik Irland und der Gründung des britischen Landesteils Nordirland in zwei Teile gespalten. Während die Menschen in der Republik Irland bis heute zum größten Teil katholisch sind, waren in Nordirland zunächst die Protestanten in der Mehrheit. Inzwischen halten sich die beiden Konfessionen dort ungefähr die Waage.

Früher systematisch benachteiligt, fordern Katholiken in Nordirland seit Langem die Vereinigung mit der Republik im Süden. Drei Jahrzehnte lang versuchte die katholisch-republikanische Terrororganisation IRA, den Zusammenschluss mit Gewalt zu erzwingen. Militante protestantische Gruppen, die Polizei und die britische Armee schlugen mit aller Härte zurück. Der blutige Bürgerkrieg endete erst 1998 mit dem Karfreitagsabkommen. Doch die nordirische Gesellschaft ist bis heute tief gespalten.

„Weil ich das Bündnis liebe“

Der britische Premierminister Boris Johnson verteidigte die Pläne zu der Feier bei einem Treffen mit dem irischen Regierungschef Micheal Martin auf Schloss Hillsborough nahe Belfast. „Aus meiner Sicht ist es offensichtlich ein Grund zum Feiern, weil ich das Bündnis liebe, aus dem das Vereinigte Königreich besteht, die erfolgreichste politische Partnerschaft auf der ganzen Welt“, sagte Johnson. Er verstehe aber natürlich, dass es „eine Menge Leute gibt, die das anders sehen“, so der Premier.

Die Frage, wie die Grenze zwischen Nordirland und dem EU-Mitglied Irland künftig trotz EU-Austritts der Briten offen bleiben kann, war lange der schwierigste Knackpunkt in den Brexit-Gesprächen. Johnson stimmte letztlich Warenkontrollen an den Häfen zwischen Nordirland und dem Rest des Vereinigten Königreichs zu. Die Umsetzung dieser Regelung steht aber noch aus.

Bei gewaltsamen Protesten gegen die Kandidatur des Präsidenten der Elfenbeinküste, Alassane Ouattara, für eine dritte Amtszeit sind binnen zwei Tagen mindestens vier Menschen getötet worden. Mindestens drei Menschen seien bei Zusammenstößen zwischen Anhängern und Gegnern Ouattaras in der Stadt Daoukro im Zentrum des Landes am Mittwoch getötet worden, hieß es aus Sicherheitskreisen.

Ein weiterer Mensch wurde gestern bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften in Bonoua getötet, wie der Bürgermeister der Stadt, Jean-Paul Amethier, sagte. Ouattara hatte vergangene Woche angekündigt, bei der Wahl am 3. Oktober für eine dritte Amtszeit zu kandidieren. Seither gibt es in dem westafrikanischen Land heftige Proteste. In der ivorischen Verfassung sind maximal zwei Amtszeiten für Präsidenten vorgesehen.

In Bonoua hätten wütende Demonstranten eine Polizeistation geplündert, sagte der Augenzeuge Herve Niamkey. Der örtliche Polizeichef und mehrere weitere Beamte hätten Schutz im Hinterhof der Station gesucht. Heftige Proteste gab es auch in der Metropole Abidjan. Dort errichteten Demonstranten Barrikaden und verbrannten Autoreifen, wie AFP-Reporter beobachteten. Zu den Protesten hatten die Opposition und zivilgesellschaftliche Organisationen aufgerufen. Im Stadtteil Yopougon ging die Polizei mit Tränengas gegen die Protestierenden vor.

Anfang Juli hatte der plötzliche Tod von Ministerpräsident Amadou Gon Coulibaly durch einen Herzinfarkt die Elfenbeinküste erschüttert. Der enge Vertraute von Staatschef Ouattara sollte als Kandidat der Regierungspartei bei der Präsidentschaftswahl antreten. Seit seinem Tod wurde in dem westafrikanischen Land darüber spekuliert, ob der 78-jährige Ouattara eine dritte Amtszeit anstrebt.

COV Ausland

Südkorea meldet 103 neue Coronavirus-Neuinfektionen. In 85 dieser Fälle hätten sich die Betroffenen in Südkorea angesteckt, teilen die Behörden heute mit. Das sei die höchste Zahl lokaler Übertragungen seit Ende März. Insgesamt kommt Südkorea nunmehr auf 14.873 bestätigte Infektionen und 305 Todesfälle.

In Mexiko und Peru hat die Zahl der verzeichneten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus die Schwelle von jeweils einer halben Million Fälle überschritten. In Mexiko wurden zuletzt 7.371 neue Ansteckungen registriert, womit die Gesamtzahl auf 505.293 stieg, wie das Gesundheitsministerium gestern mitteilte.

In Peru wurde am selben Tag die Rekordzahl von 9.441 Neuinfektionen registriert. Die verzeichnete Gesamtzahl der Ansteckungen wuchs damit auf 507.996, wie Vizegesundheitsminister Luis Suarez sagte.

60.091 Neuinfektionen in Brasilien

Mexiko und Peru sind nach Brasilien die am härtesten von der Pandemie betroffenen Länder in Lateinamerika. Das gilt sowohl für die Infektions- als auch die Totenzahlen. In Mexiko wurden laut Gesundheitsministerium 55.293 an den Folgen der Infektion verstorbene Menschen gezählt, in Peru waren es nach Angaben des Vizeministers 25.648.

Das brasilianische Gesundheitsministerium meldete 60.091 Neuinfektionen. Damit stieg die Gesamtzahl der Ansteckungen dort auf mehr als drei Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 1.261 auf 105.463 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

In Kolumbien, das an der vierten Stelle der am schlimmsten von der Pandemie heimgesuchten Länder Lateinamerikas liegt, stieg die Gesamtzahl der registrierten Infektionen bis Donnerstag auf 433.805, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Die Zahl der verzeichneten Todesfälle lag bei 14.145. Lateinamerika ist insgesamt die von der Pandemie am schwersten betroffene Weltregion.

Gouverneur von Caracas nach Infektion gestorben

In Venezuela ist der Gouverneur des Hauptstadtbezirks Caracas, Dario Vivas, nach Angaben der Regierung seiner Covid-19-Erkrankung erlegen. Der enge Verbündete des linken Staatspräsidenten Nicolas Maduro hatte am 19. Juli mitgeteilt, dass er positiv auf das Coronavirus getestet worden sei. Er wurde 70 Jahre alt.

In Venezuela wurden bisher 29.088 Coronavirus-Fälle bestätigt, 247 Menschen starben. In Venezuela herrscht eine Wirtschafts- und Regierungskrise, in der sich die linke Regierung und die Opposition unversöhnlich gegenüberstehen.

Nordkorea hat die Abriegelung der Großstadt Kaesong an der innerkoreanischen Grenze wegen eines Coronavirus-Verdachtsfalls nach drei Wochen wieder aufgehoben. Machthaber Kim Jong Un habe aber angeordnet, wegen der weltweiten Verschärfung der Pandemiesituation müsse „die Grenze noch dichter geschlossen werden“, berichteten die staatlich kontrollierten Medien des abgeschotteten Landes heute.

Auch dürfe deswegen keine Hilfe von außen für die Behebung der jüngsten Flutschäden im Land angenommen werden. Kim führte demnach den Vorsitz bei einem Treffen des Politbüros der im Land herrschenden Arbeiterpartei.

Seit Juli komplett abgeriegelt

Die Teilnehmer hätten beschlossen, den „Lockdown des Frontgebiets einschließlich Kaesongs“ aufzuheben, hieß es. Die Situation sei dank der epidemiologischen Schutzmaßnahmen stabil, wurde Kim zitiert. Der Machthaber hatte zuletzt eine Spezialversorgung für die Bewohner und Bewohnerinnen von Kaesong angeordnet. Wie kritisch die Situation für die betroffenen Menschen war, blieb unklar. In Kaesong leben nach Schätzungen etwa 300.000 Menschen.

Nordkorea hatte Ende Juli die Stadt komplett abgesperrt und den Notstand über die Region verhängt. Das Coronavirus sei möglicherweise ins Land eingeschleppt worden, hieß es. Bei einem ehemaligen Überläufer nach Südkorea, der am 19. Juli illegal über die Grenze zurückgekehrt sei, seien entsprechende Symptome festgestellt worden. Tests hätten jedoch keine sichere Diagnose ergeben.

Tausende Häuser zerstört

Bei dem Politbüro-Treffen wurden die Teilnehmer den Berichten zufolge zudem über „weitreichende Schäden“ in den Landesprovinzen durch die Monsunregenfälle in den vergangenen Wochen unterrichtet. Durch Überschwemmungen seien Reisfelder auf einer Fläche von etwa 39.000 Hektar überschwemmt worden. Außerdem seien 16.680 Häuser und 630 öffentliche Gebäude überflutet oder zerstört worden. Schäden gebe es auch an zahlreichen Straßen, Brücken und Schienenstrecken.

Der designierte Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, Joe Biden, hat in der Coronavirus-Krise eine landesweite Maskenpflicht gefordert. Jeder einzelne Amerikaner sollte ab sofort in der Öffentlichkeit einen Mund-Nasen-Schutz tragen und das mindestens für die kommenden drei Monate, sagte Biden gestern in Wilmington (Delaware).

Joe Biden
Reuters/Carlos Barria

Er und seine Vizekandidatin Kamala Harris waren zuvor von Experten über die Coronavirus-Pandemie unterrichtet worden. „Jeder Gouverneur sollte das verpflichtende Tragen einer Maske vorschreiben“, forderte Biden. Auf diese Weise könnten nach Schätzungen von Experten mindestens 40.000 Menschenleben in den kommenden drei Monaten gerettet werden.

Eines der wichtigsten Themen im Wahlkampf

Über das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes wird in den USA eine politisch aufgeladene Debatte geführt. US-Präsident Donald Trump hatte sich trotz einer entsprechenden Empfehlung der US-Gesundheitsbehörde CDC bei öffentlichen Auftritten lange Zeit ohne Maske gezeigt. Nun wirbt er auch dafür und ist inzwischen einige Male mit Maske aufgetreten. Wegen der dramatischen Virusausbreitung gilt mittlerweile eine Maskenpflicht in der Mehrzahl der Bundesstaaten.

„Es geht nicht um Ihre Rechte, sondern um Ihre Verantwortung als Amerikaner“, sagte Biden. Eine landesweite Maskenpflicht würde ermöglichen, das Land schneller wieder auf Kurs zu bringen, sagte er. „Seien Sie ein Patriot. Beschützen Sie Ihre Mitbürger.“

Die Coronavirus-Pandemie ist eines der wichtigsten Themen im Wahlkampf. In den USA wurden bereits mehr als 5,2 Millionen Infektionen nachgewiesen. Harris beklagte erneut, dass in den USA bereits mehr als 165.000 Menschen im Zusammenhang mit der Erkrankung Covid-19 gestorben sind, wofür sie am Vortag Trump verantwortlich gemacht hatte. Sie versprach, dass eine von ihr und Biden angeführte Regierung für die Ausweitung von Testkapazitäten und der Einstellung von 100.000 Amerikanern für die Kontaktrückverfolgung sorgen würde. Jedem Amerikaner solle zudem Zugang zu einer sicheren und effektiven Impfung gewährleistet werden, sagte Harris.

Der Gouverneur des US-Bundesstaats Florida, Ron DeSantis, hat die Bemühungen zur Wiedereröffnung von Schulen inmitten der Coronavirus-Pandemie mit dem Einsatz des US-Militärs gegen den früheren Al-Kaida-Chef Osama bin Laden verglichen. Genauso wie das US-Spezialkommando bei dem Einsatz in Pakistan „Hindernisse überwand“, müssten nun auch Schulen Herausforderungen meistern, um Kindern nach den Ferien wieder einen normalen Unterricht zu ermöglichen, sagte DeSantis.

Floridas Gouvernör Ron DeSantis
Reuters/Al Diaz

Der Republikaner DeSantis, ein Vertrauter von US-Präsident Donald Trump, wirbt trotz einer anhaltend hohen Zahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus für eine Öffnung der Schulen. Es gehe darum, Eltern eine „gute Wahl zwischen Unterricht in der Schule oder weiterem Lernen auf Distanz“ zu geben, sagte DeSantis mit Blick auf den Unterricht über digitale Plattformen. Florida, ein Bundesstaat mit gut 21 Millionen Einwohnern, meldete zuletzt rund 6.000 Neuinfektionen pro Tag.

„An unsere Lehrer und Schulverwalter: Danke, dass Sie sich weigern, sich von Hindernissen davon abhalten zu lassen, unseren Kindern Chancen zu geben“, sagte DeSantis. Das sei eine schwierige Zeit, aber die Anstrengungen der Lehrer seien wichtig für eine Rückkehr zu einer gewissen Normalität für die Gesellschaft, sagte er.

Bin Laden, der frühere Chef der Terrororganisation al-Kaida, wurde 2011 von einem US-Spezialkommando im pakistanischen Abbottabad aufgespürt und getötet. Die USA machen den damals 54-Jährigen für die verheerenden Anschläge vom 11. September 2001 verantwortlich.

COV Inland

Das Gesundheitsministerium hat am Mittwoch die Novellen zum Covid-19-Maßnahmengesetz und zum Epidemiegesetz in Begutachtung geschickt. Damit soll nicht nur das geplante Ampelsystem rechtlich verankert werden. Auch Regeln wie der Mindestabstand im öffentlichen Raum sollen nun gesetzlich abgesichert werden.

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Angesichts steigender Infektionszahlen von Reiserückkehrern und Reiserückkehrerinnen aus Kroatien in einigen Bundesländern, so auch in Tirol, bringt Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) eine Reisewarnung für das Balkan-Land aufs Tapet. Eine Reisewarnung mit der Sicherheitsstufe sechs sei „aufgrund der derzeitigen Informationen diskutierenswert“, sagte Platter im APA-Interview gestern.

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Das EU- und Urlaubsland Kroatien meldete gestern eine Rekordzahl an Neuansteckungen mit dem Coronavirus. 180 Menschen infizierten sich in den vergangenen 24 Stunden mit dem SARS-CoV-2-Virus, teilte der nationale Krisenstab in Zagreb mit. Das ist der höchste Tageswert, der seit Beginn der Pandemie in dem Land im Februar registriert wurde.

In Österreich ist die Zahl der bisher bestätigten Coronavirus-Fälle auf 22.755 gestiegen (Stand: gestern, 23.00 Uhr). Derzeit gibt es 1.523 infizierte Personen. Im Spital behandelt werden im Moment 114 Personen, 22 davon auf der Intensivstation.

Die Zahl der Todesopfer in Zusammenhang mit dem Coronavirus beträgt aktuell 713. Für die Zählung ist die Definition des Epidemiologischen Meldesystems (EMS) ausschlaggebend. Insgesamt wurden 991.508 Tests durchgeführt.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Hinweis zur Aktualisierung der Daten

Um die Daten aktuell zu halten, übernimmt ORF.at die Informationen direkt aus dem offiziellen Dashboard des Gesundheitsministeriums. Die aktuellen Fallzahlen im Kopf der Seite werden stündlich aktualisiert, die Verlaufsgrafiken zum Tageswechsel, um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten.

Genaue Informationen zu Definitionen, Herkunft der Daten, Aktualisierung und FAQs finden sich im Infopoint Coronavirus von ORF.at.

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Inland

Das Defizit der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) wird durch die Coronavirus-Krise mehr als verdoppelt. Für heuer wird nun mit einem Verlust von 447 Millionen Euro gerechnet, geht aus der aktuellen Gebarungsvorschau hervor, die der APA vorliegt. Im Februar war man noch von einem Defizit von 175 Mio. Euro ausgegangen.

Dabei sind die den Unternehmen gestundeten Beiträge noch gar nicht mit einberechnet. Diese summieren sich bisher in der gesamten Sozialversicherung auf insgesamt rund 1,1 Milliarden Euro. Allerdings haben sich die Stundungen zuletzt deutlich eingebremst.

Im März machten diese noch 800 Mio. Euro aus, im April nur noch 200 Mio. Euro. Wie viel von diesen Stundungen tatsächlich verloren ist oder noch nachgezahlt wird, lässt sich noch nicht sagen. Endgültige Abschreibungen in Folge von Firmenpleiten folgen in der Regel mit einer Verzögerung von drei bis vier Jahren.

Das Defizit der ÖGK wird den Prognosen zufolge in den kommenden Jahren noch weiter steigen. Für 2021 wird noch eine Stagnation des Verluste bei 444 Mio. Euro (Februar-Vorausschau: 178 Mio.) erwartet, für 2022 aber ein Anstieg auf 614 Mio. Euro (Februar: 295 Mio.)

Der Bilanzskandal um die Commerzialbank Mattersburg war gestern Thema einer intensiven Debatte im Landtag. Alle vier Landtagsparteien forderten volle Aufklärung. Damit endete aber auch schon die Einigkeit. Die ÖVP deutete an, gestern mit den Vorbereitungen für einen Untersuchungsausschuss zu beginnen.

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Schließung angeordnet

Unterdessen liegt der amtliche Schließungsbeschluss für die Bank vor. Am 14. Juli hatte kurz vor Mitternacht die Finanzmarktaufsicht (FMA) den Fortbetrieb der Bank untersagt. Am 27. Juli wurde Konkurs beantragt, der am 28. Juli eröffnet wurde. Wie nun aus der Insolvenzdatei zum Konkursverfahren am Landesgerichts Eisenstadt hervorgeht, wird „die Schließung der Bank angeordnet“ – bekanntgemacht am 12. August. Derzeit würden von Sachverständigen die schuldnerischen Vermögenswerte erhoben und bewertet.

Anwalt von Ex-Bankchef nimmt Stellung

Erstmals nahm der Anwalt von Ex-Bankdirektor Martin Pucher ausführlich Stellung zur Causa. Norbert Wess sagte im Interview mit dem ORF Burgenland, Pucher sei voll geständig und nehme die ganze Verantwortung für die Bilanzfälschungen auf sich. Er habe sich nicht persönlich bereichert, sondern sei Opfer seiner Eitelkeit geworden. Gesundheitlich gehe es Pucher nicht gut.

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Wirtschaft

Bei starken Menstruationsschmerzen können Arbeitnehmerinnen eines indischen Essenslieferdienstes künftig bis zu zehn Tage im Jahr bezahlt freinehmen. Diese Ankündigung des Firmenchefs löste in Indien eine Debatte auf den Sozialen Netzwerken aus.

In dem Land ist die Periode ein großes Tabuthema, Frauen gelten während ihrer Blutung als unrein und sollen dann beispielsweise keine Tempel betreten oder bestimmtes Essen berühren. Der Firmenchef schrieb in einer kürzlich veröffentlichten Mitteilung, „Menstruationsurlaub“ zu nehmen, sollte nicht mit Scham oder Stigma behaftet sein.

„Du solltest Menschen in internen Gruppen oder E-Mails einfach sagen können, dass du gerade einen Tag ‚Menstruationsurlaub‘ nimmst.“ Pro Zyklus können Frauen und Transgender-Personen in dem Unternehmen jeweils einen Tag freinehmen – und das zehn Mal im Jahr.

Debatte losgetreten

Die Ankündigung hat zu viel Diskussionen auf den Sozialen Netzwerken geführt. „Heute können einige ‚Menstruationsurlaub‘ wohl nicht richtig verstehen, genauso wie viele mal gegen Mutterschutzurlaub protestiert hatten“, schrieb Angellica Aribam, die Gründerin einer indischen Organisation, die Frauen in der Politik fördert, auf Twitter. „Aber eines Tages wird das normal sein.“

Die indische Journalistin Barkha Dutt, die auch für die „Washington Post“ Kommentar schreibt, hielt dagegen. Sie findet: „Wir können nicht der Infanterie beitreten, über Krieg berichten, Kampfflugzeuge fliegen, in den Weltraum gehen, keinen Exzeptionalismus wollen und Periodenurlaub wollen.“

Der deutsche Autokonzern Daimler will in den USA mehr als zwei Milliarden Dollar zu Beilegung von Streitigkeiten im Dieselskandal zahlen. Für Vergleiche mit mehreren US-Behörden würden rund 1,5 Mrd. Dollar (1,27 Mrd. Euro) fällig, für die Beilegung einer Sammelklage von Verbrauchern etwa 700 Millionen Dollar, teilte der Konzern gestern mit.

Die zuständigen Behörden und Gerichte müssen den Vergleichen demnach noch zustimmen. Die Vergleiche zu den Vorwürfen der Manipulation bei den Abgaswerten wurden demnach von der Muttergesellschaft und der Tochter Mercedes-Benz USA ausgehandelt. Sie einigten sich mit der US-Umweltbehörde EPA, der Umweltabteilung des US-Justizministeriums, der US-Zoll- und Grenzschutzbehörde und Behörden des Bundesstaates Kalifornien sowie mit den Teilnehmern einer Verbrauchersammelklage.

Vorstand und Aufsichtsrat der Daimler AG und der Mercedes-Benz AG stimmten den Angaben zufolge gestern „nach Abwägung aller Umstände und im besten Unternehmensinteresse“ für die Vergleiche. Damit gehe Daimler „einen wichtigen Schritt, um Rechtssicherheit bei verschiedenen Diesel-Verfahren in den USA zu schaffen“, teilte der Konzern weiter mit.

Daimler gehe von „weiteren Aufwendungen“ im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich aus, um Anforderungen aus den Vergleichen zu erfüllen. „Für die erwarteten Gesamtkosten der Vergleiche hat das Unternehmen ausreichend bilanzielle Vorsorge getroffen.“

Der öffentliche Fahndungsaufruf des deutschen Bundeskriminalamts (BKA) nach dem flüchtigen Ex-Wirecard-Manager Jan Marsalek hat erste Zeugenhinweise erbracht. Wie ein BKA-Sprecher den Zeitungen der Funke-Mediengruppe gestern sagte, gingen bisher Hinweise im „unteren zweistelligen Bereich“ ein.

Die Ermittler hatten am Vortag in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ Zeugen um Tipps zum Aufenthaltsort des flüchtigen Österreichers gebeten, der eine Schlüsselrolle im milliardenschweren Finanzskandal um den Zahlungsdienstleister einnimmt.

Beamte fälschten Reisedaten

Die Staatsanwaltschaft wirft schwere Untreue und gewerbsmäßigen Bandenbetrug vor. Das BKA vermutet, dass sich der 40-Jährige im Ausland aufhält. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft München I den Zeitungen mitteilte, wurde keine Belohnung für Hinweise ausgelobt.

Wie die philippinische Ermittlungsbehörde unterdessen mitteilte, sollen Einwanderungsbeamte Reiseunterlagen Marsaleks gefälscht haben. Die Behörde empfahl, Anzeige gegen zwei Verdächtige zu erstatten. Die Beamten hätten falsche Einträge in die Datenbank des Immigrationsbüros eingegeben.

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IT

Die Macher des populären Online-Spiels „Fortnite“ legen sich in einer bisher einmaligen Kraftprobe mit Apple und Google an. Mit mehreren hundert Millionen Fans im Rücken wollen sie die App-Store-Regeln der Smartphoneplattformen aufbrechen.

Die „Fornite“-Entwicklerfirma Epic Games führte auf Apples iPhone und iPad sowie auf Geräten mit dem Google-System Android die Möglichkeit ein, Inhalte in Umgehung der In-App-Käufe günstiger zu erwerben. Damit forderte Epic die Plattformen heraus. Die Reaktion kam prompt: „Fortnite“ verschwand erst aus dem App-Store für Apples Mobilgeräte und wenige Stunden später auch aus Googles Play Store. Epic reichte umgehend eine Klage gegen Apple ein.

Spotify reichte Beschwerde ein

Zumindest im Fall von Apple hat Epic Games eine Klage eingereicht. Epic Games wirft Apple in der gestern bei einem Bundesgericht in Kalifornien eingereichten Klage vor, gegen das Wettbewerbsrecht zu verstoßen. Die Firma fordert die Annullierung der Apple-Regeln, wonach App-Entwickler 30 Prozent der Einnahmen, die sie über den App-Store von Apple erzielen, an den Konzern zahlen müssen.

Die 30 Prozent vom Preis, die sowohl Apple als auch Google bei In-App-Käufen einbehalten, bilden den Kern des Streits. Schon seit einiger Zeit gibt es Kritik an der Höhe der Abgabe – und im Fall von Apple auch daran, dass die Entwickler bei In-App-Käufen keine alternativen Bezahlwege anbieten können. Der Musikdienst Spotify reichte deswegen Beschwerde bei den Wettbewerbshütern der EU-Kommission ein.

Rebellion gegen das System

Epic wird mit dem Vorstoß nun aber zum Wortführer einer regelrechten Rebellion gegen das System. Die Firma ließ ihre Nutzer und Nutzerinnen, die auf iPhones und iPads spielen, wissen, dass selbst wenn sie schon die App auf ihren Geräten haben, neue Inhalte der nächsten Season von „Fortnite“ ihnen verwehrt bleiben werden. Und Epic rief die Kunden und Kundinnen auf, sich bei Apple mit dem Hashtag #FreeFortnite zu beschweren. Fortnite wird nach Angaben von Epic von mehr als 350 Millionen Spielern genutzt.

Für Nutzer und Nutzerinnen von Android-Geräten ist die Situation etwas anders: Google lässt dort Apps nicht nur aus dem hauseigenen Play Store, sondern auch aus anderen Quellen laden. Apple lehnt diesen Ansatz unter Verweis auf potenzielle Risiken für Nutzer und Nutzerinnen durch präparierte Apps ab.

Apple und Google wehren sich

Apple verwies darauf, dass Epic gegen die App-Store-Regeln verstoßen habe. „Sie gelten gleichermaßen für jeden Entwickler und dienen dazu, den Store sicher für unsere Nutzer und Nutzerinnen zu halten.“ Epic habe die neue Funktion mit der Absicht eingeführt, die Richtlinien zu verletzen.

Google betonte jedenfalls, Entwickler müssten sich an die Regeln halten, um im Play Store zu bleiben. In den vergangenen Jahren hatte Epic „Fortnite“ auf Android-Geräten bereits zeitweise am Play Store vorbei vertrieben.

Chronik

Heftige Unwetter sind gestern über Wien niedergegangen. Die Wiener Berufsfeuerwehr stand seit 17.30 Uhr im Dauereinsatz und hatte seit dieser Zeit rund 100 Einsätze wegen des Starkregens zu absolvieren. Seit 18.00 Uhr herrschte erhöhte Alarmbereitschaft.

Die Einsätze erfolgten wegen umgestürzter Bäume, abgebrochener Äste, überflutete Keller oder Wassereintritten in Wohnungen, teilte Lukas Schauer, Sprecher der Berufsfeuerwehr, der APA mit. Informationen über zu Schaden gekommene Menschen gab es zunächst nicht.

Nach dem Leichenfund in Mörbisch ist gestern ein 28-jähriger Mann aus Niederösterreich festgenommen worden. Er soll einen 22-jährigen Burgenländer in der Nacht auf Montag ermordet haben. Der Mann ist nicht geständig.

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Ein vierjähriger Bub ist gestern Nachmittag in Oetz in Tirol von einem Auto überrollt und dabei tödlich verletzt worden. Sein 61-jähriger Großvater war mit ihm bei einem Freund, und der Bub lud selbst gepflücktes Obst in der Zufahrt in das Auto auf der Beifahrerseite ein. Der Pkw setzte sich aus ungeklärter Ursache in der leicht abschüssigen Zufahrt von selbst in Bewegung und erfasste ihn.

Obwohl der Vierjährige zuerst reanimiert und notärztlich versorgt wurde, starb er noch am Unfallort. Das Kriseninterventionsteam ist im Einsatz, um die Beteiligten und Angehörigen zu betreuen, berichtete die Polizei. Das Fahrzeug wurde über Anordnung der Staatsanwaltschaft sichergestellt, zudem sind weitere Erhebungen zum Unfallhergang noch im Gange.

Im Dezember 2018 sind in Wien-Floridsdorf sechs Ordensbrüder brutal überfallen worden. Die Tätersuche verlief bisher ohne Erfolg. Ermittler hoffen nun durch die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ auf neue Hinweise aus der Bevölkerung. Bekannt wurden dadurch Details zum Überfall.

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Ein Foto von Schloss Seltenheim bei Klagenfurt kursiert im Internet. In der Anzeige heißt es, das Schloss sei über Sothebys um 33 Mio. Euro zu haben. Stimmt nicht, sagen der Schlossbesitzer und auch die Firma Sothebys. Über das Anwesen wird aktuell aus anderen Gründen diskutiert, es wurde ein Antrag auf einen Hubschrauberlandeplatz gestellt.

Mehr dazu in kaernten.ORF.at

Das Leitungswasser im Pyhrn-Eisenwurzen-Klinikum Steyr ist mit Keimen verunreinigt und darf vorerst nicht verwendet werden. Bei einer Routinekontrolle seien überhöhte Werte festgestellt worden, so das Spital gestern. Desinfektionsmaßnahmen seien eingeleitet worden.

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Sport

Für ÖTV-Star Dominic Thiem wird es langsam wieder ernst. Am Wochenende reist der Weltranglistendritte in die USA, wo ab 31. August unter strengen Coronavirus-Maßnahmen die US Open in Szene gehen sollen. Schon ab 22. August steht ebenfalls in New York das Masters-1000-Turnier von Cincinnati an. Thiem dürfte für neue Großtaten bereit sein.

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Vor drei Jahren durfte Maximillian Kofler in Spielberg sein Debüt in der Motorrad-WM feiern. Rund um seinen 20-jährigen Geburtstag kehrt der Oberösterreicher als fixes Mitglied des CIP-Greenpower-Teams zu einem Heimspieldoppel zurück. Für Kofler schließt sich somit der Kreis. „Seit dem Debüt hat sich meine Welt völlig verändert“, so Kofler vor den zwei Rennen auf dem Red Bull Ring.

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Kultur

Lady Gaga will bei der Verleihung der MTV Video Music Awards Ende August in New York auftreten. Sie habe zuhause von ihrem Album „Chromatica“ geträumt und nun sei es endlich Zeit für den ersten Liveauftritt, teilte die Sängerin gestern auf Twitter mit Verweis auf die Show am 30. August mit.

Dazu postete sie ein kurzes Video von sich im rosa Bademantel mit einer riesigen Kopfschmuckmaske. Sie hatte ihr sechstes Album „Chromatica“ Ende Mai mitten in der Coronavirus-Pandemie veröffentlicht. Laut People.com stand Lady Gaga zuletzt 2013 bei den Video Music Awards auf der Bühne.

Bei der Gala sollen auch Künstler und Gruppen wie The Weeknd, Maluma, BTS und Doja Cat auftreten, hatte der Sender MTV kürzlich bekanntgegeben. Wegen der Coronavirus-Pandemie wird die Preisverleihung im Freien statt in einer Halle stattfinden. Es sind mehrere Auftritte in verschiedenen Teilen von New York entweder ohne Livepublikum oder nur mit begrenzten Zuschauerzahlen geplant. MTV will die von Schauspielerin Keke Palmer moderierte Show live ausstrahlen.

Lady Gaga und Ariana Grande gehen mit je neun Nominierungen als Topfavoritinnen ins Rennen. Billie Eilish und The Weeknd haben je sechs Gewinnchancen. Alle vier Spitzenanwärterinnen sind in der Topsparte „Video des Jahres“ vertreten. Zudem konkurrieren dort Eminem, Future und Taylor Swift. Die MTV-Preise werden seit 1984 verliehen. Fans können online für ihre Favoriten bzw. ihre Favoritin stimmen.

Die UNESCO ist nach der verheerenden Explosion besorgt über den Zustand zahlreicher historischer Gebäude in Beirut. Bei einer Onlinekonferenz habe man Anfang der Woche mit führenden Kulturorganisationen und Experten aus dem Libanon über längerfristige Maßnahmen beraten, teilte die UNESCO mit Sitz in Paris gestern mit. Man wolle sicherstellen, dass „das reiche kulturelle Leben und Erbe Beiruts dem libanesischen Volk weiterhin als Quelle der Stärke und Widerstandsfähigkeit dienen kann“.

Rund 640 historische Gebäude seien von der Explosion in Mitleidenschaft gezogen worden, etwa 60 von ihnen seien einsturzgefährdet, zitierte die Organisation eine Bewertung des Generaldirektors für Antiquitäten des libanesischen Kulturministeriums, Sarkis Churi. Es seien insgesamt mindestens 8.000 Gebäude beschädigt worden. Die Gebäude müssten nun abgedichtet werden, um weitere Schäden durch Herbstregenfälle zu verhindern.

Bis zu 300.000 Menschen sollen in der libanesischen Hauptstadt durch die Explosionsschäden obdachlos geworden sein. Schwer beschädigt wurden bei der Explosion Anfang vergangener Woche nicht nur Wohnhäuser und Geschäfte, sondern auch wichtige Museen, Galerien und religiösen Stätten.

Lifestyle

In St. Johann in Tirol bringt seit August ein Schlepplift Downhiller bergauf. Es ist der erste Schlepplift für Fahrräder in Tirol. Mit dem Umbau im Sommer für den Bike-Transport kann der Lift im Sommer wie im Winter benutzt werden.

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